Virtueller Behördengang in der Schweiz

In Deutschland laufen die Vorbereitungen für eine Online-Meldebehörde. In der Schweiz ist man da schon einen Schritt weiter und beginnt die virtuelle Behörde zu testen. Ab dem kommenden Donnerstag wird das erstemal die digitale Signatur in einer breiten Öffentlichkeit getestet.

Wer innerhalb Zürichs oder St. Gallen umzieht oder den Wohnort zwischen den Kantonen St. Gallen und Zürich wechselt, kann bald die wichtigsten nötigen Behördengänge über das Internet erledigen. Grundlage ist die digitale Signatur des neuen gesetzlich zugelassenen digitalen Postzertifikats, das am 4. April Premiere hatte und auf einer Public Key Infrastruktur (PKI) basiert. Die Zertifikate werden im Auftrag der Schweizerischen Post von ihrer Tochtergesellschaft, der von ZertEs anerkannten Certification Authority (CA) SwissSign AG ausgestellt, signiert und verwaltet.

Angewendet werden kann die digitale Signatur mit dem Postzertifikat etwa auf Dokumente, die bisher aus rechtlichen Gründen per Einschreiben verschickt werden mussten. Die digitale Signatur von “IncaMail” ermöglicht, dass Dokumente beim Datenaustausch zuverlässig aus- und zugewiesen werden können.

Die Nutzung des Services kostet erst einmal. Nach der Anmeldung im sogenannten Postidentverfahren bekommt der Interessiert für 90 Franken (55 Euro) ein Starter-Kit, das eine Installations-CD, eine Chipkarte mit dem elektronischen Schlüssel, ein USB-Lesegerät, ein Passwortblatt und eine CD mit der Applikation für den elektronischen Versand enthält. Für eine Dauerhafte Nutzung werden jährlich Gebühren zwischen 30 Franken (18 Euro) und 90 Franken erhoben.

Ausführlicher dazu:
Schweiz testet virtuellen Behördengang mittels digitaler Signatur via heise online

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