Library of Inspiration

Die Library of Inspiration stellt sich vor als

virtual library containing short reflections about music, literature, and film that have provided inspiration to the contributors of the site. The library’s intent is not to offer comprehensive reviews but rather a journey into inspiration, paying tribute in some way to what it was that aroused awakening.

Besonders interessant im Hinblick auf mein neues Forschungsgebiet “Die Bibliothek als (öffentlicher) Ort” finde ich folgende beiden Aussagen:

1.Why a “Library”?

A library is a place you can go to explore and lose yourself. It is quiet. It provides isolation and a sense of peace.

2.You are welcome here

This is the spirit of the library. You are welcome here. Enjoy your stay.

Diese Dimension der Bibliothek als Ort der Ruhe, an dem man sich “erfahren und verlieren” kann und an dem man willkommen ist, geht leider allzu oft beim bloßen Jonglieren der Bibliotheken mit statistischen Kennzahlen verloren. Dabei kann diese Funktion der Bibliothek als Alleinstellungsmerkmal wie kaum einer anderen öffentlichen Institution dienen.
Nachdenkenswert.
via gedankenträger

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Patientenbibliothek gerettet

Solche positiven Nachrichten liest man gern: In Bogenhausen wurde eine Patientenbibliothek vor der Schließung bewahrt, indem sich die “Städtische Klinikum München GmbH” und die Stadt die Finanzierung der Bibliothek teilen, meldet der Bogenhausener Anzeiger. Als Konsequenz daraus ist die Patientenbibliothek von nun an auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

In dem erwähnten Artikel findet sich noch ein interessanter Bezug zum letzten Posting zur Bibliotherapie:

Die »Eskapismus«-Funktion hält auch die studierte Diplom Bibliothekarin für extrem wichtig. »Schließlich ist das Krankenhaus ein Ort, an dem niemand gerne ist. Und mit einem Buch kann man in andere Welten eintauchen und für eine gewisse Zeit vergessen, wo man sich gerade befindet«, berichtet Scherer aus ihrer fünfjährigen Erfahrung im sozialen Bibliothekswesen.

via netbib

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Bibliotherapie – reinvented

Der Guardian hat am Samstag einen interessanten Artikel zum Thema Bibliotherapie gebracht. Auch wenn die Behauptung “Bibliotherapy might be a brave new word” so nicht ganz stimmt, fasst der Artikel die Möglichkeiten – und Grenzen – der Therapie von Patienten durch das Lesen ausgewählter Literatur in kleinen Gruppen anschaulich zusammen.

This is surely the other great therapeutic power of literature – it doesn’t just echo our own experience, recognise, vindicate and validate it – it takes us places we hadn’t imagined but which, once seen, we never forget. When literature is working – the right words in the right place – it offers an orderliness which can shore up readers against the disorder, or lack of control, that afflicts them. Most misery memoirs fail in this respect – they invite readers to be prurient rather than to identify, exaggerate where no exaggeration is necessary, and are too clamorous to grant the space to contemplate and withdraw.

Aus meiner Sicht hervorzuheben ist aber auch die Einsicht, dass es mit dem Bereitstellen und Aussuchen der Bücher aus bibliothekarischer Sicht nicht getan ist. Wie ich bereits in meiner Magisterarbeit (Die moderne Patientenbibliothek) betont habe, kann eine qualifizierte Therapie immer nur in Zusammenarbeit mit geschultem medizinischen Fachpersonal stattfinden, um negative Auswirkungen bei Patienten zu vermeiden. Vor allem aber bei Patienten, die sich der Welt vielleicht völlig verschlossen haben, können Bücher und das Gespräch über sie verschüttete Zugänge öffnen, wie Katie Peters – ihres Zeichens ‘Get into Reading worker’- es anschaulich schildert:

“One lady was shouting and swearing at anyone who approached, and when I mentioned poetry told me in no uncertain terms to go away. But as I sat and read poem after poem, she visibly relaxed, her mood changed completely and she happily chatted about the poems to other residents.”

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