[Kurz] Die/der Bibliothekar(in) ist tot … lang lebe die/der Bibliothekar(in)

Einfacher, amüsanter Blogbeitrag.

One day, when people are looking for help finding and filtering information, they will turn to a librarian — whether that librarian is using Twitter or Yahoo! Answers or the library website — because of the breadth of the resources at their disposal and the depth of their experience in processing those resources.

Quelle:
Sameer Vasta: The librarian is dead. Long live the librarian. The librarian is dead. Long live the librarian.:engl: via Eloquation

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[Kurz] Bibliothek 2.0 Stammtisch

Patrick macht aufmerksam, dass der nächste Bibliothek 2.0 Stammtisch am 01.07. nach dem BBK-Vortrag stattfindet. Treffpunkt ist das Via Nova.

Nächster Bibliothek 2.0 Stammtisch: 01.07.08 20.00 via Bibliothek 2.0 und mehr

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Diskussionsbeitrag zum Strategiepapier “21 gute Gründe” (III)

Weil da so tolle Himmelbetten stehen

Okay. Und das ist ein Grund, in die Bibliothek zu gehen? Wenn es innovative Konzepte gibt, warum werden diese nicht als tolle Ideen betitelt? Wegen einem Himmelbett geh ich vielleicht ins Museum oder in ein Möbelhaus, jedoch nicht in die Bibliothek zum Läuseeinfangen.
Verzeihung, das soll jetzt auf keinen Fall eine Aussage zu irgendwelchen (un)hygienischen Bedingungen sein. Nein, es spielt mal wieder auf die Darstellung der Bibliothek an. Sie ist eben ein vielschichtiger Ort, der Entdeckungen ermöglicht, Spaß, Spiel, Besinnung, Unterhaltung, Freizeit, Beschäftigung, Lernen, Treffpunkt – eben ein “Himmelreich für aufgeweckte Kids”. Bibliotheken können doch ähnlich dem Überraschungsei mit “Spiel, Spass und Überraschung” werben, einer Spielwiese für jeden. Warum ein Projekt, wenn es doch tausende Ideen gibt, mit denen sich Kinder auseinander setzen können?

Bibliotheken haben jede Menge Migrationshintergrund

Uih, mal wieder eine ganz schlechte Einleitung.

Woher kommen wir, wohin gehen wir?

Philosophie ist vielleicht nicht unbedingt der beste Einstieg. Vielmehr geht es doch auch um das mit(einander)sprechen Können. Und das ist doch auf verschiedene Ebenen verteilt. Migrationshintergrund ist so ein furchtbares Modewort, das stempelnd für die wirkt, deren Muttersprache in Deutschland nicht deutsch ist.

Integration ist ein wichtiges Thema für Bibliotheken, aber sie stehen auf verlorenen Posten, wenn sie die Angebote schon wieder dadurch negativieren, dass sie mit dem Stempel “für Menschen mit Migrationshintergrund” versehen werden. Politisch mag das sicherlich ein tolles Schlagwort für die Geldgeber sein, aber die sollen ja offensichtlich nicht durch das Papier erreicht werden. Wenn ja, müsste hier insgesamt ein anderer Beschreibungsstils verwendet werden. Also raus mit diesen Stempeln.

Vielleicht sei hier auch darauf hingewiesen, dass erwiesener Maße, die Mütter dieser Kinder mit ins Boot geholt werden müssen. Ein gutes Beispiel, bei dem sich Bibliotheken beteiligen sollten, ist das Projekt “Mama lernt Deutsch”. Hier würden jüngere wie ältere potentielle “Bibliotheksbenutzer” erreicht und eine institutionalisierte Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen wäre gegeben.

Bibliotheken helfen Forschung und Lehre

Oh je, da kommt der nächste Gag. Es ist bedrückend, dass mit einem Marketingkonzept “privater Sitzplatz-Service” auf die verheerende Situation in Universitätsbibliotheken oder besser gesagt Hochschulbibliotheken aufmerksam gemacht werden muss. Daraus ein Argument für Bibliotheken zu basteln ist ein wenig hirnrissig. Das klare Benennen der Bedeutung und ein Aufmerksammachen auf Missstände wäre ausreichend.

Bei allem, was ich bis jetzt gelesen habe, fand ich den Spagat zwischen Problem und Bibliothek als Lösung wenig gelungen. Die gewählte Darstellung ist als Werbematerial für Bibliotheken wenig geeignet.

Bei “21 guten Gründen für gute Bibliotheken” möchte ich zumindest nicht 13 1/2 Seiten lesen, die wie ein undurchdachtes Gedankenspiel wirken.
Zu klären ist:

  • Wer soll angesprochen werden?
    1. Nutzer (welchen Altes) oder
    2. die Geldgeber (Politiker) oder
    3. die Bibliothekare, die sich Mut zusprechen lassen müssen
  • Was ist die Hauptmitteilung dieses Pamphletes?
    1. Wir sind arm dran und brauchen deshalb Unterstützung.
    2. Wir sind so toll, deshalb müsst ihr uns benutzen.
    3. Wir haben für jeden das richtige Angebot. Kommt und entdeckt uns.
  • Wie wollen Bibliotheken wahrgenommen werden
    1. als Bildungseinrichtung (aber: Können sie dem Anspruch gerecht werden?)
    2. als Treffpunkt mit verschiedenen Möglichkeiten (Lernort, Spielort, Freitzeitort)
    3. als traditionelle Einrichtung?
  • Welche Problemlösungkonzepte gibt es für welche Probleme – sprich, was kann die Bibliothek alles leisten?

Es fiel mir dann ehrlich gesagt sehr schwer, weiterzulesen, da bis hierher immer wieder die gleichen Fragen auftauchten und man entweder Klischees in den Raum warf oder solche aufbaute.

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Diskussionsbeitrag zum Strategiepapier “21 gute Gründe” (II)

Weil sie uns verbinden

Dieser Absatz spielt mir persönlich zu sehr mit Klischees. Es tauchen im Text auf “der Bildungsbürger”, “der Interessierte”, “der Neugierige”, “der Aufstiegsorientierte” – ein althergebrachtes Schichtendenken. Was ist mit denen, die einfach nur Unterhaltung suchen, einen Treffpunkt benötigen, mit jemandem sprechen wollen?

Bibliotheken verbinden. Sie sind Treffpunkt, Sammelpunkt von Menschen mit verschiedensten Interessen und Hintergründen. Hier nur auf Bildung abzustellen, um eine “drohende Spaltung der Gesellschaft zu verhindern” ist unzureichend und kann als Ziel nur all jene ausschließen, die nicht “bildungshalber” eine Bibliothek aufsuchen. Eher sollte hier genau betont werden, dass sich Bibliotheken an alle richten, egal mit welcher Intention und welchem Sozial- oder Bildungsniveau sie kommen.

Gut hingegen finde ich schon die Aussage, dass jeder so an der Gesellschaft als Informierter teilnehmen kann,

solange es Bibliotheken gibt, die ihr Wissen, ihren Internetzugang und ihre Medienkompetenz [Hervorhebung d. Verf.] jedem zur Verfügung stellen. Wirklich jedem, der das möchte. Ganz ohne Kauf- und Beratungszwang.

In diesem Kontext an erster Stelle ist die “verbindende”, auf alle ausgerichtete Tätigkeit der Bibliotheken an richtiger Stelle. Es gilt die Scheu abzubauen, überhaupt in Bibliotheken zu gehen.

Sich von der Stimmungsmacherei “PISA-Schock”, “Bolognia-Prozess” in so einem Papier abhängig zu machen, mag dem derzeitigen politischen Zeitgeist entsprechen, ist kurzfristig gesehen vermutlich richtig, untauglich aber, Leute zu erreichen, die a) sich aus eigenem Interesse weiterbilden, b) sowieso kein eigenes Interesse an (Weiter-)Bildung mitbringen und in der Bibliothek auch eine – sicherlich sinnvolle – Freizeitgestaltungsmöglichkeit entdecken sollen/wollen.

Damit unsere Kinder lesen. Alle Kinder.

Oh, gruselig, ein Ort des Schreckens. Da will man Kinder hineinziehen? Die Bibliothek als Geisterhaus? Und wer ist Murphy? Habe ich da eine Wissenslücke? Ich komme mir gerade richtig dumm vor.

Besser wäre doch die Bibliothek als Schatzinsel oder Abenteuerspielplatz, wo es viel zu entdecken gibt und wo Jungs wie Mädchen gerne hinmöchten. Ich frage mich auch gerade, an wen sich dieses Papier wendet? Punkt zwei an Grundschüler? Die können das aber doch gar nicht lesen oder nicht richtig verstehen. Also gehe ich mal davon aus, man wendet sich an die Eltern und Lehrer. Die können da aber auf den “Ort des Schreckens” verzichten. Die möchten etwas erfahren über die Hilfestellungen der Bibliothek.

Außerdem, welches Bild soll von der Bibliothekarin vermittelt werden? Positiv ist das gezeichnete Bild auf keinen Fall. Sicherlich ist es toll, Vorurteile aufzubauen und zu entkräften, aber dann sollte man darauf achten, welches Bild stärker ist (und hier ist es die Knolle Murphy, die Zähne wie Eiszapfen, Arme wie ein Roboter (hat), […] ihre Stempel wie Colts (trägt), und […] Gasdruckpistolen haben soll, mit denen sie Kartoffeln auf Kinder schießt, wenn die sich nicht benehmen.. Da würde ich auf keinen Fall als Kind hinwollen. Dass diese Bibliothekarin (Welche Bibliothekarin heißt schon Murphy?) Spaß vermitteln soll, geht dabei unter. Es wird im Gegenteil das Bild von Nancy Pearl vermittelt. Nancy Pearl, Bilder Libreas, Ausgabe 5 Das ist altmodisch und abschreckend. Den erhobenen Zeigefinger will niemand mehr sehen.

Kinder sollen unabhängig vom Bildungsstand ihrer Eltern (Vgl. dazu: Haben Bücher eine Zukunft, S. 6, Abs. 5; S. 11, Abs. 1-4) zum Lesen motiviert werden. Dies ist eine schwere Aufgabe, aber hier sind Bibliotheken wirklich gefragt und hier können Bibliothekarinnen auch eine Vorbildfunktion bieten. Dafür benötigen sie innovative Konzepte und offene Bibliothekarinnen. Pädagogik und Didaktik sind notwendig, sollten aber für die Kinder auf keinen Fall in den Vordergrund gedrängt werden. Spiel und Spass sind hier die besten Motivationshelfer, nicht Lernen, Lehren und Druck.

Positive Vorbilder nützen auch nur dann etwas bei Kindern, wenn sie allerortens gesichtet werden können, d.h. im Kindergarten, in der Schule, in der Bibliothek, bei den Großeltern und Eltern. Nur wenn Lesen Alltag ist und nicht auf “einen Ort” begrenzt wird/bleibt, kann hier ein positives Leseverhalten bewirkt werden. Für Bibliotheken heißt das, um die Kinder dauerhaft zu erreichen, müssen auch die Eltern, die Schulen, das enge soziale Umfeld der Kinder mit in den Prozess einbezogen werden, was das genau das derzeitige Problem zu sein scheint. Kinder werden in Sondersituationen ans Lesen herangeführt und erreicht werden vor allem bildungsorientierte Schichten, bei denen ein Verständnis seitens der Eltern besteht.
Warum werden diese neuen Ansätze nicht als Positivum herausgearbeitet? Aber über allem steht das erschreckende Bild der “Knolle Murphy”, das keine Vielschichtigkeit und Offenheit bei den Bibliothekaren erkennen lässt?

Und noch eine Frage. Warum eigentlich auf einmal Bücherei? Herr Gerald Schleiwies stellte in seinem Kommentar zurecht fest:

“Mir fällt mir ein Mischmasch von Bibliothek und Bücherei auf, teilweise sogar in einem Grund duellierend” .

Also, wen will man ansprechen? Dementsprechend sollte man sich dann auch für den Begriff entscheiden.

Bibliothek vs. Bücherei: Zwischen diesen beiden Begrifflichkeiten gibt es generell nur den Unterschied, dass Bibliothek der Fachbegriff und Bücherei umgangssprachlicher Natur ist. Früher wurden Öffentliche Bibliotheken für gewöhnlich als Bücherei bezeichnet, um diese von den Wissenschaftlichen abzugrenzen. (Quelle: Der ABD-/BID-Bereich – Glossar: Bibliotheken)

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Diskussionsbeitrag zum Strategiepapier “21 gute Gründe” (I)

Was hier und in den nächsten dazugehörigen Kapiteln folgt ist wenig geordnet, aber es sind die ersten Eindrücke und Fragen, die mir beim Lesen des Diskussionspapieres gekommen sind.

Bibliotheken? Stimmt. Die gibt’s ja auch noch.

Warum eigentlich? Sind die nicht heutzutage überflüssig? Wir haben doch das Internet und googeln uns alle Informationen zusammen, die wir brauchen. Unseren Kindern kaufen wir die Bücher, und außerdem spielen die Kids sowieso am liebsten mit ihrer Playstation.

Genau: Schon deshalb brauchen wir Bibliotheken. Und nicht nur deshalb.

Moment mal: Reden wir uns jetzt gleich am Anfang schlecht? Menschen wollen positiv gestimmt auf etwas eingehen und nicht negativ. Der fade Beigeschmack, den Patrick zurecht bemängelt, ist nicht nur fade sondern bitter. Bibliotheken sollten sich positiv, selbstkritisch und zukunftsorientiert darstellen. Da fällt mir der Anfang der Studie “Haben Bücher eine Zunkunft?” ein, in der es gleich im ersten Satz heißt:

Das Buch muss sich heutzutage innerhalb des dicht gewobenen Medien- und Kommunikationsnetzes der Informationsgesellschaft behaupten. (S. 3)

Hier gibt es keine Untergangsstimmung, keine künstliche Trauermimik, sondern einfach eine Tatsache, der niemand zu widersprechen wagt, die jedoch die gleiche Aufmerksamkeit erringt, vielleicht sogar noch positiver gestimmte, als die Einführung dieses BID-Papers der 21 Gründe pro bibliotheca.

Die von mir bereits zitierte Studie zum Buch kommt zum Schluss:

Bemerkenswert ist, dass das Internet nicht direkt mit dem Buch konkurriert. Wer häufig online ist, muss kein “Büchermuffel sein. […] Vielmehr gibt es einen engen Zusammenhang zwischen starker Internetnutzung und […] verstärkter Bücherlektüre. (S. 14)

Kommt hier der Nutzer nicht mehr in die Bibliothek, so können Gründe dafür wohl auch in der Aufstellung der Bibliotheken im Internet zu sehen sein, denn gelesen wird auch weiterhin und besonders bei den “Internetintensivnutzern”.

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Zitierregeln

Klaus Graf in Archivalia weißt in seinem Beitrag “Zitieren von Internetquellen (I)” auf Probleme bei der richtigen Angabe von Internetquellen hin.

Seinen Schlussfolgerungen

* E-Journals sollten nicht nur Zitierempfehlungen beim einzelnen Aufsatz gemäß den Gepflogenheiten der jeweiligen Disziplin vorgeben, sie sollten auch die Zitate von Online-Quellen redaktionell überprüfen.

* Links sollten sowohl in HTML- als auch in PDF-Versionen anklickbar gestaltet werden.

* Das Funktionieren der Links muss redaktionell überprüft werden.

* Es ist das Veröffentlichungsdatum der Internetquelle in jedem Fall anzugeben, gegebenenfalls mit dem Zusatz “erschlossen”.

* Es empfiehlt sich zur Vermeidung von Missverständnissen (Veröffentlichungsdatum vs. Zugriffsdatum) das Zugriffsdatum mit einem entsprechenden Vermerk (z.B. “Zugriff am”, “abgerufen” usw.) zu kennzeichnen.

ist auf jeden Fall zuzustimmen. Ich bin gespannt, welche weiteren Schlussfolgerungen noch folgen werden, da hier ganz offensichtlich zu
“Zitieren von Internetquellen (I)
noch weitere Beiträge folgen sollen.

Kleine Anmerkung am Rande: Gut wäre es, wenn sich bereits an den Hochschulen in den einzelnen Fachbereichen in Zusammenarbeit mit der dazugehörigen Bibliothek auf einheitliche Zitierregeln geeinigt würde. Somit würde man sich langsam auf einen einheitlichen Standard zumindest an der Hochschule hinbewegen. Die Bibliothekare sind in der Lage, zu erklären und zu begründen, warum bestimmte Angaben für die Zukunft notwendig sind bzw. werden.

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[Zitat] Unkommentiert – 2007

Die Encyclopédie war auch konzipiert als Archiv und interaktive Bibliothek. In dem Prospekt, der das Großprojekt ankündigte, versprach Diderot, es werde “alle Zwecke einer Bibliothek für den studierten Menschen erfüllen, zu jeder Disziplin außer der eigenen.”

In: Manguel, Alberto; Allié, Manfred; Kempf-Allié, Gabriele (2007): Die Bibliothek bei Nacht. Frankfurt am Main: S. Fischer, S. 100.

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VG Wort und das Internet

Happy Anniversary VG Wort, 50 Jahre sind kein Pappenstil. Die Feier am Mittwochabend war eine Dusche warmer Grußworte.

Um die Bedeutung seiner Verwertungsgesellschaft hervorzuheben, betonte VG WORT-Vorstand Ferdinand Melichar in seinen Ausführungen unter anderem
ihr kulturelles und soziales Engagementdurch das Autorenversorgungswerk, den Sozialfonds, den Beihilfefonds für wissenschaftliche Autoren und den Förderungsfonds Wissenschaft.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries lobte in ihrem Grußwort die “beispiellose Erfolgsgeschichte” der Verwertungsgesellschaft bei der Wahrnehmung des Urheberrechts. “Damit Autoren von ihren eigenen Worten leben können, brauchen sie auch genug Brot. Dafür sorgt die VG Wort”, deklarierte die SPD-Politikerin bei dem unter dem Motto “Geist und Recht und Geld” stehenden Festakt.

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[Studie] IT und Urheberrecht verträgt sich nicht?

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.Bitkom hat im Rahmen der Auseinandersetzung um Urheberabgaben auf Geräte eine Studie zum Kopierverhalten von Verbrauchern vorgelegt. Das interessante Fazit ist:

IT-Geräte mit Kopierfunktion werden
nur selten dazu verwendet, urheberrechtlich geschütztes Material zu vervielfältigen.

Bei der Studie beachtet wurden nur die Nutzung von PCs, Scannern, Druckern, Fax- und Multifunktionsgeräten sowie Kopierern. Danach werden nur 7,6% der privaten Computer für urheberrechtliche relevante Vervielfältigungshandlungen genutzt. (Nicht enthalten – und sicherlich interessanter – ist hier die Verwendung von Brennern. Vgl. Brennerstudie 2007, Folie 19f.)

Die VG Wort meldet sich mit einer entsprechenden Presseerklärung: “Urheberrechts-Abgaben: Landgericht Düsseldorf stellt Objektivität von Industrie-Studien schon 2006 in Frage”.
Darin heißt es:

Die Auswertung des identischen Datenmaterials der zitierten Studie durch die VG WORT kam zu dem Ergebnis, dass mindestens 39 Prozent der Druckvorgänge als urheberrechtlich relevant einzustufen sind.

Interessant wie sehr die Interessenvertretungen mit ihren Meinungen auseinander liegen können. Schön, es geht mal wieder um das Thema “Geld” und da sucht auch jeder nach seinem Quentchen Vorteil. 😉

Quellen:

  • Studie soll urheberrechtliche Nutzung von IT-Geräten widerlegen via heise.de
  • Gehring, Robert A.: Streit um Bitkom-Studie zum Kopierverhalten von Verbrauchern via golem.de
  • Bezahlen ja, Rechte nein auf gulli.com
  • Aktuelle Presseerklärung der VG Wort
  • Was ist 2008 noch erlaubt – BITCOM Leitfaden zu Kopien und Downloads auf win-news.de (28.12.2007)
  • Neue Regeln für’s Brennen und Downloads Bitkom.org
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