Der schwere Weg zum endgültigen Abschied von DRM

Viel beschworen, aber scheinbar immer noch nicht da: das Ende von Digital Rights Management (DRM) für Musikdateien. Stichproben, wie die der Musikwebsite Tonspion.de ergeben: DRM ist noch nicht tot.
Tonspion.de versuchte für den Test, die aktuellen deutschen Top-Ten-Alben außerhalb von Tauschbörsen und ohne DRM aus dem Netz zu downloaden.

Ergebnisse:

Album von Amy Winehouse mit DRM
Album von Duffy mit DRM
Album vom ehemaligen Provokationsrapper Sido mit DRM
Album von Ich+Ich mit DRM
“Viva La Vida” von Coldplay ohne DRM in 5 gestesten Download-Portalen
“YA!” vom Marquess iTunes und Musikload mit DRM; auf 7digital u. Nowdio ohne DRM; auf MP3.de nicht vorhanden

In die Berücksichtigung flossen DRM-freie Versionen, die es auf anderen Portalen gab, etwa auf dem ärzteeigenen äTunes, nicht mit ein.

Als Grund für die geringe Verfügbarkeit von DRM-freien Musikdateien vermutet Tonspion,

dass alle genannten Alben von großen Musikkonzernen vertrieben werden. Deren Abschied von DRM erfolge nach Angaben der Musikwebsite weitaus zögerlicher als bei Independent-Labels.

Der zögerliche Abschied bei den Musikkonzernen ist recht verständlich zu betrachten. Wer gibt schon gerne zu, dass er mit der Entwicklung restriktiven DRMS Millionen verpulvert und in den Sand gesetzt hat.

Eines hat der Selbstversuch gezeigt: Die Situation ist unübersichtlich. Um DRM-freie Musik downzuloaden, muss der Käufer ziemlich stark vergleichen. Abhilfe soll hier das Portal kix.de (beta) bieten. Hoffentlich wird der Vergleich der einzelnen Angebote, was DRM-Schutz angeht, etwas übersichtlicher. In der Beta-Version derzeit öffnet sich eine Blase, die die benötigten Informationen zum DRM-Schutz anbietet. Das ist noch nicht übersichtlich genug.

Quellen:
Raaf, Udo: Stars on MP3: Wo man Hits legal herunterladen kann – Ein Selbstversuch; via Tonspion.de

Zäher Abschied von DRM via heise online

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