Bibliothekare werden fürs 21. Jahrhundert fit gemacht…

… zumindest namenstechnisch in Edinburgh:engl: . Dort soll der Begriff “Librarian” verschwinden. Namenlos müssen die Bibliothekare jedoch nicht werden. Sie heißen ab demnächst “audience development officers”. Das beschlossen die Machtinhaber der Stadt. Damit sollen die “Buchstempler” ins 21. Jahrhundert geholt werden und den muffigen Charme von Jahrhunderten verlieren. Ob das die Bibliotheksnutzer auch so sehen?

Der Namen Bibliothekar wurde in Frage gestellt durch die Entscheidung

to deploy “self-service borrowing systems similar to those found at supermarket checkouts”. Up to 40 librarians could be for the off, and those who do hold onto their jobs will be expected to “run computer courses, hold talks and encourage kids to read”.

Kaum verwunderlich ist bei einer von oben aufgedrückten Namensänderung, dass 95 Prozent des Personals an ihrer alten Berufsbezeichnung festhalten. Und es wird auch zu erwarten sein, dass die “Leserschaft-Entwicklungsbeamten” bei ihren Nutzern weiterhin einfach nur die Bibliothekarin, der Bibliothekar sein werden.

Der Autor des Artikels kann sich zum Schluss bei der Beurteilung des Ganzen nicht enthalten zu sagen:

In case you’re wondering, Edinburgh is controlled by a Liberal Democrat/Scottish National Party alliance.

Lesenswert sind auch die zahlreichen Kommentare zu diesem Artikel.

Quelle:
Haines, Lester: Librarians redubbed ‘audience development officers’:engl: via The Register

Teilen

Ähnliche Beiträge

Obere Bildungsschichten sind im Netz unterwegs

Und ein weiteres Mal Statistik für 2008. Diesmal zur Internetnutzung der Erwachsenen in Deutschland im vierten Quartal 2008. Die Ergebnisse stammen von einer repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen, bei der 3.895 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden.

Der Westen der Republik liegt mit 67 Prozent gegenüber dem Osten mit 61 Prozent zwar noch leicht vorne, doch die Aufholjagd wird bei einem Ost-Wachstum von 6 Prozentpunkten bald beendet sein.

Männer haben mit 73 Prozent die Nase vorne bei der Internetnutzung. Frauen sind nur zu 58 Prozent im Netz unterwegs, holen aber stetig auf mit einem Wachstum von 4 Prozent.

Und noch ein wenig Statistik, wo sich die Deutschen so im Netz rumtreiben und was sie da nutzen.

  • Onlineapotheken: 15 Prozent der Internetnutzer kaufen rezeptfreie Medikamente dort.
  • Onlineshopping: 63 Prozent
  • Onlinebanking: 51 Prozent
  • Preisvergleich: ca. 75 Prozent
  • Aktien- und Fondshandel: 8 Prozent
  • Informationsangebote:
    • Politiknachrichten: 41 Prozent
    • Wirtschafts- und Börsennachrichten: 37 Prozent
    • Versicherungsinformationen: 36 Prozent

Die Nutzungsdauer ist sehr unterschiedlich:

45 Prozent sind zwischen drei und zehn Stunden in der Woche im Internet, 29 Prozent nutzten es lediglich bis zu zwei Stunden und 25 Prozent über zehn Stunden in der Woche. Männer nutzten das Internet dabei intensiver als Frauen.

Wer ist im Netz?
Die jungen Leute bis 40 sind mit 90 Prozent vertreten, die nächste Altersgruppe bis 49 Jahre immerhin mit 82 Prozent und die nächste Gruppe (50-59 Jahre) tauchen mit 70 Prozent im Netz auf. Die Ü-60er hingegen sind derzeit mit nur etwa 29 Prozent online.

Sehr große Unterschiede zeigen sich bei der Internetnutzung in Bezug auf den Bildungsstand.

91 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent mit Mittlerer Reife sind “drin”. Bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre waren es kaum die Hälfte. Die Gruppe der Menschen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre sind lediglich zu 29 Prozent im Internet unterwegs.

Quelle:
Der Bildungsstand entscheidet über die Onlineaffinität via golem.de

Teilen

Ähnliche Beiträge