Jeder Dritte ist ein Raubkopierer

Wiedereinmal ein wenig Statistik. Wie glaubwürdig sie ist, ist immer so eine Sache….
Nach einer neuen Studie wird jeder dritte Besitzer eines Breitbandanschlusses zum Räuber, denn er nutzt den Anschluss zum illegalen Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken.

Nun ja, eine Studie mehr. Doch die Studie von Forschern aus Ovum fällt auf. Befragt wurde eine mehr als repräsentattive Gruppe von Personen, die über einen Breitbandanschluss und ein TV-Gerät verfügen. Untersucht wurde ihr Umgang mit Downloaden von Videos aus dem Internet.

Die Ergebnisse der Studie zeigten ein deutliches Bild, wonach ein Drittel der Breitbandkunden (die einen Fernseher besitzen), urheberrechtlich geschützte Filme aus dem Internet herunterladen.

Dass dies rechtswidrig ist, sollten inzwischen alle wissen. Einschränkend auf den Aussagewert der Studie wirkt sich aus, dass ein Verhalten in Bezug auf Musik und Software nicht untersucht wurden. Da ist davon auszugehen, dass die Zahl der Raubkopierer insgesamt höher liegt.
Diese hohe Prozentzahl relativiert sich. Nur vier Prozent gaben an, Videofilme regelmäßig herunterzuladen.

Ein anderes Ergebnis wird die Filmwirtschaft und alle anderen Rechteinhaber weniger erfreuen:

Besonders hervorstechend waren auch die ermittelten Werte bezüglich der moralischen Verwerflichkeit von Urheberrechtsverletzungen. Zwei Drittel der Befragten (darunter auch das eine Drittel, die nie illegal herunterladen), gaben an, dass sie es nicht als falsch im moralischen Sinne verstehen würden.

Muss man bei diesen Ergebnissen die Kampagnen der Content-Industrie als gescheitert ansehen? Immer mehr Zweifel werden auch gerichtlich begründet.

Quelle:
33 Prozent der Breitbandnutzer sind Raubkopierer via gulli.com


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