DRM unterstützt Raubkopierer

So sieht es zumindest Gulli.com.

Gester wurde die Design Innovate Communicate – kurz DICE – Konferenz eröffnet. Dort erklärte Valve-Chef Gab Newell in seiner Eröffnungsrede, dass DRM die Raubkopierrate nach oben treiben würde. Klingt so, als da das Ziel von DRM weit verfehlt wird.
Newell sieht dabei nicht nur Geldnot oder Gier als Motivation, Spiele, Filme oder Musikalben illegal herunterzuladen oder zu kopieren. Ein Grund ist,

die irregulären und nicht-kommerziellen Releaser viel besser auf die individuellen Wünsche der Abnehmer eingehen. So laden Raubkopierer beispielsweise sehenswerte Inhalte von TV-Sendungen binnen weniger Minuten nach der Ausstrahlung ins Internet hoch, um die Sendungen auch in den Ländern zugreifbar zu machen, in denen das Anschauen der Inhalte normalerweise verboten ist.

Diese soziale Haltung ist für viele kommerzielle Anbieter nicht denkbar. Raubkopien bieten offensichtlich mehr Vorteile als die puren DRM-Titel.

Laut Newell haben die Anbieter der Unterhaltungselektronik in diesem Zusammenhang die wichtige Aufgabe, durch direkten und hemmungslosen Kundenkontakt auf die die Wünsche der wichtigen Kunden einzugehen.

Mehrwerte, die durch die Unterhaltungselektronikanbieter angeboten werden könnten sind z.B. kostante Updates, regelmäßige Kontrollen vor der Veröffentlichung. Auch die Diskriminierung treuer Kunden, einschränkende Kopierschutzmechanismen und steigende Kosten steigern eher die Beliebtheit von Raubkopien.

Am Beispiel der Valve-Spiele “Team Fortress 2” (63 kostenlose Updates seit Erscheinen steigern Verkaufszahlen) und “Lef 4 Dead” (mit Halbierung des Preises Verkaufssteigerung um 300%) zeigen, dass sich Großzügigkeit rechnet.

Quelle:
Immer mehr Raubkopien durch DRM via gulli.com
Leahy, Brian: Live Blog: DICE 2009 Keynote – Gabe Newell, Valve Software:engl: via Live Blog

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