[Ausstellung] „Novum opus ex veteri“ in der Augsburger Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek beginnt zur Feier ihres 40jährigen Bestehens das Jubiläumsjahr mit einer Ausstellung unter dem Motto ‚Novum opus ex veteri – Ein neues Werk aus einem alten‘.

Ein neues Werk aus einem alten: So hat Hieronymus sich zu seiner Bibelübersetzung geäußert, die das Ziel hatte, die in Umfang und Wortwahl mitunter stark variierende frühe Überlieferung biblischer Texte zu vereinheitlichen.

In diesem Rahmen werden biblische und apokryphe Papyri sowie Handschriften vom 4. Jahrhundert bis zum Spätmittelalter in der Schatzkammer der Bibliothek präsentiert.

Mittelpunkt der Ausstellung ist das erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte apokryphe Judas-Evangelium und ein unpublizierter koptischer Papyruscodex mit den paulinischen Briefen. Den mittelalterlichen Bibeltypus stellen aufwändig illuminierte griechische, lateinische und deutsche Handschriften aus der Sammlung Oettingen-Wallerstein dar, die aus der Zeit von 700 – 1500 stammen.

Durch die aktuellen Forschungen des Ausburger Kirchenhistorikers Prof. Dr. Gregor Wurst, dem die spätantiken Papyri vorübergehend zur Bearbeitung in Augsburg zur Verfügung stehen, wurde diese einmalige Ausstellung möglich.

Bereits gestern konnten geladene und ungeladene Gäste zur Ausstellungseröffnung eine Einführung in die Ausstellung durch Dr. Günter Hägele, Leiter der Sondersammlungen der UB und einen kurzen Exkurs zu den biblischen und apokryphen Handschriften durch Prof. Dr. Gregor Wurst, Lehrstuhl für Kirchengeschichte, erhalten. Über 150 Ausstellungsbesucher konnte die Bibliothek an diesem Abend begrüßen.

Interessenten können diese Ausstellung vom 13.01. – 30.04.2010 von Mo – Fr ab 8.30 Uhr bis 21.00 Uhr in der Schatzkammer der Zentralbibliothek besuchen. Der Eintritt ist frei. Der Ausstellungskatalog (84 Seiten mit über 40 hochwertigen Abbildungen) kann über die Universitätsbibliothek für 10,- Euro + 2,- Euro Versand bezogen werden.


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