Die Auflösung der Bibliothek als fester Ort

Heute habe ich in einem Vortrag von Wolfgang Tiedtke auf dem Bayerischen Bibliothekstag vom Konzept der Container-Bibliothek gehört. Die Hamburger Bücherhallen erwägen derzeit eine Anschaffung eines solchen Containers und arbeiten dabei eng mit der EKZ zusammen. Man möchte damit hin zu den Nutzern/Kunden und verändert dabei den “starren Raum” einer Bibliothek in einen “beweglichen Raum”, der bedarfsgerecht dort zu finden sein wird, wo mögliche Nutzer sind.

Im Gegensatz zu den fahrbaren Bibliotheken in Bücherbussen sind die Container doch noch in gewisser Weise stationär und erlauben einen besseren Zugang zu den Medien.

Das Konzept ist nicht ganz neu, aber hochinteressant. In Madrid gibt es an verschiedenen U-Bahnstationen Bibliothekscontainer, die ganz nach dem Motto augestellt worden sind: “Wenn der Leser nicht zur Bibliothek kommt, dann kommt die Bibliothek eben zum Leser.”


Video ist auf Spanisch.

Mit diesen Bibliotheken werden die Menschen dort erreicht, wo sie viel vorbeikommen. Wer sitzt nicht gern in der U-Bahn und liest? Acht BiblioMetro-Filialen wurden in U-Bahn-Stationen 2005 eingerichtet. Der futuristisch aussehende, wellenförmige, weißleuchtende Glascontainer soll die Aufmersamkeit der Menschen auf sich ziehen. Dort können sich alle registrieren, aber auch Inhabern von Bibliotheksausweisen der Öffentlichen Bibliotheken steht die Nutzung dieser Bibliotheken offen.

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