“Read Freeze”: Ein Flashmob in der Bibliothek von Boyertown

31 NutzerInnen und MitarbeiterInnen der Community Library von Boyertown (Bundesstaat Pennsylvania) beteiligten sich im Juli 2009 aktiv an einem Flashmob, um auf kreative Art ihre Wertschätzung für das Lesen auszudrücken.


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Die Bibliothek als Drehort: Der Kurzfilm “Loan Ranger” von Oli Kember

Im folgenden Kurzfilm geht es um ein Thema, dass Teil des Studentenalltags ist. Es gibt wohl kaum einen Studenten, der nicht schon mit Entsetzen feststellen musste, dass genau das Buch, was er benötigt, bereits durch andere ausgeliehen wurde. Wie kann mit solchen Enttäuschungen umgegangen werden? Einen Tag vor der Abgabe seiner Doktorarbeit, geht ein junger Student in die Universitätsbibliothek, um sich ein letztes Buch ausleihen zu wollen. Doch vor dem Regal begegegnet er seiner Konkurrentin, die ihm das einzig verbliebene Buch wegschnappt.  Trotz der Kürze verspricht der Film Spannung. Das Video wurde dieses Jahr anläßlich des internationalen Canon “Can-Do” Film Wettbewerbs mit dem “Over All Winner” Preis ausgezeichnet.

http://vimeo.com/11099503


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Der Vater der “Sammlung der verbrannten Bücher” im Interview

Georg P. Salzmann hat letztes Jahr seine Sammlung der von den Nazis verbrannten Bücher an die UB Augsburg verkauft. Diese ist nun seit Juli anlässlich des 40jährigen Bestehens der Universität Augsburg und seiner Bibliothek den Besuchern zugänglich. Die ungefähr 12.000 Bände umfassende Sammlung ist laut einem Gutachten der Bayerischen Staatsbibliothek die umfangreichste zu diesem Themenschwerpunkt, aber noch immer nicht vollständig.

Der Abschied war nicht so einfach für den 81jährigen Salzmann, aber er ist froh, dass die Bücher nun der Öffentlichkeit zugänglich sind und er seine Sammlung noch zu Lebzeiten übergeben konnte. Ein kleiner Wehrmutstropfen für ihn ist jedoch, dass nicht das stärker frequentierte NS-Dokumentationszentrum der Standort für seine Sammlung geworden ist, sondern die UB Augsburg, wo nicht so der Publikumsverkehr zu finden ist wie in Nürnberg. Die Öffentlichkeitsarbeit in Augsburg in Zusammenhang mit Salzmanns eigenen Öffentlichkeitsarbeit wird jedoch sicher den ein oder anderen Besucher und vor allem Lehrer und Schulklassen auf seine Sammlung aufmerksam werden lassen.

Salzmann selbst kam zum Sammeln dieser Bücher durch ein Schlüsselerlebnis Ende des zweiten Weltkriegs. Sein Vater, ein überzeugter Nazi, erschoss sich 1945 und noch im Juni des selben Jahres wurde der junge Salzmann durch einen US-amerikanischen Offizier zum in der Nähe gelegenen Konzentrationslager Buchenwald mitgenommen. Dort bekam er mit, was für schreckliche Verbrechen Deutsche im Krieg begangen hatten. Nurz wenig später erwarb er dann in Weimar »Der jüdische Krieg« von Lion Feuchtwanger. Lesen wurde sein Hobby und Bücher seine Sammelleidenschaft.

Salzmann ist geprägt durch die Nazi-Zeit, sowohl durch die Schule als auch durch seine Mitgliedschaft in der Hitlerjugend. Damit hat er sich auch auseinandergesetzt.

Ich war noch zu jung, um Blut an den Händen zu haben, aber ich war alt genug, um zu verstehen, was um mich herum vorging.

Ob seine Sammelleidenschaft jedoch seine persönliche Vergangenheitsbewältigung ist, kann Salzmann nicht sagen.

Nach 1945 ist Deutschland die Demokratie von außen übergestülpt worden. Ich habe seitdem häufig das Gefühl, dass sich viele Deutsche aus ihrer eigenen Geschichte und ihren Verbrechen rausgemogelt haben.

Seine vereits verstorbene Frau musste die Hauplast der Sammelleidenschaft Salzmanns tragen. Für die Recherchereisen gingen nicht nur Zeit sondern auch viel des Haushaltsgeldes drauf. Er hat in den vergangenen 65 Jahren fast alle deutschsprachigen Antiquariate in Europa abgeklappert. Nur Frankreich war davon ausgenommen. Lückenlos ist seine Sammlung jedoch nicht bei allen Autoren. So fehlt beispielsweise die »Totenrede auf Sigmund Freud« von Stefan Zweig. Die Lücken versucht er auch heute noch zu schließen und will dann die Bücher der Universitätsbiblitohek Augsburg zukommen lassen.

Quelle:
Erleichtert?
Nachgefragt bei: GEORG P. SALZMANN, Sammler der »Bibliothek der verbrannten Bücher«
Interviewpartner Georg P. Salzmann und Aert van Riel, Neues Deutschland


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Zum 150. Gründungsjubiläum der “Alliance Israélite Universelle” Paris: Ein zweiteiliges Imagevideo der Bibliothek

Die 1860 gegründete Institution “Alliance israélite universelle” (AIU) feiert dieses Jahr ihr 150. Gründungsjubiläum. Vor dem Hintergrund dieses Jahrestages findet momentan die kostenlose AusstellungAlliance israélite universelle : 150 ans de combat au service de l’éducation” statt, die noch bis 16. Oktober im Hôtel de Ville von Paris zu sehen ist. Die Organisation trug maßgeblich zur Emanzipation des Judentums bei. Laut Bertrand Delanoë hat die “Alliance Israélite Universelle” nicht nur zur Verbreitung von Bibliotheken und Schulen weltweit beigetragen, sondern auch die Rolle der Frankophonie und des Judentums gestärkt. 1860 trafen sich 17 Franzosen jüdischer Herkunft und verfassten den folgenden Gründungstext, der die Menschrechte hervorhob, sich dem Kampf gegen Hass (insbesondere des Antisemitismus)  und  gegen Vorurteile auf die Fahnen schrieb: » Weiterlesen


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Igel und Simon’s Cat

Der kleine Film lässt sich nicht auf unserer Seite einbinden, aber er ist so niedlich und frech, dass ich trotzdem auf den exclusiv Amzonwerbeaufmacher hinweisen möchte. Er ist zu finden auf der UK-Seite von Amazon und unterstützt die Vermarktung des Buches “Simon’s Cat: Beyond the Fence” von Simon Tofield. Folgen Sie einfach der Verlinkung.


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Unglaubwürdige Gründe für die Preisgestaltung bei E-Books

Woran merkt man, dass es kurz vor der Frankfurter Buchmesse ist? E-Books werden zu einem beliebten Gesprächsthema. Es wird in den verschiedensten Kanälen der Presse über E-Books gesprochen und immer wieder merkt man die erfolgreiche Lobby- und Meinungsarbeit des Börsenvereins dabei.

Verkrampft versucht der Börsenverein ein gutes Bild aufzubauen, sowohl für Print-Bücher als auch für E-Books. Dies zeigt zum Beispiel folgende Meldung:
“Verlage und Buchhandel sehen E-Books nicht als Konkurrenz”. Da muss man fast sagen, ein Ergebnis, das in seiner Aussage gar nicht anders hätte ausfallen dürfen/können. Hätte man Kannibalismus erwartet, so wäre dies für die Umsetzung und Durchsetzung des E-Books auf Seiten der Verlage eher hinderlich gewesen, da die Verleger stark an ihren Print-Geschäftsmodellen hängen. Die Ergebnisse der Umfrage des Börsenvereins zur Bedeutung von Optik und Haptik bei gedruckten Büchern und E-Books, an der 785 Verlage und Buchhandlungen teilgenommen haben, dürften nicht groß überraschen, wobei sicherlich interessanter wäre, zu sehen wie die Verlage geantwortet haben und wie die Buchhandlungen. Ich vermute, da gehen die Meinungen schon gut auseinander, gerade bei Lehrbuchverlagen. Ob Eigenschaften wie “wertige, schöne und ansprechende” Print-Bücher gegenüber “trendy, modernen und praktischen” E-Books überzeugend genug für den Endverbraucher sind? Dies klingt nach wunderbarer Werbesprache, aber nicht nach Argumenten für und wider das eine oder andere Medium.

Als praktisch wird daneben auch das gedruckte Buch wahrgenommen – wenngleich wohl aus anderen Gründen als das E-Book. Ein hohes Ansehen weisen beide Formate auf: Ein gedrucktes Buch halten 46 Prozent der Befragten für prestigeträchtig, beim E-Book sind es immerhin 38 Prozent.

So mögen zwar derzeit drei Millionen Deutsche mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Book möglichst noch dieses Jahr zuzulegen, aber bei den bestehenden Preisen werden sie sich das noch ein wenig intensiver bedenken. Anders sehen die Ergebnisse der PricewaterhouseCoopers-Studie aus, die davon ausgeht, dass in Deutschland bis 2015 gerade rund 2,5 Millionen spezialisierte E-Reader verkauft werden. Doch dazu müssen die Geräte auch entsprechende Funktionen wie einen Internetzugang und eine direkte Shopanbindung besitzen und vor allem billiger werden. Die Studie schätzt auch, dass bislang 50.000 bis 80.000 Kunden einen E-Reader besitzen.

E-Reader und Bücher

E-Reader und Bücher, von Jandro S., CC BY 2.0

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Aus aktuellem Anlass: Am 21.09. wurde die “Bibliothèque de l’Hôtel de Ville” in Paris wiedereröffnet

Die seit 2007 geschlossene Bibliothek, wurde am 21. September wiedereröffnet. Früher hieß sie “Bibliothèque administrative de la Ville de Paris und nun “Bibliothèque de l’Hôtel de Ville“. Die Kosten der Renovierung beliefen sich auf ungefähr 1.870 000 Euro. Im 5. Stockwerk des Pariser Rathauses angesiedelt, bietet sie auf einer Fläche von 600 m² 100 Leseplätze und einen Bestand von ca. 600.000 Medieneinheiten. Sie wurde komplett renoviert und ist nun endlich auch barrierefrei. Bereits während der  “Journées du patrimoine”  gab es  am 18.09. und 19.09. die Gelegenheit eines Besuchs der Bibliothek. Unter dem folgenden Link gibt es ein Video, das Bertrand Delanoë, den Bürgermeister von Paris, dabei zeigt, wie er die Laudatio zur Wiedereröffnung der Bibliothek hielt. In seiner Rede betonte Delanoë die Bedeutung dieser Bibliothek, die 1871 von Alexandre Vattemare errichtet wurde.  Er bezeichnete Vattemare nicht nur als unermüdlichen Förderer eines internationalen Kulturaustauschs, sondern auch als den Erfinder der modernen öffentlichen Bibliothek (“bibliothèque américaine”). Auf der Webseite der “Bibliothèque Administrative de la Ville de Paris (BAVP)”  gibt es mehr Informationen zur Geschichte, zum Service und zum wertvollen historischen Bestand der Bibliothek.


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Münster: Notfallverbund von Bibliotheken und Archiven

Das Katastrophen Bibliotheken und Archiven passieren können, zeigten der Brand in der Anna Amalia-Bibliothek in Weimar und der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln auf tragische Weise. Neun örtliche Archive und Bibliotheken1 haben sich zum Schutz ihrer Bücher und Archivmaterialien zu einem Notfallverbund zusammengeschlossen, um gemeinsam Vorsorgemaßnahmen und Pläne zu einer genseitigen Unterstützung im Katastrophenfall zu erarbeiten.

In den […] Einrichtungen befinden sich Unikate wie eine Ausfertigung des Westfälischen Friedensvertrages oder die Handschriften und Drucke der Santini-Sammlung, einer der weltweit wichtigsten Musik-Sammlungen.

Die Überlegungen zum Aufbau eines Notfallverbundes in Münster gab es schon vor einigen Jahren, aber die Kölner Katastrophe sorgte nun dafür, dass man ernsthaft mit der Vorbereitung der Kooperation beginnt. In der jetzt unterschriebenen Vereinbarung enthalten sind Regelungen für die gegenseitige Unterstützung in Havarie- und Katastrophenfällen und die Verpflichtung für alle Einrichtungen Notfallpläne nach einem einheitlichen Muster zu erstellen. Dafür müssen Strukturen und Abläufe erarbeitet und erprobt werden, damit im Unglücksfall schnell reagiert werden kann, um die Kulturgüter zu schützen.

Man hat jetzt einen ersten Schritt getan, aber die Notfallvorsorge ist eine Daueraufgabe, die es auch zukünftig notwendig macht, regelmäßig die Notfallpläne zu überprüfen, zu aktualisieren und zu verbessern. Bereits im Juni beteiligten sich die neun Einrichtungen an einer ersten gemeinsamen Notfallübung im Technischen Zentrum des Landesarchivs in Coerde. Dabei ging es um die Bergung von durchnässtem Archiv- und Bibliotheksgut.

Aber auch die baulichen Vorkehrungen gehören mit zur Notfallvorsorge. Mit ihnen muss der Schutz vor Feuer und Wasser gesichert werden, aber auch ein geeignetes Magazinklima fällt mit in diesen Aufgabenbereich. Auch Notfallübungen müssen immer wieder geübt und verinnerlicht werden. Übungen helfen gegen blinden Aktionismus, denn planmäßiges Vorgehen verhindert mit größerer Wahrscheinlichkeit Fehlentscheidungen und hohe Folgekosten.

Quellen:
Schutz der Kulturgüter: Archive und Bibliotheken in Münster gründen Notfallverbund, Westfalen heute
Neun Archive und Bibliotheken schützen gemeinsam ihr Kulturgut, Presse Service
Fußnoten

  1. Bistumarchiv, Diözesanbibliothek, Hochschulbibliothek der Fachhochschule, Landesarchiv NRW, Archivamt für Westfalen des Landschaftsverbandes Wesfalen-Lippe (LWL), Stadtarchiv, Stadtbücherei, Universitätsarchiv, Universitäts- und Landesbibliothek []

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Aus aktuellem Anlass: Der Europäischen Tag der Sprachen und was die Hauptbücherei Wien hierzu anbietet

Obviously, there is diversity, but Europe is a union of diversity. Jean-Pierre Raffarin

Was macht eigentlich Ihre Bibliothek heute anläßlich des  “Europäischen Tags der Sprachen“? In der  Hauptbücherei Wien steht heute alles im Zeichen dieses europäischen Tages,  der die Vielfalt an Sprachen durch Workshops und mit Schnupperkursen in Wolof, Hebräisch, Arabisch, Russisch u.v.m. widerspiegelt. Im Jahr 2001 wurde das „Europäische Jahr der Sprachen” von der EU und dem Europarat erstmals ausgerufen, um Sprachenvielfalt zu fördern. Die Initiative der EU dient der Wertschätzung unterschiedlicher Sprachen und Kulturen mit der Intention sich Sprachkenntnisse anzueignen und auf die Vorteile der Mehrsprachigkeit hinzuweisen. Laut Martina Adelsberger, die für die Durchführung des “Europäischen Tags der Sprachen” verantwortliche Person, ist das Interesse an Schnupperkursen sehr groß.  Besonders beliebt waren im letzten Jahr die romanischen Sprachen, aber auch asiatische Sprachen wie Chinesisch oder Japanisch. Nahezu auf keiner Interesse stießen die Sprachen, welche bedingt durch Arbeitsmigranten ins Land Österreich kamen: Türkisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch

We should never denigrate any other culture but rather help people to understand the relationship between their own culture and the dominant culture. When you understand another culture or language, it does not mean that you have to lose your own culture.”
Edward T. Hall

Ein weiteres Ziel, welches an diesem Tag der Sprachen verfolgt wird, ist Kindern das Bewußtsein für deren Muttersprache zu schärfen. Der Gedanke, dass jede Sprache gleich viel Wertschätzung erfahren sollte und das Beherrschen von Fremdsprachen eine Bereicherung darstellt steht dabei im Vordergrund.  “Geschichtenzeit” nennt sich die für Kinder ab 4 Jahren entwickelte Veranstaltungsreihe. Auf dem Kinderplanten der Hauptbücherei, “Kirango” genannt, werden am “Europäischen Tag der Sprache” Geschichten auf Deutsch und auf Tschechisch vorgelesen. Bei dem an diesem Tag angebotenen Workshop geht um die Mehrsprachigkeit, die den TeilnehmerInnen ein Gefühl dafür geben sollen, wie deren Mehrsprachigkeit in ihnen bereits vorhanden ist. An diesem Tag bietet die Hauptbücherei Wien Führungen an, in denen sie sich als “Ort der Sprache” darstellt. Als “Ort der Sprachen” präsentiert sich die Hauptbücherei im Rahmen einer Führung zum Thema Sprache. Hierbei wird auf den umfangreichen Bestand  Sprachlernmedien verwiesen und der Vielfalt an fremdsprachigen Filmen und Belletristik. Ein Mittel, um die Besucher für das Thema zu begeistern, ist das in Großbritannien weit verbreitete “Pubquiz”. Bei diesem Spiel gibt es verschiedene Teams, die Fragen rund um das Thema Sprache beantworten müssen. Für alle GewinnerInnen gibt es Preise wie etwa Sprachkurse, Büchergutscheine oder eine kostenlose Jahreskarte für die städtischen Büchereien Wiens. Weitere Highlight bei der die Volkshochschule Wiens und andere Institutionen beteiligt sind, ist die Lange Nacht der Sprachen, welche durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur finanziert wird und zum dritten Mal stattfindet.


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