Neue Austauschplattform zum Thema Literaturverwaltung

Literatur für seine Abschlussarbeit zu sortieren ist ein schwieriges Stück Arbeit. Stück für Stück muss man darauf achten, alle wichtigen Angaben aufzunehmen, die Kommatas, Semikolons und Leerzeichen immer an der richtigen Stelle zu haben und darauf zu achten, dass alle Titelangaben nach dem gleichen Schema erfasst wurden. Heilloses Durcheinander von Zetteln und Änderungswünsche der Prüfer heißen viel Durcheinander und viel Korrekturarbeiten. Heute lassen sich Studierende dabei gerne von Literaturverwaltungssystemen wie Citavi, Endnote, Zotero usw. helfen. Bibliothekare, deren Leidenschaft es ist, Bücher zu katalogisieren ( 😉 ), sehen es mit ihrer Erfahrung im Hintergrund zunehmend als Aufgabe an, ihre Nutzer bei der Verwendung von Literaturverwaltungsprogrammen zu unterstützen.

Das bedeutet, dass bundesweit an vielen Bibliotheken sich viele BibliothekarInnen mit dem Verstehen und um das Vermitteln von Literaturverwaltungsprogrammen bemühen. An vielen Stellen wird daher das Rad immer wieder neu erfunden, wenn es darum geht, Funktionen der Programme zu vermitteln und Hilfsmittel und Schulungen für die Nutzer zu entwickeln. Sicherlich schaut man da immer mal wieder, wie es andere Bibliotheken machen.

Auf dem letzten Bibliothekskongress in Leipzig fand sich dann eine Gruppe um Matti Stöhr und Thomas Stöber, welche sich Gedanken darüber machte, wie man diesen Mehrfachneuerfindungen zum gleichen Problem vermeiden könnte. Es entstand eine informelle Initiative, die eine Informations- und Austauschplattform zu planen begann, die nun (für die Mitglieder dieser Gruppe: endlich) online gegangen ist. Wir bedanken uns hierbei für die Unterstützung und Kooperation von DBV und dem Portal www.informationskompetenz.de. Von Anfang an suchten wir eine enge Verknüpfung mit Informationskompetenz.de, da der dort zugrundeliegende Gedanke eines Gemeinschaftsprojektes bibliothekarischer Arbeitsgruppen der Grundidee unseres Projektes sehr ähnlich ist.

Thomas macht deutlich, dass diese neue Austauschplattform von Ihrer Mitarbeit abhängt. Informieren Sie Ihre Verantwortlichen für Literaturverwaltung über die Existenz dieser Plattform.

Weitere bzw. neue Formen der Zusammenarbeit, nicht zuletzt auch auf individueller, persönlicher Ebene sind sehr willkommen. Der Erfolg der Plattform zu „Literaturverwaltung und Bibliotheken“ hängt schlussendlich von der Bereitschaft, Realisierung und Intensivierung von Kooperationsaktivitäten zwischen den Wissensinstitutionen inkl. seiner MitarbeiterInnen ab…

Bitte nehmen auch Sie an diesem Projekt teil und bereichern Sie so mit Ihrem Wissen und Ihren Fragen die Arbeit der Kollegen und Kolleginnen, die sich mit den gleichen Fragen und Problemen rund um das Thema Literaturvewaltung beschäftigen.

Ziel der Plattform ist es ein Einstiegs- bzw. Ausgangspunkt zu sein, um sich mit den verschiedensten Informationsressourcen zum Thema (Vermittlung) Literaturverwaltung zu beschäftigen und diese Informationen gleichermaßen mitzugestalten. Die Plattform steht daher für alle Interessierte offen und wir hoffen, dass Sie aktiv zu Nachrichten- und Diskussionsinhalten beizutragen, sowie Ihre Arbeitsmaterialien anderen zur Verfügung stellen. Seien Sie ein Teil dieser Kooperation.

Mehr dazu:
Literaturverwaltung & Bibliotheken : Wissenspool und Austauschplattform für Bibliotheksservices im Bereich Literaturverwaltung
Linksammlung, Delicious
Literaturverwaltung im Fokus, Facebook-Gruppe
Literaturverwaltung im Fokus, Newsaggregation auf Netvibes
Didaktische Materialien, auf Informationskompetenz.de

Stöhr, Matti: Neu im Web: Zentraler Anlaufpunkt für bibliothekarische Aktivitäten zur persönlichen Literaturverwaltung, Mailingliste inetbib

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2 Kommentare

  • Pingback: Gelesen in Biblioblogs (3.KW’11) « Lesewolke's Blog

    • Dörte Böhner

      Naja, sie wurde nicht nur von Matti und Martin ins Leben gerufen, wenn die bisher auch die aktivsten Blogger waren. Aktiv beteiligt sind momentan Thomas Stöber, Matti Stöhr, Marti de la Iglesia, Veronika Josenhans und Lambert Heller sowie ich. Es ist eine interessante Idee und ich hoffe, dass sich andere ebenfalls mit ihrem Wissen und Können beteiligen.