"The eBook User’s Bill of Rights" – Deutsche Übertragung

Die deutsche Übertragung „eBook User’s Bill of Rights“ basiert auf dem Text der Librarian In Black Sarah Houghton-Jan.

Die „eBook User’s Bill of Rights“ ist ein Statement zu den Grundfreiheiten, die jedem E-Book-Nutzer garantiert werden sollten.
Jeder E-Book-Nutzer sollte folgende Rechte besitzen:

  • das Recht, E-Books mit Lizenzen zu nutzen, die den Zugang über proprietäre Beschränkungen setzen
  • das Recht, E-Books auf jeder technologischen Plattform nutzen zu können, inklusive der Hard- und Software, welche die Nutzer dafür auswählen
  • das Recht, die Texte zu annotieren, Passagen zu zitieren, zu drucken und Inhalte des E-Books im Rahmen des Urheberrechts (und Fair Use) zu teilen/ zu verleihen
  • das Recht, dass der Erschöpfungsgrundsatz auch auf den digitalen Inhalt übertragen wird, so dass es dem E-Book-Besitzer erlaubt ist, das E-Book dauerhaft zu speichern, archivieren, zu teilen/verleihen und das erworbene E-Book wieder zu verkaufen

Ich glaube an den freien Markt für Informationen und Ideen.

Ich glaube, dass Autoren, Schriftsteller und Verleger gedeihen können, wenn ihre Arbeit in der breiten Palette an Medien verbreitet wird. Ich glaube, dass Autoren, Schriftsteller und Verleger florieren, wenn sie ihren Lesern den größtmöglichen Freiraum geben, Zugang zu ihren Werken zu erhalten und ihn mit anderen Lesern zu teilen. Dies hilft für diese Inhalte neue Zielgruppen und Märkte zu finden. Ich glaube, dass die Käufer eines E-Books das Recht des Erschöpfungsgrundsatzes genießen sollten, da E-Books Teil des größeren Eckpfeilers der Alphabetisierung, Erziehung und des Zugangs zur Information sind.

Digital Rights Management (DRM), wirkt wie der Zoll als ein Mechanismus, den freien Austausch von Ideen, Literatur und Information einzuschränken. Ebenso bedeuten die aktuellen Lizenzbestimmungen, dass der Leser niemals die vollständige Kontrolle über ihr eigenes, persönliches Lesematerial besitzen. Dies sind keine akzeptablen Bedingungen für E-Books.

Ich bin eine Leserin. Als Kunde bin ich berechtigt, mit Respekt und nicht als potentieller Krimineller behandelt zu werden. Als Verbraucher bin ich berechtigt, meine eigenen Entscheidungen zu treffen über das E-Book, welches ich kaufe oder leihe.

Ich bin besorgt über die Zukunft des Zugangs zu Literatur und Information in E-Books. Ich bitte Leser, Autoren, Verleger, Verkäufer, Bibliothekare, Software-Entwickler und Gerätehersteller, diese Rechte der E-Book-Nutzer zu unterstützen.

Diese Recht sind Eure. Nun ist es an Euch, Stellung zu beziehen. Helft, diese Inhalte zu verbreiten. Kopiert diesen ganzen Beitrag, fügt eure eigenen Kommentare hinzu, stellt es neu zusammen und verteilt es an andere. Bloggt, zwitschert es (#ebookrights), facebookt und emailt es und klebt es an Litfasssäulen, Telefonmasten und Schwarze Bretter.

Der Text steht in der englischen Fassung unter einer CC0-Lizenz, d.h. der ursprüngliche Autor verzichtet auf das Copyright und alle damit verbundenen Rechte an diesem Text. Diese Lizenz ist nach dem deutschen Urheberrecht nicht möglich, denn darf jeder diese deutsche Übertragung der „eBook User’s Bill of Rights“ auch ohne Namensnennung nutzen.

Text in engl. zu finden (auch) hier:
Houghton-Jan, Sarah: The eBook User’s Bill of Rights, The Librarian in Black
Newman, Bobbi L.: The eBook User’s Bill of Rights #hcod #ebookrights, Librarian by Day
Woodworth, Andy: The eBook User’s Bill of Rights, Agnostic, Maybe

Siehe zu diesem Thema auch:

Cane, Mike: The eBook Buyer’s Bill of Rights, in Mike Cane’s iPad Test, 04.08.2010

Creative Commons Attribution 3.0 Germany This work is licensed under a Creative Commons Attribution 3.0 Germany.


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Peter Sodann sucht finanzielle und personelle Unterstützung für die "DDR"-Bibliothek in Staucha

„Wer diese Bücher wegwirft, wirft auch mich und viele DDR-Bürger weg.“ Peter Sodann

Peter Sodann, Schauspieler (z.B. als langjähriger Darsteller des Tatort-Kommissars Ehrlicher), ehemaliger Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten (2009: 91 Stimmen) und ehemaliger Intendant des Neuen Theater Halle (bis 2005) hatte Ende November 2010 für seine sich in Entstehung befindliche Bibliothek, welche sich zur Aufgabe setzt alle in der  Ex-„DDR“  erschienen Bücher aus den Jahren 1945-1989 zu sammeln, eine dauerhafte Bleibe in Staucha (bei Riesa) gefunden. Zum Bestand zählen Raritäten wie etwa der in der Ex-„DDR“ verbotenen Zeitschrift „Junge Kunst“, der Band „Was tun?“ von N. G. Tschernyschewski, die „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“, Prinzessin Zitrinchen“ oder auch „Ohne Kampf kein Sieg“ Manfred von Brauchitsch. In Staucha ist die Bibliothek nun in dem durch EU-Fördermittel sanierten Dreiseithof untergebracht. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Rittergut. Zwei ehemalige Getreideböden werden zu Bibliotheksräumen umgebaut. Laut  Peter Sodann wird der Platz für die nächsten fünf bis sechs Jahre reichen.

Zurzeit sucht Sodann nach UnterstützerInnen, die bereit sind ihm beim Bibliotheksaufbau zu helfen. Auf seiner Webseite wirbt Sodann um Freiwillige, welche bei der Katalogisierung, bei der Erweiterung des Bestandes und der  Betreuung Bibliothek mithelfen wollen. Auf seiner Internetseite ruft Sodann dazu auf , dass „jeder Bürger dieses Landes der Dichter und Denker einen Euro spendet“. Bisher wurden schon 140.000 Bücher durch 1-Euro-Jobber katalogisiert. Verstößt dies nicht gegen gegen die politische Agenda der Partei „die Linke“, zu der Sodann sich so offen bekennt? Doch Sodann scheint für die Umsetzung seines Vorhabens wohl jedes Mittel recht zu sein und  dabei auch in Kauf zu nehmen „linke“ Prinzipien zu verletzen. Weitere Kosten kommen für den Kauf von Regalen, für Strom und Heizung hinzu. Ziel ist es aus der Büchersammlung eines Tages eine öffentlich zugängliche Bibliothek zu machen.  Es besteht die Möglichkeit dem „Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945-1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur“ beizutreten und den weiteren Aufbau zu unterstützen. Verwundernswert dabei ist meiner Meinung nach, dass es erst der Initiative eines Peter Sodann bedurfte, um diese Bücher zu sammeln und für die Nachwelt zu bewahren. Verfügt nicht die „Deutsche Bücherei“ in Leipzig bereits über alle in der ehemaligen „DDR“ verlegten Bücher (und mit dem „Giftschrank“ auch über die verbotene Literatur)? Meiner Ansicht wäre es besser gewesen, einen zentraleren Ort zu finden, der näher an „Westdeutschland“ liegt, um auch den „Westdeutschen“ diesen Bestand näher zu bringen und so die Literatur und die Geschichte der DDR besser kennen zu lernen. Peter Sodann und seiner Initiative wünsche ich weiterhin alles Gute. Continue reading

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[Zitat] Unkommentiert – Entstehungsjahr unbekannt

“The library is not a shrine for the worship of books.  It is not a temple where literary incense must be burned or where one’s devotion to the bound book is expressed in ritual.  A library, to modify the famous metaphor of Socrates, should be the delivery room for the birth of ideas – a place where history comes to life.” Norman Cousins


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Leseförderung auf dem Lande am Beispiel Kambodschas mithilfe von “Aide et Action”

„Aide et Action“ ist in Kambodscha aktiv und trägt dazu bei Bildung zu fördern. Bis heute hat sich das Land nach mehreren Kriegen und den  damit verbunden Zerstörungen nicht wieder richtig erholt. Mobile BibliothekarInnen kommen in die Dörfer des Landes, um Leseförderung zu betreiben. Es sind vor allem die benachteiligsten  Regionen, in welchen sich die NGO „Aide et Action“ engagiert. Das folgende Video ist leider nur mit französischen Untertiteln verfügbar. Dennoch hoffe  ich, dass es möglich ist sich den Inhalt und die Bedeutung des Gesagten zu erschließen.


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Cycling for Libraries – eine bibliothekarische Unkonferenz auf Rädern

Seit heute 12 Uhr kann man sich unter http://www.cyclingforlibraries.org/2011/02/15/registration-opens-on-february-22-get-ready/ für eine ungewöhnliche bibliothekarische Konferenz registrieren. Ein wenig „sattelfest“ sollte man allerdings schon sein…

Worum geht es? Eine Gruppe finnischer Bibliothekare hatte die Idee, zwei ihrer Leidenschaften miteinander zu verbinden: die für Bibliotheken und die für das Fahrrad fahren. So entstand Cycling for Libraries – praktisch eine Konferenz auf Rädern, die am 28. Mai in Kopenhagen startet und pünktlich zum 100sten dt. Bibliothekartag am 7. Juni mit einer Fahrraddemo zum Estrell in Berlin und der Teilnahme an der Eröffnungsfeier am Gendarmenmarkt endet.

Während der Tour, die von einem Filmteam begleitet wird, finden viele kleinere und größere Workshops, Seminare und Veranstaltungen an den Stops der Strecke statt, z.B. an der Universität Rostock am 1.6., in Fürstenberg am 4.6. und am ZIB in Berlin am 6.6. Die Themen sind vielfältig und reichen von Open (Linked) Data über Marketing für Bibliotheken und die Bibliothek als Ort bis hin zu Anforderungen an heutige Bibliothekar_innen und der Frage, wie sich Bibliotheken verändern (müssen). Die Events sind nicht nur den Teilnehmern der Tour vorbehalten, sondern prinzipiell offen für Interessierte, denn ein (internationaler) Austausch liegt den Organisatoren besonders am Herzen.

Zu der Veranstaltung am ZIB und dem anschließenden Social Event, die vom KOBV ausgerichtet werden, werde ich hoffentlich bald mehr berichten können (im Moment bemühen wir uns um einen möglichst kultigen, „berlinischen“ Ort und haben da bereits etwas Ausgefallenes im Auge…).

Mehr Informationen zu Cycling for Libraries gibt es unter www.cyclingforlibraries.org, auf Facebook und Twitter.

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Ein deutliches Signal gegen Digital Rights Management (DRM)?

„100 französiche Verlagen sagen NEIN zu DRM“ – was für ein Signal. Über 100 französische Verlage hören einfach auf, DRM zu nutzen. Diese Verlage vertreiben derzeit 21.478 der erhältlichen E-Books, was etwa die Hälfte aller französischen E-Books ausmacht. Klingt super. Ist Augenwischerei. Sie verzichten einzig auf den harten, restriktiven Kopierschutz (Digital Rights Enforcement, DRE). Nur 7.823 Bücher werden komplett ohne jeglichen DRM-Schutz verkauft. Für die anderen 13655 E-Books verwenden die Verleger trotztdem weiterhin Wasserzeichen und andere „social“ DRM-Maßnahmen, wodurch sie aber die Nutzung ihrer E-Books auf Geräten, die mit Adobe funktionieren oder auf Kindle-Readern erschweren. (Hier an dieser Stelle ist mir leider ein Verständnisfehler unterlaufen. Bitte lesen Sie dazu auch den zweiten Kommentar.)

Auf jeden Fall bemerkenswert ist die Aktion jedoch, weil sich die Verlage auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt haben und so den Marktführern im DRE-E-Book-Geschäft den passiven Kampf ansagen. Es ist aber auch ein Werben um das Vertrauen der Nutzer. Und viele Verlage haben bisher kein DRE eingesetzt oder scheuten bisher die Kosten dafür.

Dennoch wäre es wünschenswert, wenn auch deutsche Verleger ein deutliches Signal gegen die DRE-Bevormundung setzen würden. Für viele Käufer von E-Books wäre dies ähnlich wie bei der Musik ein postives, vertrauenserweckendes Werbesignal

Quelle:
DRM: 100 éditeurs disent non, Aldus-depius 2006, 16.02.2011 (mit Auflistung der Verlage)
Hoffelder, Nate: 100 French Publishers Say No To DRM, ebook newser, 18.02.2011

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