[Kurz] Vergabe des B.I.T.online-Innovationspreises 2011

Glückwunsch den Preisträgern des B.I.T.online-Innovationspreises 2011. Der Preis wird von der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des BIB für herausragende Abschlussarbeiten ausgelobt.

Die Preisträger sind in alphabetischer Reihenfolge:

Persönlich werden die Preisträger ihre Arbeiten im Rahmen des Innovationsforums auf dem 100. Bibliothekartag in Berlin am 08. Juni 2011 ab 11.00 Uhr vorstellen.


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Restaurierung von siebzehn Wiegendrucken aus Dessau

Siebzehn der ältesten Druckwerke aus dem Bestand der Anhaltinischen Landesbibliothek werden restauriert. Mittel dazu sollen aus einem Programm, welches von Bund und Ländern aufgelegt worden ist, zur Verfügung gestellt werden. Für das gesamte Programm zur Verhinderung des drohenden Verfalls von “papiergebundenen Kulturgütern” wurden zunächst 600.000 Euro bereit gestellt.

Im vergangenen Jahr wurden 31 Projekte gefördert. Da die Aufforderung, entsprechende Projekte vorzuschlagen, war das der Dessauer Bibliothek das einzige in Sachsen-Anhalt.

In Absprache mit Restauratoren reichten die Dessauer drei bibliothekarische Notfälle ein: der Nachlass des 1831 in Wörlitz gestorbenen Dichters Friedrich von Matthisson, Bücher aus der Georgsbibliothek und – mit geschätzten 20 000 Euro Restaurierungskosten am teuersten – eben jene 17 Bücher, zumeist Wiegendrucke, auf die letztlich die Wahl der Geldgeber fiel.

Die Inkunabeln weisen Schäden unterschiedlicher Stärken auf, von beispielsweise gebrochene hölzerne bis gänzlich fehlend Buchdeckeln, kapputten oder fehlenden Metallschließen, welche damals ein gängiges Ausstatungsmerkmal waren oder stark mitgenommenen Papier.

Ursprünglich stammen die Bände aus der der 1532 in der Abtei Gernrode gegründeten Bibliothek und somit genau aus der Zeit, in der sich der Buchdruck etablierte. Die Gernröder Bibliothek hat eine bewegte Geschichte. Die Sammlung ging zunächst in die Bernburger Hauptbibliothek auf. Später wurde sie Bestandteil der Herzoglich Anhaltischen Bibliothek und wurde schließlich der 1922 gegründeten Anhaltischen Landesbücherei zugeordnet. Fast 90 Prozent von deren wertvollen historischem Bestand gingen im Krieg verloren.

Christoph Roth aus Leipzig übernimmt die Restaurierung der Dessauer Bände. Er hatte die Ausschreibung gewonnen und steht nun unter Zeitdruck, denn die Arbeiten an den Büchern sollen bereits Ende des Monats fertiggestellt sein.

Für einen besseren Erhalt des “papiergebundenen Kulturguts” soll laut Kulturstaatsminister Bernd Neumann eine Koordinierungsstelle bei der Stiftung preußischer Kulturbesitz eingerichtet werden, welche Programme zum Erhalt bedeutender schriftlicher Kulturgüter entwickeln soll. Ein großer Teil dieser Güter ist vom Zerfall bedroht.

Quelle:
Steinberg, Thomas: Rettung für 17 wertvolle Wiegendrucke, Mitteldeutsche Zeitung


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Rechtsstreit Ulmer Verlag vs. TU Darmstadt geht in die Hauptverhandlung

Gestern startete die Hauptverhandlung des Stuttgarter Eugen Ulmer Verlages gegen die Technische Universität Frankfurt. Dabei steht die kostenlos Benutzung elektronischer Leseplätze in Bibliotheken im Mittelpunkt der Streitigkeiten. Der Ulmer-Verlag möchte verhindern, dass seine Produkte digitalisiert und dann den Bibliotheksbenutzern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Besonders strittig ist dabei das Ausdrucken der Dokumente. Insbesondere die Frage eines kostenlosen Downloads von Teilen dieser für elektronische Leseplätze erstellten Dokumente ist strittig. Erwartet wird eine Entscheidung der Urheberrechtskammer des Landgerichts Frankfurt am 02. März 2011.

Über das vorausgegangene Eilverfahren, in dem die Bibliothek einen Teilerfolg für sich verbuchte, haben wir im Blog bereits mehrfach berichtet. Das Landesgericht bestätigte, dass die Erstellung von Digitalisaten nach § 52b UrhG für Leseplätze erlaubt ist. Auch das Ausdrucken von Teilen des Inhaltes sei danach erlaubt, ein Download jedoch untersagt. Dagegen war der Verlag in Berufung gegangen und hatte damit in soweit Erfolg, dass auch der Ausdruck untersagt wurde. Zwar wurde auch in dieser Entscheidung die Rechtmäßigkeit § 52b UrhG nicht in Frage gestellt, aber er wurde zum “zahnlosen Tiger”.

Im jetzigen Hauptsacheverfahren dieses Musterprozesses soll ein abschließendes Urteil ergehen. Dieses könnte dann aufgrund der zu klärenden Rechtsfragen später direkt vom Bundesgerichtshof überprüft werden.

Quelle:
Verlag kämpft vor Gericht gegen elektronische Leseplätze an der TU Darmstadt, Echo online


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Aus aktuellem Anlass: Wie die Stadtbibliothek in Germantown das chinesische Neujahrsfest bereits vor dem 3. Februar feierte

Offiziell beginnt das chinesische Neujahr eigentlich erst heute, doch der chinesische Jugendverein, der aus Washington zu Gast war, feierte das Neujahr in Germantown (Montgomery County) bereits am 29.01. mit einer traditionellen Tanzdarbietung (“der tanzende Löwe”). Veranstaltungsort war, wie meine Recherchen ergaben, zum wiederholten Male die Stadtbibliothek. Anders als bei “interkulturellen” Festen, die ich in Hamburg, Zürich oder in  zwei Städten in Bayern besuchte, habe ich den Eindruck (durch das Video und der Bibliotheksagenda), dass dort ähnlich wie es in Paris der Fall ist (z.B. im 13. und 20. Arrondissement) mehr Angehörige der sogenannten “Mehrheitsgesellschaft” bzw. auch EinwohnerInnen ohne asiatischem Zuwanderungshintergrund anwesend waren. Das Interkulturelle wird nicht mehr eigens betont, wie  jährlich in Deutschland mit der “Interkulturellen Woche” (7 Tage Interkulturalität – 358 Tage Monokulturalität),  sondern ist ein fester Bestandteil der Programmagenda einer Stadt. Auf die Bibliotheken übertragen gilt das ebenso, wenn auch meiner Meinung nach weniger für Frankreich. Es erfolgt kein “Labeling”  irgendwelcher Gruppen oder eine Übertonung des Anderseins, sondern alle Kulturen werden gleichermaßen in die Stadt- und Bibliothekspolitik miteingebunden. Frohes neues Jahr an alle, die das neue Jahre heute begehen!

Zum Video geht es durch Anklicken des folgenden Links:

http://germantown.patch.com/articles/germantown-library-celebrates-the-chinese-new-year-video

“On Thursday Feb. 3, the Chinese New Year officially begins, but Germantown Library got a head start by having the Chinese Youth Club perform. The Washington DC- based toupe performed a traditional Chinese lion dance that symbolizes  good luck and happiness. Children young and old experienced a high energy demonstration of a thousand-year old dance.”


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