Eine Präsentation von David Lankes: "The Post Recession Library"

They say a crisis is a terrible thing to waste. How can libraries and librarians use the economic downturn to reintroduce themselves to their community? How can we restructure libraries and the work of librarians for the future? What entrepreneurial services can a post-recession library offer to their communities suffering from unemployment?”

David Lankes

http://vimeo.com/21734511
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Ein Vorzeige-Service-Jubiläum

Ganz so gut geht es der Konstanzer Universitätsbibliothek nicht. Gerade “Bibliothek des Jahres 2010” geworden, musste die Bibliothek Anfang November des gleichen Jahres teilweise schließen: Asbest wurde bei der Wartung der Lüftungsanlage gefunden und führte zur Teilschließung der Bibliothek. Inzwischen sind so nach und nach einige Bereiche wieder zugänglich und die Bibliothek kann das zehnjährige Jubiläum ihres 24-Stunden-Services feiern.

Am Samstag jährt es sich zum zehnten Mal, dass die Studierend die Bibliothek auch nachts durchgehend und an Sonntagen nutzen können. Am 02.04.2001 öffnete die UB als deutschlandweit erste Bibliothek ihre Bestände und Arbeitsplätze für 24 Stunden am Tag. Seit dem hat sie lediglich in den Wochenendnächten geschlossen und ermöglichte so auch zu ungewohnten Zeiten eine Nutzung der umfangreichen Freihandbestände. Als Reaktion auf die Teilschließung wurden die verbliebenen Bibliothekflächen für 24 Stunden sieben Tage die Woche zugänglich gemacht.

Die Idee der 24-Stunden-Öffnung wurde innerhalb eines halben Jahres verwirklicht. Neben der Festlegung von Details dieser Dienstleistung wurden auch Absprachen mit Taxi-Unternehmen und Pizza-Lieferanten getroffen. Dass dieses Angebot angenommen wird, zeigt auch die stetige Zunahme von Nutzungszahlen, welche insbesondere ans Sonn- und Feiertagen zu einem Hochbetrieb in den Bibliotheksräumen führt. Dabei finden sich nicht nur wissenschaftliches Personal und Studierende unter den Lesern sondern auch immer mehr externe Nutzer – darunter Studierende und Wissenschaftler anderer Hochschulen -, die gezielt nach Konstanz kommen und die ausgeweiteten Öffnungszeiten nutzen.

Etwa 150 Bibliotheksnutzer kommen nun auch zu den neu freigegebenen Zeiten. Und trotz eingeschränktem Service ist durch Selbstverbuchungsstationen möglich, Medien auch außerhalb der Öffnungszeiten der Ausleihstellen, an Sonn-, Feiertagen und in der Nacht auszuleihen.

Der Erfolg gibt der Bibliothek recht, denn er ist auch auf diesen speziellen Service zurückzuführen:

Sowohl die Auszeichnung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius als Bibliothek des Jahres 2010 als auch der dreimalige erste Rang beim Bibliotheksindex BIX wurden unter anderem mit den benutzerfreundlichen Öffnungszeiten begründet.

Quelle:
Wandt, Julia: Als erste in Deutschland, Informationsdienst Wissenschaft

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[Zitat] Unkommentiert – 2010

“Traditionally, business incubators have existed completely separate from public libraries. In the age of manufacturing, this made a lot of sense, but in the digital age – the age of information – public libraries are ideally situated to assume the role of business incubator. Why? Smart people congregate at public libraries to learn and share ideas. Public libraries are where questions are formulated and answers are found. Public libraries are set up to promote wondering. Wonder how libraries could develop greater sustainability? […] The most fertile innovation happens when people in a community have a clear idea of each other’s talents and interests. Those talents and interests can often be the pieces of a jigsaw puzzle. Not all talents within a community are accessible for new businesses, but some of those talents are. And it behooves public library staff to start maintaining an inventory of talents within their community and to initiate discussions of emerging new roles for public libraries. Some of those discussions could take place within the library’s walls. Figuring out how to have those ideas shared in the most productive way possible is the new challenge for public libraries. […] Libraries can be places that statically house ideas or places where ideas are put into action.”

Phil Shapiro

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In der Bibliothek findest du alles …

Erst dachte ich an einen Aprilscherz, als ich dieses Video gesehen habe, aber es wurde bereits am 23. März bei YouTube von PHTGSCHWEIZ hochgeladen, so dass dies eher humorvoll zu nennen ist als einen Scherz. Es geht um den Lernort Bibliothek — eine Aktion der Medien- und Didaktikzentrums (MDZ)-Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG).

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Entdecktes zum 1. April rund um Urheberrecht, Bibliotheken u.ä. (Update 17:24 Uhr)


Update 11:44

  • Die Staats- und Landesbibliothek Bremen meldet auf ihrer Facebook-Seite:

    Der Eintrag in der Online-Ausgabe des Dudens wird heute erscheinen: suu|blen [‘su:bl,n] (über die SuUB Bremen Informationen finden).

    – Der Duden wird sich da zukünftig vor Anfragen zu ähnlichen Begriffen nicht mehr retten können 🙂


Update: 12:56 Uhr


Update 16:36


Update 17:24 Uhr

Hinweise werden natürlich auch jederzeit gerne entgegen genommen. 🙂

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Aus aktuellem Anlass: Gestern wurde in Paris die Stadtteilbibliothek Louise Michel eröffnet

Le Conseil de Paris vient de valider le nom de la bibliothèque qui doit ouvrir en mars rue des Haies (juste ICI), dans le 20e arrondissement: ce sera Louise Michel. Dans la délibération DAC 2011-76, le Conseil décide de donner ce nom, en hommage à cette figure majeure de la Commune de Paris mais aussi à l’institutrice et l’écrivain, dont on retient l’indépendance, le courage et l’engagement politique et social.”

Aus einem Artikel auf der Internetseite Actualitté

Im Gegensatz zur deutschen Hauptstadt Berlin wurden in Paris von 2010-2011 nun schon zwei neue Stadtteilbibliotheken eröffnet. Ein Bibliothekssterben ist dort sicherlich viel weniger zu spüren als bei uns.  Im letzten Jahr war dies die Médiathèque Margerite Duras, welche die größte öffentliche Ausleihbibliothek in Paris ist und sich auf 4.210 m² erstreckt. Dieses Jahr ist dies die Bibliothèque Louise Michel. Beide Bibliotheken wurden im 20. Arrondissement eröffnet. Erwähnenswert ist, dass dieses neue Gebäude mit dem neuen Namen eigentlich die “alte” Bibliothek Orteaux ersetzt. Hätte ich noch die Médiathèque Marguerite-Yourcenar hinzugezählt, die 2008 im 15. Arrondissement eröffnet wurde und über vier Etagen mit insgesamt 3.500 m² verfügt, würde dies noch mehr die These bestätigen, dass es vor allem in der Hauptstadt Paris bzw. der Île-de-France keine sterbenden Bibliotheken gibt – im Gegenteil. Im Gegensatz zur deutschen Zeitung mit vier Buchstaben bzw. den Berliner Ablegerzeitungen (B.Z. und Berliner Kurier), berichtet die französische Zeitung “Le Parisien” weitaus positiver über Bibliotheken und deren gesellschaftliche Bedeutung für die Bevölkerung als so manch andere Medien hierzulande. Ebenso wird das Programm “Bibliotheques hors les murs“, das ich im letzten Jahr vorstellte im 20. Arrondissement im Freien durchgeführt. Die Bibliothek ist nach Louise Michel benannt, die eine wichtige Figur der Pariser Kommune war, aber auch eine Autorin,  Pädagogin, Feministin und Anarchistin.  Sie setzte sich vor allem für die Bildung und Erziehung der ärmeren und gesellschaftlich benachteiligten  Schichten ein. Nach ihr  sind zahlreiche Schulen und andere Bildungseinrichtungen in Frankreich benannt. Begrüßenswert ist bei dieser Bibliotheksneugründung die Förderung des Stadtbezirks, in dem historisch betrachtet immer schon Arbeiter wohnten und bis heute leben dort viele Menschen der unteren sozialen Schichten. Mit der Neueröffnung der Bibliothek Louise Michel verfügt der Bezirk mit seinen ca. 190.000 Einwohnern nun über sechs Bibliotheken bzw. Mediatheken. Heute ist das 20. Arrondissement einer der multikulturellsten Stadbezirke von Paris und ist nach wie vor von sozialer Benachteiligung und Marginalisierung gekennzeichnet. Vermutlich haben die Bezirksbürgermeister und die Stadt im Ganzen erkannt, dass Bibliotheken besonders dort sinnvoll sind, wo der Zugang zu Bildung aufgrund der sozialen Herkunft erschwert wird. Die Bibliothek erstreckt sich auf 450 m² und will ein niedrigschwelliger Ort für Familien sein, zu dem Menschen gerne hingehen. Es gibt 18 Multimediaplätze, 26.000 Medieneinheiten, einen Veranstaltungsraum, Schachbretter und Arbeits- und Multimediaräume.  Außerdem verfügt die Bibliothek über eine “nursery”, damit sind wohl Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren gemeint.

 

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