Zwischen Informationskompetenz und Informationsleichtigkeit

Man konnte heute BuzzWord-Bingo sicherlich sehr effektiv spielen. Auch die Sprachkrankheit Dinglisch war gut verbreitet. Beispiele: Informationskompetenz, quantitative Zahlen, Standard, bibliothekarische Services, kooperatives Arbeiten, Kapazität, Benutzersicht, Benutzungszahlen, Speed, Convinience, Usability, Katalog 2.0?

Jetzt aber zum Vortrag und seinen Inhalten. Ich habe ihn jetzt live mitgeblockt und hoffe, dass nicht all zu viele Rechtschreibfehler enthalten sind.

Kohl-Frey, Oliver: Zwischen Informationskompetenz und Informationsleichtigkeit: Die Einführung eines Discovery-Systems am Beispiel der Universitätsbibliothek München

Informationskompetenz heißt, arbeiten mit Standard 2 der Richtlinien. Trotz viel Engagement erreicht man die Nutzer nicht. Sie sind bei Google und es ist eine Tendenz zu sehen, dass Nutzer weg von der Bibliothek gehen. Sie denken unbibliothekarisch und sind damit nicht für uns erreichbar.

Discovery Services, als ein “informationskompetenter Suchraum” bieten die eine Lösung? Es gibt ein Index für alles (Metadaten, Volltexte) mit möglichst allen (un-)selbständigen Inhalten. Dabei versuchen sie die verschiedenen Möglichkeiten zu erfüllen, die der Nutzer haben möchte: Usability, Geschwindigkeit, Ranking, Facettierung, Elektronik, Qualität und vor allem eine effiziente Suche über einen einzigen Sucheinstieg.

Der Markt wird derzeit von drei Marktriesen beherrscht.

In Konstanz nutzt man KonSearch als “one stop shop” mit Aufsätzen, Papers, gedruckten Medien etc. Ziel war es mit einer Literatursuchmaschine die Recherchequalität zu verbessern und somit auch eine Informationsleichtigkeit zu schaffen.

Bei der Abwägung Selbstentwicklung gegen Kauflösung hat die letztere Lösung gewonnen. Man hat sich in Konstanz für Serial Solutions Summon entschlossen. Seit Januar am Start und in der Beta-Version seit Mai online.

Suchleichtigkeit wird durch Einschränkungsmöglichkeiten erhöht. Hinzu kommen Empfehlungen für Datenbanken. Außerdem werden alle Medien in einer Oberfläche angezeigt. Bei WebofScience Verlinkung auf Zitierungen.

Es ist ein Einstieg für Einsteiger. Aber es sind nicht alle Inhalte enthalten, was dann wiederum vermittelt werden muss. Man weiß nicht genau, was drin ist und die Erschließung (formal und inhaltlich) ist nicht aus einem Guß. Letzendlich entscheidet aber, was der Nutzer will. Trotz weniger Rückmeldungen zeigen die hohen Nutzungszahlen, dass das Ziel bei den Nutzern erreicht worden ist.

Vorteil ist, dass das Suchinstrument es für viele Nutzer (Bachelorstudenten am Anfang des Studiums) mit der Recherche einfacher und vollständiger macht. Die Bibliothek kann in gewissen Punkten mit Google konkurrieren. Dadurch wird es eventuell für die Bibliothek möglich, personelle Ressourcen zu finden und Schulungen in den späteren Semestern anbieten zu können, die über den Standard 2 hinausgehen.


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