Es lässt sich berechnen…

… wie man in der Bibliothek an ein Buch gelangt?

Wie heißt es so schön unter uns Bibliothekaren: Ein verstelltes Buch ist ein vermisstes Buch und findet sich höchstens durch Zufall wieder.

Jason Orendorff zeigt in seinem Beitrag, wie das menschliche Suchverhalten in einer Bibliothek von einem optimal berechneten Suchalgorithmus abweicht. Er testet dies zuerst an einem binären, einfachen Algorithmus, der jedoch ganz offensichtlich nicht so einfach funktioniert wie gedacht, da Bibliothekare z.B. in ihren Aufstellungen Abkürzungen eingebaut haben. Dazu zählt beispielsweise ihre Regalbeschilderung, die besagt, in diesem Regal befinden sich die Bücher von der bis zu der Systematikstelle 🙂 Kennt jeder, oder? Wenn nicht, dann einfach beim nächsten Bibliotheksbesuch mal an auf die Regalenden am Gang schauen. Diese Abkürzungen kann seine erste einfache Berechnung nicht abbilden.

Orendorff weist dann darauf hin, dass diese Strukturierung eher einer Datenbankstruktur entspricht, die wiederum gut durchsuchbar ist. Allerdings bewegen wir uns bei einer Bibliothek in einem lebendigen System, wo Bücher von ihren Standorten verschwinden, weil sie benutzt werde oder wurden und (noch) nicht (wieder) an ihrem festen Standort stehen.

Auch dafür gibt es mathematisch wieder eine Lösung, nur wird es immer komplizierter… Der Beitrag von Orendorff ist in Englisch, aber auch für „Nicht-Informatiker“ wie mich gut nachvollziehbar und lädt zum Schmunzeln ein:

Text:
Orendorff, Jason: Sorting and searching at the library, Nashville hack day, 11 August 2012 [Übersetzung]

Präsentation

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