[Kurz] Twittertreffen auf dem BID-Kongress #bid13

Ganz kurz, es war toll all die im realen Leben bekannten und unbekannten Twittermenschen zu treffen. Fast spontan und doch ziemlich neugierig hat sich die Truppe getroffen und sehr rasch in Gesprächen wiedergefunden, die z.T. an bestehenden Twitter-Diskussionen anknüpften.

Nicht alle haben wir auf ein Bild gezwängt bekommen, aber den Großteil schon:

Twittertreffen auf #bid2013

Twittertreffen auf #bid2013

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Meine persönliche Rückschau auf den BID-Kongress 2013 (Teil 1)

Von allen vier Bibliothekartagen, die ich bisher in Deutschland besuchte, war dies durchaus einer der facettenreichsten und intensivsten Kongresse. Es waren vor allem die interdisziplinär angehauchten Vorträge und Präsentationen, für welche ich mich besonders interesssierte. Zunächst einmal sei erwähnt, dass ich am Montag, den 11.03. erst am frühen Nachmittag auf dem Messegelände eintraf und nicht von Anfang an dem im Folgenden beschrieben Vortrag teilnehmen konnte.

Laut dem Demenzforscher und Soziologen Reimer Gronemeyer ist Demenz keine Krankheit. Er kritisiert die Ausgrenzung von Menschen mit Demenz, wie z.B. in den Niederlanden das “Demenzdorf” Hogeweye, in dem eine künstliche Realität für Menschen mit Demenz aufgebaut wurde, die abseits vom Rest der Bevölkerung leben. Das erinnert an die am 13.10.2010 angesprochenen sogenannten retirement villages, in denen Senioren fernab vom Rest der Bevölkerung abgeschottet leben.

Niemand kann sagen: Damit haben wir nicht gerechnet oder das haben wir nicht gewusst”. Heike von Lützau-Hohlbein

Es sollte mehr für Menschen mit Demenz getan werden, um ihnen “ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, so die Vorsitzende der deutschen Alzheimergesellschaft, Heike von Lützau-Hohlbein. Wer selbst schon Mitglieder in der Familie hat(te), die an Demenz erkrankt sind, wird leichter Verständnis und Empathie aufbringen dieses Thema zukünftig auch für die eigene Arbeit stärker in den Vordergrund zu rücken. Der erste Vortrag setzte an der an der Schnittstelle des Bibliothekswesens zur Geragogik, die auch als Gerontagogik oder Alterpädagogik bezeichnet wird, an. Zukünftig wird dies wohl ein Teilgebiet werden, das mindestens dieselbe Aufmerksamkeit erfahren dürfte wie die Kinder- und Jugendarbeit in Bibliotheken. So hielt Frau Susanne Brandt zusammen mit Herrn Oke Simons einen Vortrag zum Thema “Demenz als Thema für Bibliotheken? Überlegungen und praktische Beispiele für die Bedeutung von Erfahrungswissen und kultureller Teilhabe im Dialog der Generationen“. Darin wurden bereits vorhandene bibliothekarische Angebote, die das Leben von Menschen mit Demenz in besonderer Weise berücksichtigen vorgestellt, die es teilweise schon in Schleswig-Holstein gibt. Dabei wurden konkrete Bausteine angesprochen, die eine Umsetzung erleichtern. Es handelt sich unter anderem um sogenannte Medienboxen, die für den Aufbau einen zentralen Medienangebots genutzt werden können. Des Weiteren steht die Biografiearbeit im Vordergrund, indem z.B. Kamishibai-Fotoserien und Bilder zu vertrauten Märchen und Geschichten erstellt werden. In Schleswig-Holstein gibt es ein sogenanntes Kompetenzzentrum Demenz, über das pädagogische Materialien bezogen werden können.

In Deutschland leben derzeit etwa 1,4 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind, ab 2050 könnte sich diese Zahl verdoppelt haben. Die Referenten plädierten dafür nicht den Defizitansatz zu wählen, sondern durch Sensibilität und Wertschätzung wahrzunehmen, über welches sinnlich und emotionales Erfahrungswissen Demenzpatienten verfügen. An dieser Stelle wäre es interessant gewesen Bibliothekare und/oder Bibliothekarinnen gehabt zu haben, die konkret mit dieser Gruppe vor Ort arbeiten oder auch Altenpfleger/-innen oder Gerontologieforscher, die durch ihre Wissen und ihre Expertise zusätzlich wertvolle Tipps und Anregungen gegeben hätten. Leider waren die meisten Referenten auf dem “Bibliothekartag” zumeist Fachreferenten, Diplom-Bibliothekar(e)/-innen oder entsprachen den gängigen bibliotheksnahen Berufen. Es wäre nicht nur für das Thema Demenz zum Vortrag von Brandt & Simons interessant gewesen einen echten Anthropogogiker auf dem Bibliothekartag zu Gast zu haben. Bei der Anthropogogik handelt es sich um die Wissenschaft, welche genau beschreibt, als was sich viele Bibliotheken verstehen: als Orte des Lebenslangen Lernens. Dabei handelt es sich auch noch um einen genderneutralen Begriff, der die Teilbereiche Pädagogik, Andragogik (Erwachsenenbildung) und Geragogik miteinander vereint. Das Ehepaar Brändle definiert das Begriffskonzept wie folgt:

 “Die Anthropogogik erforscht, was beim Lernprozess förderlich ist und was hinderlich. Welche Methoden das Lernen unterstützen. Wie das Lernen Freude macht. Wie Blockaden vermieden werden können, oder überwunden, wenn sie schon aufgebaut wurden. Wie Menschen leichter, schneller und nachhaltig lernen. Ziel ist es, den Prozess des Lernens in allen Bereichen und Altersstufen respektvoll und empathisch nach „state of the art“ zu unterstützen.”

Inwiefern werden Studenten und Auszubildende in den Bibliotheks- und Informationsberufen auf diese wichtigen Tätigkeiten vorbereitet, um Lernprozesse richtig  begleiten zu lernen und Lerner_innen mit den geeigneten Methoden zu unterstützen? Natürlich findet im Lernort Bibliothek selbstgesteuertes Lernen statt, aber sind ein großer Teil Bibliothekare und Bibliothekarinnen hierzulande dazu wirklich in der Lage unterschiedliche Generationen (-Zielgruppen) leichter, schneller und nachhaltiger beim Lernen zu unterstützen?

In einem weiteren Vortrag stellte Miriam Schriefers vor, mit welchen EU-Projekten sich Netzwerke aufbauen lassen und wie Interkulturelle Kompetenzen von Mitarbeiter/-innen gefördert werden können. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift BuB finden sich auf den Seiten 170 bis 172 ähnliche Inhalte zum Thema, welche Schriefers vorstellte. Sie warb für länderübergreifende Partnerschaften, die den EU-weiten informations- und Erfahrungsaustausch vor. In einigen Projeken ging es darum, durch innovative und kreative Ideen entwickeln, um Menschen am Rande besser in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei geht es darum, mithilfe von Projekten und des Austauschs “neue” Zielgruppen wie Bildungsbenachteiligte, Migranten, Flüchtlinge und Senioren zu gewinnen und zu lernen diesen z.B. mehr digitale Kompetenzen zu vermitteln. Bibliothekare und Bibliothekarinnen haben die Möglichkeit im Rahmen von Hospitationen, Besuche von Fachkonferenzen und länderübergreifenden Treffen Programme zum Lebenslangen Lernen, (GRUNDTVIG-) Lernpartnerschaften, Assistenzen und Weiterbildungsprogrammen, Fördergelder der EU nach erfolgreichen Projektanträgen zu erhalten.

 

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[Videozitat] Unkommentiert – 1830-1886

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Lokal kaufen… – Buy local

… lässt sich zumindest einfach erklärken. Scheint aber nicht einfach zu sein, wenn man es erklären muss. Bei Büchern soll man also die lokal ansässigen Ladengeschäfte nutzen…

Schwierig bei E-Books, wenn man z.B. nicht auf die DRM-Waffen von Ciando reinfallen will.
Schwierig, weil kleine Buchhandlungen oft kein eigenes E-Book-Angebot haben.
Schwierig, weil derzeit kein wirklich einfach nutzbares Angebot im Netz besteht und der lokale Erwerb von E-Books vor Ort selten möglich ist.

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2013 in der British Library

2013 promises to be a fantastic year for culture at the British Library. Today we’re releasing a sneak preview of what we have coming up, including 20th-century state propaganda, the newly-acquired archive of Sir Alec Guinness and an exhibition exploring what the Georgians did for us. More information on the 2013 Preview can be found on the Library’s press and policy pages here http://pressandpolicy.bl.uk/

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Was uns verändert: Die Bibliothek

Jeden Tag begegnen wir Dingen und Menschen, die das Potential haben uns zu (ver-)ändern. Bibliotheken können darin eine Schlüsselrolle spielen, indem sie Menschen zusammenbringen und neue Gelegenheiten bieten zu lernen und zu wachsen.

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Der Bibliothekskongress 2013 in der Biblioblogosphäre #bid13 (Update 03.04.2013, letztes Update))

Hier die obligatorische Auflistung der gefunden Beiträge in Blogs, welche sich so nach und nach verlängern wird. Wir sind ja erst an Tag zwei angekommen.

Hashtag Twitter: #bid13

Bitte füllen Sie die Umfrage zum Kongress aus. [Update]
Vorträge beim 5. Deutschen Bibliothekskongress in Leipzig, BIB.info [Update]

02.04.2013

30.03.2013

25.03.2013

23.03.2013

22.03.2013

 

21.03.2013

 

20.03.2013

 

19.03.2013

 

18.03.2013

 

17.03.2013

 

16.03.2013

 

15.03.2013

14.03.2013

 

13.03.2013

12.03.2013

11.03.2013

10.03.2013

—-
Presseinformationen: Kongress – Bibliothek & Information Deutschland : Wissenswelten neu gestalten, 11. bis 14. März 2013 in Leipzig, Artefakt Kulturkonzepte [Update]
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[Updates]
[Update, 13.03.2013]
[Update, 14.03.2013]
[Update, 15.03.2013]
[Update, 17.03.2013]
[Update, 18.03.2013]
[Update, 19.03.2013]
[Update, 20.03.2013]
[Update, 21.03.2013]
[Update, 22.03.2013]
[Update, 23.03.2013]
[Update, 25.03.2013]
[Update, 03.04.2013]

Am 25.09.2013 wurden die alten Etherpad-Links gegen Neue ausgetauscht.

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Mein Bibliothekskongress 2013 – Tag 1

Termine Bibliothekskongress 2013

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Das erste Mal hab ich einen Terminkalender für mich angelegt, damit ich ungefähr weiß, wohin ich wollte und wen ich noch zu treffen habe und vor allem wo. Zu manchen Zeiten wäre eine dezente Dreiteilung sinnvoll gewesen, ging aber leider nicht. Daher hoffe ich, dass so nach und nach hier die Berichte auch über die verpassten Beiträge durch andere Seite hinzugesteuert werden.

Das Virtuelle in den physischen Raum zu bringen, sei es für den Bereich E-Learning oder der reinen Medien und die Verknüpfung des Realen mit dem Digitalen in einer Angereicherten Realität ist gar nicht so einfach und bedarf des Umdenkens und einiger Kunstgriffe.
Ich hab mal wieder mitgeschrieben, was hängengeblieben ist.

Der zweite Tagungspunkt der heutigen Veranstaltung war für mich heute die “Öffentliche Sitzung der dbv-Kommission Erwerbung und Bestandsentwicklung: ERM hausgemacht – aktuelle Lösungen aus der Bibliothekspraxis“, wo mich besonders der erste Vortrag interessiert:
ERM hausgemacht – aktuelle Lösungen aus der Bibliothekspraxis. Öffentliche Sitzung der dbv-Kommission Erwerbung und Bestandsentwicklung von Dirk Pieper, Universität Bielefeld

Mein Eindruck war: Interessierte Zuhörer, interessierte Nachfrager, aber gute Mischung aus: Im Westen nichts Neues und alles Neu macht der Mai 😉

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Gute Freunde

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