German 23 Mobile Things – Woche 1 : Twitter (Teil 2) #ger23mthings

Wie nutzer Bibliotheken Twitter für ihre Online-Aktivitäten?

Langweilig ist es, Neuerscheinungen/-erwerbungen zu twittern. Das ist heute kein Grund mehr, einer Bibliothek zu folgen. Servicetweets kommen hingegen gut. Darunter versteht man Tweets über geänderte Öffnungszeiten, defekte Kopierer, nicht erreichbare Datenbanken, Schulungsangebote, Hilfestellungen vor Ort. Für jede Problemmeldung sollte es auch eine “Entlastungsanzeige” geben, wenn nach drei Stunden die Kopierer doch wieder funktionieren oder die Datenbank wieder erreichbar ist. Wer seine Nutzer gut kennt, findet sicherlich auch andere Themen, zu denen Informationen weitergebeben werden können. Es müssen nicht unbedingt immer bibliothekarische Themen sein. Warum nicht etwas zum wissenschaftlichen Arbeiten twittern, das aktuelle Kinoprogramm oder politische Themen, die den Alltag der Nutzer betreffen? Eine Stichwort- oder Themensammlung kann wirklich helfen.

Außerdem ist es sinnvoll, Twitter nicht nur als Sender zu nutzen, sondern auch als Rückkanal. Das bedeutet aber auch, dass jemand regelmäßig schaut, ob es Reaktionen gab, um darauf zu reagieren. Twitter ist ein Echtzeit-Medium, also muss man möglichst zeitnah reagieren. Gegebenenfalls hilft später auch eine offizielle Policy, welche Zielsetzungen man verfolgt.

Twitter hilft mir persönlich, mich über Themen auf dem Laufenden zu halten. Außerdem finde ich so Ideen für mein Blog. Aber auch auf meine Arbeit hat es Auswirkungen. Es kommt immer mal wieder vor, dass ich schon lange im Voraus einen Trend entdeckt habe, über den ich dann Kollegen informieren kann. Kostet es Zeit? Ja. Spare ich Zeit? Wollte ich das mühsam über Zeitschriften, Facebook und Co entdecken, würde ich sehr viel mehr Zeit verlieren.

Erweitert

Lege dir einen Twitteraccount an. Habe ich Feburar 2009. Einen Zweitaccount zu pflegen ist etwas zu zeitaufwendig, also bleib ich bei <a href=”https://www.twitter.com/bibliothekarin”>@bibliothekarin</a> 😉

Die Twitter-App befindet sich auf meinem Smartphone und gehört mit zu den meistgenutztesten Apps. Die Möglichkeit, Retweets zu bearbeiten, vermisse ich im normalen Twitter immer mal wieder. Bilder hochzuladen scheint aber mit der Twitterapp nur bei einem von 100 Versuchen zu funktionieren… Nun gut, das mache ich selten, weil mein Account mit seinen Inhalten nicht wirklich dafür ausgelegt ist.

German 23 Mobile Things folge ich bereits auf Twitter, weil es ein interessantes Selbstlernangebot ist 😉 Und beim Hashtag #ger23mthings muss ich aber immer wieder nachdenken, damit ich es auch ja richtig tippe.

Sende deinen ersten Tweet: Nutze den Hashtag #mobilebibliothek und sende den Namen deiner Lieblinsgbibliothek oder einer anderen Lieblingseinrichtung

Diese Aufgabe fand ich schwer, weil ich mit großem Augenmerk eigentlich Menschen folge, d.h. Bibliothekaren. Den wenigen Bibliotheken, die sich in meiner Timeline finden, folge ich eher aus persönlichen Gründen. Daher habe ich mir lange Gedanken gemacht, ob ich da eine besonders hervorheben möchte und habe dann Abstand davon genommen. Wer mag, kann ja mal schauen, wem ich so folge 😉 Ein wenig scherzhaft ist dann mein Tweet dazu zu verstehen. Markus ersetzt in seiner Vielfältigkeit an Themen ganz gern eine ganze Bibliothek :ruhig:

 

Meine Twitter-Liste twitternder Bibliotheken ist nur eine von mehreren Listen, die ich nutze, um das Informationsaufkommen zu kanalisieren. Ich kann nicht jeder Bibliothek und jedem Bibliothekar folgen, aber schmulen, worüber sie twittern, tu ich dann ganz gerne. Wer also lieber deutschsprachigen BibliothekarInnen und Angeboten folgt, der kann ja mal hier auf Entdeckungsreise gehen. Das sind diejenigen, die mir so über den Weg gelaufen sind bei Twitter. Überarbeitungswürdig ist jedenfalls die Seite des LISwiki.

Schaue dich um, was trendig ist auf der Welt

Trendig laut Twitter am 26.06.2013, 21:52 Uhr:

Gedankensplitter:

Gehören Tweets in einen Bibliotheksbestand? Eine gute Frage. Ich glaube, nirgendwoanders kann man einen Zeitgeist so rasch herauskristallisieren wie aus den kurzen Gedankensplittern. Die große Masse an Kurzinformationen könnte eine super Datenquelle für Forscher darstellen. Man muss also schauen, ob das Twitter-Archiv der Library of Congress tatsächlich nutzbar ist oder ob die Recht behalten, die das als Schrott bezeichnen.

Wie lässt sich Twitter für die eigene bibliothekarische Arbeit nutzen? Für einen Auskunftsdienst sind die Zeichen vielleicht zu begrenzt. Sicherlich kann man mal schnell auf eine Webseite oder FAQ verweisen, einen Link zusenden, eine kurze Kritik oder ein Lob entgegen nehmen, aber Twitter selbst ist ungeeignet für eine gute Auskunft. Da sollte man notfalls auf einen Chat verweisen. Einsatzmöglichkeiten habe ich oben schon beschrieben.

  • Twitter ist (trotzdem) ein Kommunikationskanal, auch wenn er hilft, die Kommunikation an das richtige Tool zu verweisen.
  • Twitter ist ein Marketing-Instrument, mit dem man eigene Anliegen vermarkten kann.
  • Twitter ist ein Informationskanal, mit dem man Trends verfolgen kann (je nach aufgebauter Informationsgrundlage – gefolgten Leuten).
  • Twitter ist Prokrastination 😉
  • Twitter ist – Twitter sind die Menschen dahinter und dies gilt auch für Einrichtungen, die ja meistens nicht selbst twittern, sondern twittern lassen.

Weil dem so ist, habe ich bei Twitter immer mit Netzfreunden und Netzbekannten zu tun, die auf das reagieren können, was ich tue, wenn sie es möchten. Viele habe ich inzwischen im realen Leben kennengelernt. Ich kann erahnen, was sie interessiert und ihnen gefundene Informationen so zuspielen. Wir organisieren uns teilweise über Twitter, um Projekte zu stämmen. Hier möchte ich einfach mal #newlis und Open Biblio Jobs nennen. Aber auch der Hamburger Bibliotheksstammtisch wäre ohne Twitter in der Form gar nicht zustande gekommen.

Übrigens ein lustiges Tool, dass deutlich macht, wie fleißig viele Menschen twittern:
Tweetping.net – Hier sieht man gerade das weltweite Tweetaufkommen 🙂

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2 Kommentare

  • viola

    Die Möglichkeit, Retweets zu bearbeiten, vermisse ich im normalen Twitter immer mal wieder.

    ah, ich bin nicht allein mit meinem wunsch nach dieser funktionserweiterung! 🙂

  • Dörte Böhner

    Nein, bist du nicht. Einen guten RT macht ja auch immer d kleine Kommentar zum Warum aus. Es würde schon eine einfache Zitierfunktion ausreichen…