Katalogeinführung für Kinder

Kataloge müssen geschult werden und warum damit nicht bei Kindern anfangen? Recherchekompetenzen erlernen in jungen Jahren macht sie später selbstverständlich und bietet eine gute Grundlage für das spätere (lebenslange) Lernen.

Dieses etwas langeratene E-Tutorial erklärt haarklein alles, was man für die Suche mit dem Katalog wissen muss.


[Video vom 14.06.2010]

Das Video ist nett gemacht und verständlich erklärt, aber irgendwie habe ich das Gefühl, am Ende bleibt hängen:

Katalog = kompliziert.
Katalog = nicht selbsterklärend.
Katalog = Expertenwerkzeug.
Katalog = nix für mich.

Gibt es andere Meinungen?

Werden alle drei Tutorials geschaut, werden die Kinder über 20 Minuten mit Fakten bombardiert.

Wäre es nicht eine Option, mit Hilfe kürzerer Videos eine Art Entdeckungsralley zu organisieren? Z.B. die Kinder kommen in eine Bibliothek, erhalten dort ein Tablet mit den vorverlinkten Videos, die sie nacheinander anschauen und anwenden sollen. Sie sollen bspw. ein bestimmtest Buch suchen, erhalten dort eine Standortnummer und einen Standort. Wenn sie diesen Standort finden, können sie aus einem Kistchen eine weitere Nummer ziehen und mit diesen drei Angaben zur Information gehen. Dort kriegen sie dann beispielsweise einen „Bibliotheksexperten-Button“ oder eine Lesezeichen oder etwas ähnliches. So wird rasch aus den Tutorials ein Spiel und das notwendige Wissen prägt sich viel besser ein und es gibt eine positive Belohnung und Bestärkung. Dies kann für alle Jugendbereiche eingerichtet werden, ohne dass es zu viel Aufwand machen würde.


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Ein Kommentar

  • vform

    Vorweg – ich hab mehr ein Skimming betrieben, weil, wie du richtig sagst, es zu lang ist. Die Durchschnittliche Zielgruppe ist wahrscheinlich nach 2 Min (geistig) weg, schon weil es dann doch nicht so einfach ist. Den Begriff „Medien“ z.B. kann man kaum jmd. einfach so um die Ohren hauen. Und Erwähnungen von erweiterten Suchen, ohne zurecht!) sie dann (zu erläutern, ist auch sinnfrei.

    Außerdem muss man meiner Meinung nach (Anwendungs-)Kontext schaffen – zwei Wochen keine Bibliothek genutzt und das Wissen – sofern erworben – verblasst wieder. Das scheint mir insgesamt ein Problem von solchen „Einmalschulungen“ zu sein. Im Grunde muss man eher in der eigenen Bibliothek ein „embeded librarian“ sein, d.h. nicht gleich die Lösung liefern, sondern ggf. den Weg zur Information (die man ja häufig eh selber suchen muss) gleich und eben im Kontext erläutern (hüstel, durchaus gelegentlich herausfordernd). Das ist bei Erwachsenen wohl etwas schwieriger. Ich kann’s mir nicht verkneifen, aber (im Sinne des einleitenden Absatzes) daher sind für Training im Kontext über längere Zeit Schulbibliotheken – wobei das natürlich nur eine Institutionalisierung, ggf. Ausdehnung, eines eigentlich bereits in der Schule und den Rahmenplänen vorhandenen Anspruch ist – ziemlich gut geeignet.

    Und zum Kontext der Katalog-Gleichungen. Eine interessante Erfahrung war auch, dass ich Schülern den Katalog erklärt habe, dann eher aus einer Laune heraus (huch, die sehen so furchtbar interessiert aus) mal Beluga gezeigt habe. Hoppla, das ganze Blabla lässt sich irgendwie schneller erledigen, wenn nicht unbedingt „Profipräzision“ gefragt ist und das erklärt sich fast selber. Oder auch demonstriert ist es viel anschaulicher. Danach konnte ich eigentlich den Krams zum Katalog in die Tonne treten, weil das andere (Beluga) eben benutzt wurde – natürlich auch nur von dem Teil, der nicht von Anfang an entschlossen war, Google und Wikipedia zu nutzen 😀

    Und zuletzt: irgendwie sind Videos bei Schulungen ähnlich doof wie Vorlesen. Online und als Zusatzangebot für Interessierte ok, aber Offline (zumal in diesem Umfang) fragwürdig. Wenn da ein Mensch ist, dann kann doch auch der Mensch was sagen und vor allem aktivierende Momente („Interaktivität“ und Spontanität) reinbringen – eben ggf. auch das Spielerische, das du vorschlägst. Das ist natürlich sehr überspitzt. Vor allem ist es für den Referenten sehr herausfordernd – das kann man nicht einfach; oder wenn, dann eher wenige. Andererseits muss es ja einen Grund geben, warum Leute sich von Menschen etwas erklären lassen, statt Videos zu gucken oder Bücher zu lesen – ehrlicher Weise geht man (ups, ich meine „ich“ – Stilfehler) aber häufig aus Veranstaltungen und stellt sich (mir) genau die Frage, ob das nicht effektiver gewesen wäre.

    Uih, viel zu spät – wie immer – für Ausgegorenes, aber mir war danach. Auch weil ich es am schlimmsten fand, wenn ich in 90 Min etwas abstrakt erklären sollte, dass eigentlich erst im Kontext und über die Zeit spürbar sinnvoll/“erfahren“ wird. Natürlich auch verkürzt, aber muss für heute reichen 🙂