Bibliothek – ganz anders als du denkst!

Ganz nach dem Motto, “schon gewusst?” wollen junge, regelmäßig die Stadtbibliothek Spandau besuchende Jugendliche mit einigen Vorurteilen bezüglich Bibliotheken aufräumen.

Bibliotheken sind weder nur was für Bücherwürmer, noch ist es dort total langweilig. (…) Denn man kann in einer Bibliothek zum Beispiel auch Spiele & Videos ausleihen, gemeinsam das WLAN nutzen und sich zum lernen oder Spaß haben treffen. Es gibt sogar eine gemütliche Sofaecke, wo man gechillt sein Lieblingsbuch genießen kann. Vielleicht bekommen ja durch den Film noch mehr Kinder & Jugendliche Lust, mal wieder ihre Bibliothek zu besuchen.

Ein Film vom Medienkompetenzzentrum Cia Spandau – computer in action für BerlinImPuls

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2 Kommentare

  • Vito

    Ich gehöre auch noch zur Generation, die regelmäßig zu einem klassischen Buch bestehend aus Einband und Papier greift. Nur meinen Bibliotheksausweis müsste ich mal wieder erneuern lassen…
    Man könnte natürlich darüber streiten, ob es eine Bibliothek überhaupt nötig haben sollte, auch Videos und Spiele fürs Ausleihen bereitzustellen. So wird die Bibliothek eigentlich zur Mediathek, aber vermutlich war dieser Schritt für viele Filialen überlebensnotwendig, sofern sie nicht zu Universitäten oder anderen großen Institutionen gehören. Videotheken sind heute ja auch alle Mediatheken, denn ohne das Angebot von Leih-Games hätten auch bereits die letzten Exemplare längst dicht gemacht.
    Mich würde mal interessieren: Wie werden Bibliotheken heute mit der elektronischen “Bedrohung” durch die eBooks fertig? Oder werden die inzwischen auch in irgendeiner Form in den Bestand integriert? Und wie holt man den ganz jungen Kunden ab, der grundsätzlich nur noch Texte aller Art auf seinem kleinen Smartphone-Bildschirm liest und nur noch scrollt anstatt zu blättern?

    • Dörte Böhner

      Hallo Vito,

      mit der Onleihe, Ciando und diversen Datenbanken versuchen Öffentliche Bibliotheken den Bedarf an E-Books und Online-Volltexten gerecht zu werden. Leider sind die Verhandlungen schwierig. Eins-zu-eins-Angebote (Verlag-Bibliothek) sind mir nicht bekannt und Angebote ohne DRM gibt es ebenfalls keine.
      Ich bin leider keine Bibliothekarin in einer öffentlichen Bibliothek und dies sind nur meine Betrachtungen, aber ich denke statt Gefahr in der Digitalisierung zu sehen, sollte man die Chancen wahrnehmen. Meine Wahrnehmung ist, dass Öffentliche Bibliotheken die Digitalisierung nicht wirklich als “Bedrohung” wahrnehmen. Wieso auch? An ihrer Aufgabe, Informationen für jedermann zugänglich zu machen hat sich nichts geändert. Und diese liegen nun mal zunehmend in elektronischer Form vor. Also sollten ÖBs in die Lage versetzt werden, dies zu tun.

      Andererseits hat die Digitalisierung dazu geführt, dass sich die Angebote der Bibliotheken anpassen. Egal ob Games, E-Book-Reader-Beratung, FabLabs etc. dienen dazu, Auftrag und Angebot an den “Mann und die Frau” zu bringen.

      Die Bibliothek als Ort wird auch immer wichtiger. Vorher war es oft der Ort, wo man hingegangen ist, um etwas auszuleihen, heute wird er oft zum Ort, wo man sich unkompliziert treffen kann und wo man gemeinsam etwas unternehmen kann, was vielleicht auch mal gar nichts zu tun hat mit all dem digitalen Zeug. Warum nicht mal zum Brettspielen in die Bibliothek gehen?

      Und ich könnte jetzt noch viel mehr dazu schreiben, aber das sind einfach nur Beobachtungen aus zweiter Hand mit einem gewissen fachlichem Hintergrund. Vielleicht kann ja noch eine/r der KollegInnen aus den ÖBs / Mediotheken sich aus erster Hand darüber äußern?