Militär folgt Rudolfs roter Nase seit 60 Jahren

Halbzeit bis Weihnachten. Morgen wird das erst von verbleibenden 12 Türchen geöffnet. Eltern wissen, dass spätestens jezt die Schreiben an Weihnachtsmann & Co verschickt sein müssen. Die bekannten speziellen Postfilialen von Weihnachtsmann, Nikolaus und Christkind arbeiten mit Hochdruck, damit auch jedes Kind rechtzeitig seine Anwort auf den Brief erhält.

Doch wo befindet sich der Weihnachtsmann? Wird er rechtzeitig die Geschenke liefern können?

Seit 60 Jahren untersützt hier das North American Aerospace Defense Command (NORAD), ein gemeinsames Kommando der USA und Kanadas, Eltern dabei, die Kinder zu beruhigen. Alljährlich am 24. Dezember können Kinder (und Erwachsene) über eine eigene Webseite, App oder per E-Mail erfragen, wo genau sich Santa Claus gerade aufhält. Die Antworten gibt es in acht Sprachen.

Eigentlich ist das Projekt durch einen Tippfehler entstanden. Im Jahr 1955 veröffentlichte das Kaufhaus Sears Roebuck & Co. aus Colorado in einem Werbeprospekt eine Telefonnummer für seine Weihnachtshotline, unter der Kinder den Weihnachtsmann erreichen sollten. Durch einen Zahlendreher landeten die Anrufer nicht bei dem Geschäft, sondern bei CONAD, dem NORAD-Vorläufer.

Der damalige Einsatzleiter, Colonel Harry Shoup, hat verfügt, die Anrufe nicht abzulehnen. Er ließ daraufhin mit den Radarsystemen nach Anzeichen dafür suchen, dass der Weihnachtsmann seine Reise vom Nordpol in Richtung Süden angetreten hat. Jedem anrufenden Kind wurde der Standort des Weihnachtsmann genannt. Damit wurde eine Tradition begründet, an der heute tausende Freiwillige beteiligt sind.

Die Webseite wird immer am 01. Dezember freigeschaltet. Fast neun Millionen Zugriffe pro Jahr, 12.000 E-Mails und 70.000 Anrufe (laut Wikipedia) zeigen, wie wichtig dieser Service für die Kinder ist.

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