Fundstück in der ULB Jena: Stempeloverkill

Gentz, Friedrich : Vorwort zu den „Fragmenten aus der neuesten Geschichte des politischen Gleichgewichts in Europa“ 1806. / hersg. von Dr. Eugen Guglia. – Leipzig : Schulwissenschaftl. Verl. Haase, 1988; – 68 S. (Signatur: HIS Em 810 g339 1918)

In diesem kleinen Büchlein ist sage und schreibe durchschnittlich auf jeder 3,4. Seite ein Stempel.

Insbesondere der Stempel „Gestohlen aus den geschichtlichen Seminaren der Universität Jena“ ist ganze 8x enthalten und soll den potentiellen Dieb davon abhalten, dieses Buch zu stehlen. Sollte Ihnen also ein Buch mit diesem Stempel in einem Antiquariat oder bei eBay in die Finger fallen und es ist nicht als „ausgesondert“ gekennzeichnet (Stempel, Datum, Unterschrift), gehen Sie davon aus, dass dieses Buch tatsächlich „Gestohlen aus den geschichtlichen Seminaren der Universität Jena“ ist.

Aber mal ganz ehrlich, wer klaut schon ein so verunstaltetes Buch?

Und bevor hier wieder geschimpft wird: Heute werden die Bücher natürlich nicht mehr so „verstempelt“. Als Diebstahlschutz sind die Bücher mit RFID gesichert und das Buch erhält maximal 4 Stempel. Bei diesem Buch gilt: Alte Zeiten, alte Sitten.


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2 Kommentare

  • Thomas Mutschler

    Liebe Frau Böhner,

    zum Stempelwirrwarr gibt es natürlich etliche histörchen:-)

    • Dörte Böhner

      Das ist zu vermuten. Gibt es dazu etwas Schriftliches, auf das man an dieser Stelle für alle Neugierigen verweisen kann?

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