11. BibCamp in Hamburg, 13.-14.07.2018, #bib11 – Meine Eindrücke, meine Meinung (aktualisiert 31.07.2018)

Bildimpressionen

Meine Eindrücke

Es ist schon wieder eine Woche her, seit das 11. BibCamp in Hamburg startete. Vom 13.- 14.07. gab es einen toller Austausch mit allen Beteiligten. Neben ein paar alten Hasen gab es viele neue Gesichter und das Alter der Teilnehmenden lag geschätzt zwischen neun Monaten und über 60 Jahre. Teilnehmende waren Studierende, FaMIs, BibliothekarInnen, FachreferentInnen, Arbeitende in OPLs, Öffentliche Bibliotheken, Wissenschaftlichen Bibliotheken, Spezialbibliotheken, Mediotheken, Archiven bis hin zu Schulbibliotheken.

Gefallen hat/haben mir

1. das Dazulernen

Man lernt auf jeden Fall etwas dazu, manchmal auch nur den Sprachgebrauch betreffend

Krawallhobel – gemeint sind damit KollegInnen, denen man es nie recht machen kann, die immer etwas brauchen, worüber sie sich aufregen oder gegen das sie sein können und somit konstruktives, zielgerichtetes Arbeiten in Projekten, an Neuerungen u.ä. komplett torpedieren.

2. die Themen

Die Themen waren alle spannend. Gerne hätte ich die ein oder andere Session ebenfalls besucht, aber ich bin aus keine Session rausgegangen und hab es bedauert, deswegen eine andere verpasst zu haben.

3. die Teilnehmenden

Es waren viele neue unbekannte Gesichter da, die ich diesesmal kennenlernen konnte. Es waren viele alte bekannte Gesichter dabei, mit denen ich mal wieder ein paar Worte wechseln können. Die Teilnehmenden waren offen, interessiert und auf ein/zwei Tage Austausch eingestellt.

4. die Organisation

Alle Studierenden waren freundlich, gut aufgelegt, hilfsbereit und vor allem motiviert. Sie haben einen guten Job in ihren AGs gemacht und eine gute Veranstaltung gestemmt.

5. die Stimmung

Es ging entspannt zu und das Wetter hat auch bei dem Abendtreffen am 13.07. uns noch lange mit Wärme versorgt. Die Freiluftveranstaltung war mit einem leckeren Buffet, von dem alle, die wollten, mehr als satt werden konnten.

6. die Verpflegung

Der Kuchen war lecker, Kaffee war in ausreichendem Maße da und mit den Wassermelonenstücken hatte man mich an diesen Tagen schon komplett vom Catering überzeugt 😉

7. die BibCamp-Goodies

Die BibCamp-Goodies waren diesmal eher auf Nachhaltigkeit ausgelegt und dafür gibt es einen Daumen nach oben.

Bibcamp-Goodies #bib11

Ein Beitrag geteilt von Dörte (@bibliothekarin) am

Kritik, Verbesserungsvorschläge, Anregungen

1. die vorherige Organisation

Gerade beim BibCamp finde ich eine Teilnehmerliste toll. Man kann die Teilnehmer bereits bei der Anmeldung sicherlich mit abfragen, ob sie einem Eintrag zustimmen oder nicht. So kann man ggf. Kontakt aufnehmen und im Vorfeld evtl. die ein oder andere Session-Idee besprechen und einbringen. Auch das Melden von Session-Ideen im Voraus ist ein nettes Kann. So hat man ein wenig Argumentationsstoff, wenn man so ein Format mit seinen Vorgesetzten besprechen muss (Dienstreise & Co).

2. der Ablauf

Eine Vorstellungsrunde mit Name, Herkunft, drei bis fünf Hashtags ist unverzichtbar. Zwanzig bis 30 Sekunden pro Vorstellung sind gut investierte Zeit. Es erleichtert jedem andere mit gleichen Interessen zu finden. Nicht immer muss es dabei um fachliche Themen gehen. Zudem wird in dieser Vorstellungsrunde oft viel gelacht. Neben dem “Du” in der Ansprache ist es ein wichtiger Punkt um Hemmungen abzubauen, da man an dieser Stelle schon einmal über den Schatten gesprungen und aktiv geworden ist.

3. die Ansprache

Für den Zeitraum sollte wirklich “Du” die korrekte Ansprache sein, auch zwischen Studierenden und Dozenten. Über ein Du über diesen Zeitraum hinweg, kann man sich von Fall zu Fall im Einzelnen verständigen. Aber ein “Du” baut Hemmschwellen ab und erleichtert es so zu einem gleichberechtigten Austausch zu kommen.

4. die Stimmung

Das Abendevent sollte wie ein Event gehandhabt werden, mit rechzeitiger Kommunikation dazu, einer kurzen Anmeldung. Auch die Teilnehmenden sollten das Abendevent mit einplanen, da hier nochmal ein ganz anderer Austausch möglich wird und man im kleinem Rahmen (kleiner Gesprächgrüppchen) Zeit hat, Themen zu vertiefen. Es ist meiner Meinung nach okay, wenn jeder zum Selbstzahler wird dafür.

5. die Verpflegung

Das BibCamp startet um die Mittagszeit. Viele der Teilnehmenden kommen nicht gerade vom Frühstückstisch, wenn sie beim BibCamp anlanden. Daher wäre es toll, bevor es losgeht, einen Aufenthaltsraum mit etwas Verpflegung vor dem Start des BibCamps vorzufinden und sich dort etwas stärken zu können. Neben dem ersten Kaffee hat man so auch schnell einen kommunikativeren Zugang zu den anderen Teilnehmenden und kann sich auch noch ein wenig st

6. das MindSetting

Leider blieb in diesem Jahr der Eindruck hängen, dass die Dozentin ein unzureichendes Verständnis für die Besonderheiten eines BarCamps hatte und vermutlich noch nie auf einem als entspannte Teilnehmerin war. Zum Glück sind im nächsten Jahr wieder KollegInnen mit Erfahrung bei der Organisation. Ein Blick in die Social-Media-Kanäle zu den vergangenen Beiträgen hätte sicherlich den Vorteil gebracht, dass die Bedeutung von Emma und Horst klargeworden wäre, den Maskottchen des BibCamps, dass Zeit eingeplant worden wäre für die Vorstellungsrunde usw. Vielleicht hätte man im Vorfeld eine/n TeilnehmerIn eines Bibcamps eingeladen sollen, die von dem berichtet, was sie an einer Unkonferenz lieben. In Hamburg sollte es etliche ehemalige Teilnehmende geben, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht ;-). Es wären Kleinigkeiten gewesen, die man dann anders gemacht hätte und dies hätte der Stimmung des Camps gutgetan.

7. die Teilnehmenden

Toll wäre es, wenn wir bei so einem Camp (Themenschwerpunkt Bibliotheken) nicht nur in unserem eigenen Saft schwimmen, sondern vielleicht auch Außenansichten gewinnen könnten. Mir ist immer noch das Kölner Bibcamp von 2012 in Erinnerung, wo es wunderbarerweise hieß: BibCamp meets EduCamp und ein sehr intensiver Austausch gegeben war. Vielleicht besteht die Möglichkeit, mal wieder andere Berufsgruppen/an ähnlichen Themen interessierte für ein BibCamp zu gewinnen, aber zumindest deutlich zu machen, dass Bibliotheksinteressierte generell eingeladen werden, unabhängig, wo sie arbeiten.

Dokumentation

Die Dokumentation soll folgen, u.a. hier im alten Wiki des BibCamps.

Meine Mitschriften:

  1. Öffentlichkeitsarbeit an Hochschulbibliotheken, 13.07.
  2. Projekte – Erfolgsfaktoren und Gefahrenhinweise, 13.07.
  3. Alles digital” – Wie organisiere ich die Arbeit in Bibliotheken , 13.07.
  4. Interne Kommunikation in Bibliotheken, 14.07.
  5. Weiterbildung übern Tellerand, 14.07.

Beiträge im Web

Plieninger, Jürgen: Das 11. Bibcamp in Hamburg hat begonnen! #bib11, Netbib
Kramer, Martin: Roadtrip in den Urlaub: Tag 1 – Das Bibcamp in Hamburg, Rückenwind, 14.07.2018
Dony, Carina: Das Bibcamp-alle in einem Element-, LinkedIn, 19.07.2018
Ideenmitschrift für Öffentlichkeitsarbeit für Erwachsene, 14.07.2018
Tweets zum 11. BibCamp
Das #bib11 – Ein Nachbericht, BibCamp (Bericht vom 24.07.2018)
Die Protokolle sind online!, BibCamp (Beitrag vom 31.07.2018)

P.S. Leider sind bis heute, 26.07. die Protokolle zu den Sessions immer noch nicht bei PBworks online. Vielleicht ist es aber noch rechtzeitig, um zu empfehlen, dass die Protokolle nicht als Word-Dokument, sondern am besten als Wiki-Seite angelegt werden. Tipp, man kann den Text aus dem Word-Dokument sehr gut hineinkopieren.
P.P.S. Dankeschön für das Umsetzen als Wiki-Beitrag. Ich hab gleich mal noch ein paar Sachen, die ich wusste, ergänzt.

Save the Date

Das nächste BibCamp wird es vom 15.-16.11.2019 in Köln geben.


Ähnliche Beiträge

8 Kommentare

  • Ilona Munique

    Liebe Dörthe, herzlichen Dank für den Mitschrieb und die Reflexion!!! Da ich für nächstes Jahr den Bibtag sausen lasse, freue ich mich, endlich etwas Zeit für ein BarCamp zu finden. Das ist lange schon überfällig, aber was lange währt … 😉 Freue mich!

    • Dörte Böhner

      Hallo Ilona,
      es wird auf jeden Fall ein Erlebnis, weil es so völlig unkompliziert ist, dort dabei zu sein. Selbst nach acht Jahren ist mir mein erstes BibCamp immer noch in toller Erinnerung. Hamburg vor 7 Jahren war eng verbunden mit den schrecklichen Erlebnissen in Fukushima und dem tollen Zusammehalt der Teilnehmenden. Köln vor sechs Jahren war eine tolle Kombination aus Bib- und EduCamp.
      Daher dann hoffentlich nächstes Jahr in Köln 🙂

  • Pingback: Nachlese 11. BibCamp #bib11 auf bibliothekarisch.de | Fortbildung in Bibliotheken

  • Edlef

    Liebe Dörte,
    vielen Dank für Deine Hinweis “aber noch rechtzeitig, um zu empfehlen, dass die Protokolle nicht als Word-Dokument, sondern am besten als Wiki-Seite angelegt werden” 😉 Ich fand es in den letzten Jahren schon teilweise ein wenig armselig von “InformationswissenschaftlerInnen”, Word- und andere Dokumente in das bzw. ein Wiki hochzuladen….
    Schönen Gruß!

    • Dörte Böhner

      Hallo Edlef,

      mit Word kennen sich die meisten aus. Alles andere muss neu gelernt werden und das Seminar, mit dem man das BibCamp organisiert hat, ist i.d.R. auch bereits vorbei. Prüfungen warten und gegebenenfalls auch ein Urlaub, auf den man gespart hat. Es gibt also offiziell keinen Grund mehr, sich mit etwas “anderem, komplizierteren” auseinanderzusetzen. Die Mehrwerte werden nicht gesehen.

      Was ist der Mehrwert, wenn die Mitschrift im Wiki steht? Sie kann durch die Teilnehmer ergänzt werden bei Bedarf und es gibt eine Versionierung der einzelnen Bearbeitungsschritte.
      Ich lerne etwas, was inzwischen Teil der Arbeitswelt sein sollte, nämlich offen zu sein, Wissen gemeinsam festzuhalten, zu identifizieren und in Information umzuwandeln. Das Wissen anderer passend für sich nutzbar zu machen.

      Das, was im BibCamp als Methode zur Weiterbildung vorgestellt wurde, das Working out Loud (WOL), funkioniert auch in alltäglichen Arbeitsumgebungen recht gut. Neben einer mentalen Bereitschaft, sich darauf einzulassen, gehört auch das verwenden passender Werkzeuge dazu, u.a. Wikis, die das gemeinsame Arbeiten von lokal verteilten Menschen unterstützt. In so einem kleinen Rahmen könnte man ja mal dieses Tool einsetzen und entdecken, was passiert.

      Projekte jeglicher Art lassen sich mit Wikis gut unterstützen und gemeinsam dokumentieren, ohne dass ich formatabhängig bin wie bei Word. Nicht jeder hat Microsoft Office auf seinen Rechnern und muss daher mit Alternativen arbeiten, die mehr oder weniger gut mit Docx-Dokumenten umgehen können. Einen Browser hingegen haben fast alle, da sie ja schon das Wiki aufrufen, um dann das Dokument herunterzuladen. Das angebotene Format für Informationen sollte aber m.E. i.d.R. auch den genutzten Ressourcen entsprechen, ohne künstlich Brüche (Internet – Desktopanwendung) zu generieren.
      Aber dir brauche ich das ja nicht zu erzählen 😉

      LG
      Dörte

  • Pingback: Rückschau auf 11. Bibliothekscamp, Hamburg | Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

  • Pingback: Die Protokolle sind online! – #Bib11

  • Pingback: Protokolle vom BibCamp 2018 online | Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *