[Kurz] Zukunftspläne für die Sodann-Bibliothek

Die DDR-Bibliothek in Staucha soll Genossenschaft werden und Ableger bekommen.

Derzeitiger Träger ist der “Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945-1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur” = Peter-Sodann-Bibliothek” e.V..

Der Katalog auf der Basis von Allegro enthält 304.524 (Stand 24. Mai 2018). August 2018 soll er eine VuFind-Oberfläche erhalten.

Trotz der Zukunftspläne des 82-jährigen Sodanns bleiben Fragen offen.

Wieviel DDR-Literatur gibt es noch in (Ost-)Deutschen Bibliotheken, die DNB mal außen vor?
Wie sieht es mit der Bestandserhaltung aus?
Wie vollständig ist die Sammlung?
Warum besteht kein Bemühen mit anderen Bibliotheken zusammenzuarbeiten?
Interessant wäre auch, etwas über die Nutzung/Auslastung der Präsenzbibliothek zu erfahren. Staucha ist ja nun nicht für jedermann direkt um die Ecke.
Geplante Zeit, um alle “Schätze” zu heben?

Juni 2015 wurden 291.000 Bände nachgewiesen, heute, ca 3 Jahre danach sind es 14.000 mehr. Bei geschätzt 2,5 Millionen Exemplaren, die es zu erschließen gilt, sind die meisten Bände nur noch Staub, dank des “guten” DDR-Papieres, bis man das Buch zur Titelaufnahme herauszieht. Schon rein rechnerisch ist alleine das Katalogisieren der Bände bei der vorliegenden Geschwindigkeit eine nicht zu bewältigte Idee.

Daher, ja, das DDR Kulturerbe muss bewahrt werden, aber diese Mammut-Aufgabe kann Peter Sodann mit seiner Bibliothek nicht stemmen. Sinnvoller wäre es vielleicht, einen Abgleich mit der in der DNB nachgewiesenen DDR-Literatur zu machen und fehlende Titel der DNB zukommen zu lassen. Hier gibt es Erfahrung im Umgang mit Papierzerfall, etc. Finden in dieser Richtung überhaupt Überlegungen statt? Gibt es (Gemeinschafts-)Projekte in anderen Bibliotheken, eine vielleicht auch nur virtuelle Sammlung von DDR-Literatur mit Besitznachweisen zu erarbeiten? Wir bewegen uns auf die dreißig Jahre nach dem Mauerfall, dem Ende der DDR und der Wiedervereinigung zu. Ein guter Zeitpunkt, hier die Geschichte nicht zu vergessen.

Quelle
DDR-Bibliothek in Staucha soll Genossenschaft werden, MDR Sachsen

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Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich

In der inzwischen 7. aktualisierten und korrigierten Version gibt es eine ausführliche vergleichende Übersicht über Literaturverwaltungsprogramme von der UB der TUM.

Aktualisiert wurde der Vergleich von Dorothea Lemke (UB der TU München; EndNote), Katja Tietze (UB der TU München; JabRef), Kristin Preuß (UB der TU München; Citavi), Matthias Pintsch (UB Mannheim; Mendeley) und Sebastian Podschull (UB der TU Berlin; Zotero, ZoteroBib), Lukas Burkhardt und Jakob Mathy (HföD, Colwiz).

Screenshot der Einstiegsseite des Softwarevergleichs für Literaturverwaltungsprogramme

Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich, Version 7 (2018)

Unglaublich für mich ist, dass ich 2009, damals wurde der Vergleich noch an der UB Augsburg erstellt und ich hab dort gerade gearbeitet, selbst mal mitarbeiten durfte. Neun Jahre später, vier Bibliotheken weiter meinerseits ;-), gibt es diesen umfassenden Vergleich in einer wesentlich auführlicheren Form noch immer. Möglichkeiten, von denen damals Literaturverwaltungsprogramme nur träumen konnten, sind heute längst Standard.

Inzwischen (vermutlich schon vor Jahren), hat man von der Lizenz CC-BY-NC-SA-Lizenz auf eine bessere Lizenz (CC BY-SA) umgestellt. Die Originaldaten für eine weitere Verarbeitung oder Anpassung erhalten Sie auf Anfrage von der Bibliothek der TUM.

Den Vergleich gibt es in deutsch (2018), englisch (2016) und französisch (2015).

Verglichen werden folgende Literaturverwaltungsprogramme: Citavi, EndNote, EndNote Web, Zotero, Mendeley, JabRef, Colwiz, Zoterobib

Die verschiedenen Sprachversionen in der jeweils aktuellsten Fassung finden Sie hier: https://mediatum.ub.tum.de/node?id=1127579

Hinweis gefunden auf:
Lemke, Dorothea: [InetBib] “Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich” – 7. Aktualisierung, InetBib

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