Das neue Grimm-Zentrum der HU öffnet heute seine Pforten

Pünktlich zur Eröffnung des neuen Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Humboldt Universität zu Berlin widmet Gerwin Zohlen in der WELT heute dem Gebäude  einen höchst poetischen Artikel:

In heller Strenge und elegant erhebt sich der Bau nahe dem S-Bahn-Viadukt. […] Die Funktion jedoch und der Gebrauch des Hauses als Bibliothek sind hier so selbstverständlich vorausgesetzt, dass sie nicht zur Ersatzreligion von Entwurf und Ästhetik herhalten müssen. Nichts ist hier ins Schräge gekippt oder ins Wolkige gerundet, nichts spreizt sich wild oder möchte zersplittern, nichts weckt den Verdacht, fortfliegen zu wollen oder über dünnen Stützen zusammenzubrechen. Selbstgewiss und stark lagert das Grimm-Zentrum in der Stadt.

Die Funktion des Gebäudes muss also nicht als “Ersatzreligion von Entwurf und Ästhetik” herhalten. Bleibt abzuwarten, ob das umgekehrt ebenso gilt. Bei meinem ersten Besuch im Rahmen einer Führung hatte ich den Eindruck, dass es in puncto Barrierefreiheit (Zugang zu den Leseterassen), Akustik (Trichterform der Leseterassen) und Lichtversorgung (Stichwort: selbstreinigendes Dach) durchaus Grund zu Zurückhaltung mit frühen Lobgesängen gibt. Der zentrale Ort jedoch, an dem sich die Bibliothek jetzt befindet – besonders im Hinblick auf die noch fertigzustellende Tangente Hauptbahnhof – Hackescher Markt/Spandauer Vorstadt -, hätte sicher kaum besser gewählt sein können.

By the way: Im Zuge der Eröffnung des Grimm-Zentrums hat auch der Internetauftritt der UB einen Relaunch erfahren. Auch wenn laut aktueller Meldung noch nicht alle Informationen bereits verfügbar sind, stellt die neue Website mit ihrer Orientierung am Corporate Design der HU eine erhebliche Verbesserung gegenüber der alten Website dar.

Quelle: Zohlen, Gerwin: Bibliothek der Superlative, erschienen on der WeltOnline

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Achterbahnfahrt in der Bibliothek

Vollautomatisch ist der Weg der Bücher aus dem Magazin hinaus – einmal kann man diese Achterbahnfahrt mitmachen:


[Korrektur zur Verbesserung des Datenschutzes. Umstellung Youtube-Video auf “privacy-enhanced mode”: 03.06.2018]

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Buchsicherung der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek

150.000 Manuskripte und mehr als 1,6 Millionen gedruckte Bücher müssen in der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek geschützt werden. Die Buchbestände der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek gehören zu den wichtigsten europäischen Kulturschätzen und befinden sich seit dem 16. Jahrhundert in diesen Räumlichkeiten. Ihr Schutz soll durch den Einsatz neuester Technologie gewährleistet werden. Dafür wurden Sensorschleusen genutzt, die sich durch transparente Glaspaneele in die geschichtsträchtigen Räume der Bibliothek einfügen und nur autorisierten Personen Zugang zu den kostbaren Archivalien gewähren. Die automatische Zutrittskontrolle stellt sicher, dass die Bücher ausschließlich von autorisierten Personen eingesehen werden können. Außerdem werden so auch Bibliotheksnutzer und -mitarbeiter geschützt.

Derzeit wird die Vatikanische Apostoloische Bibliothek restauriert, ohne dass für diese mehrjährige Sanierung der Betrieb der Bibliothek eingestellt wird. Begonnen wurde mit der Sanierungsarbeit 2007 und sie sollen 2010 enden. Neben der Konsolidierung, Sanierung und Klimatisierung der Räume des Restaurierungs, des Foto- und des Digital-Labors soll für eine bessere Verbindung der verschiedenen Abteilungen auch ein Außenaufzug am Gebäude angebracht werden. Auch eine Sanierung des Manuskripte- und Zeitungsdepots gehört mit zum Plan.

Einen Einblick in den Stand zeigt das kurze Video vom Februar diesen Jahres:

Quellen:
Vatikanische Apostolische Bibliothek schützt Bücher mit Sensorschleuse von Gunnebo via News-Ticker.org
Videodetailseite, Youtube – Vatikan-Bibliothek


[Korrektur zur Verbesserung des Datenschutzes. Umstellung Youtube-Video auf “privacy-enhanced mode”: 03.06.2018]

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Ideen für die neue Zentralbibliothek im Wedding

Architekturstudenten der Beuth Hochschule für Technik Berlin präsentieren ihre ersten Entwurfsideen für die neue Zentralbibliothek,die laut des bezirklichen Bibliotheksentwicklungsplans im Zentrum des Bezirks Mitte auf dem Weddinger Rathausplatz errichtet werden soll.

Die Studierenden stellen ihre Visionen im Rahmen einer Ausstellung vor. Das Gebäude soll bürgernah sein, Jung und Alt zum Lesen oder wissenschaftlichen Arbeiten einladen und den Rathausplatz beleben.
Um den notwendigen Platz zu schaffen, muss das Hochhaus einem wirtschaftlicheren Neubau weichen und die Parkplätze der Genter Straße unter die Erde verschwinden.

Der unter Denkmalschutz stehende ehemalige BVV-Saal, gebaut um die “gläserne Demokratie” zu dokumentieren, soll in die Bibliothek integriert werden.

Die Entwürfe zeigen Plätze, auf denen sich Menschen gerne aufhalten und “durchlässigen Verbindungen zwischen Leopoldplatz und Beuth Hochschule”. Mit der Ausstellung sollen die Bürger als zukünftige Nutzer neugierig gemacht und auch die Politiker gewonnen werden, den Neubau und die Veränderungen auch umzusetzen.

Die Ausstellung ist vom 4. September bis zum 1. Oktober 2009 in der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstraße 163, in 13353 Berlin zu sehen. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 11:00 bis 13:00 und 14:00 bis 19:00 Uhr. Informationen unter: Tel. (030) 4692-119.

Für eine Diskussion der Ausstellung hat man die Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur, Dagmar Hänisch, den Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Ephraim Gothe, die Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Görlitz der Beuth Hochschule und Vertreter des Fachbereichs Architektur gewonnen. Die Bürger sind dazu gerne in die Galerie am Freitag, 18. September 2009, um 18.00 Uhr, eingeladen.

Quelle
Jansen, Monika: Neue Bibliothek im Herzen des Wedding idw

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Bibliothek des Deutschen Bundestages

Rundgang durch die Bibliothek des Deutschen Bundestages im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus


[Korrektur zur Verbesserung des Datenschutzes. Umstellung Youtube-Video auf “privacy-enhanced mode”: 03.06.2018]

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Freiluftbibliothek in Magdeburg

Eine Mischung, die es in sich hat: ein Bürgerverein, eine ausgemusterte Kaufhausfassade und 20.000 Bücher. Das alles wird mit einem Modellvorhaben des Bundes gut gemischt und als Platz dient eine freie Fläche im Magdeburger Stadteil Salbke. Auf der Brache der früheren Ortsbibliotek wird eine Freiluftbibliothek mit Bühne von den Karo Architekten (Magdeburg) am 20.06.09 eröffnett. Sie soll als Begegnungszentrum für Jung und Alt dienen.

Der Stadteil Salbke leidet unter einem extremen Verkleinerungsprozess. Bereits 2005 wurde in diesem Stadtteil für zwei Tage eine temporäre Freiluftbibliothek errichtet, deren Bestand durch Spenden in der ganzen Stadt zustande kam. Die Improvisation existierte nur ein Wochenende, aber es hinterließ eine dauerhafte Wirkung. Heute ist die Bücherzahl auf 20.000 angewachsen, für die nun ein Bibliotheksgebäude aus einer recycleten Kaufhausfassade erbaut wurde. Damit soll der kleinen Bibliothek ein dauerhaftes Bauwerk gesetzt werden.

Quelle:
Lesezeichen Salbke : Freiluftbibliothek in Magdeburg eröffnet via BauNetz

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Richtfest für die Deutsche Nationalbibliothek

Heute wird das Richtfest für den Bibliotheksneubau des Erweiterungsgebäudes der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig gefeiert. Der Bau wurde nötig, da das historische Bibliotheksgebäude platztechnisch aus allen Nähten zu platzen drohte. Das neue Haus schafft hier Abhilfe mit 14.000 Quadratmetern. Es handelt sich um einen neustöckigen Bau mit drei unterirdischen Magazinen.

In diesem Neubau sollen unter anderem das Deutsch Buch- und Schriftmuseum sowie das Deutsche Musikarchiv Berlin untergebracht werden. Der 50 Millionen Euro teure Bau soll im Herbst kommenden Jahres fertiggestellt sein.

Quelle:
Richtfest für Bibliotheksneubau bei mephisto 97.6 (Uni Leipzig)

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Die Princeton University bekommt eine neue Bibliothek

Zu Ehren des heutigen 80. Geburtstags des Architekten Frank O. Gehry berichtet die NZZ Online über den Bibliotheksneubau der Princeton University für die Lewis Library:

Die neue Bibliothek, an der Kreuzung von Washington Road und Ivy Lane und damit an einem exponierten Ort inmitten des Universitätsgeländes gelegen, zählt zu Gehrys überzeugendsten Bauten der vergangenen Jahre, und vielleicht hat – ähnlich wie beim Bankbau am Pariser Platz in Berlin – gerade die nötige Restriktion dazu geführt, den sich mitunter frei in den Raum ergiessenden Formen eine Fassung zu verleihen. Vergleicht man die Lewis Library mit den wuchernden Protuberanzen des Stata Center am MIT in Cambridge oder dem Hotel Marques de Riscal im Baskenland, so zeigt sich, dass dem Architekten hier eine Einfügung in das Gewebe des Campus gelungen ist. Ein dreigeschossiger, mit Ziegelsteinen verkleideter und mit Lochfenstern versehener Institutsbau sowie ein zweigeschossiger Bibliotheksflügel mit Auditorium und Lesesälen rahmen die sich aufgipfelnde Stahl-Glas-Konstruktion des Bibliotheksturms. Mit 35 Metern Höhe gibt sich dieser moderat und erreicht lediglich die halbe Höhe des Turms der südlich anschliessenden Fine Hall. Grosszügig wirkt die zentrale Halle, überaus angenehm die Lesebereiche, die mit zunehmender Höhe an Intimität gewinnen.

Hm, ich persönlich finde, es sieht ein bisschen aus, als hätte ein Riesenbaby mit Riesenbauklötzern gespielt und sein wackeliges Gebäude wäre dann in sich zusammengefallen. Aber immerhin hat sich wieder etwas Stein zwischen all das Glas und den Stahl geschoben. Und die zentrale Lage spricht dafür, dass in Bibliotheken zunehmend soziale und kommunikative Orte gesehen werden und nicht nur Bücherreservoirs.

Die Princeton University möchte durch den Neubau auch die “Erlaufbarkeit” des gesamten Campus steigern:

The library is designed to meet the needs of students, faculty and staff better than the previous patchwork of small, discipline-specific science libraries located throughout campus.

Lewis Library

Lewis Library
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