Neuer Imagefilm der Stadtbücherei Stuttgart zur Interkulturellen Bibliotheksarbeit

Im Folgenden möchte ich auf den neuen Imagefilm der Stadtbücherei Stuttgart zur Interkulturellen Bibliotheksarbeit aufmerksam machen, auf den Franziska Ahlfänger bereits in dem von uns gemeinsam verfassten Artikel  “Das Fremde in uns und wir im Fremden – Berliner Konferenz gibt Impulse und Anregungen” in BuB 01/2010 hinwies. Er ist seit Anfang Februar auf You-Tube verfügbar. Betreut wurde dieses Projekt von Prof. Dr. Wolfgang Ratzek von der HdM Stuttgart. Weitere aktive Projektmitarbeiter waren neben Franziska Ahlfänger, Annika Hager, Simon Herm, Ronald Kaiser und Ute Zelch, die sich derzeit im letzten Jahr des Masterstudiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement befinden.

In dem Artikelteil, den Franziska Ahlfänger verfasste, ging es ihr vor allem um eine stärkeres Bewußtsein für die wachsende Zielgruppe “Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund”:

[..] dass es die junge Generation in Deutschland zu fördern und auch zu fordern gilt. Dies zeigen nicht nur die einschlägigen Untersuchungen wie PISA, Shell-Studien oder die JIM und KIM-Studien. Deutschlands Jugend liegt im Leseverhalten auf Platz 21 von 32 OECD-Mitgliedsstaaten. Das Statistische Bundesamt zählte 2007 immerhin noch ca. 2,3 Millionen Jugendliche mit Migrationshintergrund, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind. Zählt man die Älteren von 25 bis 35 Jahren hinzu, wären wir bei einer Zahl von 4,8 Millionen! Insgesamt gesehen hat Deutschland ca. 9,7 Millionen Jugendliche bzw. 19,3 Millionen junge Menschen von 15 – 35 Jahren! In Zukunft werden wir nicht nur ein kürzere Halbwertszeit für Normen haben, sondern auch eine Vielzahl an Werten, die aus Globalisierung, Kulturen-Vielfalt und Sozialsystemen entstanden sind. Viele Jugendbibliotheken und Jugendbereiche konzentrieren sich auf Jugendliche bis Anfang 20. Aufgrund der bereits erwähnten Tatsache sollte überlegt werden diese Lebensphase zu erweitern. Werden es die Jugendlichen einfacher haben oder werden sie zunehmend schwerer auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden? Medien und Informationen werden zunehmen, die Dinge werden sich schneller ändern, doch der Mensch wird sich nicht auf eine virtuelle Kommunikation beschränken wollen. Die Jugendlichen werden nicht auf Orte der Begegnung untereinander verzichten können. Dafür „können Jugendbibliotheken äußerst wertvolle und geschätzte Räume der Sicherheit und Störungsfreiheit, der Gewaltfreiheit und Geborgenheit werden, wenn sie denn entsprechend angelegt und ausgestattet sind“ (Göschel, BuB 61 (2009) 6, S.440). Es ist also nicht Aufgabe von Jugendbibliotheken und Bibliotheken mit Jugendbereichen Jugendliche zu beschützen, sondern sie zu lehren mit neuen Medien umzugehen, Lesekompetenz in jeglicher Hinsicht zu erlernen und sie in ihrem Fortschritt kompetent zu fördern. Diesen besonderen Ort können Jugendbibliotheken und Bibliotheken mit Jugendbereichen ausfüllen, wenn sie neue zielgruppengerechte Angebote bieten und diese den stetig veränderten Bedürfnissen der jugendlichen Nutzer anpassen. Bibliotheken müssen Anlaufstelle sein, wenn es darum geht, wie sich unsere zukünftige Gesellschaft gestalten lässt. Sie sollten vielmehr in und durch Öffentliche Bibliotheken die Möglichkeit haben Teil einer Gesellschaft zu sein, den man Wert schätzt und beachtet. Daher ist Partizipation von Jugendlichen ein Thema, das sich jede Bibliothek zu Eigen machen sollte. Mit Partizipation zeigt man der Jugend, wie wichtig sie für unsere Entwicklung und unseren Fortschritt sind. Sie sind die Zukunft und wenn wir nicht aufpassen, übertreffen sie uns nicht nur, sondern überrollen uns (im negativen Sinne gemeint). Die Partizipation der Zielgruppen wird im Zuge der Informations-, Wissens- und „Internet“gesellschaft immer mehr an Bedeutung zunehmen. Viele der Bibliotheken finden bereits jetzt keinen Zugang zu den Jugendlichen. Es fehlt an einer Struktur.

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Diebstahl in der Zwickauer Stadtbibliothek

Schon gestern berichtete die Presse über den Diebstahl in Bibliotheken. Das griff die Zwickauer Zeitung der Freien Presse natürlich gleich als Thema auf.
Der Leiter der Zwickauer Bibliothek hatte schlechte Zahlen im Gepäck im Gespräch mit der “Freien Presse”. Frank Körner berichtete, dass die Nutzer der Stadtbibliothek nach seiner Schätzung 2009 rund 200 Bücher haben mitgehen lassen. Der Neubeschaffungswert für diese Bücher liegt bei 4000 Euro. Dies macht etwa ein Zwanzigstel des Gesamtetats der Bibliothek aus.

Dass Bücher fehlen, wird häufig zufällig festgestellt und nicht immer kann die Bibliothek das Buch sofort wiederbeschaffen. Manchmal tauchten die Bücher erfreulicherweise später irgendwie wieder auf. Eine elektronische Diebstahlsicherung wird es erst mit dem geplanten Neubau geben. Doch wann der neue Bibliotheksbau kommt ist ungewiss.

Körner hatte auch postive Zahlen für die Zwickauer Bibliothek im Gepäck.

Auf ein gestohlenes Buch kamen 2009 immerhin 1661 ordnungsgemäß entliehene Medien – insgesamt 332.399 Leihvorgänge, 3,1 Prozent mehr als 2008. Als besonders erfreulich wertet Körner den starken Anstieg der Ausleihzahl von Kinder- und Jugendliteratur von 63.444 im Jahr 2008 auf 71.280 im Folgejahr. Das ist fast ein Achtel Zuwachs.

Bei fast allen Medienarten konnten positive Zuwächse festgestellt werden. Fraglich finde ich jedoch, dass Zurückgehen der Ausleihzahlen bei Musik-CDs auf schnellere Internetanschlüsse zurückzuführen, die einen zügigen aber auch illegalen Download jeder Art von Musik erlaubt. Daher müssten viele Musikfreunde gar nicht mehr in die Bibliothek kommen, um an “Kopiergut” zu kommen. Beim Lesen dieses Passus habe ich mich geärgert. Das ist ins Horn der Musikindustrie getutet und gerade Bibliothekare sollten hier mit ihren Erfahrungen vorsichtig sein. Im Web gibt es legal kostenlos bereitgestellte digitale Musik, beispielsweise bei Jamendo. Auch sind legale MP3-Alben mittlerweile für ein Taschengeld zu haben.

Für die Musik-CDs war der Schwund gering, denn neben dem Rückgang der Ausleihzahlen schützte auch laut Körner die verlustfreie Kopie diese digitalen Medien vor Diebstahl, wobei auch im digitalen Bestand Medien 2009 verschwanden. Ein Nutzer der Bibliothek orientierte sich bei seiner Suche nach den Filmen der Olsenbande an den Hüllen der DVDs. Danach fehlten einige Filme. Die DVDs selbst waren seltsamerweise aber alle vollständig da. Bei Nachforschungen fand man heraus, dass ein Kunde der Bibliothek sich alle Filme ausgeliehen und kopiert hatte. Um dann an die originalen Einlegeblätter zu kommen, hatte er die Hüllen aus der Bibliothek mitgehen lassen.

Quelle:
Kohlstein, Thorsten: Leser klauen Bücher für 4000 Euro, Freie Presse (Zwickauer Zeitung)

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Ein Bücherbus dreht seine letzte Runde

In etwa zwei Wochen, genauer gesagt am 13.April, tritt in Remscheid die Mobilothek ihre letzte Fahrt an. Der Bus, der diese beherbergt, wird nach 30 Jahren aus dem Dienst genommen, da eine Instandsetzung sich nicht rentiert. Dieser hat 100 000 Kilometer auf dem Buckel und aus ihm wurden seit 1986 eine Million Medien entliehen. Es kann also gesagt werden, dass der Bücherbus bei den Nutzer anerkannt ist, dennoch wird es keinen neuen geben. Die Remscheider Bibliothek muss mit dem Ablauf des TÜVs für den alten Bus einen Ratsbeschluss umsetzen, der die Streichung dieser Serviceleistung der Bibliothek vorsieht. Auf der Seite der Mobilothek bedauert man diese Schließung und hofft, dass die Nutzer nun den Weg in die Bibliothek finden.

Fängt da aber nicht das Übel an?

Man spricht auf der Seite hier besonders die älteren Bürger an. Sind es nicht aber gerade diese, die nicht mehr ganz so mobil sind und für die der Weg in die Bibliothek zu beschwerlich ist? Gerade für diese Zielgruppe bietet die Fahrbibliothek eine Möglichkeit, trotzdem die neusten Bücher zu lesen und sich Informationen zu beschaffen. Einfach nur mal Schmökern, auch wenn man vielleicht einmal nichts ausleiht. Schade, dass wieder eine Fahrbibliothek ihre letzte Fahrt antritt.

Aufmerksam geworden durch:
BIB Aktuelles

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Eine Bibliothek die vom Ehrenamt lebt

Egal ob bei kirchlichen Trägern oder in staatlichen Einrichtungen, ehrenamtliche Helfer ersetzen oftmals fehlende Angestellte. Das ist auch in der Bücherei im Kemptener Stadtteil Heiligkreuz so. Denn dort gäbe es die kleine Bibliothek ohne ehrenamtliche Helfer schon lange nicht mehr.

Die Bibliothek in Kempten, Stadteil Heiligkreuz

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LIBREAS Ausgabe #16 ist da

Themenschwerpunkt der 16. Ausgabe ist “Die Zielgruppe Kind”.

Die Ausgabe beschäftigt sich mit der Zielgruppe Kind in Bibliotheken und versucht aufzuzeigen, dass dieses Thema in Bibliotheken kein Selbstläufer ist, sondern eine komplexe Materie. Im Editorial heißt es:

Immer dann, wenn Diskurse über das Lebenslange Lernen als zu betriebswirtschaftlich, biographiefeindlich, gar systemreproduzierend angegriffen und dagegen vorgeblich positive, humane Konzepte des Lernens im Lebenslauf entworfen werden, tauchen fast schon reflexartig Bilder von Kindern auf, die in Bibliotheken lesen und spielen. Und würde es jemand bestreiten: Kinder sind die Zukunft, Zukunft der Bibliotheken und Bibliotheken sind für sie ein wichtiger Ort.

Doch Libreas wäre nicht Libreas, wenn sich die Autoren diesem Thema nicht kritisch nähern würden.

Susanne Brandt: Mit PISA in die Schieflage. Ein Essay

Brauchen die Kinder nicht vielmehr Bibliotheken, die ihnen ehrliche und verlässliche Beziehungserfahrungen ermöglichen, in denen sie Räume, Mittel und Wege der Welterschließung finden – und Geheimnisse?

Jana Haase: Was ist und was kann Bibliothekspädagogik?

Anfragen auf Augenhöhe entgegenzunehmen, zu steuern und zu eigenverantwortlichem Arbeiten hinzulenken, erfordert ein hohes Einfühlungsvermögen, großes Fachwissen und gute Kommunikationsfähigkeit.

All das wäre pädagogisches Handeln, begonnen bei der Ausgestaltung von Bibliotheken bis hin zur bibliothekarischen Beratung. Lernen geschieht nur aktiv, wir lernen immer durch Handeln – durch handgreifliches und durch begriffliches Handeln – durch das Hantieren mit Dingen oder das Hantieren mit Gedanken.

Katharina Lachmann: Auswirkungen der Wende auf die Bibliotheksarbeit mit Kindern im Gebiet der DDR. Ein Essay

In der DDR wurde der Erziehung der Kinder – natürlich im Sinne des Staates – große Beachtung geschenkt. Die Bibliothek wurde, neben ihrer Funktion als Kultureinrichtung, auch als Bildungseinrichtung verstanden und hatte sich somit auch der Zielgruppe Kind im besonderen Maße zuzuwenden. Damit dies geschehen konnte, gab es nicht nur speziell ausgebildetes Personal, sondern bestanden gesonderte Einrichtungen, die von den Bibliotheken für Erwachsene strikt getrennt waren.

Karsten Schuldt: Kinder in armen Erziehungsnetzwerken und Bibliotheken. Eine Annäherung

Wir sehen, dass sich die Wissenschaften und auch die Praxis, die sich mit Menschen in Armut beschäftigt, es mit gewiss guten Gründen für notwendig erachten, die Lage dieser Menschen sehr differenziert zu beschreiben. Warum? Weil sich Armut nicht als einfache Gesamtheit und auch nicht nur bezogen auf ein Kriterium beschreiben lässt. Kein Einkommen zur Verfügung zu haben, heißt nicht nur, wenig konsumieren zu können, sondern bedeutet auch eine massive Einschränkung in den Bereichen soziale Beziehungen, Lernen, Mobilität, Gesundheit, Partizipationsmöglichkeiten und weiterem – und zwar auf lange Sicht, teilweise für das gesamte Leben eines Menschen.

Anne Mostad-Jensen: Interview with Karin Nelson Hoyle, curator of the Kerlan Collection and the Children’s Literature Research Collections, University of Minnesota

The challenge of the job is to acquire materials that will be used now or in the future by researchers and/or exhibited. The position is a balancing act, because the Kerlan collection does not want to acquire material it cannot process or loan.

Ben Kaden / Karsten Schuldt: Was kommt nach den Kinderbibliotheken? Ein Photoessay aus Berlin

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[Kurz] Eine “Brötchentaste” für Bibliotheksbenutzer

DIE LINKE in Hanau ist bibliotheksfreundlich eingestellt. In ihrem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung wird der Magistrat beauftragt, an den Parkuhren rund um die Bibliothek, die Kurzzeitparkoption zu aktivieren. Als Grund für diesen Antrag wird der gute Service der Stadtbibliothek genannt. Beispielhaft wird die Selbstbedienungs-, Ausleih- und Rückgabetheke genannt, die allen eine schnelle Rückgabe der Medien ohne all zu lange Wartezeiten ermöglicht. Derzeit ist die “Brötchentaste” an den Parkuhren deaktiviert. Eine Aktivierung der Taste würde die schnelle Rückgabe der entliehenen Medien ermöglichen, ohne dass den Bibliotheksbesuchern jedesmal Kosten für ein Parkticket entständen. Die zur “Büchertaste” umfunktionierte “Brötchentaste” würde die Attraktivität der modernen Mediathek stärken.

Doch ist dieser Antrag nicht ein wenig zu kurz gedacht? Die Attraktivität der Bibliothek würde steigen, wenn jeder, der die Bibliothek aufsucht, auch genug Zeit hätte, nicht nur Medien abzugeben sondern auch in den Beständen zu stöbern und neue Medien auszusuchen und auszuleihen.

Quelle:
Büchertaste an den Parkuhren rund um die Bibliothek via DIE LINKE. Kreisverband Main-Kinzig

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Ausbildung am “lebenden Objekt”

Das ist eine super Idee, um es gleich vorweg zu nehmen. Schaffen Sie eine Bibliothek für junge Menschen. Dieser Idee folgt die neu eröffnete Stadtteilbibliothek Bocklemünd-Mengenich konsequent. Diese Bibliothek wird innerhalb der öffentlichen Bibliotheken als „Juniorfirma“ betrieben.

Angehende Fachangestellte für Medien und Information (FaMIs) haben in den vergangenen Jahren nicht nur das neue Konzept erarbeitet, sondern setzen es nun seit dem 01.02.2010 auch in der Realität um. Im Vorfeld wurde u.a. durch Umfragen ermittelt, welche Angebote die Zielgruppe möchte, welche Öffnungszeiten angenehm sind und wie die Räumlichkeiten gestaltet sein sollten. Das Konzept einer “Azubi-Bibliothek” ist für Köln neu – und vermutlich auch für viele andere Städt. (Über Anmerkungen, wo es dieses Konzept in Deutschland schon länger gibt oder ob es das überhaupt woanders gibt, wären wir hier dankbar.)

Auch für den inhaltlichen Schwerpunkt als Jugend-Bibliothek gibt es kaum Beispiele. „Wir haben uns an der Hamburger Jugendbibliothek orientiert“, sagt die Auszubildende Cornelia Pohl, eine der insgesamt elf derzeitigen Bibliotheks-Auszubildenden bei der Stadtbibliothek.

Der Medienbestand (inklusive Konsolenspielen und Hörbüchern) soll genauso wie der Kontakt zu den jungen Nutzern weiterentwickelt werden. Zu den Angeboten sollen Veranstaltungen gehören, die die Leselust wecken, eine Hausaufgabenbetreuung und vieles mehr. Die Bibliothek setzt dabei dort an, wo Jugendliche normalerweise das Medium Buch und damit die Bibliothek aus den Augen verlieren. Man will vorrangig Jugendliche ab zwölf Jahren als Nutzer gewinnen und ihnen ein altersgerechtes und attraktives Angebot (Medien und Umfeld) machen. Hierbei setzt man auf die jungen BibliothekarInnen.

Die Direktorin der Stadtbibliothek, Hannelore Vogt, setzt große Hoffnung in das Konzept, die Bibliothek durch Auszubildende betreiben zu lassen. „Im Görlinger Zentrum leben viele Kinder und Jugendliche, die die Bücherei als Freizeit- und Bildungszentrum nutzen.
Diese Zielgruppe kann die Bibliothek am besten erreichen, wenn nahezu Gleichaltrige ihre Angebote entwickeln“, sagte die Bibliotheksdirektorin.

Der Bezirksbürgermeister Josef Wirges betonte, dass es gelungen sei, ein wichtiges Bildungsangebot zu erhalten und attraktiver zu machen. Gerade die Erweiterung der Öffnungszeiten kommt bei vielen Nutzern besonders gut an. So kann diese Bibliothek anstatt wie bisher an zwei Wochentagen von 14 bis 18 Uhr nun an drei Tagen zu auch schülerfreundlichen Zeiten aufgesucht werden. Die Bücherei nun mittwochs und freitags von 12 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Idee, Verantwortung innerhalb der Ausbildung übernehmen zu können und alle Seiten direkt am “lebenden Objekt” kennenzulernen, gefällt mir sehr.

Aufmerksam geworden über:
Plieninger, Jürgen: FAMI-Stadtteilbibliothek, netbib weblog

Quelle:
Rösgen, Heribert: Lesefutter in der „Juniorfirma“, Kölner Stadtanzeiger vom 01.02.2010

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Deutschland ein Wintermärchen

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Schnee und eisige Temperaturen haben sich flächendeckend über’s Land gelegt. Das Thema verfolgt uns dieser Tage von außen nach innen, auch wenn sich der Schnee vom Sofa aus weit besser ertragen lässt als frierend draußen. Wie schön ist es doch, wenn man es sich bei diesen arktischen Temperaturen im kuscheligen Warmen mit einem Buch bequem machen kann, fehlt nur ein heißes Getränk und die passende Lektüre.

Doch was, wenn das eigene Bücherregal gerade nicht das richtige bietet und der Weg zur nächsten Bibliothek so weit ist? Da würde eine rollende Bibliothek sehr gelegen kommen. Man könnte schnell in Pantoffeln in die Fahrbibliothek huschen und die richtige Lektüre für den Abend wählen. Ja, wenn es so etwas in der eigenen Gemeinde nur geben würde. In Pforzheim gibt es einen solchen Bücherbus, mit 3500 von 10000 Medien rollt die Fahrbibliothek durch die Stadt und hat fast 3600 Nutzer, die rund 40000 Medien pro Jahr ausleihen. Die Bibliothekarin Jana Tenner hat eigens dafür einen Busführerschein gemacht und fährt nun Tag ein, Tag aus mit dem 18 Jahre alten Gefährt durch Pforzheim.

Gut, sie würde auch dieser Tage durch die Stadt fahren, ja wenn nicht ausgerechnet jetzt im Bus die Heizung versagt hätte. So steht das Gefährt jetzt auf dem Gelände des Stadtverkehrs Pforzheims. Dort wartet die Fahrbibliothek auf wärmere Temperaturen, denn bei diesem Wetter kann man es weder der Mitarbeiterin, noch den Kunden zumuten, findet die Leiterin der Stadtbibliothek Anja Bendl-Kunzmann. Der Betrieb wurde erstmal für die nächste Woche buchstäblich auf Eis gelegt. Nun hofft man in Pforzheim, dass das Gefährt dann wieder flott ist und zurück auf die Straße kann. Bis dahin bleibt dem Nutzer nur, in die Stadtbibliothek zu gehen oder auf das heimische Bücherregal zurückzugreifen.

P.S.: Das Fahrzeug wurde übrings mit Spenden finanziert. 😉

Quelle: Messmer, Dorothee: Fahrbibliothek fährt nicht: Heizung im alten Bus defekt. In: Pforzheimer Zeitung

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