[Crossposting von Informationspraxis] Aus #newLIS wird endlich mehr (@bibliothekarin)

InformationspraxisVor zwei Jahren schlug die Ankündigung der Zentral- und Landebibliothek Berlin, man gäbe den Bibliotheksdienst an de Gruyter, hohe Wellen in meiner Twitter-Timeline. Die Tatsache, dass man nicht den Weg von Open Access wählte, sorgte für Unmut und Unverständnis. Da die Zeitschrift auch nicht billiger wurde, häuften sich die Stimmen, die davon sprachen, den Bibliotheksdienst abzubestellen, aber auf der anderen Seite wurde deutlich, man braucht in der deutschsprachigen Bibliothekswelt eine Zeitschrift, deren Beiträge vielfältig, aber auch sofort zugänglich waren. Der Ruf nach Open Access wurde lauter und formierte sich unter dem Hashtag #newLIS. Die Diskussion schwappte nun unter diesem Schlagwort auch langsam nach Inetbib und in die Blogwelt.

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Der 80. IFLA World Library and Information Congress 2014 in Lyon

Vom 16. bis zum 22. August findet der Weltkongreß Information und Bibliothek 2014 in Lyon (Frankreich) statt. Zur gleichen Zeit gibt es auch die 80. IFLA Generalkonferenz und Ratsversammlung, Die Anmeldung ist seit kurzem online möglich. Für Buchungen, die bis zum 15. Mai 2014 erfolgen, gibt es einen Rabatt auf die Teilnahmegebühr. Informationen hierzu sowie zu den Fristen und Modalitäten für die Plazierung von Programmbeiträgen befinden sich auf den Internetseiten des IFLA-Nationalkomitees in Deutschland (IFLA-NK). Wie auch in den Vorjahren können für die aktive Teilnahme an der Veranstaltung (z.B. durch Vortrag, Posterpräsentation oder Gremienmitarbeit) beim IFLA-NK wieder Reisekostenzuschüsse beantragt werden. Informationen über dieses Stipendienprogramm und das entsprechende Procedere bietet. Um den Interessierten zuvor die Einreichung von Postervorschlägen usw. zu ermöglichen, wurde die Frist für Antragstellungen auf den 15. Februar 2014 verlegt.


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LIBREAS Ausgabe #19 erschienen

Die Herbstausgabe der LIBREAS beschäftigt sich diesmal mit dem Thema “Ethik und Zensur”:

„Es gibt keine einfachen Antworten, noch nicht einmal einfache Fragen. Das wird uns beim letzten Lesen der aktuellen Ausgabe der LIBREAS vor der Veröffentlichung noch einmal klar. Das Thema Ethik und Zensur scheint einerseits nahe am beruflichen Alltag von Bibliotheken und Informationseinrichtungen zu sein, aber gerade deshalb nicht leicht zu bearbeiten. Zudem kann gerade die Umsetzung ethischen Handelns in Bibliotheken selber nicht durch Konzeptpapiere erfasst werden. […] Zudem ist auffällig, dass einerseits Veranstaltungen zu bibliothekarischer Ethik, wie zuletzt auf dem Bibliothekartag in Berlin, großen Zulauf haben, gleichzeitig aber die eigentliche Diskussion zum Thema noch nicht wirklich zustande gekommen zu sein scheint. Insoweit kann die 19. Ausgabe der LIBREAS auch als weitere Aufforderung verstanden werden, über die ethische Fragestellungen in Bibliotheken und Informationseinrichtungen nachzudenken. Wie gesagt: Einfache Antworten gibt es nicht, aber die Hoffnung, dass wir Antworten finden können, besteht weiterhin.“

Autoren in der aktuellen Ausgabe, die sich diesmal in einen theoretischen („Ethik und Zensur“), einen freien Teil und einen Rezensionsteil untergliedert, sind Julia Spenke („Ethik für den Bibliotheksberuf: Zu Entwicklung und Inhalt eines bibliothekarischen Ethikkodexes in Deutschland„), Jens Boyer und Iris Reiß-Golumbeck („Bibliothekarische Berufsethik in der Praxis„), Herrmann Rösch („Zensur und Bibliotheken – historische Reminiszenz oder Dauerthema?“)  und Ludger Macher („Die Korrelation von Arbeitslosenzahlen in Ratingen und Ausleihzahlen in der Stadtbibliothek Ratingen„).

Außerhalb des Schwerpunkts „Ethik und Zensur“ gibt es zwei Beiträge: Wolfgang Kaiser und Karsten Schuldt: Hat die Öffentliche Bibliothek einen sozialen Auftrag und wenn ja, welchen? Ein Dialog. und ein Interview von Linda Treude mit Søren Brier zum Thema „Semiotics in Information Science“.

Der Rezensionsteil beinhaltet eine Besprechung zu Julia Bergmann und Patrick Danowski (Hg.) 2010: Handbuch Bibliothek 2.0 von Annekathrin Genest und zu Bäumler, Thomas; Bühler, Benjamin; Rieger Stefan (Hrsg.) Nicht Fisch – nicht Fleisch. Ordnungssysteme und ihre Störfälle. von Ben Kaden.


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Mein Traum von Bibliothek

Anfang Juli startete die UB Leipzig eine neue Vortragsreihe mit dem schönen Thema „Mein Traum von Bibliothek„.
Es geht um Visionen, wie müssen oder sollten sich die Bibliotheken entwickeln um mit dem (technischen) Fortschritt halten zu können? Kundenbindung, Medienvielfalt, die Vielfalt an Medien zu gelangen. All dies und noch viel mehr beschäftigt die Vortragenden.

Der Reigen wurde durch die wunderbare Anne Christensen, Benutzungschefin der UB Lüneburg eröffnet.

Vortragsfolien auf Prezi

Es wurde eine Vielzahl von Ideen und Anregungen geboten. Empfehlenswert zum weiter lesen auch der Blogeintrag, Gedanken die vor ab entstanden und schon im Blog zu Diskussionen führten.

Der nächste Vortrag wird aller Voraussicht nach im September statt finden. Ein lohnenswerter Ausflug nach Leipzig!

Biblioteca Albertina


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Cycling for Libraries – Eine Presseschau

Die Aktion Cycling for Libraries – Radeln für Bibliotheken war ein großer Erfolg und sowohl die Tour als solche, als auch ihre Protagonisten, haben in der Presse einige Spuren hinterlassen, die ich an dieser Stelle zu bündeln versuche. Ergänzungen sind jederzeit willkommen!

Danke an Dörte für die [Updates]!

28.05.2011

Kirjastoväki kampanjoi pyöräillen, Pohjalainen.fi (finnisch) [Update]

31.05.2011

Strampeln fürs Lesen, Nordkurier (leider online nicht mehr verfügbar)

114 kilometriä kirjastoasialla, Ilkka.fi (finnisch) [Update]

01.06.2011

Eva H.: Cycling for libraries – Radtour macht Station in Rostock, Rostock-Heute

02.06.2011

„Cycling for libraries“ machte Station in Rostock, Ferienland Mecklenburg-Vorpommern – Berichte aus der Region

06.06.2011

Margot Schöning: Aus Liebe zu Bibliotheken aufs Rad gestiegen – 80 Pedalritter aus aller Welt legten auf dem Weg zum 100. Deutschen Bibliothekartag einen Halt in Fürstenberg ein, Märkische Allgemeine

07.06.2011

Nikolaus Bernau: Botschafterin des Lesens, Berliner Zeitung

Deutscher Bibliothekartag begeht Jubiläum in Berlin, InnovationsMonitor [Medienmitteilung]

Karstās ziņas no velobrauciena Kopenhāgena – Berlīne, Limbažu Galvenajā bibliotēka (lettisch) [Update]

08.06.2011

Mylee Joseph: Library Advocacy – Cycling for libraries [Learning 2.0 update], Public Library Services Blog

09.06.2011
Andreas Maisch: Lesehallen voll, Regale leer, Geld knapp, Der Tagesspiegel

Amory Burchard, Andreas Maisch, Johannes Schneider, Bernhard Schulz: Auf dem Weg zur Bücherei 2.0, Der Tagesspiegel

10.06.2011
Unkonferenz: Cycling for Libraries, Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW (oebib)


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Cycling for Libraries – eine bibliothekarische Unkonferenz auf Rädern II

Bereits im Februar hatte ich hier im Blog auf  Cycling for Libraries: Shifting Traditions – Librarians on the Move hingewiesen. Nun läuft der  Countdown für diese erste internationale bibliothekarische Unkonferenz auf Rädern: am 28. Mai geht es für rund 100 Bibliothekar_innen aus 15 Ländern in Kopenhagen los, am 1. Juni erreichen die Radler mit Rostock ihre erste Station in Deutschland. Dort und auf den weiteren Stationen Güstrow, Waren und Fürstenberg bis Berlin wird es zahlreiche Aktionen geben, an denen sich ausdrücklich auch hiesige bibliothekarisch Interessierte beteiligen können und sollen.

So z.B. am Berlin-Seminar, dass am 6. Juni am Zuse-Institut Berlin stattfindet. Für die (kostenfreie) englischsprachige Konferenz  (Programm) und das anschließend stattfindende Social Event auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof mit BBQ und Musik (Unkostenbeitrag von 10 Euro) kann man sich noch bis 31. Mai hier :engl: anmelden.

Den Abschluss der Unkonferenz auf Rädern bildet dann eine Fahrrad-Demo am 7. Juni vom Berliner HBF zur Eröffnung des 100. Bibliothekartags im Estrell Convention Center, zu der man sich (auch nachträglich) über die Registrierung zum Bibliothekartag anmelden kann.

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LIBREAS Ausgabe #18 erschienen

Die Frühlingsausgabe der LIBREAS beschäftigt sich diesmal mit dem Thema „Wissenschaftskommunikation und Wissensorganisation“:

Kaum eine LIBREAS-Ausgabe vermochte mit ihrem Themenschwerpunkt eine in Medien und Gesellschaft aktuell geführte Debatte so nah zu berühren, wie diese. Angesichts der kontrovers wie emotional in unzähligen Kommunikations(platt-)formen diskutierten Guttenbergischen Plagiatsaffäre bekommen die Aspekte und Fragen, welche der Call for Papers für die vorliegende Ausgabe mit dem Fokus auf Wissenschaftskommunikation und Wissensorganisation aufgeworfen hatte, eine unverhoffte Brisanz. So freuen wir uns Ihnen zahlreiche – nicht ausschließlich – bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Reflexionen zur Gegenwart und Zukunft der mehr als technologischen Unterstützung (guter) wissenschaftlicher Praxis durch von Informationsdienstleister bereitgestellten Werkzeuge präsentieren zu können.

Mit von der Partie in der aktuellen Ausgabe, die sich diesmal in einen theoretischen und einen praxisorientierten Bereich teilt, sind unter anderem Felix Sasaki u. Georg Rehm (Das mehrsprachige Europa: eine Herausforderung für die Sprachtechnologie) , Martin Fenner (Author Identifier Overview), Walther Umstätter (Wissen als Geistiges Eigentum), Thomas Meyer (Virtuelle Forschungsumgebungen in der Geschichtswissenschaft – Lösungsansätze und Perspektiven), Ben Kaden (Notizen zur Bibliothekswissenschaft. Teil 1 und 2) und Karsten Schuldt (Ergebnisrückmeldungen bei Schulleistungsvergleichsstudien. Ein Beispiel der Kommunikation wissenschaftlichen Wissens in die Öffentlichkeit).

Darüber gibt es Ankündigungen einiger Projekte, Rezensionen und einen Podcast zum Thema OPL-Arbeitskreis Berlin-Brandenburg mit Sandra Butte und Leyla Schön.

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BibCamp 4: von Linked Open Data, ViFas und Fachkommunikation

Jetzt hab ich es also auch endlich mal zum BibCamp geschafft und muss sagen: ich bin nachhaltig beeindruckt und begeistert! Die perfekte Organisation wurde an anderer Stelle schon ausreichend gelobt, weshalb ich mich an dieser Stelle einfach nur anschließe.
Aber nun zum wirklich spannenden Teil: den Sessions (wobei natürlich die „Zwischen-Sessions“ auf dem Flur mindestens genauso spannend waren 😉 )

Tag eins

Am ersten Tag war ich in zwei Sessions („Libraries in their own cloud“ und „Normdaten Semantic Web Thesauri“) , die sich im wesentlichen in einem Begriff zusammenfassen lassen: (Linked) Open Data. Die Verfügbarkeit der Daten und die Orientierung an etablierten Standards wurden als unbedingte Voraussetzungen für alle weiteren Überlegungen festgehalten und es wurde mit Blick auf die (mitunter zögerlichen) Bibliotheken angeregt, aus dem Teufelskreis „ohne offene Daten keine Anwendungen, aber ohne Anwendungen keine offenen Daten“ auszubrechen.

Tag zwei

Der zweite Tag startete für mich mit der Session „Virtuelle Fachbibliotheken / Bibliotheksportale“. Die Diskutanten beschäftigten sich mit der oft geringen Nutzung der ViFas und dem Problem der „Featuritis“: der Überfrachtung mit vermeintlichen (Mehrwert)Diensten. Doch längst findet auch bei den ViFas ein Paradigmenwechsel statt: weg von zentralisierten Portallösungen, zu denen die Nutzer kommen müssen und hin zu „ViFa-Widgets“, die problemlos in andere Umgebungen integriert werden können. Auch eine stärkere Modularisierung der ViFas wäre hier hilfreich. Die Idee der ViFa als App wurde eher kritisch gesehen: besser ist eine gute mobile Webseite, die plattformunabhängig genutzt werden kann. Nicht zum ersten Mal während des BibCamps wurde auch die Nachhaltigkeit der (oft projektbasierten) bibliothekarischen Online-Dienstleistungen betont. Mehr dazu u.a. auch hier.

Nachmittags ging es dann mit der Session „Fachkommunikation im Bibl.-und Infobereich“ weiter. Den Hintergrund bildeten dabei die kritische Nabelschau der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Fachkommunikation in Infobib und beyondthejournal.net auf der Grundlage verschiedener Studien zur Wahrnehmung von informationswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Schließlich waren dort acht Kriterien aufgestellt worden, die eine zukünftige informationswissenschaftliche Fachzeitschrift erfüllen soll. Unter anderem war an dieser Stelle auch auf die Parallelwelten der Offliner einerseits und der Onliner andererseits hingewiesen worden. Diese These wurde jedoch von den Teilnehmern der Session teilweise angezweifelt und stattdessen auf unterschiedliche Ansätze der bibliothekarischen Zeitschriften und ihre Ausrichtung (Bibliothekspraktiker vs. wissenschaftliche Fachjournals) verwiesen. Gefordert wurden vor allem Open Acces und damit verbunden die Nachnutzbarkeit von Ergebnissen. Interessant war auch, dass die Forderung nach einem peer-reviewed Journal von einigen Teilnehmern als Rückschritt begriffen wurde. Einig waren sie sich aber darin, dass eine bessere Aggregation, quasi eine „Lesewolke in groß“ ein zukunftsfähiges Modell sein könnte und dass dem Problem der Nicht-Anerkennung von Blogs als wissenschaftliche Informationsressourcen entschieden im Stil des „Tue Gutes und sprich darüber“ entgegengewirkt werden sollte.

Die letzte Session, an der ich teilgenommen habe, behandelte das „leidige“ Thema „Softwareentwicklung in Bibliotheken“, von daher fand ich es auch nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer sich gleich zu Beginn als Selbsthilfegruppe definiert haben. Bei Softwareprojekten kollidieren besonders häufig (unpräzise) Anforderungen und technische Realität, was auf allen Seiten (Projektleitung, Entwicklung, Anwender) zu Frustration führen kann. Als möglicher Ausweg wurde u.a. eine eindeutigere Rollendefinition innerhalb der Projekte diskutiert, z.B. in Form eines Produktmanagers, der eine vermittelnde (puffernde) Position einnehmen kann. Die Diskussion war derart angeregt, dass wir glatt zu spät zur Abschlussveranstaltung kamen und dort als „Busladung“ entsprechend für Erheiterung sorgten.

Ich habe sehr viel von diesen 1 1/2 Tagen mitgenommen und freue mich schon jetzt auf das nächste BibCamp (wo auch immer es stattfinden wird 😉 )

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Cycling for Libraries – eine bibliothekarische Unkonferenz auf Rädern

Seit heute 12 Uhr kann man sich unter http://www.cyclingforlibraries.org/2011/02/15/registration-opens-on-february-22-get-ready/ für eine ungewöhnliche bibliothekarische Konferenz registrieren. Ein wenig „sattelfest“ sollte man allerdings schon sein…

Worum geht es? Eine Gruppe finnischer Bibliothekare hatte die Idee, zwei ihrer Leidenschaften miteinander zu verbinden: die für Bibliotheken und die für das Fahrrad fahren. So entstand Cycling for Libraries – praktisch eine Konferenz auf Rädern, die am 28. Mai in Kopenhagen startet und pünktlich zum 100sten dt. Bibliothekartag am 7. Juni mit einer Fahrraddemo zum Estrell in Berlin und der Teilnahme an der Eröffnungsfeier am Gendarmenmarkt endet.

Während der Tour, die von einem Filmteam begleitet wird, finden viele kleinere und größere Workshops, Seminare und Veranstaltungen an den Stops der Strecke statt, z.B. an der Universität Rostock am 1.6., in Fürstenberg am 4.6. und am ZIB in Berlin am 6.6. Die Themen sind vielfältig und reichen von Open (Linked) Data über Marketing für Bibliotheken und die Bibliothek als Ort bis hin zu Anforderungen an heutige Bibliothekar_innen und der Frage, wie sich Bibliotheken verändern (müssen). Die Events sind nicht nur den Teilnehmern der Tour vorbehalten, sondern prinzipiell offen für Interessierte, denn ein (internationaler) Austausch liegt den Organisatoren besonders am Herzen.

Zu der Veranstaltung am ZIB und dem anschließenden Social Event, die vom KOBV ausgerichtet werden, werde ich hoffentlich bald mehr berichten können (im Moment bemühen wir uns um einen möglichst kultigen, „berlinischen“ Ort und haben da bereits etwas Ausgefallenes im Auge…).

Mehr Informationen zu Cycling for Libraries gibt es unter www.cyclingforlibraries.org, auf Facebook und Twitter.

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LIBREAS #17 ist online

Diesmal hat sich LIBREAS.Library Ideas  schwerpunktmäßig mit den bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen (Anti-)Helden beschäftigt. Dabei lag der Fokus weniger auf schillernden Persönlichkeiten:

Vielmehr gehen wir davon aus, dass eine Wissenschaft immer von handelnden Personen gestaltet, gelenkt und mitunter auch deformiert wird. Will man sein Fach verstehen, hilft oft der Blick auf diejenigen, die dahinter stehen sowie ihre Biographien, Motivationen und Interessen. Das Sachlichkeitsdogma wissenschaftlichen Geschehens versucht dem entgegenzuwirken. Die eigene Erfahrung sagt aber: Je kleiner die Disziplin, desto abhängiger ist sie von den individuellen Neigungen, Interessen und Charakterzügen seiner Vertreter.

Zwei Beiträge widmen sich diesem biografischen Ansatz.

Thomas Hapke: Zum verborgenen Ursprung des Informationswesens in der Chemie

Die Aktivitäten des Chemikers und Nobel-Preisträgers Wilhelm Ostwald erlauben den Schluss, dass fachlich-inhaltliche Prinzipien der Chemie Eingang in Ausprägungen moderner Informationssysteme gefunden haben. Die unübersehbare Präsenz von Chemikerinnen und Chemikern in der Entwicklung der Informationswissenschaft ist ein weiterer Beleg für die Nähe der Chemie zum Informationswesen. Die mit der Bewältigung der Informationsflut verbundenen fachlichen Informationsprobleme am Beginn des 20. Jahrhunderts erforderten eine Gesamtorganisation der wissenschaftlichen Kommunikation mit Unterstützung durch technische Hilfsmittel und internationale Zusammenschlüsse. Historische Forschungen zum verborgenen Ursprung des Informationswesens in der Chemie können zusammen mit dem Hinweis auf die positivistische Einstellung solcher Informationspioniere wie Ostwald und Paul Otlet heute zu beobachtende einseitige Tendenzen in Informationswissenschaft und Informationspraxis, z.B. im Rahmen des Themas Informationskompetenz, bewusst machen.
Das heutige Informations- und Bibliothekswesen benötigt differenzierte, vielfältige Ansätze für seine theoretischen und methodischen Grundlagen.

Konstantin Baierer: Erinnerungen an Joseph Weizenbaum

An einem kalten Tag Januar 2008 sitzen wir zu viert in einer kleinen Wohnung nahe dem Berliner Alexanderplatz. Elektrogeräte in verschiedenen Stufen der Auflösung und Neuzusammensetzung bevölkern den Raum – zwei Reporter der Jüdischen Zeitung, ich und Joseph Weizenbaum am Tisch. Es bedarf einiger Zeit bis ich meine Bewunderung so weit heruntergeregelt habe, dass ich nicht mehr stupide lächelnd schweige vor einem der ganz Großen der Informatik. Er ist ein Greis geworden, Altersflecken überziehen Gesicht und Hände, die fachmännisch die Digitalkamera des Reporters betasten, der Gang ist etwas tapsig und gebeugt, aber unter den spärlichen, zusseligen, schlohweißen Haaren blitzen mal scharf, mal sanft dreinblickende, aber immer wachsame braune Augen.

Najko Jahns Artikel „Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Zeitschriftenaufsätze 2009 im Spiegel des Web of Science“ beschäftigt sich mit der Messbarkeit des Heldentums der Library and Information Science und findet klare Worte:

Wer nach Spitzenfahrern fragt, verliert schnell das Vermögen und die Leistungen der Mitglieder des Peloton oder die der Abgeschlagenen im Besenwagen aus den Augen. Gerade für die verteilte und dynamische Wissensproduktion und ihrer Darstellung in der scientific community kann dies fatal sein. Allerdings scheint es, als sei die Bibliotheks- und Informationswissenschaft aus deutschsprachigen Ländern international nicht anschlussfähig. […] . Aber auch deutschsprachige Autoren finden sich in der Exploration nur vereinzelt, und wenn, kaum an prominenter Stelle.

Außerhalb des Schwerpunkts tummeln sich diesmal sehr unterschiedliche Themenbereiche, wie etwa SMeRT Librarians (Tania Alekson, Dean Gustini: Collaborative academic librarians and conducting research on social media in Canada. Introducing the Social Media Research Team (SmeRT)), Quodes (Oliver Bendel: Die Renaissance des Papiers. Codes als Elemente hybrider Publikationsformen) und urheberrechtliche Aspekte der Wissenschaftsfreiheit (Rainer Kuhlen: Verteidigen Deutscher Hochschulverband und Börsenverein wirklich Wissenschaftsfreiheit oder geht es nur um obsolete Privilegien?), aber auch Rezensionen zu Sozialen Netzen (Djordjevic) und Wissenschaftssprachen (Kaden) bis hin zu einem Podcast #15 zur IFLA New Professionals Special Interest Group (Dierk Eichel, Sebastian Wilke).


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