BibCamp 4: von Linked Open Data, ViFas und Fachkommunikation

Jetzt hab ich es also auch endlich mal zum BibCamp geschafft und muss sagen: ich bin nachhaltig beeindruckt und begeistert! Die perfekte Organisation wurde an anderer Stelle schon ausreichend gelobt, weshalb ich mich an dieser Stelle einfach nur anschließe.
Aber nun zum wirklich spannenden Teil: den Sessions (wobei natürlich die “Zwischen-Sessions” auf dem Flur mindestens genauso spannend waren 😉 )

Tag eins

Am ersten Tag war ich in zwei Sessions (“Libraries in their own cloud” und “Normdaten Semantic Web Thesauri”) , die sich im wesentlichen in einem Begriff zusammenfassen lassen: (Linked) Open Data. Die Verfügbarkeit der Daten und die Orientierung an etablierten Standards wurden als unbedingte Voraussetzungen für alle weiteren Überlegungen festgehalten und es wurde mit Blick auf die (mitunter zögerlichen) Bibliotheken angeregt, aus dem Teufelskreis “ohne offene Daten keine Anwendungen, aber ohne Anwendungen keine offenen Daten” auszubrechen.

Tag zwei

Der zweite Tag startete für mich mit der Session “Virtuelle Fachbibliotheken / Bibliotheksportale”. Die Diskutanten beschäftigten sich mit der oft geringen Nutzung der ViFas und dem Problem der “Featuritis”: der Überfrachtung mit vermeintlichen (Mehrwert)Diensten. Doch längst findet auch bei den ViFas ein Paradigmenwechsel statt: weg von zentralisierten Portallösungen, zu denen die Nutzer kommen müssen und hin zu “ViFa-Widgets”, die problemlos in andere Umgebungen integriert werden können. Auch eine stärkere Modularisierung der ViFas wäre hier hilfreich. Die Idee der ViFa als App wurde eher kritisch gesehen: besser ist eine gute mobile Webseite, die plattformunabhängig genutzt werden kann. Nicht zum ersten Mal während des BibCamps wurde auch die Nachhaltigkeit der (oft projektbasierten) bibliothekarischen Online-Dienstleistungen betont. Mehr dazu u.a. auch hier.

Nachmittags ging es dann mit der Session “Fachkommunikation im Bibl.-und Infobereich” weiter. Den Hintergrund bildeten dabei die kritische Nabelschau der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Fachkommunikation in Infobib und beyondthejournal.net auf der Grundlage verschiedener Studien zur Wahrnehmung von informationswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Schließlich waren dort acht Kriterien aufgestellt worden, die eine zukünftige informationswissenschaftliche Fachzeitschrift erfüllen soll. Unter anderem war an dieser Stelle auch auf die Parallelwelten der Offliner einerseits und der Onliner andererseits hingewiesen worden. Diese These wurde jedoch von den Teilnehmern der Session teilweise angezweifelt und stattdessen auf unterschiedliche Ansätze der bibliothekarischen Zeitschriften und ihre Ausrichtung (Bibliothekspraktiker vs. wissenschaftliche Fachjournals) verwiesen. Gefordert wurden vor allem Open Acces und damit verbunden die Nachnutzbarkeit von Ergebnissen. Interessant war auch, dass die Forderung nach einem peer-reviewed Journal von einigen Teilnehmern als Rückschritt begriffen wurde. Einig waren sie sich aber darin, dass eine bessere Aggregation, quasi eine “Lesewolke in groß” ein zukunftsfähiges Modell sein könnte und dass dem Problem der Nicht-Anerkennung von Blogs als wissenschaftliche Informationsressourcen entschieden im Stil des “Tue Gutes und sprich darüber” entgegengewirkt werden sollte.

Die letzte Session, an der ich teilgenommen habe, behandelte das “leidige” Thema “Softwareentwicklung in Bibliotheken”, von daher fand ich es auch nicht verwunderlich, dass die Teilnehmer sich gleich zu Beginn als Selbsthilfegruppe definiert haben. Bei Softwareprojekten kollidieren besonders häufig (unpräzise) Anforderungen und technische Realität, was auf allen Seiten (Projektleitung, Entwicklung, Anwender) zu Frustration führen kann. Als möglicher Ausweg wurde u.a. eine eindeutigere Rollendefinition innerhalb der Projekte diskutiert, z.B. in Form eines Produktmanagers, der eine vermittelnde (puffernde) Position einnehmen kann. Die Diskussion war derart angeregt, dass wir glatt zu spät zur Abschlussveranstaltung kamen und dort als “Busladung” entsprechend für Erheiterung sorgten.

Ich habe sehr viel von diesen 1 1/2 Tagen mitgenommen und freue mich schon jetzt auf das nächste BibCamp (wo auch immer es stattfinden wird 😉 )

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Cycling for Libraries – eine bibliothekarische Unkonferenz auf Rädern

Seit heute 12 Uhr kann man sich unter http://www.cyclingforlibraries.org/2011/02/15/registration-opens-on-february-22-get-ready/ für eine ungewöhnliche bibliothekarische Konferenz registrieren. Ein wenig “sattelfest” sollte man allerdings schon sein…

Worum geht es? Eine Gruppe finnischer Bibliothekare hatte die Idee, zwei ihrer Leidenschaften miteinander zu verbinden: die für Bibliotheken und die für das Fahrrad fahren. So entstand Cycling for Libraries – praktisch eine Konferenz auf Rädern, die am 28. Mai in Kopenhagen startet und pünktlich zum 100sten dt. Bibliothekartag am 7. Juni mit einer Fahrraddemo zum Estrell in Berlin und der Teilnahme an der Eröffnungsfeier am Gendarmenmarkt endet.

Während der Tour, die von einem Filmteam begleitet wird, finden viele kleinere und größere Workshops, Seminare und Veranstaltungen an den Stops der Strecke statt, z.B. an der Universität Rostock am 1.6., in Fürstenberg am 4.6. und am ZIB in Berlin am 6.6. Die Themen sind vielfältig und reichen von Open (Linked) Data über Marketing für Bibliotheken und die Bibliothek als Ort bis hin zu Anforderungen an heutige Bibliothekar_innen und der Frage, wie sich Bibliotheken verändern (müssen). Die Events sind nicht nur den Teilnehmern der Tour vorbehalten, sondern prinzipiell offen für Interessierte, denn ein (internationaler) Austausch liegt den Organisatoren besonders am Herzen.

Zu der Veranstaltung am ZIB und dem anschließenden Social Event, die vom KOBV ausgerichtet werden, werde ich hoffentlich bald mehr berichten können (im Moment bemühen wir uns um einen möglichst kultigen, “berlinischen” Ort und haben da bereits etwas Ausgefallenes im Auge…).

Mehr Informationen zu Cycling for Libraries gibt es unter www.cyclingforlibraries.org, auf Facebook und Twitter.

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Der nützliche Einsatz von RSS-Feeds in Bibliotheken

Viellesern ist der Service, den RSS-Feeds bieten, gut bekannt. Für jene, die sich mit dieser Materie noch nicht so auskennen: RSS steht für „really simple syndication“ und ermöglicht tatsächlich eine „wirklich einfache Verbreitung“ von Inhalten. Mit Hilfe von RSS können Sie aktualisierte Inhalte einer Website (z.B. News, Blogeinträge) abonnieren. Die Bereitstellung der Daten erfolgt über sogenannte RSS-Feeds, die Sie als dynamische Lesezeichen oder mit einem Feed-Reader (offline, online) abonnieren können.

RSS-Feeds unterstützen das Teilen und Liefern von Informationen, so dass man eigentlich nützliche Einsatzgebiete innerhalb der Bibliothek dafür entdecken kann.

  1. RSS-Feeds für Neuerwerbungen im Online-Katalog, z.B. mit Hilfe von MyBibRSS erstellbar. Ein anderes Beispiel zeigt die Liste der RSS-Feeds der Fachhochschulbibliothek Hannover.
  2.  

  3. RSS-Feeds für ausgewählte Zeitschriften: Table-of-Content-Dienste, z.B. “Individualisierter Zeitschrifteninhaltsdienst über RSS-Feeds in der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung”
  4.  

  5. Einsatz im Konto des Bibliothekskataloges, um über Ablauf von Leihfristen, eingegangene Bestellungen usw. zu informieren (Ersatz der technisch unzuverlässigeren Benachrichtigungsmails)
  6.  

  7. RSS-Feeds für aktuelle Schulungen, Veranstaltungen, Ausstellungen (z.B. Feed der UB der LMU München
  8.  

  9. RSS-Feed für neue elektronische Medien (z.B. RSS-Feed der UB Regensburg für E-Books)
  10.  

  11. RSS-Feeds für digitale Services der Bibliothek, z.B. OPUS (z.B. RSS-Feed für OPUS des ZIB Berlin), elektronische Semesterapparate, Sammlungen (z.B. Liste von RSS-Feeds des Münchner Digitalisierungszentrums), etc.
  12.  

  13. RSS-Feed für den digitalen Newsletter der Bibliothek, z.B. ZIK-newsletter – Bibliothek aktuell der Bibliothek der FH Münster
  14.  

  15. RSS-Feed für Pressemitteilungen und Pressespiegel der Einrichtung
  16.  

  17. RSS-Feed für Öffnungszeiten und Ausleihzeiten, incl. für “Notfallschließungen”
  18.  

  19. RSS-Feed für Jobangebote der eigenen Einrichtung, z.B. der TIB Hannover, global gibt es in Deutschland einen RSS-Feed für Bibliojobs (leider nicht sehr nutzerfreundlich)
  20.  

  21. RSS-Feed einer Sammlung anderer Feeds, z.B. lokale Websites von Newsanbietern, aller Feeds der übergeordneten Einrichtung (Universität, Behörde, Firma), um diese dann auch auf einer eigenen Webseite anzubieten
  22.  

  23. Thematische Sammlung von RSS-Feeds in entsprechenden RSS-Aggregator angeboten, um Sichtbarkeit von Bibliotheksangeboten u. -services zu erhöhen. Beispiel für thematische RSS-Feed-Sammlung: Stöhr, Matti: Literaturverwaltung im Fokus auf Netvibes.com
  24.  

  25. RSS-Feed zu Interessengebieten abonnieren und diese dann auf personalisierbaren Nutzerwebseiten anbieten. Die Nutzer hätten dann an einer Stelle Zugang zu ausgewählten RSS-Feeds, Bibliotheksinhalten, von der Bibliothek abonnierten Datenquellen und Hilfsangeboten der Bibliothek.
  26.  

  27. Einsatz von einigen RSS-Feeds im Intranet, um Bibliothekspersonal auf dem Laufenden zu halten, z.B. über Projekte an der eigenen Bibliothek (z.B. aus einem Projektwiki), über Entwicklungen in der Bibliothekswelt o.ä., z.B. Planet Biblioblogs

Liste mit US-amerikanischen Beispielen zum Einsatz von RSS: Russell, John F.: The Libraries that Feed Us!, …Best! …Dream! …Ever! (for Library 2.0), vom 28.02.2008

Beispiele für RSS-Feeds aus dem Katalog: Examples of RSS from the Catalog, Library Success Wiki, Stand: 29.09.2009

Auffällig ist, dass die zugrundeliegende Quelle bereits über zwei Jahre alt ist und nur wenige der dort beschriebenen Anwendungsmöglichkeiten in die Arbeit von Bibliotheken (in Deutschland) übernommen worden ist. Häufig werden verschiedene Bereiche, z.B. Nachrichten zur Einrichtung, Stellenausschreibung, Öffnungszeiten, neue elektronische Angebote in einem Feed zusammengefasst. Nicht zu allen Anwendungsbereichen habe ich Beispiele gefunden, daher würde ich mich freuen, wenn in den Kommentaren noch das ein oder andere Anwendungsgebiet belegt oder neue Anwendungsgebiete hinzugefügt würden.

Quelle:
Wolfe, Cheryl: 10 Ways Libraries Can Use RSS, The Moxie Librarian, vom 27.02.2008

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Beiträge zum Bibcamp3 in Hannover [Update 10.06.10, 19:24 Uhr]

Fleißig wurde getwittert und gebloggt: Hier finden Sie eine Liste mit Blogbeiträgen rund um die Diskussionen des Bibcamp3 in Hannover vom 7.-8. Mai 2010:

10. Juni 2010
Das Bibcamp3 unter Genderaspekten, Haferklee [Update]

31. Mai 2010
Tschüß, auf Wiedersehen, und: Befragungs-Ergebnisse, Bibcamp [Update]

27. Mai 2010
Caesar, Ingo: Mein Bibcamp³ #bib3, BibliothekarInnen sind uncool [Update]

16. Mai 2010
Jung, Thomas: BibCamp³. Ein Fazit, SLUBlog [Update]
14. Mai 2010
Bargmann, Monika: Eindrücke vom Bibcamp #bib3, Library Mistress [Update]
Bargmann, Monika: BibcÖmp in Wien? #bib3, Library Mistress [Update]
Trapp, Markus: BibCamp³ Hannover: Bibliotheken nehmen Herausforderungen an, Text&Blog [Update]

12. Mai 2010
Kropf, Katrin: Creative Commons in der Musik, Stadtbibliothek Dresden auf Slideshare [Update]
Stabenau, Edlef: Twitternutzung auf dem BibCamp³, netbib weblog [Update]

11. Mai 2010
Cario, Sebastian: Bibcamp³ – Zurück in die Zukunft, Social Media Optimization [Update]
Fenner, Martin: Action points, Gobbledygook [Update]
Hapke, Thomas: Nachdenken über … Gedanken zum Bibcamp 2010 in Hannover, Hapke-Weblog [Update]
Hauschke, Christian: Bibliothekarische Fachkommunikation 2010, infobib [Update]
Hoher Rücklauf von Fragebögen zur Evaluation des BibCamps, BibCamp [Update]
Puschmann, Cornelius: Eine kurze Auswertung der BibCamp³-Aktivität auf Twitter (#bib3) , WissPub.net [Update]

10. Mai 2010
Bargmann, Monika: Bibliothek als Kompetenzzentrum für Web 2.0? #bib3, Library Mistress [Update]
Christensen, Anne: Das Internet in den Katalog oder den Katalog ins Internet?, Beluga Blog [Update]
Christensen, Anne: Der beratende Katalog, Folien zur Session, slideshare [Update]
Christensen, Anne: Facebook-Kniff: Statusmeldungen und Fotos selektiv freigeben, netbib weblog (“Lifehack“) [Update]
Jesse, Bibcamp 3 vorbei – was bleibt…, BibliothekarInnen sind uncool [Update]
Stabenau, Edlef: BibCamp³ war fantastisch!, netbib weblog [Update]

9. Mai 2010
Böhner, Dörte: Meine unsortierten Eindrücke vom Bibcamp in Hannover, Bibliothekarisch.de [Update]
Meer, Dieter: wir entern die bibliothek, BibliothekarInnen sind uncool [Update]
Die Selbst-Dokumentation des BibCamps läuft…, BibCamp³ – Hannover, 7.-8. Mai 2010 [Update]
Spließ, Christian: Bibcamp³ | Die Zukunft wird allmählich konkreter, Nur mein Standpunkt [Update]
Spließ, Christian: Bibcamp³ | Wenn die Bibliothek geentert wird, XtraNews.de [Update]
Suhr, Steffi: The most beautiful library in the world?, Science behind the scenes [Update]
Trapp, Markus: BibCamp³ in Hannover war ein voller Erfolg, Text&Blog [Update]

7.  und 8. Mai 2010 [Update]

Schaarwächter, Michael: Verschiedene Schnappschüsse vom Bibcamp3, Optimisc’s Posterous

8. Mai 2010
Böhner, Dörte: Nachdenken über Informationskompetenz, Bibliothekarisch.de [Update]
Kramer, Martin: Bibcamp 2010 – Tag 2, Martins Blog [Update]

7. Mai 2010
Kramer, Martin: Bibcamp 2010 – Tag 1, Martins Blog [Update]
Kramer, Martin: BibCamp 2010…es geht los, Martins Blog
Plieninger, Jürgen: Etwas zum bibcamp in Hannover, netbib weblog
Trapp, Markus: Wunderschöner Lesesaal PIN TIB/UB Hannover, Text&Blog.Posterous – Eindrücke von der Führung in der TIB/UB Hannover vor dem Bibcamp [Update]

Unmittelbares Vorfeld:
6. Mai 2010
Christensen, Anne: BibCamp: Denkfabrik für innovative Bibliotheksangebote, Neues aus Stabi und Fachbibliotheken
Meer, Dieter: wir entern das bibcamp3, BibliothekarInnen sind uncool

5. Mai 2010
Bonte, Achim: BibCamp³. Wir entern die Bibliothek, SLUB blog
Kramer, Martin: BibCamp 2010 in Hannover, Martins Blog
Stabenau, Edlef: BibCamp³ in Hannover, via netbib weblog

Viele Informationen gibt es natürlich auch im Blog zum Bibcamp und im Wiki zum Camp. [Update]
Eine weitere Überblicksliste über Beiträge finden Sie auch auf dieser Seite ([Update]).

1. [Update] vom 08.05.2010
2. [Update] vom 09.05.2010
3. [Update] vom 10.05.2010
4. [Update] vom 11.05.2010
5. [Update] vom 12.05.2010
6. [Update] vom 15.05.2010
7. [Update] vom 17.05.2010
8. [Update] vom 27.05.2010
9. [Update] vom 31.05.2010
10. [Update] vom 10.06.2010

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Plädoyer für den Wissenschaftlichen Bibliothekar

“Library 2.0 – Secrets from science librarians that can save you hours of work.” titelt The Scientist. Erzählt wird die Geschichte einer Doktorandin der Medizin, die durch die Hilfe des Wissenschaftlichen Bibliothekars David Osterbur, der an der Countway Medical Library der Harvard Medical School tätig ist, bei ihrer Recherche sehr viel Zeit gespart hat.

Bibliothekare der heutigen Zeit sind nicht mehr die Dewey-Spezialisten von vor 25 Jahren, sondern

a well-versed treasure trove of knowledge, even in life sciences. “People think they know how to search for things, when they really don’t know how to use some search tools efficiently,” says Osterbur.

Die Erfahrung mache ich zur Zeit auch ständig, dass es Studenten gibt, die nach einer halbstündigen Einführung in die Recherche (ohne Übungen!!!) glauben, sie würden jeden Kniff beherrschen und wären Experten. Osterbur spricht hier vermutlichen vielen Recherchespezialisten aus der der Seele.

Wo muss man die Nutzer abholen, damit sie bereit sind zu lernen? Welche Unterstützung braucht man seitens der Universität und wie muss das Angebot gestaltet sein, damit es zur Problemerkennung bei den Nutzern führt? Wie kann man die folgende Erkenntnis vermitteln, wenn bei den Betroffenen kein Problembewusstsein vorhanden ist? Vielen unserer Bibliotheksbenutzer ist unbekannt, dass:

Science librarians of today can scope out particular resources for you, give your lab a tutorial session on special database searching, or hunt down ancient and obscure citations.

The Scientist geht an dieser Stelle über, Tipps rund um das Web 2.0 oder was man für wichtig dabei erachtet. So werden Hinweise für Recherchen im Bereich von PubMed gegeben, auf die Funktionen von ISI’s Web of Science und ToC-Diensten sowie ganz kurz die Vor- und Nachteile der Literaturverwaltungsprogramme RefWorks und EndNote.

Sehr interessant in dem Artikel waren die 10 Tipps “to get the most out of your librarian”. Zwar richtet sich das ganze an Medizinstudenten in den USA, aber vieles lässt sich eben auch in das alltägliche Recherchieren übertragen.

Hinweis durch:
Umstätter, Walther: Science Librarian in der Mailingliste InetBib

Quelle:
Gawrylewski, Andrea: Library 2.0 – Secrets from science librarians that can save you hours of work. :engl: via The Scientist

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[Kurz] Die/der Bibliothekar(in) ist tot … lang lebe die/der Bibliothekar(in)

Einfacher, amüsanter Blogbeitrag.

One day, when people are looking for help finding and filtering information, they will turn to a librarian — whether that librarian is using Twitter or Yahoo! Answers or the library website — because of the breadth of the resources at their disposal and the depth of their experience in processing those resources.

Quelle:
Sameer Vasta: The librarian is dead. Long live the librarian. The librarian is dead. Long live the librarian.:engl: via Eloquation

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[Kurz] Bibliothek 2.0 Initiativen

  • Chapter 1::engl: Discovering Places to Serve Patrons in the Long Tail
    Patrick Griffis, Kristin Costello, Darcy Del Bosque, Cory Lampert, and Eva Stowers,
    University of Nevada, Las Vegas

  • Chapter 2::engl: Chat, Commons, and Collaboration: Inadvertently Library 2.0 in Western Australia
    Kathryn Greenhill, Margaret Jones, and Jean McKay, Murdoch University Library

  • Chapter 3: :engl: Yale: Taking the Library to Users in the Online University Environment
    Kalee Sprague and Roy Lechich, Yale University

  • Chapter 4::engl: Delivering Targeted Library Resources into a Blackboard Framework
    Richard Cox, University of North Carolina at Greensboro

  • Chapter 5::engl: Adapting an Open Source, Scholarly Web 2.0 System for Findability in Library Collections
    Bethany Nowviskie, Elizabeth Sadler, and Erik Hatcher, University of Virginia

  • Chapter 6::engl: Push and Pull of the OPAC
    Daniel Forsman, Jönköping University Library, Sweden

  • Chapter 7::engl: UThink: Library Hosted Blogs for a University-Wide Community
    Shane Nakerud, University of Minnesota

  • Chapter 8::engl: Discussing Student Engagement: An Information Literacy Course Blog
    Gregory Bobish, University at Albany, State University of New York

  • Chapter 9::engl: Building Library 2.0 into Information Literacy: A Case Study
    Susan Sharpless Smith, Erik Mitchell, and Caroline Numbers, Wake Forest University

  • Chapter 10::engl: IMplementing IM @ Reference: The GW Experience
    Deborah B. Gaspar and Sarah Palacios Wilhelm, The George Washington University

  • Chapter 11::engl: Taking the Library to Users: Experimenting with Facebook as an Outreach Tool
    Dawn Lawson, New York University

  • Chapter 12::engl: YouTube University: Using XML, Web Services, and Online Video Services to Serve University and Library Video Content
    Jason A. Clark, Montana State University

  • Quelle: Laura Cohen : Library 2.0 Initiatives in Academic Libraries has been Published:engl: via Library 2.0 – an academic’s perspective

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    [Kurz] Libreas 10/11 ist da

    Unter dem Motto Bibliothek und Web 2.0 | Bibliotheksjournalismus ist die aktuelle Ausgabe erschienen.

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    Ein paar Fragen zur Bibliothek 2.0

    Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es neben dem Web 2.0 auch die Bibliothek 2.0. Hat diese Bewegung etwas geändert oder war es eine Blase, die langsam an heißer Luft verliert?

    Ich bin kein Freund dieser Bezeichnungen X.0, weil wir keine neue Versionen aus dem Hut zaubern, sondern nur Verbesserungen schaffen können. Und da gehe ich mit vielen Ideen von Library und Web 2.0 konform. Social networking, begeistern von Nutzern durch Mitmachangebote, mehr Kommunikation für die, die mit der Technik umgehen können, Bibliothek nicht mehr nur im Haus sondern wirklich im Netz. Aber sind die Bibliotheken dort wirklich angekommen? Wo sind die kleinen Stadt- und Dorfbibliotheken? Wo sind die Schul- und Krankenhausbibliotheken mit ihren Nutzern? An welcher Stelle haben sie ihren Platz in der Bibliothek 2.0 gefunden?

    Das demokratische Konzept einer Mitmachbibliothek ist nur oberflächlich, erreicht es doch nur Nutzer, die eben sowieso im Netz unterwegs sind, Kommunenmitglieder des Web 2.0, die überzeugte Anhänger dieser Technik sind. An welcher Stelle gibt es Bemühungen, die Bibliothek 2.0 aus dem Netz in die reale Welt zu tragen, anstatt die Welt in eine zweite oder dritte Realität wie Second Life zu stürzen?

    Wenn Bibliothek 2.0 etwas geschafft hat, dann war es, Fragen zu wecken, Ideen und das Gespräch zu fördern. Von der neuen Version einer Bibliothek sind wir meiner Meinung nach noch weit entfernt, aber die Ziele werden formuliert, Konzepte entwickelt und erprobt. Die Bibliothek selbst darf darüber aber nicht zum Stolperstein für diejenigen werden, die eben nicht technikversiert sind, ob als Bibliothekar oder als Nutzer.

    Ein paar andere Gedanken:
    We Asked for 2.0 Libraries and We Got 2.0 Librarians:engl: The Other Librarian

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    "Living Library" – Überlebensstrategie?!

    Es ist im letzten Jahrzehnt viel über die Bedeutung von Bibliotheken gesprochen worden. Wie wichtig sind Bibliotheken im Zeitalter von Internet, Web 2.0 und Google? Immer wieder werden Stimmen laut, die in Bibliotheken nicht mehr sehen, als Relikte aus einer vergangenen Zeit.
    Vermutlich werden viele denken:

    Well, the old library of the past, is in fact, on its way to becoming not so relevant. In today’s world, a library must evolve or go the way of the dinosaur.

    Die Living Library ist anders, neuer, jünger. Sie ist nichts nur für altmodische, bücherlesende Leute. Sie kennt alle Bedürfnisse und Wünsche ihrer emsigen Nutzerschaft. Die Bibliothek versteht sich als lebendiger, atmender, integrierter Teil einer lokalen Gemeinschaft und bietet lebensverbessernde, erschwingbare Programme, die nirgends sonst zu finden sind. Eine Living Library bietet Kurse, Veranstaltungen, Kunstausstellungen, mietbare Konferenzräume für lokale Organisationen, Computerlabore, Vorlesungen für Kinder, Lernräume, eine große Buchsammlung, DVDs, CDs, E-Books und viele andere Qualitätsangebote – vielleicht auch ein Café und eine Chill-out-Ecke.

    Die Living Library ist ein Platz, an denen sich Menschen begegnen und Ideen austauschen können, Hausaufgaben erledigt oder die eigenen Online-Geschäfte kontrolliert werden können. Die Bibliothek ist ein Platz, wo das Personal weiß, was in der Welt passiert und Informationen dazu zusammenstellt. Die Bibliothekare wissen, wie man aktuelle Informationen anbietet zu den gerade stattfindenden Ereignissen. Sie helfen ihren Nutzern, tiefgehendere Informationen zu finden. Das wichtigste dabei ist, eine Living Library ist auch ein Platz, an dem es zuverlässige Informationen mit persönlicher Auskunft gibt.

    Wie lebendig und lebensnah ist Ihre Bibliothek? Geht sie zum Nutzer oder wartet sie, bis der Nutzer sich zu ihr verirrt? Welchen Service bieten Sie, der den Nutzer erreicht? Wie motivieren Sie Mitarbeiter und Nutzer, um die Bibliothek als solches auch zu leben? Gehört die Living Library zur Library 2.0 oder ist Library 2.0 nur ein Teil von ihr? Lebt Ihre Bibliotheken in der realen und in der virtuellen Welt? Eigentlich bedarf es da nur einer Frage. Erreicht Ihre Bibliothek alle Nutzer, die sie erreichen will, von jung bis alt, von lesefaul bis lesehungrig?

    Quelle:
    Christine Ford Guidry What is a living library?:engl: in Straus Newspapers

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