"Child of the Library": Ein Bibliothekssong von Piers Cawley

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Premiere der Dokumentation zu Cycling for Libraries #cyc4lib

All jene, die dabei waren oder gerne dabei gewesen wären oder einfach nur interessiert sind, sollten sich den folgenden Termin wärmstens empfohlen im Kalender vermerken:

Premiere of the official documentary movie will be online everywhere on 16th of September 17:00 GMT at www.kirjastokaista.fi

Quelle:
Facebookseite für Cycling for libraries
(11.08.2011)

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Vorstellung der deutsch-schweizerischen Webseite "Kundenorientierte Bibliothek"

Im Sommersemester 2011 wurde unter der Leitung von Prof. Cornelia Vonhof, Ulrich Wesser (beide HdM Stuttgart) und Prof. Robert Barth (HTW Chur, Schweiz) das Projekt “Kundenorientierte Bibliothek” durchgeführt. Beteiligt waren 18 Studenten der Studiengänge Bibliotheks- und Informationsmanagement der Hochschule der Medien Stuttgart und Informationswissenschaft der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur. Sie erarbeiteten sich  bestimmte betriebswirtschaftliche Methoden und Instrumente zur Steigerung der Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit. Diese wurden in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands und der Schweiz getestet und auf deren Tauglichkeit in der Praxis überprüft. Dabei ging es in aller erster Linie um die folgenden Managementinstrumente:

  • Mystery Shopping
  • Count the Traffic
  • Leistungsstandards und Servicegarantien
  • Kundenbindung und Kundenrückgewinnung.

Die Webseiten www.kundenorientiertebibliothek.de und www.kundenorientiertebibliothek.ch wurden im Juni 2011 fertiggestellt und werden zukünftig in regelmäigen Abständen auf dem aktuellsten Stand gehalten.

Das Ziel des Zweiländerseminars war  die Erstellung eines  Online-Handbuchs,mit dessen Hilfe die Ergebnisse der einzelnen Projektteams zusammengeführt wurden.  Für alle diejenigen, welche in der beruflichen Praxis eine übersichtliche und verständliche Anleitung zur Steigerung der Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit suchen, kann diese Webseite hilfreich sein.  Anhand der Projektbibliotheken aus der Schweiz und im Bundesland Baden-Württemberg lassen sich gewisse Unterschiede erkennen. Die Rechercheergebnisse stehen als PDF-Dateien zum Download zur Verfügung, die auch Bibliographien enthalten. Interessenten und neugierige BibliothekarInnen, welche Fragen zu diesem studentischen Zweiländerprojekt und dessen Resultate haben, können sich auf der Webseite über ein Kontaktformular an die Studenten und ihre Dozenten wenden.

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Wintersemester 2011/2012 – neues BBK-Programm

Alle halbe Jahre wieder – oder besser jedes Mal kurz vor Semesterbeginn – kündigt das Institut für Informations- und Bibliothekswissenschaft (IBI) eine Veranstaltungsreihe an, bei der jeder Beitrag neugierig macht und zum Kommen einlädt. So ist auch diesmal wieder ein hochinteressantes Berliner Bibliothekskolloquim (BBK) zu erwarten.

Datum Titel ReferentIn Raum
18.10. Multimediale Objekte in Bibliotheken: Inhaltsbasierte Erschließung und visuelle Suche von 3D-Modellen Ina Blümel, Technische Informationsbibliothek Hannover 122
25.10. “Theorie und Praxis der Bibliotheksmumie” Eric Steinhauer, UB Fernuniversität in Hagen 207
01.11. Mehr als Fragebogen und Logfiles: Einführung in die Online-Benutzerforschung Elke Greifeneder, IBI, HU 122
08.11. Traumberuf Verleger, Gespräch Christoph Markschies mit Klaus G. Saur Prof. Dr. Klaus G. Saur, Prof. Dr. Christoph Markschies 122
15.11. §52a UrhG – eine endende Geschichte? Gabriele Beger, Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg 122
22.11. Multilingual News Aggregation and Recommendation Ernesto De Luca, Technische Universität Berlin – DAI-Labor 122
29.11. Das “Raubgut-Projekt” der ZLB. Provenienzforschung als neue Herausforderung der Bibliotheken. Dr. Annette Gerlach, Zentral- und Landesbibliothek Berlin 122
06.12. “Where did all the good people go?” – Verbleibstudie am IBI Oliver Pohl, IBI, HU 122
13.12. Verpflichtende OA-Politiken und geistiges Eigentum in der Wissenschaft am Beispiel von Polen und Deutschland Dr. Teresa Swieckowska, Uniwersytet Warszawski 122
03.01. Mehrsprachigkeit und Nutzerverhalten in Europeana Maria Gäde, IBI, HU 122
10.01. eResearch und neue Forschungsinfrastrukturen: wie das Internet wissenschaftliche Bibliotheken verändert Prof. Dr. Norbert Lossau, Niedersächsische Staats- und Universitaetsbibliothek Goettingen 207
17.01. Biodiversity Heritage Information Online! Boris Jacob, Royal Museum for Central Africa, Tervuren 122
31.01. Virtuelle Forschungsumgebungen – neue Formen der Forschungsinfrastruktur Dr. Sigrun Eckelmann, Deutsche Forschungsgemeinschaft 122
07.02. The Case for Books in the Digital Future: Vision, Architecture, and Programmatic Design of the Joe and Rika Mansueto Library. Judith Nadler; Jim Vaughan, University of Chicago 122
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Vorstellung von "Street Books" aus Portland (USA): Eine Fahrradbibliothek für Obdachlose

I am a writer and a big reader of books. I’ve always valued the power of a good story. When I thought about doing this project the idea of providing good stories to people who lived outside was compelling to me. Providing books to people who can’t get a regular mainstream library card that’s central to the mission. I definitely had naysayers in the beginning who said ‘You’ll never see those books again,’ but I’ve had a really great rate of return.” Laura Moulton

Nachdem ich im letzten Jahr über  “Bibliocicletas” aus Brasilien, dem “Book Bike“ aus Chicago und Bibliomigra aus Turin berichtete, wurden nun in jüngster Zeit verschiedene Artikel, Videos und Informationen über die „Street Books“ – Initiative aus Portland veröffentlicht. Das Medienecho hat sich durch den unten angefügten Kurzfilm des Dokumentarfilmers Travis Shields beachtlich erhöht. Auf der Webseite http://streetbooks.org wird das Projekt näher vorgestellt. Es richtet sich im Gegensatz zu den eben erwähnten anderen Straßen- und Fahrradbibliotheken speziell an Menschen, die auf der Straße leben.

Im Zuge der Finanzkrise und der derzeitigen ökonomischen Situation in den USA ist die Zahl der Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, gestiegen. Einem Online-Artikel  (“A Fast Growing Homeless Population in Portland, Oregon Has Folks Talking About Community Garden Pro”) von “The Nation” aus dem Jahr 2009 zufolge ist die Zahl der Obdachlosen ganz besonders in Portland im Bundesstaat Oregon sehr stark angestiegen. Eine weitere Quelle (“Portland Tribune“) aus dem Jahr 2009 bestätigt, dass es im Bundesstaat Oregon die höchste Zahl an Obdachlosen in den USA gibt. Das größte Problem ist, dass Obdachlose kein Recht haben irgendwo in der Stadt im Freien zu schlafen. Aufgrund der besonderen Situation haben sich in Portland verschiedene, selbstverwaltete und ökologische Initiativen gebildet, die insbesondere Obdachlosen helfen sollen:

  1. die G.R.O.W.S.-Initiative, 2. das City-Repairprojekt, 3. “The Dirt“, 4. recode und 5. Street Books

Bei “Street Books” handelt es sich um eine Fahrradbibliothek, die es Menschen auf den Straßen Portlands ermöglicht Bücher auszuleihen. NutzerInnen, die es wünschen mit einem Buch ihrer Wahl fotografiert, deren Fotos und Buchesprechungen werden auf der Webseite veröffentlicht. Die Obdachlosen haben die Möglichkeit ihre eigene(n) Geschichte(n) zur erzählen. In der Zeit von Juni bis September, ist Laura Moulton, die Straßenbibliothekarin, Lehrerin, Künstlerin und Schriftstellerin ist,  zweimal pro Woche mit ihrem Spezialfahrrad unterwegs in Portland. Von einer Sache ist Moulton sehr begeistert, von der wohl BibliothekarInnen, die bereits schlechte Erfahrungen mit dieser Zielgruppe hatten, eher zurückschrecken würden: “The personal connection was kind of awesome.” Der “Regional Arts & Culture Council” gab Moulton 5.000 $ mit der sie die Straßenbücherei bis Ende August weiter betreiben kann und auch ihre neu hinzugewonnene Kollegin Sue Zalokar bezahlen kann, die übrigens Musikerin ist. Laura Moulton hatte auch die Idee zu dieser Straßenbibliothek, die es nun seit Juni diesen Jahres gibt. Sie hofft, dass sie ihren Service bis September weiterhin anbieten kann, da es im Juni äußerst regnerisch war. Außerdem denkt Moulton darüber nach auch im Winter einmal pro Woche in Handschuhen die Fahrradbücherei zu “öffnen”.

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Ein Imagevideo der Strandbibliothek in Yverdon-les-Bains (Kanton Waadt, Schweiz)


Bibliothèque publique à la plage d’Yverdon von YTV_Yverdon_Jura_Lac

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Drei Videos gegen die Privatisierung und die Schließung öffentlichen Bibliotheken in Toronto

“There is not such a cradle of democracy upon the earth as the Free Public Library…” Margaret Atwood

Annika Tabovaradan, eine Schülerin liefert im ersten Video ein leidenschaftliches Plädoyer für die Stadtbibliothek Toronto. Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, plant die Schließung mehrerer öffentlicher Stadtteilbibliotheken und die Privatisierung der übriggebliebenen Bibliotheken. Das zweite Video will über die Situation aufklären und sicherlich weitere Mitstreiter dafür gewinnen die Petition zum Erhalt zu unterzeichnen, aber gegen jeglichen Privatisierungswahn aufzurufen. Ist es gerecht sich gegenüber 55 % bzw. 71 % der eigenen Stadtbevölkerung zu widersetzen? Was legitimiert die politische Klasse dazu möglicherweise undemokratische Entscheidungen zu fällen? Wollen diese bei den nächsten Kommunalwahlen nochmal antreten oder die Wahlen verlieren? Die Schrifststellerin Margaret Atwood setzt sich leidenschaftlich mit anderen Wutbürgern für den Erhalt der Bibliothek und gegen die Privatisierungspläne ein. Atwood vereint 234,744 Follower auf ihrem Twitteraccount. Eine weitere starke Lobbygruppe ist die Toronto Public Library Workers Union, welche die folgende Internseite ins Leben rief. Bisher haben erst etwa 42.500 Menschen auf der folgenden Internetseite die Petition zum Erhalt der öffentlichen Bibliotheken Torontos unterzeichnet: http://ourpubliclibrary.to

Auf der eben genannten Seite können sich engagierte Bürger und interessierte Laien über die Hintergründe der Privatisierungsbestrebungen informieren. Wer glaubt die Privatisierung von Bibliotheken sei im Grunde genommen wichtig für den Erhalt des öffentlichen Bibliothekswesens von Kommunen, die zum Sparen gezwungen werden, dem sei der Artikel “Auf dem Weg zu McBib / Die Privatisierung Öffentlicher Bibliotheken schreitet in den USA voran – Nicht nur klamme Kommunen greifen zu” von Hella Klauser in Heft 4 2011 der Zeitschrift BuB empfohlen.  In welcher Stadt auf der Welt, außer Toronto mit 2,5 Millionen EinwohnerInnen, besitzen knapp die Hälfte, etwa 1,2 Millionen ein Bibliotheksausweis?

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Ein Kurzvideo der « Bibliothèque éphémère"» am Strand von Paris: "Proposer le meilleur contenu au plus grand nombre"

Vom 21. Juli bis zum 21. August steht allen Interessenten die Möglichkeit offen eine große Auswahl von Büchern des Verlags Flammarion in der Nähe der Pont Marie am Seineufer von Paris kostenlos nach Vorlage eines Personalausweises  kennen zu lernen. Der Verlag wirbt auf seiner Seite für die Bibliothek, die etwa 300 Bücher zur Ausleihe anbietet und jeden Tag (auch sonntags) von 11-19 Uhr geöffnet ist. Flammarion bietet neben Romanen, Comics, großformatigen Büchern, Taschenbüchern, auch Kinder- und Jugendliteratur an. Insbesondere für Kinder werden zahlreiche Aktivitäten durchgeführt, die über das Lesen hinausgehen. Darüber hinaus sind auf der Verlagswebseite folgende Autoren angekündigt, die bei Paris-Plages zugange sein werden: Zémanel, Bernadette Theulet-Luzié, Frank Margerin und Christian Bine


La bibliothèque éphémère de Paris-Plages von mairiedeparis

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Ein Imagevideo der neuen Kanazawa Umimirai Bibliothek in Japan (tonlos, mit japanischen UT)

“Libraries are moving towards a model that encourages readers to stay and linger. Reflecting this general trend, the new Kanazawa Umimirai Library, opened last April in Kanazawa, Japan and designed by Kazumi Kudo + Hiroshi Horiba / Coelacanth K&H Architects, is combined with halls and meeting rooms that promote social exchange between its users. The overall structure of the library resembles an internal three-layered floor covered with a large box. The large external “punching wall” in the cavernous reading room features some 6,000 small openings across its entire surface that allow a soft, uniform light to enter the building. In addition, the burden of seismic force from any earthquakes is born across the entire expanse of this wall. A floor heating system that warms and cools the building has been installed in order to make this large space comfortable to the users, while large natural ventilation openings in the roof ensure a pleasant and comfortable indoor environment during the warmer months.”

www.iqd.it

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Der Kampf des Bürgervereins in Magdeburg-Salbke um den Erhalt der Freiluftbibliothek und des Ladenlesezeichens

“Die beiden Architekten Stefan Rettich und Bernd Hafermalz konnten namhafte Mitbewerber wie Herzog & de Meuron und Thomas Heatherwick’s aus dem Feld schlagen.Das preiswerte und flexible Museumskonzept beziehe die Magdeburger als intelligente und verantwortungsvolle Mitbürger ein, so die Jury in London. Denn die Freilichtbibliothek ist mehr als nur ein besonders geformtes Gebäude: Anwohner können ihr Bücher dort ins Regal stellen, andere sie vor Ort lesen. Mittlerweile beherbergt die Bibliothek 30.000 gespendete Bücher.”

Deutsche Welle

Gibt es eigentlich ein Haltbarkeitsdatum für Bibliotheken? Ähnlich wie bei den Bücherzellen und offenen Bücherschränken verhalten sich nicht immer alle MitbürgerInnen verantwortungsvoll und respektvoll gegenüber öffentlichen Gütern und an öffentlichen Orten. Bereits Anfang Juli berichtete die Magdeburger Volksstimme über den Salbker Bürgerverein und die Architekten, die einen offenen Brief an den Oberbürgermeister (OB) und die Stadtratsfraktionen schrieben und darin die ungenügende Hilfe und das fehlende Engagement der Stadt beklagen. Vandalismus und Zerstörungswut waren der Anlass:

“… Sie schauen seit Monaten tatenlos zu, wie eine kleine Gruppe von Chaoten den Verdienst der engagierten Bürger von Salbke in Trümmer legt. Wir haben Sie schon vor Monaten darüber in Kenntnis gesetzt, dass an den Wochenenden bis zu vierzig schwer alkoholisierte Jugendliche und Heranwachsende aus verschiedenen Stadtteilen den kleinen Leseplatz in eine No-Go-Area verwandeln, in die sich nicht einmal mehr die direkten Anwohner trauen, um die Störenfriede zur Ordnung zu rufen. Es wird randaliert, das Objekt wird demoliert, beschmiert, Bücher werden zerrissen und säckeweise Müll hinterlassen, die dann von den Bürgern entsorgt werden und nicht von Ihren Ämtern, die den Unterhalt des Objektes vertraglich zugesichert haben! – Es gleicht einer Farce, wenn Sie (der Oberbürgermeister d. Red.) in Ihrem Brief, datiert vom 10. Mai 2011 schreiben, ,ich (…) versichere Ihnen ein funktionierendes und gutes Zusammenspiel unserer Ämter und der Polizei.’ Auch heute, mehr als sechs Wochen nach dem Schreiben ist das Objekt unverändert in einem erbärmlichen Zustand. Dies liegt unter anderem auch an der mangelhaften Unterhaltung. Die Rasenpflege und die Leerung der Mülleimer erfolgt in einem Turnus, der bei weitem nicht der Nutzungsintensität des Objekts entspricht. All diese latenten und hausgemachten Faktoren der Verwahrlosung laden gewaltbereite Personen geradezu dazu ein, Vandalismus zu begehen.”

Seit dieser Zeit hatte der OB seinen zuständigen Beigeordneten “mit einer umfassenden Prüfung der Sachverhalte beauftragt”. Trotz meiner Recherchen habe ich keine adäquate Antwort von Seiten der Lokalpolitik auf diesen offenen Protestbrief finden können.  Weder die Magdeburger Volksstimme noch Engagierte auf der Webseite http://www.salbke-magdeburg.de berichteten über Ergebnisse eine Antwort des OB und dessen Beigeordneten, obwohl dies ja ursprünglich nur einige Tage dauern sollte. Doch warum lässt sich die Lokalpolitik solange Zeit? Spielt sie auf Zeit oder soll der Bürgerverein nun auch soziale Probleme lösen? Die Freiluftbibliothek in Magdeburg, die 325.000 € kostete, gewann mehrere Architekturpreise und wurde auf niederländischen, französisch-,  englischprachigen und weltweiten Webseiten lobend erwähnt. 2009 schrieb Dörte zur Eröffnung:

“Eine Mischung, die es in sich hat: ein Bürgerverein, eine ausgemusterte Kaufhausfassade und 20.000 Bücher. Das alles wird mit einem Modellvorhaben des Bundes gut gemischt und als Platz dient eine freie Fläche im Magdeburger Stadteil Salbke. Auf der Brache der früheren Ortsbibliotek wird eine Freiluftbibliothek mit Bühne von den Karo Architekten (Magdeburg) am 20.06.09 eröffnett. Sie soll als Begegnungszentrum für Jung und Alt dienen.”

Der am 1. Juli in der Magdeburger Volksstimme veröffentlichte Artikel “Lesezeichen: Salbker sehen sich im Kampf gegen Chaoten alleingelassen” erwähnte sogar, dass im Deutschen Architekturmuseum das “Salbker Lesezeichen” – sprich die Freiluftbibliothek –  sogar als bester öffentlicher Raum Europas gefeiert wird. Doch wie auf dem Foto zu sehen ist, fehlt nur noch, dass die Bibliothek von rebellierenden Jugendlichen wie 2007 im Pariser Vorort Villiers-le-Bel angezündet wird. Bislang gibt es an der Magdeburger Freiluftbibliothek immer wieder Graffiti-Schmierereien, zerkratzte Wände und Scheiben und auf dem Boden zerstreute Bücher zu besichtigen. Lobend wird im Artikel erwähnt, dass es auch Jugendliche gab, die im Mai bei der Beseitigung der Schäden mithalfen. Doch kann kulturelle Bildung in Form des Lesens von Büchern Jugendliche von Gewalt und Hass gegenüber Büchern und innovativen architektonischen Konzepten abhalten? Das Beispiel Magdeburg zeigt, dass Jugendliche, die wenig (berufliche) Perspektiven haben, sich an ihrer Umwelt in irgendeiner Weise rächen müssen oder es einfach wollen. An Wochenenden scheint dieses Gelände eher ein “No-Go-area” zu sein und der Mob ist da anscheinend ganz unter sich und kann tun und lassen, was ihm gefällt.  Der Verein reagierte nach diesen blindwütigen Zerstörungen: Er engagierte einen Sicherheitsdienst, der Jugendliche, welche dort an Wochenenden “abhängen” Platzverweise ausprach. Hinzu kamen Kontaktgespräche mit der zuständigen Polizei. Dies brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Rainer Mann, ein Mitglied des Bürgervereins Salbke hob hervor, dass die Stadt Magdeburg Eigentümer des Grundstücks und der Bibliothek ist. Es sei Aufgabe der Stadt sich regelmäßig um die Entleerung der Mülltonnen, die Wiederherstellung der Bauteile und um die Reinigung der Außenflächen kümmern müsse.

Bisher ist die Freiluftbibliothek noch nicht als gesamtstädtische Bildungs- und Kultureinrichtung annerkannt. Dabei wisse doch jeder, dass die Hemmschwelle Dinge zu zerstören, an Orten sinkt, die stets unterhalten und gepflegt werden. Hinzu kommt, dass vor kurzem das Gebäude in der Straße Alt-Salbke 75, in dem die Bücherausleihe stattfindet und der Bürgerverein untergebracht ist, bald vom neuen Eigentümer übernommen werden. Dieser will den Verein mit seiner Buchausleihe nicht mehr dort unterbringen. Dennoch mache ich mir aufgrund des großen Leerstands an Läden kaum Sorgen, dass dieses Problem bald gelöst sein wird. Mehr Grund zur Sorge könnten den Vereinsangehörigen und NutzerInnen der Freiluft- und Bürgerbibliothek die Tatsache bereiten, dass die lokalen PolitikerInnen, die sich einst bei der Eröffnung noch das ehrenamtliche Bürgerengagement des Vereins und dessen Mitglieder lobten, nun aus dieser Verantwortung mehr und mehr heraushalten werden, wenn nicht ein größerer Protest in der Lage ist, das Freiluft- und das Ladenlesezeichen langfristig zu halten. Eine Konsequenz dieser Ungewissheit ist die Absage des im September geplanten Salbker Stadtteilfests, das der Bürgerverein jährlich ausrichtet. Sollten nicht bald neue Räumlichkeiten gefunden werden, müssen die Vereinsmitglieder die Bücher “einlagern”. Doch worum handelt es sich bei Fleisch, das (ein-)gelagert wird? Ja, um tote Tiere: » Weiterlesen

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