[Adventskalender] 16. Dezember

Weihnachtszeit
Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Weihnachtsschneemänner

Weihnachtsschneemänner

O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Grossen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

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[Adventskalender] 15. Dezember

Weihnachtszeit
Martin Greif

Merry sleepy christmas!

Merry sleepy christmas!

Wunder schafft die Weihnachtszeit.
Vor dem Dorf, darin verschneit
Jeder Hof und jedes Haus,
Vogelbeerbaum, Nacht für Nacht
Hundert Lichtlein trägt, entfacht,
Die da leuchten weit hinaus.
Achtet seiner Herrlichkeit
Niemand auch im Wintergraus,
Bläst der Wind doch keins ihm aus,
Alle strahlen dicht gereiht –
Wunder schafft die Weihnachtszeit.

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[Adventskalender] 14. Dezember

Christbaum
Ada Christen

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?
Hörst auch du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen? …
Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume? …

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[Adventskalender] 13. Dezember

Immer ein Lichtlein mehr
Matthias Claudius

Lichterzeit

Lichterzeit

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

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[Adventskalender] 12. Dezember

Weihnachten
Joseph Freiherr von Eichendorff

schneemann

schneemann

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fernstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, beilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!

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[Adventskalender] 11. Dezember

Weihnacht
unbekannt

Winterblüten

Winterblüten

Es glänzen hell die Sterne
Weit übers Land hinaus,
Es rufen aus weiter Ferne
Glocken ins Gotteshaus.

Und durch die Friedhofspforte
zieht die Gemeinde still,
die dem fröhlichen Worte
der Weihnacht lauschen will.

Der weiße Schnee deckt leise
das stille, schlafende Land.
Es klingt wie Orgelweise,
ein Zauber hält alle gebannt.

Es ist ein Licht erklommen,
das übergoldet die Nacht,
es ist Kunde gekommen,
die ist allen gebracht.

Allen, in allen Reichen
klingt dies lockende Wort
ein Sehnen sondergleichen
reißt alle Herzen fort.

Und die sich hart bekriegen,
sollen einander verzeihen,
und die in Ketten liegen,
sollen gerettet sein.

Und die in Nacht verzagen,
soll Himmelslicht erbau’n,
und die da Heimweh tragen,
sollen die Heimat schau’n.

Es ist ein Lied erklungen
von jubelnd heller Art,
es ist ein Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart.

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[Adventskalender] 10. Dezember

Der Traum
Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Schlaf

Schlaf

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab’s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht’ ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war’s um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find’ ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
“Du darfst nur artig sein;
dann steh’ ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil’ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.

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[Adventskalender] 09. Dezember

Advent
Rainer Maria Rilke

Winterengel

Winterengel

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Vorweihnacht
Volksgut

Bald ist Weihnacht, wie freu’ ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf;
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern’,
wie hab’n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

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[Adventskalender] 08. Dezember

Weihnachtsmarkt
Gottfried Keller

Katze und Baum

Katze und Baum

Welch lustiger Wald um das hohe Schloss
hat sich zusammengefunden,
ein grünes, bewegliches Nadelgehölz,
von keiner Wurzel gebunden!

Anstatt der warmen Sonne scheint
das Rauschgold durch die Wipfel;
hier backt man Kuchen,
dort brät man Wurst,
das Räuchlein zieht um die Gipfel.

Es ist ein fröhliches Leben im Wald,
das Volk erfüllet die Räume;
die nie mit Tränen ein Reis gepflanzt,
die fällen am frohsten die Bäume.

Der eine kauft ein bescheidnes Gewächs
zhu überreichen Geschenken,
der andre einen gewaltigen Strauch,
drei Nüsse dran zu henken.

Dort feilscht um ein winziges Kieferlein
ein Weib mit scharfen Waffen;
der dünne Silberling soll zugleich
den Baum und die Früchte verschaffen.

Mit rosiger Nase schleppt der Lakai
die schwere Tanne von hinnen;
das Zöpfchen trägt ein Leiterchen nach,
zu ersteigen die grünen Zinnen.

Und kommt die Nacht, so singt der Wald
und wiegt sich im Gaslichtscheine;
bang führt die ämrste Mutter ihr Kind
vorüber dem Zauberhaine.

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[Adventskalender] 07. Dezember

Weihnachtswunsch
Volksgut aus dem 19. Jahrhundert

Wichtel

Wichtel

Ob’s draußen stürmt, ob’s draußen schneit,
das soll micht nicht betrüben;
ist’s doch die frohe Weihnachtszeit,
die alle Kinder lieben.
Da geht ein Engel durch die Welt,
der alle Wünsche höret,
und was ein gutes Kind bestellt,
das wird ihm auch gewähret.
Ich denke still der Eltern mein,
die mich so herzlich lieben.
Lass Got mich ihre Freunde sein,
sie nimmermehr betrüben.

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