Zum 150. Gründungsjubiläum der “Alliance Israélite Universelle” Paris: Ein zweiteiliges Imagevideo der Bibliothek

Die 1860 gegründete Institution „Alliance israélite universelle“ (AIU) feiert dieses Jahr ihr 150. Gründungsjubiläum. Vor dem Hintergrund dieses Jahrestages findet momentan die kostenlose AusstellungAlliance israélite universelle : 150 ans de combat au service de l’éducation“ statt, die noch bis 16. Oktober im Hôtel de Ville von Paris zu sehen ist. Die Organisation trug maßgeblich zur Emanzipation des Judentums bei. Laut Bertrand Delanoë hat die „Alliance Israélite Universelle“ nicht nur zur Verbreitung von Bibliotheken und Schulen weltweit beigetragen, sondern auch die Rolle der Frankophonie und des Judentums gestärkt. 1860 trafen sich 17 Franzosen jüdischer Herkunft und verfassten den folgenden Gründungstext, der die Menschrechte hervorhob, sich dem Kampf gegen Hass (insbesondere des Antisemitismus)  und  gegen Vorurteile auf die Fahnen schrieb: Continue reading »


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Freiwillige Selbstkontrolle im Buchhandel

Die SPD wird fordernd und möchte, dass der Buchhandel sich zur Freiwilligen Selbstkontrolle verpflichtet. In der Film- und Spieleindustrie findet mit FSK und USK bereits die notwendige Selbstkontrolle statt. SPD-Politiker Sebastian Edathy fordert diese nun auch für den Buchhandel, um das Medienfeld weiter abzudecken.

Sein Ziel ist die Gründung einer Institution nach dem Vorbild der FSK bzw. USK, um so schon im Vorfeld die Verbreitung von rechtsextremen Gedankengut zu unterbinden. Notwendig erachtet der Politiker diese Maßnahme, da eine Studie des deutschen Ablegers des American Jewish Committee bei Amazon.de ungefähr 60 Bücher im Sortiment festgestellt haben will, welche antisemithische Inhalte transportieren.

Doch wozu gibt es dann die Bundesprüfstelle, die jugendgefährdende Schriften – und rechte Inhalte gelten als jugendgefährdend – aus dem Verkehr ziehen sollen. Warum soll diese Aufgabe nun doppelt gemacht werden? Wo liegt die Verantwortung bei der Bundesprüfstelle und beim Anbieter? Können diese überhaupt noch einen Überblick über die Mengen an Büchern und Neuerscheinungen behalten und so unliebsame Inhalte ausfiltern? Schlechte Inhalte in Büchern zu verstecken dürfte für den, der es drauf anlegt, ja auch nicht weiter schwer sein.

Amazon weist die Forderung nach Freiwilliger Selbskontrolle nicht zu Unrecht zurück:

Wir glauben, dass die richtige Antwort auf diskussionswürdige Literatur nicht deren Entfernung ist, sondern mehr Diskussion.

Eine Diskussion ist über diese Literatur ist wichtiger als ein Verschweigen. Problematisch ist in diesem Fall auch das Verdrängen in Kanäle, die nicht kontrolliert werden können.

Quellen:
SPD-Politiker fordert freiwillige Selbstkontrolle im Buchhandel via heise online
Forderung nach freiwilliger Selbstkontrolle im Buchhandel via Schnittberichte.com


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