Das Aus für bibliothekarische Apps?

Smartphones, Tablets sind auf dem Vormarsch. Ihre neuen Betriebssysteme bieten Grundfunktionen und werden zunehmend durch mehr oder weniger sinnvolle Apps ergänzt. Dies erweist sich aber auch als eine große Gefahr.

Durch die hohe Entwicklungsfolge der Betriebssysteme muss viel Zeit aufgewandt werden, um die Applikationen für viele Generationen von Betriebssystemen lauffähig zu halten. Diese Herausforderung wirkt wie Zeitverschwendung, die sinnvoller und vor allem produktiver eingesetzt werden kann.

Gerade Spaß-Apps geraten mehr in der Kritik als früher. Neben der zum Teil lieblosen Gestaltung nach Shema F stellen diese Apps häufig Datenschleudern, Speicherverschwender und Stromfresser heraus.

Daneben sind Apps häufig in sich Anwendungen, die nur eingeschränkte Funktionen ermöglichen oder kaum anders als ein Bookmark arbeiten und auf das Internet verweisen, so dass der Nutzende immer mit dem Internet verbunden sein muss.

Auch Bibliotheken, Verlage, Datenbankanbieter aber auch Bibliothekare im privaten Rahmen stecken inzwischen mehr und mehr Zeit in die Entwicklung von Apps. Sei es, dass damit der Katalog über das Smartphone abgerufen, Datenbanken per Tablett durchsucht werden können oder diverse digitalisierte alte Handschriften betrachtet werden.

Über den Sinn und Unsinn sowie den Nutzen der Apps wird heftig hinter den Kulissen bei Verbraucherzentralen, bibliothekarischen Einrichtungen und in den Ministerien gestritten. Rechtfertigen Aufwand und Nutzen die Erstellung und Anwendung von Apps?

Aus all den oben angeführten Gründen wurde ernsthaft geprüft, ob Apps etwas sind, das aufwendig in Bibliotheken entwickelt werden sollte. Allerdings überzeugten folgende Entwicklungen die Verantwortlichen, dass Apps gerade heute von besonderer Bedeutung sein können und somit ein Verbot nicht zu rechtfertigen ist.

Teilen

Ähnliche Beiträge

Entdecktes zum 1. April rund um Urheberrecht, Bibliotheken u.ä. (Update 17:24 Uhr)


Update 11:44

  • Die Staats- und Landesbibliothek Bremen meldet auf ihrer Facebook-Seite:

    Der Eintrag in der Online-Ausgabe des Dudens wird heute erscheinen: suu|blen [‘su:bl,n] (über die SuUB Bremen Informationen finden).

    – Der Duden wird sich da zukünftig vor Anfragen zu ähnlichen Begriffen nicht mehr retten können 🙂


Update: 12:56 Uhr


Update 16:36


Update 17:24 Uhr

Hinweise werden natürlich auch jederzeit gerne entgegen genommen. 🙂

Teilen

Ähnliche Beiträge

Aprilscherze in den Blogpostings der Kollegen [Update 20:21 Uhr]

Da die Aprilscherze im Bereich der Bibliotheken diesmal über alle Kanäle kamen, ist es nicht nur bei Blogpostings geblieben.

[20:21 Uhr] N8schicht, ick hör’ dir trapsen, Spiegel Online

Diese geniale Lösung der RUB könnte natürlich das Problem lösen, dass die doppelten Abiturjahrgänge den Universitäten und Hochschulen verursachen.

Damit die doppelten Abiturjahrgänge 2012/13 nicht vor verschlossenen Türen verharren, führt die Ruhr-Universität Bochum (RUB) als erste Hochschule in Deutschland einen vollen Zweischichtbetrieb ein. Neueinschreiber können wählen, ob sie von 8 bis 18 Uhr oder von 20 bis 6 Uhr studieren wollen. […] Als erstes geht die Unibibliothek zu einem 24-Stundenbetrieb über; nächtliche Seminare und Übungen folgen mit dem Vorlesungsbeginn ab Mitte April.


[18:59 Uhr] Plienninger, Jürgen: Alle Beschäftigten der Bücherei sollen Führerschein Klasse C und D machen, netbib weblog

Hinweis auf einen Aprilscherz mit ernstem Hintergrund.
Laut Stuttgarter Zeitung wird in Kornwestheim die Zentralbibliothek wegen Baumängeln geschlossen und es wird daher ein Bücherbus angeschafft.

Wer steuert das schwere Gefährt? Sämtliche Büchereimitarbeiterinnen sind von der Stadt Kornwestheim bereits angewiesen worden, den Führerschein der Klassen C (Lkw) und D (Bus) zu machen. Bis sie ihre Prüfungen erfolgreich absolviert haben, sollen die Mitarbeiter aus dem städtischen Bauhof den Bus fahren.


[14:05 Uhr] Klemp, Matthias: Neue PCs in der Stadtbibliothek, Blog der Stadtbibliothek Göttingen

Da hatten die Göttinger Kollegen eine geniale Idee, die Schule machen sollte. Mehr Platz für Bücher auf dem Arbeitsplatz! Diese Mini-Computer sehen zudem sehr spacig aus.


[10:50 Uhr] Gerade erreichte mich per Mail eine sehr interessante Meldung. Fans des Datenbank-Infosystems hergehört:

Poley, Christoph: DBIS für Kindle, JetBook & Co, UBR-Liste: Datenbank-Informationssystem

In der Mail heißt es:

Glauben Sie, dass dies nun das Ende der Fahnenstange ist? Mit Nichten (und Neffen). Ganz neu sind E-Book-Reader, wie Kindle, JetBook, Que und Co. Dieser neue Trend sei damit aufgeschnappt. DBIS wird hypermoderner. Deshalb steht Ihnen ganz neu die E-Book-Variante zur Verfügung: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/fachliste.php?bib_id=bdfma.

Genauere Informationen erhalten Sie in dem E-Paper “DBIS im Web 4.0 – Das neue E-Paper: Für Kindle, JetBook und Co”, welches über der Menüleiste verlinkt ist.

Noch ein wenig am Design gearbeitet wäre super für dieses Angebot. Vielleicht überlegt man aber ernsthaft mal in der Richtung, dieses Angebot mobil zu machen, für Handy & Co…


[10:01 Uhr] Junkes-Kirchen, Klaus: [InetBib] UB Frankfurt verdoppelt Zuwachskapazitat bei Magazinstellflächen auf InetBiB

Durch eine einfache, aber wirkungsvolle Massnahme konnte die UB nun
diese Zuwachskapazität verdoppeln:

Seit heute gelten neue Erwerbungsrichtlinien, in denen festgelegt wurde,
dass nur noch Bücher mit einer Dicke von 1,66 cm beschafft werden dürfen.

Hoffen wir mal, dass das Geld für diesen Bestandszuwachs genauso sich verdoppelt wie die Zuwachskapazitäten der Bibliothek 🙂


[9:50 Uhr] @hsb_ab: Einführung von Beratungsgebühren in der Bib ab dem 1. April http://bit.ly/a20ODC /cl

Die Hochschulbibliothek Aschaffenburg für Beratungsgebühren ein, vermutlich um das kleine Team von zu pennetranten Nachfragen und immer den gleichen Fragen zu entlasten.

Geld

Zudem ist es wohl auch notwendig, so die Gehälter ein wenig aufzustocken.


[9:38 Uhr] Kinstler, Till: Die Suchkiste kompetent nutzen, Suchkisten-Blog

Die ungeschulten und suchunerfahrenen Teilnehmer des BibCamps 3 werden sicherlich dankbar diese Möglichkeit wahrnehmen und sich verstärkt die Suchsprache der Suchkiste aneignen, um sie dann unter ihren Kollegen zu verbreiten.

Hier vielleicht noch eine Anleitung für die Kollegen der Suchkiste, wie man erfolgreich die Nutzung einer Suchmaschine vermitteln kann:


[9:00 Uhr] Plienninger, Jürgen: Der große Sprung vorwärts: Netbib wird wirklich mobil, netbib weblog

Netbib strebt einen Rückgriff auf die klassische Moderne an: B.U.C.H.

Nach dem Buch öffnen sich die Kollegen dann vielleicht auch für dieses wahnsinnig innovative Format, da hoffentlich weitere Aktualisierungen Ihres Angebotes folgen:

Für diejenigen, die mit der Handhabung der modernen Klassiker Probleme haben, ist auch immer wieder das HelpDesk zu empfehlen:

Teilen

Ähnliche Beiträge

Erster-Aprilente: Google wird zum Buchhändler

Bis jetzt ist es noch niemandem aufgefallen, aber der Beitrag Google als Buchhändler stimmt nicht so ganz. Google zeigt derzeit – so weit mir bekannt ist – keine Ambitionen als Zwischenhändler im Buchhandel aufzutreten.

Natürlich wird Google hier nicht das Print-Buch vertreiben, sondern einzelne benötigte Kapitel oder das gesamte wissenschaftliche Buch als E-Book. Verlage können sich bereits jetzt dafür anmelden.

Verlinkt wird hier nur auf das Partnerschaftsprogramm von Google, bei dem sich Verlage und Buchhändler anmelden können, um entsprechend gefundene Google-Scan-Bücher direkt an den Suchenden zu verkaufen. Dieses Programm gehört mit zum Werbeangebot, von dem letztendes die Autoren der Bücher profitieren können.

Ich wünsche allen noch einen schönen 1. April

Teilen

Ähnliche Beiträge

Vollbeschäftigung in Sicht…

Wir schaffen uns unsere Vollbeschäftigung nach dem Baukastenprinzip. Verschärfen wir das Urheberrecht und erschweren somit den Zugang zur Information, benötigen wir mehr Leute, die mit der Informationsbeschaffung oder ggf. “Neuerfindung” von Informationen beschäftigt sind. Dadurch sichern wir auf Dauer die Vollbeschäftigung.

Im Interview meinte Walter M. Miller, Künstler und Ökonom zu Bettina Winsemann:

Analoge Kopien sind ja weiterhin möglich, nur digitale Kopien nicht mehr. So wird jedenfalls §52 des neuen Urheberrechtes interpretiert. Also müsste Subito beispielsweise einfach jedes Mal wieder neue analoge Kopien anfertigen. Meine Vision ist, dass diese Kopien nun von den heutigen Arbeitssuchenden und Sozialhilfeempfängern angefertigt werden.

Das ganze Interview:
Bettina Winsemann im Gespräch mit Walter M. Miller: Das Urheberrecht ist der Schlüssel zur Vollbeschäftigung in Telepolis
(Ein Beitrag zum 1. April)

Teilen

Ähnliche Beiträge
1 2