Erreicht man mit Augenwischerei ein höhere Akzeptanz?

Der amerikanische Bezahlsender HBO:engl: fordert, in Zukunft aus Digital Rights Management (DRM) besser „Digital Consumer Enablement“ (DCE) zu machen, um die Akzeptanz solcher Technologien zu erhöhen. DRM oder besser DCE würde den Verbrauchern eine bessere Nutzung von Inhalten ermöglichen.
Bob Zitter, Technikchef beim Sender, findet, dass DRM zu sehr mit Einschränkungen verbunden wird und daher die Möglichkeiten, die diese Technik bietet, vom Konsumenten nicht erkannt ung genutzt werden.

Der Sender möchte z.B. Filme mit hoher Auflösung zeigen und diese Zuhause in der Set Top Box brennen lassen. Einen Schuldigen – da es an der Technik nicht fehlt – hat der Sender auch:

Schuld sei vielmehr die Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC), die das Abschalten der analogen Ausgänge bisher verbieten würde, um die Verbraucher zu schützen, die sich Set-Top-Boxen ohne DRM gekauft haben.

Quelle:
Gehring, Robert A.: DRM: Neuer Name = Besseres Image? via golem.de

Für wie dumm möchte man den Nutzer eigentlich damit verkaufen? Natürlich sehen diese zuerst, was sie alles nicht mehr dürfen, weil die Geräte es einfach nicht machen. Und vermutlich wird auch nicht durch HBO verraten, dass man die DVDs, die man mit ihrer Box aufgenommen hat, auch nur auf ihrer Box schauen darf, weil die Daten entsprechend verschlüsselt sind. Es werden auch hier nur Rechte digital gemanaget und dem Nutzer nur vorgegaukelt, er würde mehr Rechte erhalten. Zu Videorekorderzeiten hat er diese Rechte alle schon mal besessen! Gut, man könnte einwenden, dafür bekäme er eine hohe und zudem digitale Qualität geboten, allerdings wird er für diese Qualität auch entsprechend zahlen müssen.


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