Job gesucht? – OpenBiblioJobs

Bibliojobs ist seit dem 16.07. dicht. Nur noch Mitglieder können dort sehen, welche Stellen gerade frei sind. Auf diese Aktion wurden von vielen Seiten mit Unverständnis reagiert. Das hat aber nciht zum Einlenken geführt.

Dass die Auswertung kooperativ passieren kann, zeigt das Projekt “Open Bibliojobs”, das damit wirbt: “ein Service für alle”. Hier melden verschiedenste Einrichtungen z.B.

ihre Stellen. Weitere werden hinzu kommen.

Hinzu kommt die Auswertung einer ganzen Reihe von Mailinglisten, Job-Portale und Webseiten. Siehe dazu die noch frei zugängliche, leicht veraltete Liste des BIB und die aktualisierte Liste einzelner Einrichtungen von OpenBibliojobs (OBJ).

Jeder kann mitmachen. Wer regelmäßig eine Liste oder ein paar Webseiten auswertet und die Jobs über das Formular bei OBJ einträgt, hilft damit allen, die gerade suchen. Es sind nur sieben kleine Felder auszufüllen, was i.d.R. schnell und unkompliziert erledigt ist. Als Dank wird man dann direkt unter der Jobliste genannt. Man kann sich einfach in diesem Etherpad eintragen mit Klarname (oder Pseudonym) und der entsprechenden Quelle, die man auswerten möchte. Ein Login ist nicht notwendig.

OBJ lebt davon, dass sich möglichst viele Institutionen aber auch Privatpersonen beteiligen. Seien auch Sie dabei.

(Rechtschreibfehler korrigiert)


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Bibliojobs – ein offener Brief an den BIB

Liebe Entscheidungsträger vom BIB,

ich bin erst seit diesem Jahr Mitglied im BIB und denke nun schon wieder an Austritt. Der BIB der die Bibliojobs Liste übernommen hat, wird diese ab Juli nur noch zahlenden Mitgliedern zugänglich machen. Grund: Kosten für die Erstellung der Liste.  Ich denke es wäre nett gewesen hätte man vorher auch die Vereinsmitglieder nach ihrer Meinung dazu gefragt, aber wahrscheinlich war die Angst zu groß, dass der Ansturm der Entrüstung gleich losbricht. (So wurden alle vor vollendete Tatsachen gestellt und regen sich jetzt auf…)

Ich bin mir sicher, dass die Auswertung sehr zeitaufwendig ist. Aber hätte man nicht versuchen können die Last auf mehrere Schultern zu verteilen oder hätte nach Leuten gesucht die diese Arbeit freiwillig übernehmen?! Ehrenamt wird sonst immer groß geschrieben. Warum nicht an dieser Stelle?

Der Arbeitsmarkt ist für FAMIs und Bibliothekare nicht berauschend, die Quellenlage durchwachsen. Bibliojobs der bibliothekarischen Öffentlichkeit zu entziehen ist unverantwortlich. Nicht jeder Student/jede Studentin oder arbeitlose Bibliothekar/-in hat das Geld für den Mitgliedsbeitrag übrig, selbst wenn er vermindert ist.

Ein wenig hat man auch das Gefühl, dass man so mehr Mitglieder bekommen will. Es ist vielleicht nicht so, aber ich bin mit diesem Gedanke wohl auch nicht allein. Und momentan führt die Aktion ohnehin in die gegenteilige Richtung.

Was mich außerdem beschäftigt, wer sollte denn die Mitglieder davon abhalten sämtliche Stellenanzeigen frei zugänglich zu machen. Viele haben Twitter, Facebook oder einen Blog. Ich bin kein Urheberrechtsexperte, aber ich denke dass es auf Stellenanzeigen in dem Sinne kein Copyright gibt.

Ich denke es ist nicht im Sinne der Vereins, gegen den eigenen Berufsstand zu arbeiten. Gerade in unserer Branche sollte man doch eher zusammen halten und sich gegenseitig unterstützen, als sich noch Knüppel zwischen die Bein zu werfen.
Sie sollten daher dringend diese Entscheidung überdenken. Oder eine Abstimmung aller Mitglieder veranlassen.

So oder so, ist hier noch Handlungsbedarf nötig!

Nachtrag 12.07.12 Der BIB hat gestern eine Erklärung für sein Handeln veröffentlicht: BIB Statement

Erklären tut es nicht wirklich was, außer dass man die Vorteile für Mitglieder mehr herausstellen will. Außerdem, oh wie großzügig, bleiben die Quellen weiterhin frei zugänglich, aber die Auswertung ist nur noch für BIBler… wo ich mich wieder einmal frage ob ich das jetzt noch sein will.
Der Schlusssatz hat weiter Bestand: Es besteht Handlungsbedarf. Lieber BIB, frag doch mal deine Mitglieder was sie von der Entscheidung halten!

Dieser Artikel erschien zuerst am 11.07.12 bei: bibliotheksratte


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