#bibtag18: Aktivieren, lernen, mitnehmen (Teil 1)

107. Bibliothekartag 2018

Auf dem Bibliothekartag war auch dieses Jahr wieder ein Thema Informationskompetenz. Ich habe verhältnismäßig wenig dazu gehört, nur die Vortragsreihe: „Bibliotheksangebote für die nächste Generation“. Dennoch möchte ich den Beitrag hier anreichern, mit Informationen und Links zu dem Thema.

Beginnend möchte ich mit dem ersten Vortrag dieser Session.
Kompetent mit digitalen Medien umgehen. Wissenswertes mit, über und in Medien., BIB-OPUS (leider keine Folien)

Mathis Prange, vom Zentrum für Lehrerbildung hielt einen Vortrag „Kompetent mit digitalen Medien umgehen. Wissenswertes mit, über und in Medien.“
Er schlug dden Bogen von Künstlicher Intelligenz, die die Arbeitszukunft der jetzigen Schülergeneration nachhaltig beeinflussen wird, über das Thema Medienkompetenz und dafür notwendigen Kompetenzen hin zur Alltagspraxis für Lehrer und Bibliotheken.

Vorbereitung auf die Zukunft
Wenn es um die Entwicklung hin zu künstlicher Intelligenz geht, die die zukünftige Arbeitswelt dominieren wird, Standardaufgaben übernehmen wird, die derzeit durch Menschen erledigt werden, müssen angehende ArbeitnehmerInnen besser darauf vorbereitet werden, z.B. indem sie den Wert von Daten kennen. Auch das Vertrauen in Informationen ändert sich.

Derzeit besteht die Gefahr eines Digital Divides/ einer digitalen Spaltung der Gesellschaft, zwischen denen, die gut mit digitaler Technik und digitalen Arbeitsprozessen umgehen können und jenen, die keinen Zugang zu den Entwicklungen haben oder sich abhängen lassen. Prange: „Wir sind Getriebene der digitalen Entwicklung.“ Dies muss sich in der Schule, aber auch im Lernen wiederspiegeln.
Bei der Datenentwicklung beobachten wir derzeit ein exponentielles Wachstum, dabei haben wir für die bestehende Informationsflut noch nicht ausreichende Kompetenzen entwickelt, mit dieser umzugehen.

Etablierte Wissensanbieter wie Brockhaus haben hier einen Bedarf erkannt und bieten dafür entsprechende Medienkompetenzkurse an.

Brockhaus, kostenloser Kurs „Medienwissen


Ein renommierter Wissensanbieter bietet für Lehrkräfte und Bibliothekare einen entsprechenden Kurs an.

Medienwissen – Registrierung

Das Internet bietet uns eine hohe Informationsfreiheit mit einer hohen Diversität an Themen, Menschen etc., der hohen Demokratisierung beim Lernen und Zugang zum Wissen, aber auch einem hohen Grad an Austausch und Minderheitenmeinungen, die besser wahrgenommen werden können. Diesem Übermaß an Informationen, welches die Kehrseite dieser Medaille ist, wird begegnet durch Personalisierung der Angeboter mit möglichst passgenauer Information, deren Filterblase wir aktiv (Personen, Firmen, denen wir folgen) und passiv (Algorhythmen der Informationsanbieter aufgrund unserer preisgegebener Daten) mitgestalten. Hinzu kommt bei der Bewertung von Informationen, dass Jugendlich zunehmend Gatekeepern/Influencern ihr Vertrauen schenken und weniger etablierten Einrichtungen. Damit bewegen wir uns in einer Gemengelage von Misstrauen gegenüber Informationen, Filterblasen, Extrempositionen bei Meinungen und einer allgemeinen Orientierungslosigkeit.

Um so wichtiger ist das, was Bibliotheken als Informationskompetenz beschreiben, dass die Fragestellung verstanden und in Suchanfragen umgesetzt werden kann, in dem man variabel Suchbegriffe findet und in den richtigen Suchinstrumenten einsetzt und vor allem am Ende die Suchergebnisse in ausreichender Form beurteilen kann.

Medienkompetenzmodell nach Baacke

Das Thema ist auch Teil politischer Strategien, z.B.
„Bildung in der digitalen Welt : Strategie der Kultusministerkonferenz“, 2016, S. 15-18. – hier wird von 6 Kompetenzen ausgegangen.
Referenzrahmen Informationskompetenz, dbv, 2016 – hier wird von 5 Kompetenzclustern ausgegangen.

Wichtig ist, dass digitale Medien wichtig sind, dass man diese gestaltend benutzen kann in der eigenen Lehre. Wie vielerorts in Schulen fehlen auch in Bibliotheken noch sinnvolle Konzepte, zumal die Anforderungen in die Umsetzung sehr hoch sind. Der Zugang muss millieu- und zielgruppenspezifisch sein. Die Lernenden müssen bei ihren Interessen abgeholt werden, z.B. bei der Erstellung eines Videos statt eines Artikels. Das bedeutet ein Umdenken. „Wir gehen von Defiziten aus, nicht von dem, was unsere Lernenden schon können.“

Der oben beschriebene Brockhauskurs Medienwissen greift in 5 Themen die Wandlungsprozesse der Medien auf. Wie wirken soziale Medien. Welche Bedeutung haben Daten für die Zukunft? Wie nutze ich Medien kompetent?

Was bedeutet dies nun für die Alltagspraxis?
Lehrkräfte müssen das aktuelle Leben aufgreifen und sich darin schulen. Zudem braucht es mehr Dialog mit allen Beteiligten, d.h. Lehrern, Medienschützern, Bibliotheken usw. Derzeit wird das als Zusatzaufgabe betrachtet und bedeutet eine hohe Mehrarbeit für die einzelnen Lehrkräfte. Die Enwicklung wird weitergehen und die Lehrkräfte müssen in der Weiterbildung bezüglich ihrer eigenen Medienkompetenz unterstützt werden.

Wie sieht die Aufgabe von Bibliotheken in diesem Rahmen aus?
Schulbibliotheken müssen sich mit Medienzentren und untereinander vernetzen sowie selbst Unterrichtsmaterialien in Zusammenarbeit mit Lehrern erstellen. Sie müssen sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Dabei geschieht auch ein Wandel von Schulbibliotheken. Sie werden zur Lernumgebung, in der sich Schüler/Menschen erproben können (auch außerschulisch). Die schulbibliothekarische Fachkraft hat auch Aufgaben als Medienpädagogin und benötigt dafür ein fundiertes Grundwissen.
Bibliotheken selbst sind aber auch ein Sozialraum. Mit Kampagnen wie „Total digital!“ sollen sie sich auch bildungsfernen Schichten öffnen und ihnen so Bildung ermöglichen.

In dieser vom BMBF geförderten Kampagne läuft die zweite Antragsrunde noch bis 30. November 2018. Für Projekte kann man entsprechend der Förderrichtlinie des BMBF Honorare für MedienpädagogInnen, Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche sowie Sachkosten erhalten. Eine notwendige technische Ausstattung zur Umsetzung der Aktionen kann gemietet und in begründeten Ausnahmefällen angeschafft werden. Bei Bedarf unterstützt das dbv-Projektbüro bei der Antragsstellung.


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Umgang mit beschädigten, beschmutzten oder innen angestrichenen Büchern

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie gehen Sie in Ihrer Bibliothek damit um, wenn Sie ein Buch beschädigt oder mit Anstreichungen zurückerhalten, der Entleihende aber bestreitet, diese verursacht zu haben. Bei klaren Fällen ist es kein Problem, aber das ist ja selten der Fall.
Wenn im normalen Betrieb etwas auffällt, wird es im Buch vermerkt, damit der nächste Nutzer nichtdafür haftbar gemacht wird. Da aber in einer großen Bibliothek mit starker Lesesaalnutzung nicht jedes benutztes Buch nach der Nutzung kontrolliert werden kann, sind gerade Anstreichungen in Büchern, ausgeschnittene Grafiken, lose Seiten immer wieder ein Problem. Da die wenigsten Nutzer die Bücher vor der Entleihung prüfen und sich melden, führt dies an der Ausleihe natürlich immer wieder zu heftigen Diskussionen, wenn es dann um eine Ersatzbeschaffung oder Reparaturkosten geht.

Es wird a) in Schulungen auf diese Problematik hingewiesen und b) natürlich ist auch in der Nutzungsordnung eine Haftung durch den Nutzer geregelt, aber a) erreichen wir nur einen bestimmten Anteil der Nutzer durch Schulungen und b) noch weniger lesen sich freiwillig die „Bibliotheks-AGBs“ durch. Noch mehr Schilder und Warnhinweise helfen auch nicht wirklich weiter, weil man sich in dem Wust der Beschilderungen und Leitsysteme gar nicht mehr die Zeit nimmt, sie zu lesen oder sie überhaupt noch warnehmen kann.

Ich bin mit der Bestandspflege derzeit allein zuständig für ungefähr 2.000 Regalmeter (wenn ich der Statistik glauben darf). Das, was ich finden, entdecken, markieren kann, ist eben nur der Tropfen auf den heißen Stein. An der Ausleihe ist oft Hochbetrieb und es muss schnell gehen, so dass nicht immer bereits im Vorfeld bei der Entleihung eine Beschädigung entdeckt wird. Auch können die Nutzer sich die Bücher über den Selbstverbucher ausleihen.

Haben Sie in Ihrer Bibliothek eine Strategie, wie Sie mit dieser Problematik umgehen? Schaffen Sie es, jedes Buch regelmäßig auf äußerlich nicht so offensichtliche Beschädigungen zu prüfen? Wie geht Ihre Bibliothek in Zeiten knapper Etats damit um?


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Quelle: Mentalfloss


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Executive Producers: THOMAS RIDGEWELL (http://www.youtube.com/tom), BENJAMIN COOK & JACK HOWARD
Directed by TIMH & JACK HOWARD (http://www.youtube.com/jackhoward)

Schauspieler:
DANIEL J. LAYTON (http://www.youtube.com/danieljlayton)
MAWAAN RIZWAN (http://www.youtube.com/malumtv)
MITCHELL MULLEN
ISABELLA WHITEMAN
JACK HOWARD
& TIMH

Nebendarsteller:
GEORGE SHANKSTER (http://www.youtube.com/georaga)
KRYSTAL SMITH
VOLKAN KACAR
VIVIEN BRIDSON
JOE GOLBY
JACK HARRIES (http://www.youtube.com/jacksgap)
SHAWNA HOWSON (http://www.youtube.com/nanalew)
JUDY BUXTON
JASON STEELE (http://www.youtube.com/secretagentbob)
& CONOR JATTER AS „Jason Smythe McDougal Heinz“ (http://www.youtube.com/therhexperience)

With:
ROB COSH (http://www.youtube.com/shmonerd)
EVAN EDINGER (http://www.youtube.com/user/naveregnide)
RUSS „MONKEYWITHAGUN“
TOBI HAUTEKIET
FAWN MEAD(http://www.youtube.com/user/0titch0)
JAMIE CHRISTOPHERSON (http://www.youtube.com/jamiesface)
BEN POOLEY(http://www.youtube.com/user/downbeato…)
JON BARKER (http://www.youtube.com/user/MidTeaVlogs)
BRETT BALL (http://www.youtube.com/user/thebrettball)
LIAM DRYDEN (http://www.youtube.com/littleradge)
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OLIVIA BRITTAIN (http://www.youtube.com/straightfromsc…)
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RYAN WOODS

Fotografiedirektor: CIARAN O’BRIEN (http://www.youtube.com/funnycatvideos)
1st Assistant Director & Creative Consultant: SAMMY PAUL (http://www.youtube.com/sammy)
1st Assistant Camera: SAM CAPLAT (http://plasmacat.co.uk/)
2nd Assistant Camera: ALEX ODAM (https://www.youtube.com/thealexfrom1994)
3rd Assistant Camera: MATT AMYS
Sound Operators: ALEX ODAM & MATT AMYS (http://www.youtube.com/mattamys)
Weapons Expert: GEORGE SHANKSTER (http://www.youtube.com/georaga)
On-Set Photographer & Transport: KATT WADE (http://www.youtube.com/kattwade)
Costume ; Make-Up: KRYSTAL SMITH
Stunt Choreographers: JOE GOLBY (http://joegolby.sharepoint.com/Pages/…) & ED YOUNG.

VFX: ANDREW MCMURRY (http://www.youtube.com/user/AndrewMFilms)
Sounddesign: DAN PUGSLEY (http://www.danpugsley.co.uk/)
Music by TOM BARNES (http://www.tombarnesmusic.com/)Colour Grade by CIARAN O’BRIEN
Edited by TIMH & JACK HOWARD
End Credit Sequence by MICHAEL DEAN (http://www.youtube.com/filmmakermichael)

Production Manager/Artistic Director: KRYSTAL SMITH
Casting Director: ALI JARDINE (http://www.youtube.com/roguebluejay)

Produziert von TIMH
Co-Produzent: ALI JARDINE

Produktionsassistenten:
CHARLOTTE WRIGHT
JESSICA TAYLOR
JODIE STEDMEN
REBECCA GOSNELL
ISOBEL M JONES
MIRANDA MUNGAI
BRONTE WONG
PABLO BROWN-JENNETT
MADELAINE TARLING
MATT AMYS
JORDAN NICHOLLS
HAYDEN HILLIER-SMITH
CLAIRE JARVIS

Down River — THE TEMPER TRAP
End Credits song — JAMIE FINCH (https://twitter.com/Jamie_Anavae)
Check out „Anavae“ – http://www.youtube.com/anavaeVEVO

Director of „Behind the Scenes“ – GEORGE SHANKSTER
Camera Operators – GEORGE SHANKSTER & JORDAN NICHOLLS
BtS Assistant Camera Crew – ISOBEL M JONES, JODY STEDMEN, REBECCA GOSNELL

Special thanks to RUPERT ROBERTS, CHLOE DUNGATE, ELLY GARROD, JAMIE LENNOX, JEREMY PACK, HAZEL HAYES, TOBY DALE & MARC JOYNES.


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