Project: Library – Episode 1 – Überfällig

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Annotierte Linkliste #keepZBMED – Zweiter Teil

Die erste annotierte Linkliste #keepZBMED ist inzwischen so lang, dass ich hiermit eine neue anfange.


Wichtig bleibt der Hinweis auf die Online-Petition. Ich habe bereits unterschrieben. Sie auch?

Petition richtet sich an Gemeinsame Wissenschaftskonferenz : Keep ZB MED – gegen die Schliessung von ZB MED, Change.org

In der Petition heißt es:

Wir sind nicht damit einverstanden, dass man Forschungsinfrastruktureinrichtungen mit den gleichen Maßstäben evaluiert wie Forschungsinstitute. Hier verkennt der Senat der Leibniz-Gemeinschaft die Aufgaben und Anforderungen an Wissenschaftliche Bibliotheken. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufbereitung und dem Verfügbarmachen wissenschaftlicher Information als Grundlage für wissenschaftliche Forschung.


Mumenthaler, Rudolf: #keepZBMED: es geht weiter, Rudolf Mumenthaler

Unser Ziel besteht darin, anfangs Mai zuhanden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (für die Sitzung am 24.5.) mindestens 5000 Unterschriften einreichen zu können. Wer noch nicht unterschrieben hat, kann dies also noch bis zum 30.4. tun – und man kann auch Kolleginnen ermuntern, sich an der Petition zu beteiligen. Wichtig ist zum einen die Zahl der Unterschriften (je mehr desto besser). Besonders wertvoll sind zum andern Kommentare von Nutzerinnen und Nutzern von ZB MED, vor allem von Studierenden, Forschenden, Praktikerinnen und Praktikern aus den Bereichen Medizin und Life Sciences, die belegen, wie wichtig ZB MED für ihre Arbeit ist.


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Annotierte Linkliste #keepZBMED

Teil 2 der annotierten Linkliste #keepZBMED

Petition richtet sich an Gemeinsame Wissenschaftskonferenz : Keep ZB MED – gegen die Schliessung von ZB MED, Change.org

In der Petition heißt es:

Wir sind nicht damit einverstanden, dass man Forschungsinfrastruktureinrichtungen mit den gleichen Maßstäben evaluiert wie Forschungsinstitute. Hier verkennt der Senat der Leibniz-Gemeinschaft die Aufgaben und Anforderungen an Wissenschaftliche Bibliotheken. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufbereitung und dem Verfügbarmachen wissenschaftlicher Information als Grundlage für wissenschaftliche Forschung.

Mit großen Bauchschmerzen, entsprechender Wut und gefühlter Hilflosigkeit habe ich heute die Nachrichten über die Schließung der ZB MED gelesen. 🙁

Korwitz, Ulrich: [Medibib] Ergebnis der Evaluierung ZB MED

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es fällt mir sehr schwer, Ihnen das Folgende mitzuteilen, aber es muss sein:

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat soeben beschlossen, Bund und Ländern zu empfehlen, ZB MED ab 2017 nicht mehr gemeinsam zu fördern. ZB MED als von Bund und Ländern geförderte Einrichtung wird damit in spätestens 3 ½ Jahren abgewickelt werden.

Morgen ist die Pressemitteilung der Leibniz-Gemeinschaft verfügbar, in der Details stehen.

Die Entscheidung trifft alle 119 Kolleginnen und Kollegen in ZB MED schwer. Wir werden die Situation zusammen mit dem Ministerium in Ruhe analysieren und mögliche Konsequenzen betrachten. Der Abwicklungsprozess streckt sich bis mindestens Ende 2018, wahrscheinlich sogar bis Ende 2019 hin. Es wird Alternativen zum jetzigen Status geben.

Mit bestem Gruß
Korwitz

Diskussion auf MedLib


Twittersuchen: ZB MED, #KeepZBMED, @ZB_MED, #zbmed


Dieser Aussage kann ich nur zustimmen:


Stellungnahme zur Deutschen Zentralbibliothek für Medizin – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, Köln / Bonn (ZB MED)


Leibniz-Einrichtungen in Dresden, Köln/Bonn, Großbeeren/Erfurt und Kühlungsborn evaluiert, Presseerklärung, Leibniz Gemeinschaft (Englische Version)

Darüber hinaus entspricht eine vierte Leibniz-Einrichtung nicht mehr den Qualitätsstandards: Für die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin in Köln und Bonn empfiehlt der Senat, die gemeinsame Förderung von Bund und Ländern zu beenden.

Zur Deutschen Zentralbibliothek für Medizin – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften, Köln und Bonn (ZB MED) heißt es:

Es fehle insbesondere ein überzeugendes Forschungskonzept, auf dessen Grundlage die digitalen Angebote weiterentwickelt werden könnten. Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit benachbarten Hochschulen in Forschung und Entwicklung würden kaum ausgeschöpft. Auch sei in den vergangenen vier Jahren die Empfehlung nicht umgesetzt worden, die informationswissenschaftliche Kompetenz an der ZB MED deutlich zu stärken.

Der Leibniz-Senat sieht darüber hinaus keine hinreichende Strategie, wie die digitalen Angebote der ZB MED auf dem hochkompetitiven Fachinformationsmarkt positioniert werden könnten. Gleichzeitig hat die Tätigkeit der ZB MED in der Literaturversorgung über Lieferdienste in den vergangenen vier Jahren weiter spürbar an Bedeutung verloren.

Angesichts der kritischen Gesamtsituation empfiehlt der Senat Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung der ZB MED zu beenden.

Diskussion auf Twitter


Schwarzer Tag für ZB MED und die deutsche lebenswissenschaftliche Forschung : Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Abwicklung von ZB MED, ZB MED

In der Begründung durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft wird verkannt, dass sich ZB MED mit digitalen Angeboten auf dem nationalen oder internationalen Markt behauptet.

Mit der Einstellung der Förderung von ZB MED wird die Wissenschaftslandschaft in Deutschland um eine bedeutende und anerkannte Einrichtung ärmer.


Über wieviel Einsparpotential da geredet wird, zeigt die Statistik in diesem Tweet:


Mumenthaler, Rudolf: Abwicklung der ZBMED beschlossen

Mumenthaler selbst Mitglied Mitglied eines Expertengremiums der ZB MED schreibt:

wie die Evaluatoren von 2015 war und bin ich beeindruckt von den erreichten Veränderungen. Eine Vorgabe des Senats konnte aber klar nicht erfüllt werden: die Ausrichtung auf Forschung, die Entwicklung einer Forschungsstrategie, die enge Zusammenarbeit mit Forschenden sowie die Mitwirkung bei studentischen wissenschaftlichen Arbeiten. ZB MED hat sich weiterhin als Bibliothek verstanden, die sich als überregionale Forschungsinfrastruktureinrichtung zu positionieren begann.

In Bezug auf die fehlende Forschungsausrichtung schreibt er:

… die Vorgaben [des Senats, Anm. d. Verf.] waren in der kurzen Zeit nicht zu erfüllen, und die Ausrichtung auf Forschung ist eigentlich Unsinn. Die fehlende Forschungsstrategie war denn auch das Hauptargument. Die Experten haben dringenden Nachholbedarf gesehen, haben aber die Weiterführung unterstützt. Mit diesen Argumenten könnte man wohl fast alle überregional ausgerichteten Bibliotheken abwickeln.

Als Beirat von ZBMED bin ich empört! Und als Mitwirkender in Projekten von ZB MED versichere ich allen Mitarbeitenden mein Mitgefühl. Wenn ich etwas für euch tun kann, lasst es mich wissen!

Mumenthaler ergänzte seinen Beitrag am 19.03. und fragt:

… kann man diese GWK noch umstimmen? Formal scheint das möglich. Dann schlage ich vor, dass wir gemeinsam die Stimme erheben und gegen den unsinnigen Entscheid protestieren. Ich bin schon mal sicher, dass der Vertreter von NRW auch gegen die Empfehlung ist. Immerhin hat man eigens ein Gesetz verabschiedet, um die Stiftungsgründung von ZB MED zu ermöglichen. Wie schätzt ihr das ein?


Bei Password online heißt es: ZB MED wird abgewickelt

Der mittlerweile weit fortgeschrittene Abbruch der Fachinformationseinrichtungen setzt sich fort
Keine Fortsetzung der Förderung, obgleich vier von fünf Arbeitsbereichen rundum positiv bewertet wurden

Die Entscheidung des Senates steht im Widerspruch zu dem Bewertungsbericht seiner Gutachter. Damit drängen sich weitgehende Parallelen zu der seinerzeitigen Abwicklung des Fachinformationszentrums Chemie auf, als der Senat gleichfalls eine Weiterförderung im Widerspruch zu der eigenen Bewertungskommission ablehnte. Abermals gelangt der Senat zu seiner Entscheidung, weil er das Kerngeschäft von Fachinformationszentren und wissenschaftlichen Bibliotheken gering schätzt und die Weiterförderung praktisch ausschließlich von deren Forschungsleistungen abhängig macht.



Hauschke, Christian: Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Beendung der ZB-MED-Förderung, Infobib
Zurecht urteilt Hauschke:

Dieser Beschluss ist nichts weniger als ein bibliothekarisches Erdbeben. Setzt sich hier ein Trend fort, auf zentrale Informationsinfrastrukturen bewusst zu verzichten? Auch auf Reaktionen aus der Medizin bin ich gespannt.

Und jetzt sind viele Fragen offen, sowohl was die Situation der Mitarbeiterinnen der ZB MED angeht, als auch zur Wahrnehmung der als sinnvoll beurteilten Aufgaben der ZB MED.

Am Ende seines Beitrag macht Hauscke darauf aufmerksam:

PS: Die ZB MED hatte übrigens vor drei Tagen ein neues Blog begonnen, um die begonnene Neuausrichtung zu kommunizieren…


Im Blog der ZB MED heißt es heute zu dieser Meldung kurz:

Jetzt ist unser Blog gerade einmal ein paar Tage alt und schon gibt es schlechte Neuigkeiten für uns. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat Bund und Ländern empfohlen, ZB MED nicht weiter zu fördern. Wir haben dazu gerade eine Pressemitteilung herausgegeben. Was das für uns und unsere Services bedeutet, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen, wir werden Sie aber darüber auch hier im Blog auf dem Laufenden halten.



Obst, Oliver: ZB Med Köln vor dem Aus: Abwicklung bis 2019, Medinfo

In Anbetracht des unschätzbaren (doch schätzbaren?) Wertes der ZB Med ist der Schock in der Community groß. Es wird nun interessant und wichtig sein, die genauen Gründe zu erfahren und zu analysieren – auch vor dem Hintergrund des „Strategiewechsels“ Fakten statt Literatur beim DIMDI, um die Frage beantworten zu können: Was bedeutet das für mich als Patient, als Forscher, als Bibliothekar?





Hauschke, Christian: ZB MED: Was meinte die Bewertungsgruppe, was will der Senat?, infobib

Was macht der Senat daraus?

Aus dem „gut“ zu PB 1a wird: „Den erreichten Stand beurteilt der Senat als nicht hinreichend.“
Aus dem „sehr gut“ zu PB 1a und PB 2 mit noch bestehendem Klärungsbedarf wird: Die „für die Zukunftsfähigkeit der ZB MED wesentliche strategische Frage […] ist nicht hinreichend beantwortet.“



Auch auf Inetbib gibt es eine (hoffentlich) beginnende Diskussion zu diesem Thema.
Brintzinger, Klaus-Rainer zur ZB MED auf Inetbib.

Das berufliche Schicksal von 119 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist derzeit weitgehend ungewiss. Der VDB erklärt sich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen der ZB MED. Die Rechtskommission des VDB bietet im Bedarfsfall praktische Unterstützung in beamten- und arbeitsrechtlichen Fragen.

Wir rufen die bibliothekarischen wie die fachlichen Verbände und die Kolleginnen und Kollegen auf, zusammenzuwirken um die drohende Schließung der ZB MED zu verhindern.


Wer sein Mitgefühl zeigen und zum Erhalt der ZB MED aufrufen möchte, sollte das Hashtag #keepZBMed verwenden.




Offizielle Erklärung der Arbeitsgemeinschaft für Spezialbibliotheken
Grund, Sonja: Für den Erhalt der ZB MED, ASpB

Mit großem Bedauern haben wir die Entscheidung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft über den Fortbestand der ZB MED als Leibniz-Einrichtung zur Kenntnis genommen.
Die Stellungnahme des Senats hat ausdrücklich empfohlen, die Bestände der ZB MED weiterhin zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen. Vor diesem Hintergrund appellieren die Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken und die Sektion 5 im dbv nachdrücklich an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, die ZB MED als Bibliothek, wenn auch möglicherweise mit einem veränderten Auftrag, für das deutsche Bibliothekswesen zu erhalten.


Ende für Kölner ZB Med : Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Abwicklung der ZB Med, Köln Nachrichten

Die Einrichtung stellt seit 43 Jahren mit seinen vielfältigen Aktivitäten die überregionale Informationsversorgung in den Lebenswissenschaften, vor allem der Medizin, sicher. Dies leistet die Einrichtung seit 43 Jahren mit großem Erfolg. Die meisten der 119 Beschäftigten dürften in anderen Teilen der Landesbehörden einen neuen Job finden, diese Zusage gilt aber nicht alle ZB-Mitarbeiter, wie es dazu weiter hieß. Die Abwicklung der Einrichtung wird sich nach Einschätzung der Verantwortlichen voraussichtlich bis Ende 2018, möglicherweise noch ein Jahr länger hinziehen.


Hobohm, Christoph: Offene Briefe im “Scherbenhaufen”, LIS in Potsdam
Hobohm betrachtet das Scheitern der ZB MED im Gesamtkontext der Informationswissenschaften:

So verlieren wir mit dem Tod von Jürgen Krause und Rainer Hammwöhner zwei der prominentesten Personen und mit dem Institut für Informationswissenschaft der Uni Düsseldorf und der Zentralbibliothek für Medizin zeitnah mit einem Schlag zwei wichtige Institutionen.

Ich frage mich gerade wirklich, wie ich das meinen Studierenden erklären soll.



Trapp, Markus: Petition gegen die Schließung der ZB MED, Text&Blog


Markus schreibt in seinem aktuellen Beitrag:

Nur der breite Protest hilft, deshalb bitte ich um die Unterstützung für diese Kampagne, die Kollege Rudi Mummenthaler dankenswerterweise gestern angestoßen hat





Offizielle Erklärung des VDB
Söllner, Konstanze: VDB sieht Empfehlung des Senats der WGL zur Förderung der ZB MED mit großer Sorge, VDB

Der VDB betont, dass erfolgreiche Forschung und Lehre effiziente Infrastrukturen voraussetzen, wie sie gerade große und leistungsfähige Bibliotheken darstellen. Der VDB befürchtet bei einer Abwicklung der ZB MED einen großen und irreversiblen Schaden für die Informationsversorgung in den gesamten Lebenswissenschaften. Die vermeintlichen Einsparungen, die mit einer Schließung erzielt werden könnten, stehen in keinem Verhältnis zu den dann an anderer Stelle in vielfacher Summe anfallenden Mehrausgaben.
Der VDB fordert Bund und Länder als finanzielle Träger der ZB MED auf, vor einer möglichen Umsetzung der Empfehlung des Senats der WGL das intensive Gespräch mit der Fachwelt und den Betroffenen zu suchen und dabei sowohl die hohe Bedeutung der ZB MED für die gesamte deutsche und internationale Informationsinfrastruktur als auch die positive Evaluierung der bibliothekarischen Serviceleistungen der ZB MED zur Kenntnis zu nehmen.




Die Selbstmobilisierung der Branche hat begonnen, Password-Online

Die Selbst-Mobilisierung der Informationsbranche gegen den Abwicklungsbeschluss des Senates der Leibniz Gemeinschaft hat begonnen. Schon jetzt kann gesagt werden: Das läuft diesmal besser als die seinerzeitige Abwicklung von FIZ CHEMIE.



ZB MED adé: Deutschland schafft seine medizinische Informationsversorgung ab, LifeGen.de

Innenminister Thomas de Maizière lamentiert nach den Anschlägen des Islamischen Staates in Brüssel über “Datentöpfe”, während zeitgleich in Deutschland die wissenschaftliche Informationsversorgung eingestampft wird: Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB Med) blickt ihrem Ende entgegen.

Mit der Einstellung der Förderung von ZB MED wird die Wissenschaftslandschaft in Deutschland um eine bedeutende und anerkannte Einrichtung ärmer.



Offizielle Erklärung der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen
Auf der Startseite der AGMB heißt es:

Für die Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen e.V. ist die ZB MED ein unerlässlicher Partner und erste Adresse in vielen Belangen rund um das Medizinische Bibliothekswesen. Nicht nur der Bestand, auch sämtliche durch die ZB MED erbrachten Dienstleistungen kommen unseren Mitgliedern und ihren Nutzern zu Gute; Dienstleistungen, die in dem Umfang von keiner einzelnen medizinischen Bibliothek allein erbracht werden können. Wie wichtig die ZB MED für die AGMB ist, zeigt auch der rege Austausch auf unseren Jahrestagungen, auf denen die ZB MED immer präsent ist.

Daher haben auch wir mit großem Bedauern die Entscheidung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft über den Fortbestand der ZB MED als Leibniz-Einrichtung zur Kenntnis genommen und möchten uns dem Appell der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken und der Sektion 5 im dbv an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz anschließen, die ZB MED als Bibliothek, wenn auch möglicherweise mit einem veränderten Auftrag, für das deutsche Bibliothekswesen zu erhalten.


ZB-MED ist überall – und die Bedeutung für die Information Professionals, Infobroker Blog
Infobroker stellt im Beitrag fest:

Die ZB-MED fungiert sicherlich auch als Information Professional, wenn es um die Lokalisierung von Informationen aus dem medizinischen Sektor geht. Für Abteilungen der Forschung & Entwicklung in vielen Disziplinen fällt ein wichtiger Dienstleister und Partner aus. In diesem Fall haben die Auswirkungen schwerwiegende wirtschaftliche Folgen. Projekte werden ohne lückenlose Recherche zum Wagnis. Fehlentscheidungen führen zu erhöhten Kosten und die Risiken können sogar Leben gefährden.


Offizielle Stellungnahme des Verbandes der Bibliotheken des Landes NRW e.V
Stellungnahme zur Entscheidung gegen weitere Förderung von ZB MED

Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen hat die am 17. März 2016 veröffentlichte Empfehlung des Senats der Leibniz-Gemeinschaft zur Beendigung der Bund-Länder-Förderung der Zentralbibliothek der Medizin mit Erstaunen und Unverständnis zur Kenntnis genommen.

Aufgrund des nach wie vor hervorragenden Bestandes wird sich mit der Abwicklung der ZB MED auch die Informationsversorgung der lebenswissenschaftlichen Fächer drastisch verschlechtern. Wie sich dies dann in der Folge auf Wissenschaft, Forschung und Krankenversorgung auswirken wird, ist derzeit nicht abzuschätzen.

Der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen appelliert deshalb an die Entscheidungsträger in Politik und Landesverwaltung, die ZB MED real und perspektivisch zu unterstützen und die geeigneten Maßnahmen im Sinne des Modernisierungskonzeptes für einen Fortbestand dieser wichtigen Bibliothek zu treffen.




Mumenthaler, Rudolf: Kann ZB MED gerettet werden? #keepzbmed, Rudolf Mumenthaler

Nach dem ersten Schock über den Beschluss des Senats der Leibniz-Gemeinschaft, der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) zu empfehlen, ZB MED nicht mehr zu unterstützen, regt sich beträchtlicher Widerstand. Offizielle Gremien haben sich bereits mit Stellungnahmen geäussert, andere bereiten solche vor. Noch ist unklar, wie die Rettung gelingen kann und wer schliesslich für eine weitere finanzielle Förderung zuständig sein wird. Die von mir lancierte offene Petition erfährt regen Zuspruch – innerhalb der ersten drei Tage haben sie bereits über 1400 Personen mit unterschiedlichstem Hintergrund und aus zahlreichen Ländern unterzeichnet.

Zur Petion

Ich bin als Optimist überzeugt, dass die Rettung von ZB MED gelingt, wenn sich möglichst viele Menschen und Organisationen gegen die geplante Schliessung von ZB MED als überregionale Forschungsinfrastruktureinrichtung wehren. Garantien gibt es allerdings keine. Danke auch im Namen der Mitarbeitenden von ZB MED für eure Unterstützung!


Evidenz in der Medizin : Medizinische Literaturdatenbanken in Deutschland vor dem Aus, DAZ.online

Die evidenzbasierte Medizin in Deutschland könnte vor einem herben Rückschlag stehen: Wichtige Informationsangebote sollen eingestellt werden. So verkündete das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) im Februar, seine Literaturdatenbanken zum Ende des Jahres 2016 praktisch komplett aufzugeben – und nur einen Teil des Angebots an die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) abzugeben.

Doch diese könnte nach einer negativen Begutachtung geschlossen werden. „Für das deutsche Gesundheitswesen ist das katastrophal, weil es dann keinen Zugang zu der Literatur mehr gibt“, sagt Helge Knüttel, der bei der Universitätsbibliothek Regensburg für die Informationsvermittlung in der Medizin zuständig ist.

Aus dem Haus von Gesundheitsminister Gröhe kam auf Anfrage von DAZ.online nur ein kurzes Statement: „Nach der Empfehlung der Leibniz-Gemeinschaft geht es für das Bundesgesundheitsministerium jetzt darum, gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) weitere Schritte zu beraten“, schreibt es. „In den Beratungen werden auch die von Ihnen angesprochenen Fragen eine Rolle spielen.“

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[Zitat] Unkommentiert – 2005

We were there to celebrate some of the rare intelligence capabilities that our country can actually be proud of — those of librarians. I see them as healers and magicians. Librarians can tease out of inarticulate individuals enough information about what they are after to lead them on to the path of connection. They are trail guides through the forest of shelves and aisles — you turn a person loose who has limited skills, and he’ll be walloped by the branches. But librarians match up readers with the right books. . . .

Anne Lamott (Auszug aus dem Essay “In Steinbeck Country, We Said No to Closing the Libraries” vom 4. Juni 2005)

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[Bildzitat] Unkommentiert – Entstehungsjahr 2004

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“The Library” von Gecko

Deep in the tropics of North London some lizards are stirring!

Nachdem 2013 in der Biblioblogosphäre und darüber hinaus sehr vielfältig und kritisch über das dbv-“Imagevideo” diskutiert wurde, ist das nun folgende Video eine frische und kreative Alternative mit einer eingängigen Melodie und dem dazu passendenText. Meiner Meinung nach wäre der folgende Song als Hintergrundsmusik zu einem Imagevideo doch ideal geeignet die Perspektive der Nutzer einzunehmen und die richtige Begeisterung für einen Besuch einer solchen Einrichtung zu vermitteln. Der Song transportiert auch Kritik an Studiengebühren, die Kürzungs- und Schließungsmaßnahmen durch James Cameron und Boris Johnson. Vielen mag dieser zu politisch sein, aber die Band versucht auf Mißstände im Bibliothekswesen und in der Bildungspolitik von Großbritannien aufmerksam zu machen und verwendet hierbei die Musikrichtung des Raggae, die ja in ihrem Kern oft politische Botschaften verkündete und immer wieder auf Armut hinwies, sowie Widerstand gegen Unterdrückungsmaßnahmen durch Regierungen forderte. Letztlich ist in bestimmten Zeiten und Ländern, in den Kürzungen und Schließungen durch Regierungen und Kommunalverwaltungen durchgesetzt werden, oftmals auch eine Re-politisierung der Bürger, Nutzer, Bibliothekare und Bibliothekarinnen von großer Bedeutung, um in der sogenannten Aufmerksamkeitsökonomie Gehör zu finden und auch in den Medien nicht nur einfach vorzukommen, sondern auch ein Image und eine Botschaft zu transportieren mit dem Ziel möglichst viele Menschen anzusprechen.

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Gelesen in Biblioblogs (24.KW’13) – Vertretung Lesewolke

Letzte Woche gab es wieder unterschiedliche interessante Neuigkeiten aus der Bibliotheks-, Informations- und Buchwelt. Das Team hat folgende Beitragsempfehlungen zusammengestellt:

Im Artikel “You Won’t Finish This Article: Why people online don’t read to the end” von im Slate Magazine wird erklärt, weshalb wir Online-Artikel nicht zu Ende lesen. Warum und wie weit man im Schnitt kommt zeigt dieser englischsprachige Artikel auch anhand von Infografiken auf.

Services in Bibliotheken ändern sich zur Zeit stark, um Bibliotheken gegenüber Internet und neue Medien bieten konkurrenzfähig zu halten. Bibliothekarinnen und Bibliothekare müssen sich mehr auf ihre Kundengruppe und ihre Trägerorganisation einlassen. Dies geschieht zunehmend in Form des “Embedded Librarian”, d.h. des integrierten Bibliothekars. Das Blog Service für One-Person Libraries macht auf die neuste Checkliste für OPLs aufmerksam. Wie so eine Form aussehen kann, kann man anhan der 38. Checkliste für “Embedded Librarianship” von Anne Jacobs, Düsseldorf einmal nachvollziehen. Ist dies auch etwas für Ihre Einrichtung?

Die SLUB Dresden hat den 3. Platz des dbb Innovationspreises 2013 mit Goobi gewonnen. In ihrem Blogbeitrag feiern sie nicht nur diese Auszeichnung, sondern erklären auch, warum sie auf Open Source Software setzen und solche, z.B. mit Goobi, auch selbst (mit)entwickeln.

DRM… Igitt findet Buchhändlerin Luise Schitteck in ihrem Blog “eLuise – do bookdealers dream of electric books”. Sie schreibt ihre Sicht der Dinge und ich bin mir sicher, viele Bibliothekarinnen und Bibliothekare werden ihr beipflichten.

Einen Überblick über 250 großartige Bibliotheken der Welt hat George M. Eberhart zusammengestellt. Jeder Eintrag ist mit einem Link und einem kleinen Kommentar versehen.

Die Gewinner des MOOC Production Fellowship zum Thema “Lehren und Lernen im Web” stehen fest.  Eine der Gewinnerinnen ist Christina Maria Schollerer mit “The Future of Storytelling” von der FH Potsdam.

Jürgen Plieninger beantwortete in Teil 1 seines Blogeintrags auf Agora Wissen die Frage, ob Twitter in der Wissenschaftskommunikation sinnvoll ist.

Die Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Berlin-Pankow wird dazu gezwungen, Bücher aus ihrem Bestand auszusondern! Laut Vorgaben vom Amt für Kultur soll die ehrenamtlich geführte Bibliothek wie “normale” öffentliche Bibliotheken jährlich 15% ihrer Bestände abbauen. Doch irgendwann wäre bei der Fortführung nach dieser “Logik” aufgrund des schon geringen Etats, kaum überhaupt ein Buchbestand am Ende mehr vorhanden. Für den 19.6. sollen vier BibliothekarInnen des Bezirks zur Unterstützung beim Bestandsabbau verpflichtet werden, jedoch: “Ausgeliehene Bücher können aber nicht ausgesondert werden! Wenn Ihr helft gerade diese Bücher zu retten und sie ausleiht, können sie am kommenden Mittwoch nicht aussortiert werden.”

In Großbritannien und den USA sind wieder einige öffentliche Bibliotheken von der endgültigen Schließung betroffen, so z.B. 9 Bibliotheken allein in Sunderland. Die mediale Aufmerksamkeit in Form von Petitionen, Aktionen und der Schaffung von mehr Öffentlichkeit scheint dort viel mehr vorhanden zu sein, als beispielsweise hierzulande, wo manchmal bei Schließungen von Stadtteilbibliotheken in überregionalen Medien und im Web 2.0 selten von Aktionen und Kampagnen berichtet wird, um diese zu verhindern. Der bedrohten Schließung der Queens Library kann durch das Verfassen von Petitionen an die gewählten Volksvertreter begegnet werden, wobei es auf der Webseite Save Queens Library ein vorgefertigtes Formular gibt. PublicLibraryNews geben auf ihrer Webseite wirkungsvolle Tipps für mögliche Kampagnen, um Öffentlichkeit zu schaffen.  Carolyn McIntyre fasst zusammen, was den geplanten Schließungen in New York und London gemeinsam ist: “Both are eliminating their public libraries against the will of the public and replacing them with luxury housing, using secretive, deceptive tactics. Budget cuts resulting in extremely profitable deals for . . . . whom exactly?” Berlin ist also vermutlich auch bald gefährdeter als es jetzt schon bereit ist sich einzugestehen, wenn durch den neuen ZLB-Bau dezentrale Stadtteilbibliotheken womöglich ebenso von Schließungen bzw. weiteren Umwandlungen (in ehrenamtlich geführte Einrichtungen) bedroht sein könnten. Die Verkürzung von Öffnungszeiten und die Schließung in den Sommerferien sind vor allem in Berlin Mitte an der Tagesordnung.

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“Once upon a time”: Ein Plädoyer gegen Bibliotheksschließungen

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[Bildzitat] Unkommentiert – Entstehungsjahr unbekannt

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Aus aktuellem Anlass: Ein Dokumentarfilm zur Bücherrettung der Gazi Husrev-Beg Bibliothek im Jahr 1992

“A biblioclasm or libricide is always totemic of the loss of the better parts of our nature, and the 1992 devastation of Sarajevo’s library was an iconic moment in the devastating war, a symbol of the assault on culture, dialogue, subtlety, multiplicity, and language. The constitutional text that has frozen Bosnia into its compulsory ethnic identity-lines is seen by many as a continuing of this loss – but the plurality of Balkan voices, from the writers who have emerged since the war to the stories of those who struggled to salvage the manuscripts, still speaks to the strength of dialogue, even in book-burning times.” Heather McRobie

Im Januar diesen Jahres wurde im Blog über eine vorübergehende Schließung der National- und Universitätsbibliothek (NUBBiH) in Sarajevo berichtet, die meines Erachtens aufgrund ihres maurischen Stils große architektonische Ähnlichkeit mit der großen Synagoge in der Dohánystraße (Tabakgasse) in Budapest aufweist.Ich denke, es handelte es sich um einen internationalen Weckruf/, um auf die angespannte finanzielle Situation der Bibliothek aufmerksam zu machen und aufgrund der Tatsache, dass es zurzeit eine Renovierung der Innenarchitektur gibt. Weitere Infos auf Englisch oder Deutsch zur Wiederöffnung der Einrichtung fand ich nicht. Die Problematik des multiethnischen Regierens nach einem Bürgerkrieg und einer vierjährigen Belagerung dieser Stadt wurde versucht näher zu erläutern, da nach dem Friedensabkommen von Dayton 1995 neben der Förderation Bosnien und Herzegowina noch die Republika Srpska und der Distrikt Brčko hinzukamen.

Vor exakt 20 Jahren und einem Monat, in der Nacht vom 25.08. auf den 26.08. brannte die Bibliothek. Laut Dubravko Lovrenović, dem heutigen Kulturminister, hat sich das Land von dieser Zerstörung bis heute nicht erholt. Die National- und Universitätsbibliothek brannte zwei Tage lang und Heckenschützen verhinderten den Einsatz der städtischen Feuerwehr oder andere zivile Löschversuche. Nach Auskünften der Stadtverwaltung sollen die Renovierungsarbeiten 2014 abgeschlossen sein. Das alles ist noch Zukunftsmusik und noch ist das kein sicheres Datum, aber es wäre durchaus begrüßenswert einer der nächsten IFLA-Kongreße (nach 2014) in Sarajevo stattfinden zu lassen, um symbolisch die Bedeutung dieser Einrichtung zu würdigen. Weitere interessante Links zur Geschichte, Videos und Facebookseite sind am Ende dieses Beitrags angefügt.

Im Dokumentarfilm “For the Love of Books: Sarajevo Story“, geht es um eine Gruppe von Buchliebhabern bzw. mutige Bürger Sarajevos, die ihr Leben riskierten, um ca. 10.000 Bände der Gazi Husrev-Beg Bibliothek aus dem Jahr 1537 zu retten, die Teil der National- und Universitätsbibliothek sind. Der Film basiert auf eine wahre Begebenheit im Jahr 1992. Die Wertschätzung von Büchern und Bibliotheken wird hierbei deutlich, da sie kultur-, erinnerungs- und identitätsstiftend für eine Kultur sind.

Gefunden: via FU Berlin Biblioblog und BiB-Facebookseite

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