Happy BlogDay!

Jeder braucht einen Feiertag und warum sollten nicht auch Blogger ihren eigenen Feiertag haben? Heute ist es so weit.

BlogDay was created with the belief that bloggers should have one day dedicated to getting to know other bloggers from other countries and areas of interest. On that day Bloggers will recommend other blogs to their blog visitors.
With the goal in mind, on this day every blogger will post a recommendation of 5 new blogs. This way, all blog readers will find themselves leaping around and discovering new, previously unknown blogs. [Quelle]

Und ganz dieser Tradition verhaftet – Tradition darf man glaube beim 5. Jahrestag sagen – folgen jetzt 5 Blogs, die ich weiterempfehle:

Schulbibliotheks-Blog – Bibliothek der Latina August Hermann Francke, Landesgymnasium in den Franckeschen Stiftungen – interessante Beiträge aus dem Alltag der Bibliothek

Biblioblog der Universitätsbibliothek der Freien Universität – Posts, die sich nicht nur mit der Nabelschau der eigenen Bibliothek beschäftigen

Schokolade-Blog – das Blog für gehaltvollen Content

Manga zeichnen lernen – Tutorial zum Zeichnen eigener Mangas

Informationsportal für die zukünftige Gemeinde Börde-Hakel – für die Gedanken an die Heimat 🙂

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In eigener Sache

Das Blog läuft. Das ist die gute Nachricht dieses Umzuges. Es hängt und ächzt noch an einigen Stellen und was meine Mitautoren angeht, müssen sie sich wohl erst an das englischsprachige Backend gewöhnen. Aber zumindest haben unserer Leser jetzt das Vergnügen, schneller an die Nachrichten zu kommen. Also trotz der Kleinigkeiten die noch getan werden müssen, ist der Providerwechsel somit als erfolgreich abgeschlossen anzusehen. 🙂

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In eigener Sache

So, ich weiß, die Geschwindigkeit ist grausam und ich bin dankbar für jeden unserer Leser, der sich die Mühe macht und die Zeit investiert, um die Seite doch anzuschauen. Doch jetzt wird es besser. Trotz derzeit fehlendem regelmäßigem Internetzugang und Umzug zieht auch das Blog demnächst zu einem anderen Anbieter und auf einen neuen Server um und ist dann schneller und hoffentlich auch zuverlässiger erreichbar. 🙂

Der Umzug soll um den ersten Juni herum passieren, so dass das Blog vorübergehend gar nicht erreichbar ist oder es zu kleineren technischen Problemen kommen kann. :naja: Hoffen wir das beste. Die ersten Tests laufen jedenfalls schon. :cheesy:

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Blogtuning

Habe den Sonntagabend genutzt, um ein wenig am Blogtuning zu arbeiten. Daher sind verschiedene Widgets verschwunden, bestimmte Zusatzinformationsangebote verschwunden. Vielen Dank für die vielen Ratschläge von Edlef Stabenau über Twitter.
Das Tuning ist natürlich ein Tropfen auf den heißen Stein, da das eigentliche Problem bei Strato liegt. Die Datenbankanbindung ist das Nadelör. Eine schnelle Problembehebung ist leider nicht in Sicht, da der Vertrag mit Strato noch einige Monate geht.

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LIBREAS Ausgabe #14 ist da

Libreas Ausgabe14

Es ist soweit. Die LIBREAS-Redaktion hat ihr neues Baby in die Öffentlichkeit entlassen. Themenschwerpunkt ist “Open Access und Geisteswissenschaften”.

Editorial zur Ausgabe 14: Open Access und Geisteswissenschaften

Schwerpunkt

Postmoderne Wissensorganisation oder: Wie subversiv ist Wikipedia? – Dina Brandt | Anschlussdiskussion zwischen Ben Kaden und Dina Brandt

If Malinowski had been a Blogger – Leah Rosenblum

Open Access und Geschichtswissenschaften – Notwendigkeit, Chancen, Probleme – Lilian Landes

Not Your Parents’ History Professors: An Introduction to Three Digital Humanists – Elisabeth Mead Cavert Scheibel

Bedeutung und Praxis von Open Access an der HU-Berlin – Nicole Henschel

Antrittsvorlesungen

The Work that Vanished – Michael Seadle

Signal. Information. Zeichen. Zu den Bedingungen des Verstehens in semantischen Netzen – Stefan Gradmann

Beiträge

The Impact of Economic Recessions on Libraries: A Past, Present, and Future View from Minnesota – Anne Mostad-Jensen

21 Gute Gründe für gute Bibliotheken – Rainer Strzolka

Berichte

Bericht über den Abschluss-Workshop des DFG-Projekts “Konzeptionelle Entwicklung einer Forschungsinfrastruktur für die e-Humanities in Deutschland” am 22.01.2009 in Göttingen – Najko Jahn

Bericht über den Workshop “Offener Zugang zu Daten – eine Herausforderung” im Rahmen der Open-Access-Tage 2008 am 10.10.2008 in Berlin – Heinz Pampel

BOBCATSSS 2009:
Challenges for the New Information Professional
– Anne Mostad-Jensen

Rezensionen

Babel unser: Geburt und Sterben der Sprachen bei Daniel Heller-Roazen Rezension zu: Heller-Roazen, Daniel (2008) Echolalien: Über das Vergessen von Sprache – Najko Jahn

Alles auf einer Karte. Franco Morettis Modellvorschlag für die Literaturwissenschaft und was ihm folgen könnte Rezension zu: Moretti, Franco (2009) Kurven, Karten, Stammbäume. Abstrakte Modelle für die Literaturgeschichte – Ben Kaden

Rezension zu: Hauke, Petra (2007) Nachdenken über den Raum der Bibliothek aus ikonologischer Perspektive – Olaf Eigenbrodt

Rezension zu: Fansa, Jonas (2008) Die Kunst des Subtilen: Das Flirten in und mit Bibliotheken – Maria-Inti Metzendorf

Review of: Haycock, Ken; Sheldon, Brooke (2008) The Portable MLIS: Insights from the Experts – Michael F. Bemis

Review of: Spieker, Sven (2008) The Big Archive: Art from Bureaucracy – Lacey Prpic Hedtke

Rezension zu: Ratzek, Wolfgang (2008) Wissenszentren – intellektualnyje centry – Beispiele deutsch-russischer Bibliothekskooperation – Agniezska Twardak

Rezension zu: Bunz, Mercedes (2008) Die Geschichte des Internet: vom Speicher zum Verteiler – Karsten Schuldt

Ausstellung

Ausstellung “Wissensstädte – Bibliotheken in Afrika”

Ankündigung

Symposium “Kinder & Bibliotheken”

Friendly Journals: Ikaros – Electronic Journal on Information Society

Das Inhaltsverzeichnis klingt wieder nach einer rundum gelungenen Ausgabe.

Libreas hat außerdem seine verschiedensten Blogs endlich unter LIBREAS.library ideas zusammengefasst. Ein cleverer Schritt für eine stärkere Konzentration der interessanten Angebote.

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Qualitätsmanagement für die Wissenschaftskommunikation

Qualitätsmanagement in der wissenschaftlichen Kommunikation wird häufig gleichgesetzt mit Rezensionen, Peer-Review-Verfahren oder einer Bewertung von Thesen bzw. Auffassungen auch im Onlinebereich. Neben diesen offensichtlichen und auffälligen Möglichkeiten gibt es auch unauffällige, aber sehr wirksame Verfahren des Qualitätsmanagements, die man häufig erst auf den zweiten Blick entdeckt. Das “Ein Gruppenblog” will an einigen Beispielen von Dialogverläufen (Threads) in Mailinglisten und Blogs ein paar dieser Verfahren vorstellen.

Um gute Threads zu entdecken, kann man sich auf die eigene Einschätzung als “Experte” verlassen. Ein anderer Indikator sind die entsprechenden Reaktionen von Beteiligten, die den Beitrag loben. Auch im Negativen gibt es verschiedene Hinweise, so z.B. fehlende Diskussionen, abrupte Abrüche oder entsprechende Äußerungen von Beteiligten.

Für aktiv Beteiligte oder stille Beobachter auschlaggeben sind ein anregender Thread, ein attraktives Thema, neue Gesichtspunkte, eine (hohe) Relevanz, die Erweiterung des Horizonts, die Beantwortung von Fragen (die man sich vielleicht selbst gestellt hat), ein roter Faden, ein guter und anregender Schreibstil und/oder ein gewisser Unterhaltungswert.

Es besteht die Möglichkeit, selbst die hohe Qualität der eigenen Beiträge zu beeinflussen. Um dem Leser die Möglichkeit zu geben, den Inhalt und die Form des Dargestellten richtig einzuschätzen, sollte man klarstellen, mit welchem Ziel das Blog bzw. die Mailingliste, ein bestimmter Thread betrieben wird. Ein Autor – gerade eines Blogs – schreibt zuallererst im eigenen Interesse. Dies könnte sein:

Der Teilnehmer möchte auf eine ihm interessant erscheinende Frage eine Antwort haben oder er möchte zeigen, wie clever und kenntnisreich er ist oder er möchte einem prominenten Kollegen ein Ergebnis seiner neuesten Forschungen mitteilen.

Die Urheber und Beteiligten des Themas wenden dabei sehr differenziert und systematisch Verfahren an, die ihnen helfen, gute Threads zu produzieren, auch wenn sie diese ohne unmittelbare Absicht machen. Diese Methoden sind bereits aus Alltagsgesprächen bekannt.

Die folgende Aufzählung enthält in knapper Formulierung einige der Methoden, die man für die Diskussion in Mailing-, Foren- und Blogpostings beachten sollte.

1. Poste zu Themen, die Dich selbst interessieren, die du für aktuell und wichtig hältst.
2. Reagiere auf Fragen und Behauptungen dann, wenn Du etwas von der Sache verstehst.
3. Reagiere nur auf gute, d.h. interessante, begründete, kenntnisreiche Postings.
4. Reagiere auf die Postings von guten Leuten.
5. Gehe genau auf die vorausgehenden Postings ein.
6. Bleibe beim Thema.
7. Wenn Du glaubst, dass die Dich interessierende Frage nur so sinnvoll bearbeitet werden kann, erweitere oder verändere das Thema.
8. Mache Züge, von denen Du annimmst, dass sie die Diskussion in Deinem Sinne voranbringen, z.B. gut begründete Einwände und Aufforderungen zur Klärung.
9. Schreibe so dass Du gut verstanden wirst – klar, explizit und kurz.
10. Schreibe so, dass die anderen Teilnehmer gerne mit Dir Postings wechseln.

Man wendet diese Prinzipien schon fast automatisch an, weil man sich ja nicht selbst blamieren will.

In Kooperation mit mehreren Teilnehmern, die sich alle an diese Prinzipien halten, kann dies erstaunliche Wirkungen haben.

Das kann man an vielen Aspekten von Threads zeigen, z.B. an der kreativen Themenentwicklung (Themengenerierung) und der erfolgreichen Diskussionsführung.

So kann sich durch die Zusammenarbeit in einem Thread ein interessantes Thema entdecken. Dabei kann es sich um ein neues Thema ansich handeln oder eine latent vorhandene wichtige Frage wird herauskristalilisiert. Wichtig dafür ist, dass man mit Interesse (1) beim Thema bleibt (6) und mit eigenen Fragen oder Meinungen anreichert (7). Wenn mehrere Leute konstruktiv sich mit einem Thema beschäftigen, kann daraus ein aktuelles und interessantes Thema werden. Da dies häufig schrittchenweise passiert, ist nicht immer klar, wer eigentlich den entscheidenen Beitrag geleistet hat. Hier kommen die zwei konkurrierenden Aspekte der Themenbeschränkung (6) und der Themenerweiterung (7) zum Tragen. Hier muss ein gewisses Gleichgewicht gefunden werden.

Brave Sicherung der thematischen Kohärenz ist gut, aber wenn man Seitenzweige abwürgt, tötet man vielleicht gerade das kreative neue Thema. Der erfolgreiche Thread zeichnet sich dadurch aus, dass da einige Leute am Werk sind, die diese Filigranarbeit beherrschen.

Die beschriebenen Methoden sind zwar keine Garantie für eine hohe Qualität, aber mit ihnen kann man daran arbeiten, eine hohe Qualität zu erreichen:

aber letztlich ist hohe Qualität, insbesondere Kreativität, immer auch ein Glücksfall. Wie bei vielen Spielen gilt auch für dieses wissenschaftliche Kommunikationsspiel: Man muss gute Spieler anziehen und sie dazu motivieren, lustvoll mitzuspielen.

Quellen:
Fritz, Gerd: „Boy am I glad I discovered this discussion!“ – Das geheime Qualitätsmanagement in Mailinglists und Blog-Diskussionen – auf Ein Gruppenblog

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[Zitat] Fachidiot werden

Ein Nerd zu sein […], hat Vorteile in der Welt der Blogger. Nicht jeder Blogger ist so ein Fachidiot, aber die, die es sind, haben einen Vorsprung. Wenn Sie Ihr reales Leben bereits aufgegeben haben, um sich ganz World of Warcraft zu widmen, dann Glückwunsch. Für Sie dürfte Bloggen das Größte seit der Erfindung des geschnittenen Brots sein.

IN: Gardner, Susannah et al.: Blogging für Dummies, 2008, S. 95

Das Buch ist flapsig geschrieben, oberflächlich und gehört in die Kategorie: Keine Leseempfehlung wert!

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Layout-Umstellung abgeschlossen

Das Blog ist nicht nur was das Layout angeht überarbeitet worden. Damit sind die Darstellungsprobleme des Blogs sowohl beim Internetexplorer als auch beim Firefox behoben. :cheesy:
Inzwischen sind alle Blog-Beiträge von Chaoslinie.de:x: hierher übertragen worden und somit sind jetzt über 500 Beiträge hier im Blog zu finden. 🙂

Sollten irgendwelche Probleme auftreten, lassen Sie es mich wissen.

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Googles Studie mit der Eye Tracking-Methode

Wie sind die Sehgewohnheiten auf Websites? Wo schaut man zuerst hin und wovon wird man abgelenkt? Kurz gesagt: Wie kriegt man die gewünschte Information am besten an Frau oder Mann? Und verändern Sucherfahrungen die Art und Weise, wie man schaut?

Untersucht wurde das Suchverhalten von Probanden bei der Verwendung von Googles neuen Suchinteface “Universal Search”:engl: .

We (Google, Anmerkung d. V.) ran a series of eye-tracking studies where we compared how users scan the search results pages with and without thumbnail images.

In der Studie wurde mit Hilfe der Eye-Tracking-Methode das Suchverhalten untersucht. Es wurden mit Hilfe der Blickachsenmessung sogenannte heatmaps erstellt. Anhand der Heatmaps lässt sich die Verteilung der Aufmerksamkeit bezüglich des Klickverhaltens bzw. der Klickstärke an bestimmten Stellen der Trefferseite farblich genau darstellen.

Our studies showed that the thumbnails did not strongly affect the order of scanning the results and seemed to make it easier for the participants to find the result they wanted.

Nicht neu ist die Feststellung, dass Suchende ihre Suchergebnisse zu einem bestimmten Suchbegriff in weniger als einer Sekunde visuell abscannt. Innerhalb dieser kurzen Zeit trifft er unterbewusst Entscheiidungen über die Relevanz des Ergebnisses. Ziel von Google ist es, mit Hilfe dieser Methode diese kurze Zeitspanne der Entscheidung besser zu verstehen, d.h. die genauer zu analysieren und auszuwerten. Die so gewonnenen Rückschlüsse sollen helfen, das Ranking der Suchmaschinen zu verbessern und auch das Interface für die Google-Trefferlisten zu optimieren.

Das folgende Video zeigt den Blickweg eines Suchenden.

Je länger der Nutzer auf eine bestimmte Stelle schaut, umso größer wird der rote Punk. Sehr schön ist dabei zu sehen, dass der Nutzer erst auf das erste Ergebnis reagiert. Dabei wird nicht die Überschrift oder die Beschreibung als erstes betrachtet, sondern die Ziel URL der Webseite (grün). Danach wandert formlich das Auge zu den aufgelisteten Sitelinks und später zum zweiten und dritten Ergebnis. Ohne die zweite und dritte Position genauer zu betrachten, wird scheinbar der Nutzer von den unteren vier Bildern abgelenkt (nicht direkt) und fixiert eher bestimmte Schlagwörter im Titel.

Qellen:
Aula, Anne u. Rodden, Kerry: Eye-tracking studies: more than meets the eye:engl: im Official Google Blog
Neumann, Paul: Neue Google Eye Tracking Studie via blogtopf.de
Neumann, Paul: Google Suchverhalten – Eye-Tracking via blogtopf.de


[Korrektur zur Verbesserung des Datenschutzes. Umstellung Youtube-Video auf “privacy-enhanced mode”: 03.06.2018]

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Deutsch als Wissenschaftssprache

Der Deutsche Kulturrat kommt in seiner Presseerklärung vom 27.01.2009 zum Schluss: “Wissenschaftssprache Deutsch liegt im Sterben” und fordert daher “Konzepte zur Sicherung der Wissenschaftssprache Deutsch”. Die am Abend des 26.01.09 stattgefundene Anhörung des Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Deutschen Bundestags zu Deutsch als Wissenschaftssprache zeigte, dass Deutsch als Wissenschaftssprache immer mehr an Bedeutung verliert. Der Kulturrat fordert, dass sich die Politik gegen diesen Verlust an kultureller Vielfalt stämmt und und nicht noch zu fördern.

Deutsch war einst in den Natur-, in den Ingenieur- als auch den Geisteswissenschaften weltweit die führende Wissenschaftssprache. Davon ist sie heute mit nur noch 1% im Bereich der veröffentlichten naturwissenschaftlichen Beiträge Lichtjahre entfernt. Deutsche Studierende sollen inzwischen von deutschsprachigen Professor auf Englisch unterrichtet werden. Der Kulturrat kritisiert, dass ein Verzicht auf Deutsch als Wissenschaftssprache die Aufgabe von Traditionen ist und es an einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen mangelt.

Ganz zurecht sieht der Kulturrat im Verlust der Wissenschaftssprache Deutsch auch einen Verlust an wissenschaftlichem Denken. Zu sehr ist das Wissenschaftsdenken sprachkulturell geprägt.

Auf lange Sicht wird so der Wissenschaftsstandort Deutschland eher leiden als international anschlussfähig

In einer fremden Sprache lassen sich Feinheiten nicht so gut darstellen wie in der Muttersprache, d.h. auch wichtige Feinheiten können nicht in einer Form kommuniziert werden, die ihre Bedeutung entsprechend hervorhebt und unterstreicht.

Zurecht warnt Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann:

„Das Festhalten an der Wissenschaftssprache Deutsch hat nichts mit Deutschtümelei oder gar Nationalismus zu tun. Ganz im Gegenteil, es geht um die Sicherung der kulturellen Vielfalt und den Erhalt kultureller Eigenständigkeit.”

So notwendig das Festhalten an einer deutschen Wissenschaftssprache ist, müssen auch andere Probleme bedacht werden.

Michael Seadle deutet in seinem Blog auf die andere Seite des Problems:

The language problem affects library publications. German language library journals simply are not read outside of Germany, except by a few German subject specialists, and many of Germany’s best library authors write in English for international journals because they want a broader audience for their ideas. Does this mean that the German-only journals are doomed to a local-only significance? It is hard to argue that the answer is not “yes”.

In welcher Form sollte Wissenschaft sich mit diesem Problem auseinander setzen? Deutsche Konferenzen nur noch in Deutscher Sprache? Wie soll die Politik reagieren? Gesetzliches Festschreiben von Sprachstandards (natürlich Deutsch) für wissenschaftliche Veröffentlichungen geförderter Forschungsergebnisse? Und wie sollten Bibliotheken ihren Bestand aufbauen? Deutsch ausgerichtet oder doch verstärkt englischsprachig?

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