[Kurz] Google Books knackt die 7-Millionen-Marke

Das “Google Books Projekt” hat über 7 Millionen Bücher:engl: gescannt.

To put that into perspective, Bowker’s Book In Print:engl: , a commercial database of bibliographic data, has 7.5 million in-print and out-of-print entries. The Library of Congress:engl: has around 32 million books in its collection. In fact, if you were to look at the American Library Association’s list of America’s largest libraries:engl: , the Google collection would rank as the 19th largest library in the US.

Natürlich sind die meisten Bücher englischsprachig, aber erschlagend ist die Zahl doch. Und gleich noch ein paar Zahlen:

Quellen:
Google has 7 million books scanned:engl: bei BookFinder.com Journal
New chapter for Google Book Search:engl: via Official Google Blog am 28.10.2008

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Europas Digitale Bibliothek Europeana

Der Herbst 2008 wirft seine langen Schatten voraus.
Um die kulturelle Vielfalt Europas zu präsentieren, will die Europäische Union Bücher, Musik, Bilder, Fotos und Filme mit einem Mausklick in einem Portal zugänglich machen. Als geplantes, grobes Datum steht der Herbst 2008 fest. Dann soll die europäische digitale Bibliothek Europeana:engl: an den Start gehen. Enthaltenen sollen die Bestände von Europas Bibliotheken, Museen und Archiven sein, allerdings ist zu erwarten 😉 , dass es noch eine Weile dauern wird, bis sie bequem und “vollständig” digital von Zuhause aus verfügbar sind.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg: Zwar lagern in den Bibliotheken Europas mehr als 2,5 Milliarden Bücher, aber nur etwa 1 Prozent des archivierten Materials ist derzeit in digitaler Form verfügbar.

Auf Grund dieser “schlechten Bilanz” forder die Kommission ihre Mitgliedsstatten auf, sich stärker zu engagieren, um die Werke digital für Studium, Arbeit und Freizeit zugänglich zu machen. Dafür ist die Kommission bereit, in den Jahren 2009 und 2010 120 Mio Euro dafür zu investieren. Weiter 69 Mio Euro will die Kommission aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm für die Digitalisierung und Entwicklung digitaler Bibliotheken ausgeben. Zudem sollen weitere 50 Mio Euro aus dem EU-Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation verteilt werden, um den Zugang zu europäischen, bereits digitalisierten Inhalten zu verbessern.

Allein die Gesamtkosten für die Digitalisierung von fünf Millionen Büchern in den europäischen Bibliotheken sollen sich auf schätzungsweise 225 Millionen Euro belaufen, wobei besondere Objekte wie Manuskripte oder Gemälde noch nicht berücksichtigt sind.

Um den Traum einer digitalen Bibliothek für Europa zu verwirklichen, bedarf es weiterer erheblicher Investitionen auch auf nationaler Ebene.

EU-Medienkommissarin Viviane Reding bemängelt zudem das Fehlen

an geeigneten Methoden, Technologien und Erfahrungen in Bezug auf die langfristige Aufbewahrung digitalen Materials, damit die Inhalte auch für künftige Generationen zugänglich bleiben”.

Zudem müssten

“gemeinsame Normen aufgestellt werden, um unterschiedliche Informationsquellen und Datenbanken kompatibel und für die Europäische Digitale Bibliothek nutzbar zu machen. Weiterhin müssten “Urheberrechtsfragen geregelt werden, vor allem in Bezug auf verwaiste Werke, für die kein Rechteinhaber auffindbar ist, der einer Digitalisierung zustimmen könnte”

Die von den meisten Ländern zur Verfügung gestellten Mittel sind jedoch zu gering und alles ist zu unkoordiniert. :peinlich:

Quelle:
Europas digitale Bibliothek soll im Herbst 2008 öffnen via golem.de
EU-Kommission mahnt mehr Initiative für Europäische Digitale Bibliothek an bei heise online

Mehr dazu:
Mitteilung der EU-Kommission

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Die mittelbare Zukunft von Bibliotheken

Der Bayerische Rundfunk hat gestern in seiner Sendung IQ – Wissenschaft und Forschung über die mittelbare Zukunft der Bibliotheken berichtet.
Holger Behrens, Geschäftsführer der Firma DiViBib und Experte für virtuelle Bibliotheken beschreibt die heutige Situation und Aufgaben von Bibliotheken wie folgt:

“Jahrhunderte lang hatten die Bibliotheken ein Monopol: Sie waren die Institution, an die man sich wandte, um Antworten auf eine Frage zu recherchieren. Heute schauen Schüler erst mal bei Google nach. Das ist Alltag. Die Bibliotheken müssen in so einem Szenario Antworten geben, um ihrer Aufgabe weiter gerecht zu werden.”

Ergebnis:

  • Bibliotheken müssen uptodate bleiben mit der Form ihres Angebotes, da ihnen dort sonst Entleiher wegbleiben, z.B. Online-Angebote bei Musik und Film
  • Bibliotheken müssen damit rechnen, dass 40 % der Bücher 2020 nur noch elektronisch vorhanden sein werden. (Heisst das, die Naturwissenschaften produzieren nur noch elektronisch, da die Geisteswissenschaften vermutlich so schnell ja nicht ihre Publikationsstrukturen ändern werden?)
  • Bibliotheken benötigen Visionen:

    [Der Nutzer, A.d.V.] muß seinen Arbeitsplatz nicht mehr verlassen, um zu recherchieren, kann online das Inhaltsverzeichnis von Büchern und Zeitschriften einsehen und das Buch gleich online via Internet lesen, ohne die Bibliothek auch nur betreten zu müssen.

  • Bibliotheken und insbesondere die Forschungsbibliotheken müssen sich dem Mammutprojekt stellen, ihre Bestände komplett zu digitalisieren. 😕
  • Und Stadtbibliotheken, aufgepasst, Onleihe wird eure virtuelle Konkurrenz. – Gut, darauf muss man noch ein Weilchen warten, weil die Verlage nur so langsam anfangen, sich in die digitale Welt hineinzutrauen. So lange ist die Onleihe wohl nur eine “noch bezahlbare” Ergänzung des Bestandes.

Digital alleine wird aber auch in diesen Fällen nicht reichen. Bibliotheken haben kein “Monopol auf Informationsversorgung” mehr. Sie müssen sich ihre Nischen suchen und gerade die Stadtbibliotheken müssen auch aktiv Konkurrenz sein für ein Überangebot an Freizeitgestaltungsmöglichkeiten.

Es ist schön, dass so langsam auch in den Medien der Trend der Bibliotheken ankommt, dass sie (sich) mausern, dass aus der reinen “Buchausgabestelle” ein “Kompetenzzentrum für lebenslanges Lernen” wird, welches mit Schulen und Volkshochschullen kooperiert, welches literarische Krabbelgruppen für Mütter mit Kleinkindern anbietet und aus lesenden Senioren mit “Kursen für kreatives Schreiben” neue Autoren macht. 🙂

Egal wie virtuell die Bibliothek von morgen also auch sein wird – der Ort selbst, die “gemauerte Bibliothek” verliert dadurch nicht an Bedeutung. Sie hat eine zweite Chance: als Ort der Begegnung und als “kulturelles Kraftwerk”.

Quellen:
Spließ, Christian: Zukunftsvisionen für Bibliotheken via Netbib Weblog
Schramm, Martin: Digital oder geschlossen? Die Bibliotheken der Zukunft

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Digitalisierung der Neuen Deutschen Biographie

Die DFG hat die Digitalisierung der Neuen Deutschen Biographie, des biografischen Grundlagenwerkes des deutschen Kulturraums, durch die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und die Bayerische Staatsbibliothek im Rahmen eines 2-jährigen Projektes bewilligt.

Durch das Digitalisierungsprojekt soll die Neue Deutsche Biographie als deutschsprachiges Standardwerk sukzessive erweitert und dauerhaft neben vergleichbaren Nationalbiographien wie dem Oxford Dictionary of National Biography im WWW etabliert werden. Die Erweiterung um die PND übertrifft deren digitalen Standard sogar. Die im Alphabet noch ausstehenden fünf Bände der NDB – gerade ist Band 23 (Karl Schinzel – Eduard Schwarz) mit weiteren 820 Artikeln erschienen – werden von der NDB-Redaktion parallel bis 2017 vorgelegt. Dank des Entgegenkommens des Verlages Duncker & Humblot können sie 18 Monate nach Erscheinen in das digitale Angebot integriert werden.

Den Schlüssel für die Recherche der rund 26.300 Artikel der ADB und der ca. 20.000 Artikel der NDB stellt das bereits jetzt online verfügbare digitale ADB & NDB-Register dar. Dann wird auch eine Volltext- und Formularsuche für alle Artikel von ADB und NDB möglich sein.

via Börsenblatt Online und BAdW

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Kein Gefühl für Musik

Die Deutschen sind mit ihrer immer wieder so genannten “deutschen Gründlichkeit” mit akribischer Sammelwut dabei. Sie speichern 16,6 Milliarden Musikdateien auf PCs, MP3-Playern und Handys. Damit hat sich die Zahl der Titel im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Seit der ersten Erhebung 1999 hat sich die Zahl der Personen, die CDs oder DVDs brennen, von 7,9 Millionen auf 31,4 Millionen nahezu vervierfacht.

Durch die Masse verlieren sie dabei das Gefühl für den Wert von Musik, meint Michael Haentjes, der Vorsitzende der Deutschen Phonoverbände:

“Die fortschreitende Digitalisierung kreativer Inhalte wie Musik, Filme oder Bücher erfordert dringend eine Neubewertung des Urheberrechts. Vom Kopieren können Künstler nicht leben, deshalb brauchen wir eine breite Debatte zum Schutz geistigen Eigentums in der digitalen Welt”.

Quellen:
Festplatten zerstören Gefühl für den Wert von Musik via golem.de
Deutschland “brennt” auf IFPI.de
Brennerstudie 2007: DVD ersetzt zunehmend die CD auf Media Infodienst

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Konkurrenz für Google

Mit dem Verzeichnis Zentrale Verzeichnis digitaler Bücher soll ein zentraler Suchpunkt für Digitalisierungsprojekte in Deutschland entstehen. Für die Digitalisierung der Bestände in wissenschaftlichen Bibliotheken will die Deutsche Forschungsgemeinschaft 10-20 Millionen Euro jährlich bereitstellen, berichtete Spiegel-Online.

Quelle:
Lutze, Doreen: Digitalisierung deutscher Bibliotheken via Maikatze liest

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Google und die Digitalisation

Immer wieder umstritten und doch auch geliebt, wenn man findet, was man such: Google und Google Books. Hohe Aufmerksamkeit wird dem Projekt zuteil, weil:

Some of the attention can be traced back to Google’s high recognition factor, which inevitably makes its new endeavors newsworthy. And then Google is clearly navigating some uncharted waters for fair use. The speed and scope of the effort, covering such a large amount of materials in a relatively short amount of time, also draws attention.

Diesen Problemen sind andere Projekte, wie das wesentlich ältere Project Gutenberg:engl: und das American Memory Project:engl: ausgewichen.

Folgende Bibliotheken haben ihre Bestände Google zum Scannen zur Verfügung gestellt.

– Libraries sticking with public domain (at least for now):

  • University Complutense of Madrid
  • Harvard University
  • The New York Public Library
  • Oxford University
  • Princeton University
  • University of Wisconsin-Madison
  • National Library of Catalonia and affiliates
  • – Libraries open to scanning materials regardless of copyright status (at least until the courts decide):

  • University of California
  • University of Michigan
  • Stanford University
  • University of Texas
  • University of Virginia

    Noch nicht aufgezählt in dieser Liste ist die Bayerische Staatsbibliothek.

    Auffallend ist, dass all diese Bibliotheken bereits im Vorfeld Erfahrungen mit der Digitalisierung von Büchern hatten. Michigan ist ein Vorreiter dieser Bewegung.

    University of Michigan, arguably the leader among the Google library partners, has been working on a variety of digitization initiatives since the late 1980s. Anne Karle-Zenith, special projects librarian, University Library, UM, cited the current statistics on their digitization progress prior to Google: “141 text collections with 25 million page images online, plus 3 million pages of encoded text and 89 image collections containing approximately 200,000 images.”

    Und warum machen Bibliotheken eigentlich bei diesem Projekt mit? Neben einer vermeintlichen Lösung der Archivierungsprobleme, bringt es Michael Popham, Chef der Oxford Digital Library, Oxford University Library Services, auf den Punkt: “What Google brought was an exciting vision and the resources to make that a reality.”

    Gesamter Artikel:
    Grogg, Jill E., Ashmore, Beth: Google Book Search Libraries and Their Digital Copies:engl: auf Information Today Inc.

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    Wenn sich Bibliotheken gemein mit Google machen…

    … ist das dann fortschrittlich oder gefährliche Dummheit. Das mag jeder Bibliothekar für sich entscheiden. Wie gestern bereits berichtet ist es heute amtlich: BSB und Google arbeiten in Sachen Buchdigitalisierung für dasGoogle Library :engl: zusammen.

    Jens Redmer, Leiter der Google Buchsuche für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, in der Pressemitteilung: „Die einzigartigen Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek sind ein spannender Beitrag zur Google Buchsuche, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Bücher dieser Welt entdecken zu helfen.“

    In dem vorab veröffentlichten Manuskript:engl: kritisierte Thomas C. Rubin, Justiziar bei Microsoft: Google wolle sich durch systematische Urheberrechtsverletzungen bereichern.

    Quellen:

    Stellungnahme Bayerische Staatsbibliothek:
    Kooperation mit Google

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