E-Books für Bibliotheken

… manchmal ist es einfach unfair …

Das Video ist dreieinhalb Jahre alt, aber hat sich viel geändert seitdem?

Über “Faire E-Book-Preise für Öffentliche Bibliotheken” gab es bereits vor ca. einem Jahr einen interessanten Beitrag hier im Blog.

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Via Press Release Jet

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Faire E-Book-Preise für Öffentliche Bibliotheken

FAIR EBOOK PRICES
LONG OVERDUE FOR LIBRARIES

heißt es in großen Lettern auf der Website “fairpricingforlibraries.org“, einer Aktion, welche durch die Öffentlichen Bibliothek

Da der Bedarf an E-Books wächst, reagieren Bibliohteken damit, dass sie mehr E-Books in den Bestand aufnehmen. Damit reagieren sie auf die entsprechenden der veränderten Informationsbedarfe, um den Zugang zu Informationen für alle sicherzustellen. Sie stellen sich den Herausforderungen, die der Erwerb von E-Books beinhaltet.

Doch ganz so einfach ist das nicht und die Public Libraries von Kanada wollen das mit der Webseite verdeutlichen. So können E-Books von internationalen großen Verlegern für eine Bibliothek das 3- bis 5fache dessen kosten, was der normale Konsument für seine Lizenz bezahlt. Es gibt Nutzungs- und Zeitbeschränkungen für die Nutzung der E-Books. Das heißt letztlich, dass dadurch weniger Titel und weniger “Exemplare” vorhanden sind, die durch die Leser entdeckt und genutzt werden können.

Unterlegt wird dies durch zahlreiche Beispiele, die die Preisunterschiede deutlich machen:

PreisunterschiedPreisunterschied

 
 

 
 

 
 

Die Öffentlichen Bibliotheken sehen, dass sich das Verlagswesen in Kannada und in der ganzen Welt gerade im Umbruch ist, und sie wissen, dass die Verlagsindustrie eine wichtige Rolle für die Entwicklung und Ausdruck der kanadischen Identitität und Literaturkultur spielt. Bibliotheken jedoch spielen ebenfalls eine integrale Rolle in der sehr lebendigen Buchbranche. Sie sinde die Orte des Entdeckens, des Kennenlernens neuer Autoren, Genres und Themen. Sie besitzen zudem eine signifikante Kaufkraft, wenn es um den Erwerb von Bücher und E-Books geht. Daher kann es aus Sicht der Bibliotheken nicht im Interesse der Verlage sein, Preise extrem unzumutbar hoch anzusetzen und Barrieren zwischen den Menschen und den Büchern, die sie lieben, hochzuziehen.

Dies sind wichtige Gründe, nicht nur für Bibliotheken, sondern für und Autoren und und Verlage, die neue Lese gewinnen möchten. Die kanadischen öffentlichen Bibliotheken sehen sich daher verpflichtet, ein Bewusstsein für diese Probleme zu schaffen und Lösungen zu finden. Die Öffentlichen Bibliotheken Kanadads haben sich deshalb zusammengeschlossen, um so auf Dauer dafür zu sorgen, dass ihre Leser einen breiten Zugang zu E-Books und somit zu allen Informationen erhalten.

Aufmerksam geworden über:
Abram, Stephen: FAIR EBOOK PRICES LONG OVERDUE FOR LIBRARIES, Stephen’s Lighthouse
Price, Gary: Coalitions: Canadian Public Libraries for Fair Ebook Pricing Launches Website, Infodocket.com

Webseite:
FAIR EBOOK PRICES : LONG OVERDUE FOR LIBRARIES

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[Videozitat] Kommentiert – 2013

“…who takes that one-book-a-day kid who’s going to be the 20 percent that reads 80 percent of the books, and when they walk in says, ‘Here’s a book you’ve got to read.’ If it’s not a librarian, who’s going to do it?” Cory Doctorow

Im folgenden Video, das mit dem Titel ‘We need to find (the solution) in partnership with our libraries’ plädiert der Autor und Blogger Cory Doctorow dafür eine Lösung für eine strategische Partnerschaft zwischen Bibliotheken und E-bookanbietern zu finden.

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Heureka! Bibliotheken erobern den digitalen Raum von Wibke Ladwig

Social Media wird zu einem selbstverständlichen Teil der Kommunikation für Institutionen, die Bildung, Wissen und Kultur zugänglich machen. In ihrem Vortrag führt Social Web Ranger Wibke Ladwig durch den Landschaftsraum Internet und zeigt verschiedene Ansiedlungen von Bibliotheken in Social Media. Neben den Vorzügen und Möglichkeiten geht es auch um die Schwierigkeiten und Grenzen in der Kommunikation dort. Was braucht es, damit der digitale Raum eine natürliche Erweiterung der Bibliothek werden kann? Und wie findet man im Alltag eigentlich Ideen und Geschichten, um im munteren Strom der sozialen Medien mitzuschwimmen –und nicht unterzugehen?“ Wibke Ladwig

Die folgende Präsentation vom 2. April 2014 enthält Anregungen, Ideen und wertvolle Tipps, wie Bibliotheken in sozialen Median wirkungsvoll(er) kommunizieren können. Der Vortrag dauerte 90 Minuten und fand am 02.04.2014 im Rahmen Kreisbibliothekskonferenzim Rathaus der Stadt Brühl statt. Er wurde so gestaltet, das er keinerlei Vorwissen zu diesem Thema voraussetzte.

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Mehr E-Books für Studierende (Updates)

Der E-Book-Trend geht weiter. Verlage haben erkannt, dass sie auch mit ihren Lehrbüchern ins Netz müssen. Insgesamt 13 Wissenschafts- und Fachverlage der UTB-Verlagswelt werden im 2. Quartal 2013 mit einer gemeinsamen Plattform “scholars-e-library” starten. Das dort zur Verfügung gestellte E-Book-Portfolio wird dann über Bibliotheken ihren Studierenden zugänglich gemacht.

Die “scholars-e-library” wird vorwiegend Titel aus den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften enthalten und erlaubt einheitliche Nutzungs- und Abrechnungsbedingungen für alle teilnehmenden Bibliothekare und Bibliotheksnutzer.

Den Vertrieb übernimmt koordinierend die Stuttgarter Verlagskooperation, die bereits seit 2009 Erfahrungen mit Lehrbuch-Plattform “utb-studi-e-book” sammelt, über die inzwischen trotz aller kritisch zu sehenden Einschränkungen1, mehr als 50 Hochschulbibliotheken die über 1.000 Lehrbücher ihren Nutzern zugänglich machen.

Laut UTB nutzt “scholars-e-library” die gleiche technische Infrastruktur wie “utb-studi-e-book” die CAMPUS DIGITALE BIBLIOTHEK oder University Press2 nutzen, d.h. die Plattform Content-Select (http://www.content-select.com/produkte.0.html), die von der Firma Preselect.media aus Grünwald bereit gestellt wird.

Zu Beginn werden E-Books erstmal von den folgenden zehn UTB-Verlagen angeboten:

  • Verlag Barbara Budrich – Opladen, Toronto
  • facultas.wuv und Maudrich Verlag, Wien
  • Wilhelm Fink Verlag, Paderborn
  • Narr Verlag, Francke Verlag und Attempto Verlag, Tübingen und Basel
  • Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn
  • Ernst Reinhardt Verlag, München, Basel
  • Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, München, Wien, Zürich
  • UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz, München.
  • Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, Bristol
  • vdf Hochschulverlag AG, Zürich

Wichtig für Bibliotheken: Genauso wie bei “utb-studi-e-book” können bei der verlagsübergreifen Plattform “scholars-e-library” beliebig viele Nutzer auf die Titel simultan zugreifen, ohne dass Flash für die Anzeige benötigt wird. Durch das ähnliche Profil der Verlage besteht ein passendes Titelangebot, auch dem verlagsübergreifend ab 50 Titeln per Pick & Choose ausgewählt werden kann. Zudem gibt es aber auch Fachbereichspakete (Vorauswahl) mit Titeln aus allen Verlagen. Werbung macht man auch damit, dass nur eine Ansprechpartnerin für die gemeinsame Angebotserstellung, Bestellabwicklung und Betreuung bei UTB notwendig ist.

Den Vertrieb der “scholars-e-library” bei UTB verantworten Andrea Euchner (Ansprechpartnerin für alle vertrieblichen Fragen) und Iris Vlad-Heidecker (technische Betreuung und Support).

Nach einem richtig tollen Wurf klingt das für mich nicht. Die Plattform und die Lizenzbedingungen von “utb-studi-e-book” haben sich schon verbessert im Vergleich zu meinem Bericht von 2009, aber wirklich nutzungsfreundlicher3 ist man nicht geworden. Und mit dieser Plattform will man nun auch das neue Produkt verkaufen. Naja! :confused:

[Update, 23.02.2013] Frau Euchner wies über Twitter darauf hin, dass “scholars-e-library” andere Nutzungsbedingungen haben wird als “utb-studi-e-book”. Nun, ich bin mal gespannt, inwieweit Bedürfnisse der Studierenden besser beachtet werden.[Update]

Quellen:
scholars-e-library: e-books aus 13 Verlagen, UTB
UTB: scholars-e-library – Gemeinsames E-Book-Angebot für Bibliotheken, Börsenblatt.net

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  1. Für die Möglichkeit, kleine Teile auszudrucken, als PDF abzuspeichern oder für die “umfangreiche” Zitatentnahme per Copy & Paste, müssen sich die die Bibliotheksnutzer auf dieser Plattform zusätzlich selbst registrieren. Die Einschränkungen in der Nutzung sind dabei sehr restriktiv. Ein Download auf einen E-Reader ist beispielsweise auch nicht möglich, so dass man gezwungen ist, auch lange Texte an einem Plattschirm zu lesen. Ein kurzer Test, die Seite mobil aufzurufen, ist fehlgeschlagen, obwohl ich mit den Smartphone im WLAN der Bibliothek eingeloggt war. []
  2. Der Fehler ist mir passiert, da ich die technische Plattform bereits kannte. “utb-studi-e-book” wird über die technische Plattform von Juni.com []
  3. Kundenfreundlicher ist da nicht das richtige Wort. []

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