Das Amazon-Imperium

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[Infografik] Deutscher eBook-Markt wächst dreistellig

Infografik: Deutscher eBook-Markt wächst dreistellig | Statista
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[Zitat] Unkommentiert – 1954-2013

A bookstore is one of the only pieces of evidence we have that people are still thinking.” Jerry Seinfeld

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E-books VS Print – Long Live the Book?

Weil es so gut zu Wolfgangs heute gefundener Infografik passt, hier noch ein paar sehr interessante weitere Fakten und die Frage, wird das Buch das E-Book überleben?

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Gibt ein alter E-Book-Hase auf?

 

Verabschiedet sich Sony von seiner E-Book-Sparte? Schlägt hier die Konkurrenz von Amazons Kindle + Shop zu und zwingt einen der ersten Anbieter, sich vom Mark zurück zu ziehen? Ich gebe zu, ich besitze einen Sony-Reader und wir zwei sind nie wirklich miteinander warm geworden, nachdem ich auch das bequeme Handling des Kindle zu schätzen gelernt habe (und weil Amazon einer der größten Anbieter ist, muss ich nicht fürchten, demnächst ohne Bücher dazustehen). Dennoch ganz ohne Sony kam ich nicht aus, denn Amazon hat nicht alle Bücher im Angebot (man staune, aber so ist es), erlaubt keine Nutzung der Onleihe (anderes Format) und eigentlich wollte ich nicht nur bei Amazon kaufen (wurde aber einfach zu umständlich mit dem Sony und den schlechten Martplätzen von Thalia, Jokers, Weltbild und Co.). Während man die Bücher bei Sony irgendwo auf einem echt internetfähigen Gerät kauft und am besten dann von da aus auch gleich über ein Kabel auf den Reader schiebt, kann man bei Kindle das gekaufte Buch einem Gerät zuordnen und sobald dieses das nächste Mal sich in ein WLAN-Netzt einklinkt, wird das gekaufte Buch synchronisiert. Einfacher geht nicht!

Was sehe ich gerade als problematisch an:

  1. Hier werden Informationen über Leser (Bestandskunden) ausgetauscht.
  2. Was passiert allerdings mit dem Shop-Angebot? Mit der Langzeitverfügbarkeit der Bücher?
  3. Kobo kann nur die Rechte für die Bücher verwalten, die in ihrem eigenen Shop angeboten werden. Für alle anderen Bücher wird es komplizierter.

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Mehr E-Books für Studierende (Updates)

Der E-Book-Trend geht weiter. Verlage haben erkannt, dass sie auch mit ihren Lehrbüchern ins Netz müssen. Insgesamt 13 Wissenschafts- und Fachverlage der UTB-Verlagswelt werden im 2. Quartal 2013 mit einer gemeinsamen Plattform “scholars-e-library” starten. Das dort zur Verfügung gestellte E-Book-Portfolio wird dann über Bibliotheken ihren Studierenden zugänglich gemacht.

Die “scholars-e-library” wird vorwiegend Titel aus den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften enthalten und erlaubt einheitliche Nutzungs- und Abrechnungsbedingungen für alle teilnehmenden Bibliothekare und Bibliotheksnutzer.

Den Vertrieb übernimmt koordinierend die Stuttgarter Verlagskooperation, die bereits seit 2009 Erfahrungen mit Lehrbuch-Plattform “utb-studi-e-book” sammelt, über die inzwischen trotz aller kritisch zu sehenden Einschränkungen1, mehr als 50 Hochschulbibliotheken die über 1.000 Lehrbücher ihren Nutzern zugänglich machen.

Laut UTB nutzt “scholars-e-library” die gleiche technische Infrastruktur wie “utb-studi-e-book” die CAMPUS DIGITALE BIBLIOTHEK oder University Press2 nutzen, d.h. die Plattform Content-Select (http://www.content-select.com/produkte.0.html), die von der Firma Preselect.media aus Grünwald bereit gestellt wird.

Zu Beginn werden E-Books erstmal von den folgenden zehn UTB-Verlagen angeboten:

  • Verlag Barbara Budrich – Opladen, Toronto
  • facultas.wuv und Maudrich Verlag, Wien
  • Wilhelm Fink Verlag, Paderborn
  • Narr Verlag, Francke Verlag und Attempto Verlag, Tübingen und Basel
  • Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn
  • Ernst Reinhardt Verlag, München, Basel
  • Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, München, Wien, Zürich
  • UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz, München.
  • Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, Bristol
  • vdf Hochschulverlag AG, Zürich

Wichtig für Bibliotheken: Genauso wie bei “utb-studi-e-book” können bei der verlagsübergreifen Plattform “scholars-e-library” beliebig viele Nutzer auf die Titel simultan zugreifen, ohne dass Flash für die Anzeige benötigt wird. Durch das ähnliche Profil der Verlage besteht ein passendes Titelangebot, auch dem verlagsübergreifend ab 50 Titeln per Pick & Choose ausgewählt werden kann. Zudem gibt es aber auch Fachbereichspakete (Vorauswahl) mit Titeln aus allen Verlagen. Werbung macht man auch damit, dass nur eine Ansprechpartnerin für die gemeinsame Angebotserstellung, Bestellabwicklung und Betreuung bei UTB notwendig ist.

Den Vertrieb der “scholars-e-library” bei UTB verantworten Andrea Euchner (Ansprechpartnerin für alle vertrieblichen Fragen) und Iris Vlad-Heidecker (technische Betreuung und Support).

Nach einem richtig tollen Wurf klingt das für mich nicht. Die Plattform und die Lizenzbedingungen von “utb-studi-e-book” haben sich schon verbessert im Vergleich zu meinem Bericht von 2009, aber wirklich nutzungsfreundlicher3 ist man nicht geworden. Und mit dieser Plattform will man nun auch das neue Produkt verkaufen. Naja! :confused:

[Update, 23.02.2013] Frau Euchner wies über Twitter darauf hin, dass “scholars-e-library” andere Nutzungsbedingungen haben wird als “utb-studi-e-book”. Nun, ich bin mal gespannt, inwieweit Bedürfnisse der Studierenden besser beachtet werden.[Update]

Quellen:
scholars-e-library: e-books aus 13 Verlagen, UTB
UTB: scholars-e-library – Gemeinsames E-Book-Angebot für Bibliotheken, Börsenblatt.net

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  1. Für die Möglichkeit, kleine Teile auszudrucken, als PDF abzuspeichern oder für die “umfangreiche” Zitatentnahme per Copy & Paste, müssen sich die die Bibliotheksnutzer auf dieser Plattform zusätzlich selbst registrieren. Die Einschränkungen in der Nutzung sind dabei sehr restriktiv. Ein Download auf einen E-Reader ist beispielsweise auch nicht möglich, so dass man gezwungen ist, auch lange Texte an einem Plattschirm zu lesen. Ein kurzer Test, die Seite mobil aufzurufen, ist fehlgeschlagen, obwohl ich mit den Smartphone im WLAN der Bibliothek eingeloggt war. []
  2. Der Fehler ist mir passiert, da ich die technische Plattform bereits kannte. “utb-studi-e-book” wird über die technische Plattform von Juni.com []
  3. Kundenfreundlicher ist da nicht das richtige Wort. []

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[OT] Lokale Stöberkomponente in einer digitalen Welt

Alle, die mich kennen, wissen, dass ich gerne und viel lese, aber aus beruflichen Gründen immer wieder umziehen muss(te). Da war die Erfindung des E-Book-Readers natürlich eine segensreiche, denn sie erspart mir garantiert, beim nächsten Umzug 5 bis 10 weitere Bücherkisten packen zu müssen. Ich nutze daher die Möglichkeit, ein Buch als E-Book zu kaufen, wo es nur geht.

Eine Sache ist allerdings ärgerlich. Wann immer es geht, möchte ich die lokal angesiedelten Buchhändler meines Ortes unterstützen, denn zu gerne stöbere ich in ihrem Sortiment, um neue Bücher zu entdecken. Amazon und Co sind gut, um Serien zu verfolgen, aber nur bedingt geeignet, um auf etwas komplett “Neues” neben meinem “Üblichen” zu stoßen.

Befinde ich mich in einem Buchladen, so vermisse ich dann die Möglichkeit, das E-Book sofort kaufen zu können, d.h. ich gehe zur Kasse mit dem Buch, sage “Das als E-Book bitte!”, bezahle das E-Book und erhalte dann die Möglichkeit, das E-Book auf meinen Reader zu laden, ggf. über die Seite des dahinterliegenden Anbieters. So könnte ich auf diese Weise ohne Umstände das E-Book sofort erwerben, täte meinem lokalen Buchhändler noch etwas Gutes und würde auf der anderen Seite von der Auswahl und dem gut gestalteten Stöber-Angebot des Ladens auch weiterhin profitieren.

Momentan sieht es jedoch so aus, dass ich in den Laden gehe, etwas entdecke, abwäge, ob ich das mehr als einmal lesen würde (bei mehr als einmal kaufe ich i.d.R. die Druckvariante) und mir dann, wenn die Antwort nein lautet, die ISBN speichere. Danach gehe ich zum Online-Anbieter meiner Wahl, wobei der Versuch, dabei nicht bei Ciando zu landen, doch immer mal wieder scheitert, und versuche dann dort, das E-Book zu lizensieren. Das wiederum ist ein sehr ärgerlicher Schritt, weil oftmals wird kein E-Book angeboten. Danach bin ich wirklich frustriert und vertage Einkauf des Buches auf später, was häufig heißt, auf niemals, weil das Buch nicht so wichtig ist. Damit gehen dann alle Seiten leer aus, denn vermutlich hätte ich das Buch im Laden gedruckt gekauft, wenn ich die Auskunft erhalten hätte, das ein E-Book nicht vorhanden ist.

Vielleicht ist das ein Service, den kleine Buchhandlungen zukünftigen liefern könnten, um sich von den großen Ketten und Online-Geschäften abzusetzen.

Auf meinem Wunschzettel steht: Ich hätte gerne lokale Stöber- und Einkaufsmöglichkeiten für meine E-Books. Gerne würde ich sagen, mein Amazon ist z.B. die Buchhandung Thesaurus in Schmalkalden 😉

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De Gruyter testet Patron Driven Acquisitions-Modell mit dem Forschungszentrum Jülich

Der Wissenschaftsverlag De Gruyter und das Forschungszentrum Jülich haben sich zusammengefunden, um ein neues Erwerbungsmodell zu testen. Dafür erhält das Forschungszentrum Jülich für ein Jahr einen Testzugang zur Fachliteratur des Verlages, um über das „Patron Driven Acquisitions-Modell“ den Bedarf an “hochwertiger Forschungsliteratur ermitteln und helfen die Finanzmittel begründet einzusetzen”.
Während der Testphase stehen den ForscherInnen des Forschungszentrums sämtliche relevanten elektronischen Inhalte des Verlages, d.h. E-Books, Zeitschriften und Datenbanken zur Verfügung. Anhand der Nutzung wird dann die Bibliothek des Forschungszentrums darüber entscheiden, welche Inhalte dauerhaft erworben werden.

Für den Verlag stellt sich natürlich auch die Frage, ob man mit der Patron Driven Acquistion (PDA) nicht den Buchhandel verärgern würde.

PDA ist eine alternative Erwerbungsform, die den Patron, also den Bibliotheksnutzer, in den Vordergrund stellt. Die Bibliothek stellt eine Vielzahl von Inhalten über ihren Bibliothekskatalog zur Verfügung, es werden jedoch nur solche gekauft oder kurzfristig gemietet, bei denen der Nutzer ein akutes Nutzungsinteresse hat.

In den USA testet man schon recht aktiv dieses Modell. Hier in Deutschland können Bibliotheken mit E-Books der E-Book Library (EBL) dieses Verfahren anwenden. Die EBL und damit das Modell der PDA für Bibliotheken wird beispielsweise über EBSCO oder Schweitzer angeboten.

Die PDA ist eine Erwerbsform, die sich besonders für elektronische Medien eignet und die hilft, das Bibliotheksangebot auf die Bedürfnisse der Nutzer auszurichten, die schließlich am besten wissen, was sie benötigen. Für den Handel heißt das nicht automatisch, dass er aus der Kundenbeziehung ausgeschlossen werden, denn EBL und ebrary werden über entsprechende Aggregatoren zur Verfügung gestellt und ermöglichen es den Bibliotheken so, elektronische Inhalte gezielt und verlagsübergreifend zu erwerben.

De Gruyter hat sich für die direkte Zusammenarbeit mit einer Institution entschieden, die bisher noch kein elektronischen De Gruyter-Inhalte erworben hat, um eine innovative Angebotsform zu testen, die sich für die Angebote von De Gruyter besonders zu eignen scheint und die auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit von Bibliotheken eine deutliche Steigerung bedeuten kann.

Wenn Händler dieses Modellprojekt, das wir übrigens wissenschaftlich begleiten lassen, in Zukunft in ihr Angebotsportfolio aufnehmen, freuen wir uns und arbeiten mit dem Handel gern zusammen.

Neu bei dem PDA-Ansatz von De Gruyter ist, dass sich der Verlag nicht nur damit begnügt, E-Books darüber anzubieten, sondern auch Datenbanken und E-Journals. Ob eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit damit erreicht werden kann, muss sich zeigen. Als Schwierigkeit beim PDA-Ansatz sehe ich den Anspruch auf einen ausgewogenen Bestandsaufbau auch mit elektronischen Medien. Sicherlich können aktuelle Bedürfnisse rasch erkannt und befriedigt werden, jedoch kann es passieren, dass Werke zu “Randthemen”, die erst später benötigt werden, so aus der Erwerbungspolitik herausfallen.

Quellen:
Forschungszentrum Jülich und De Gruyter testen „Patron Driven Acquisition“ – und wird dem Buchhandel damit das Geschäft vermiest?, Buchmarkt.de
Katrin Siems zum neuen Erwerbsmodell-Test von deGruyter, Buchmarkt.de

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Unglaubwürdige Gründe für die Preisgestaltung bei E-Books

Woran merkt man, dass es kurz vor der Frankfurter Buchmesse ist? E-Books werden zu einem beliebten Gesprächsthema. Es wird in den verschiedensten Kanälen der Presse über E-Books gesprochen und immer wieder merkt man die erfolgreiche Lobby- und Meinungsarbeit des Börsenvereins dabei.

Verkrampft versucht der Börsenverein ein gutes Bild aufzubauen, sowohl für Print-Bücher als auch für E-Books. Dies zeigt zum Beispiel folgende Meldung:
“Verlage und Buchhandel sehen E-Books nicht als Konkurrenz”. Da muss man fast sagen, ein Ergebnis, das in seiner Aussage gar nicht anders hätte ausfallen dürfen/können. Hätte man Kannibalismus erwartet, so wäre dies für die Umsetzung und Durchsetzung des E-Books auf Seiten der Verlage eher hinderlich gewesen, da die Verleger stark an ihren Print-Geschäftsmodellen hängen. Die Ergebnisse der Umfrage des Börsenvereins zur Bedeutung von Optik und Haptik bei gedruckten Büchern und E-Books, an der 785 Verlage und Buchhandlungen teilgenommen haben, dürften nicht groß überraschen, wobei sicherlich interessanter wäre, zu sehen wie die Verlage geantwortet haben und wie die Buchhandlungen. Ich vermute, da gehen die Meinungen schon gut auseinander, gerade bei Lehrbuchverlagen. Ob Eigenschaften wie “wertige, schöne und ansprechende” Print-Bücher gegenüber “trendy, modernen und praktischen” E-Books überzeugend genug für den Endverbraucher sind? Dies klingt nach wunderbarer Werbesprache, aber nicht nach Argumenten für und wider das eine oder andere Medium.

Als praktisch wird daneben auch das gedruckte Buch wahrgenommen – wenngleich wohl aus anderen Gründen als das E-Book. Ein hohes Ansehen weisen beide Formate auf: Ein gedrucktes Buch halten 46 Prozent der Befragten für prestigeträchtig, beim E-Book sind es immerhin 38 Prozent.

So mögen zwar derzeit drei Millionen Deutsche mit dem Gedanken spielen, sich ein E-Book möglichst noch dieses Jahr zuzulegen, aber bei den bestehenden Preisen werden sie sich das noch ein wenig intensiver bedenken. Anders sehen die Ergebnisse der PricewaterhouseCoopers-Studie aus, die davon ausgeht, dass in Deutschland bis 2015 gerade rund 2,5 Millionen spezialisierte E-Reader verkauft werden. Doch dazu müssen die Geräte auch entsprechende Funktionen wie einen Internetzugang und eine direkte Shopanbindung besitzen und vor allem billiger werden. Die Studie schätzt auch, dass bislang 50.000 bis 80.000 Kunden einen E-Reader besitzen.

E-Reader und Bücher

E-Reader und Bücher, von Jandro S., CC BY 2.0

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Kommt endlich Schwung in die Sache? – E-Book-Handel und Verleger

Seit einigen Jahren, besonders seit Anfang 2009 ist das E-Book in aller Munde. Wie in Wellen rauschte der Hype über uns hinweg und doch hat man seit dem immer wieder etwas über E-Books gehört. Auch hier im Blog gab es zahlreiche Diskussionen dazu.

Trotz der Euphorie war der Start des E-Book in Deutschland sehr schleppend. Einen E-Book-Markt gibt es noch nicht wirklich in Deutschland. Nach dem zähen Start in Deutschland soll jetzt jedoch Schwung in den Handel mit E-Books kommen, wenn auch nur ein wenig. Das Umsatzvolumen mit Belletristik soll bis 2015 insgesamt 352 Millionen Euro erreichen. Außerdem soll es bis dahin einen Absatzmarkt für 2,5 Millionen E-Book-Reader geben.

Das ist noch ein weiter Weg bis dahin, solen doch bisher gerade mal 50 000 bis 80 000 Geräte verkauft werden. Außerdem werden in diesem Jahr Buch-Erlöse von lediglich bei 20 Millionen Euro erwartet werden. So lassen sich zwar hunderte Romane auf einem Reader speichern, was einem immens viel Platz im heimischen Buchregal und Schlepparbeiten beim Umzug erspart. Die Texte können in sekundenschnelle nach Stichwörtern durchsuchen, wobei sich hier auch die Frage stellt, ob diese Erschließung auf Dauer ausreichend für die Nutzer ist. Natürlich hat man mit 500 Gramm E-Book (mal pauschales, geschätztes Gewicht eines durchschnittlichen Lesegerätes) auch alle seine Bücher im Urlaub mit dabei. Dennoch gibt es noch viele Contras und Hemmschwellen. Zwar halten die Akkus der Geräte inzwischen lange, aber Strom wird dennoch benötigt. Die Haptik gefällt auch nicht jedem, weil sie eben dem Papierbuch nicht ähnelt.

Die Verleger dürfen nicht jammern, schließlich ist ein großes Problem auch das zu geringe deutschsprachige E-Book-Angebot, das mit dem internationalen Verlgeich nicht mithalten kann. Auch die Preisgestaltung ist dem Verkauf von E-Books nicht besonders förderlich:

Derzeit koste die digitale Ausgabe eines Hardcover-Bestsellers im Durchschnitt rund 15,50 Euro und damit lediglich drei Euro weniger als das gebundene Buch. Bei Taschenbuch-Bestsellern betrage der Preisvorteil des E-Books bei einem Durchschnittspreis von rund 9,20 Euro sogar nur etwa 40 Cent.

Aber auch die hohen Kosten der E-Book-Reader sind momentan nicht dazu angetan, die Konsumenten zum “Mintahme”-Kauf zu verführen, denn noch sind sie eine Investition. Das ist jedoch nicht alles, was als Hemmnis für den deutschen E-Book-Markt zu gelten hat. So besteht eine große Furcht vor E-Book-Piraterie, so dass viele Anbieter auf direkte oder versteckte Formen von Digitalem Rechtemanagement setzen. Dies ist für den Käufer häufig nicht unbedingt sichtbar und verunsicht diesen zusätzlich. Noch ist das Verlagswesen dabei, die Chancen und Risiken des Handels mit E-Books abzuwägen. Neben den Fragen des Schutzes der E-Books stellen sich für die Verwertung genauso Fragen wie bei der Buchpreisbindung.

Hier muss viel getan werden. Die Verlage müssen ihre Angst vor dem neuen Medium endlich überwinden. Hier nur Geschäftskalkullationen, den Aufbau neuer Workflows und rechtliche/technische Unsicherheiten als Hinderungsgrund bzw. Grund für das langsame Voranschreiten zu nennen, halte ich für Augenwischerei. Andere Verlage gerade im Ausland zeigen, wie es funktioniert. Das E-Books selbst ist spätestens seit 2000 immer wieder ein Thema. Was haben die Verlage (unabhängig von den Lesegeräten) in den letzen 10 Jahren im Bereich E-Books getan? Jetzt müssen sich die Verlage beeilen und einen Markt erobern, bevor dies ausländische Verlage oder branchenfremde Firmen tun.

Quellen:
Umsatz mit E-Books in Deutschland erreicht 2015 über 350 Millionen Euro, börsenblatt.net
Wissenswertes zum Thema E-Book, Südkurier.de
Pluta, Werner: E-Books haben in Deutschland Startschwierigkeiten, golem.de

Interessantes Lesematerial zum Thema:
Romy Peemüller: ›Chancen und Risiken des Handels mit E-Books für die Verlagsbranche‹
(Stuttgarter Beiträge zur Verlagswirtschaft 2). Stuttgart: Hochschule der Medien 2009
URL: http://www.mediapublishing.org/index.php?option=com_content&view=
category&layout=blog&id=69&Itemid=129

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