The Last Bookshop: Ein Kurzfilm

Der folgende Kurzfilm spielt in einer dystopischen Zukunft, in der es so gut wie keine Bücher mehr gibt. Passend zur gestrigen Karikatur, nun der folgende Film, der in Buchläden in London und Kent gedreht wurde. Die Regiesseure des Films sind Richard Dadd & Dan Fryer. Der Film ist eine Hymne bzw. ein Plädoyer für unabhängige und alternative Buchhandlungen, wie sie in einigen Städten zunehmen verschwinden:
http://www.thelastbookshop.co.uk

Musik: Owen Hewson

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“Le Labo BnF” in der Bibliothèque François Mitterrand: Ein zeitgemäßer Ort für neue Technologien und Nutzer

Vor fast genau einem Monat, am 2. Juni hat die Nationalbibliothek Frankreichs (BnF), die Bibliothèque François Mitterrand das sogenannte “Labo BnF” eröffnet.  Die Zeitung “Le Figaro” betonte, dass die zur Eröffnung 1996 vergebene Einschätzung über die Bibliothèque François Mitterrand nun Wirklichkeit wird, dass es sich bei der BnF mit dem “Labo” um eine neue Art von Bibliothek handelt:  “N’avait-on pas dit, à l’époque de sa construction, qu’elle serait une bibliothèque «d’un genre nouveau»?”  Zu diesem Zeitpunkt war man sich vielleicht noch nicht der Außmaße und der zukünftigen (möglichen) Rolle der Bibliothek  bewußt. Spätestens jetzt wird klar, dass es sich bei der Funktion des damals (1996)  neuen Baus der Bibliothek, um eine neue und zusätzliche Aufgabe handelt, den Menschen die Befürchtungen und Ängste vor den neuen Technologien zu nehmen. Letzteres betont der Direktor Bruno Racine in vielen Stellungnahmen.  “Labo BnF” erstreckt sich auf einer Fläche von 120 m² und ist jeden Montag von 14-19 Uhr, Dienstag bis Samstag von 10-19 Uhr und an den Sonntagen von 13-19 Uhr geöffnet. Im Gegensatz zur kostenpflichtigen und aktiven Nutzung der Nationalbibliothek, ist dieser Bereich für alle Besucher frei zugänglich, unabhängig davon, ob jemand über einen Ausweis verfügt oder nicht. Dieser neugeschaffene Raum ist das erste öffentliche “Experimentierlabor“, dass den NutzerInnen ermöglicht die neuen Technologien des Lesens (E-Books), des Schreibens (z.B. elektronische Tinte) und des Web 2.0 näher zu bringen. Den Besuchern wird auf die “userorientierte” Weise ein anderer Zugang zum Bestand der Bibliothek gewährt. Gibt es denn vergleichbare deutschsprachige Bibliotheken, die ähnliche Dienstleistungen zum Ausprobieren anbieten und Räume hierfür zur Verfügung stellen?

Die BesucherInnen werden im Eingangsbereich des “Labo BnF” auf einen riesengroßen Multitouch-Bildschirm stoßen, wo der Zugang auf tausende digitalisierte Bestandsdaten möglich ist. Diese “Auswahlmauer” stammt aus den USA und ermöglicht eine Übertragung der Daten auf Terminals oder auf elektronische Lesegeräte und ist das erste Gerät seiner Art, das jemals in Europa installiert wurde.  Die “Mauer” mag im Betrachter Assoziationen mit  dem Film Minority Report von Spielberg wecken. Es ist möglich mit einem Stift auf digitalem Papier zu schreiben. Der Bildschirm verfügt über ein Augmented-Reality-System, wo die Öffentlichkeit zum Beispiel 3D-Modelle eines Theaters sehen kann. Darüber hinaus gibt es noch einen digitalen Koran von der Größe einer Streichholzschachtel und viele andere Technologien. Das “Labo BnF” verfügt auch über einen Twitteraccount und über ein Blog. Weitere Hightlights sind das sogenannte “Storytelling”, das iPad und der Einbeziehung der Kognitionswissenschaften in Form von Robotern. Diese wurden vom Institut des Systèmes Intelligents et de Robotique (ISIR) entwickelt und  vor allem dafür verwendet nicht-frankophonen Besuchern und Menschen mit Behinderung beim Zugang zu den neuen Technologien behilflich zu sein. Zur Vermittlung der Technologien finden auch Konferenzen und themenbezogene Workshops statt. » Weiterlesen

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Dresdener E-Books lassen auf sich warten

Mitte 2009 war die Markteinführung des in Dresden gefertigten E-Book-Lesegerätes der Firma Plastic Logic angekündigt worden. Nun soll der Reader Januar 2010 zur Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentiert werden.

Der Herrsteller führt drei Gründe für die Verschiebung des Marktauftritts an. So hatte sich bereit der Start der Produktion der Kunststoff-Lesemappen verschoben. Auch wird die Verschiebung mit dem “gegenwärtigen Marktumfeld in den USA und Europa”erklärt, das momentan für ein neues elektronisches Gerät nicht geeignet ist. Plastic Logic möchte außerdem weitere Funktionalitäten als ursprünglich angekündigt in den Reader integrieren.
Drei Gründe führte Lichten für den verspäteten Marktauftritt an: Der

Der Reader soll in einem etwa A4-großem Format (22 x 28 cm) geliefert werden. Die Schirmfläche fällt durch einen Rahmen etwas kleiner aus. Man setzt natürlich auf die E-Ink-Technologie, anders als jedoch bei den Readern von Sony und Amazon verwendet man kein Silizium sondern Plastik. Dadurch wird das extrem dünne Display auch sehr flexibel. Zum aufrollbaren Display reicht es aber noch nicht. Ähnlich wie beim Kindle wird das Gerät drahtlos bespielt. Und ganz wie beim Flepia lässt es sich mittel einer Touch-Oberfläche gestisch steuern.

Hoffen wir, dass dieses Gerät mit den neuen Implikationen die Anforderungen der wissenschaftlichen Community beachten wird, wie die Möglichkeit Anmerkungen zu machen oder Zitate zu markieren, denn die bisherigen Geräte von Sony und der Kindle haben diese Funktionalitäten nicht.

Quellen
Elektronische Lesegeräte aus Dresden kommen später via heise online
Plastic Logic: Lesegerät kommt erst 2010 auf DNN online

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