Fahrbüchereien in Schleswig-Holtstein

Mehr zu den Fahrbüchereien auf der Seite der Büchereizentrale Schleswig-Holtstein


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Weapons of Mass Instruction

2010 wurde im Blog unter dem Titel „Ein Bücherpanzer als Instrument zur Leseförderung in Buenos Aires: „El Arma de Instrucción““ bereits ausführlich über Raúl Lemesoff‘ Panzer  berichtet. Nun, 5 Jahre später scheint Lemesoff nach wie vor an seiner Idee der „Instruktion/Bildung der Massen“ durch das Verteilen von Büchern festzuhalten und weiterhin seinen Panzer mit Büchern zu bestücken, um diese an den Mann/an die Frau zu bringen. Hierzulande hätte es ein derartiges Fahrzeug wohl schwer durch den TÜV zu kommen bzw. als ein solches für den Straßenverkehr überhaupt zugelassen zu werden. Im folgenden Video kommen Menschen zu Wort, die Lemesoff beschreiben und ihn bei seiner Arbeit zeigen, aber auch er selbst äußert sich zu seiner „Arbeit“.

Weapons of Mass Instruction: A 1979 Ford Falcon Converted in a Tank Armored with 900 Free Books from Colossal on Vimeo.

Gefunden bei: Bibliotheksvideos von J. Plieninger


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LIBREAS Ausgabe #26 erschienen

Die 26. Ausgabe von LIBREAS ist heute mit dem Themenschwerpunkt „Bibliotheken __abseits, außerhalb der Bibliothek“ erschienen. Im Editorial wird vorweggenommen, dass es keine Definitions- und Diskussionsmacht darüber gibt, was eine Bibliothek ist. Die neue Ausgabe setzt sich mit Alternativbibliotheken auseinander. Es werden folgende Fragen aufgeworfen, aber nicht vollständig beantwortet:

„Es gibt ein Bibliothekssystem. Vielleicht auch mehrere Bibliothekssysteme? Daneben gibt es nachweislich weitere Einrichtungen, die sich als Bibliotheken verstehen, aber nicht als Teil eines Bibliothekssystems. Kann das sein? Was für Institutionen sind das? Wer steht hinter solchen Einrichtungen? Haben sie ein Recht, sich Bibliothek zu nennen oder okkupieren sie diesen Begriff? Muss er ihnen abgesprochen werden? Und wenn ja, wer hat das Recht dazu und entscheidet dies auf welcher Grundlage?“

Was erwartet uns noch konkret an Artikeln in dieser Ausgabe?

Uwe Jung — Abstand als Alternative? Vom Normalen und weniger Normalen in kamerunischen Bibliotheken

Abstract: Am praktischen Beispiel des kamerunischen Bibliothekswesens werden Probleme bei der Übernahme von ‚traditionellen‘ Bibliothekskonzepten in andere Kulturen verdeutlicht. Die Lösungen dieser Probleme werden zum einen in einem besseren Verständnis der handelnden Akteure, zum anderen in einer Neuausrichtung der Zusammenarbeit mit eben diesen Akteuren gesehen.

Eliane Blumer & Karsten SchuldtUrban Revitalization, Gentrification, and the Public Library. The Case of Lausanne, Switzerland

Bibliothekskollektiv Anarchistische Bibliothek & Archiv Wien, „Anarchistische Bibliothek & Archiv Wien“.

Unser Bloggerkollege Christian Kahle stellt in seinem Beitrag „Die Offene Bibliothek von Clegg & Guttmann“ vor.

Ben Kaden — Europa als Zone der Zines. Über eine Fahrbibliothek

Weitere Beiträge:

Paul Vierkant & Maxi Kindling — Welche Institutionen betreiben Open-Access-Repositorien in Deutschland?

Snowden Commons — From the Snowden Files to the Snowden Commons. The Library as a Civic Hub (“Publics in Peril” at Slow-Politics-Conference 2014)

Gesche Schifferdecker & LIBREAS. Redaktion — WWC-WeberWorldCafé. Ein Interview

Rezensionen zu:

Karsten Schuldt — Queer as Archive. Rezension zu: Alana Kumbier (2014): Ephemeral Material – Queering the Archive. (Gender and Sexuality in Information Studies ; 5). Sacramento, CA : Litwin Books

Ben Kaden — Konzepte für den Gegenwartsdiskurs. Heute: Linguistic Capitalism. Rezension zu: Frederic Kaplan (2014) Linguistic Capitalism and Algorithmic Mediation. In: Representations, Vol. 127, No. 1 (Summer 2014), S. 57-63 & Thomas McCarthy, Simon Critchley (2014) Declaration on Digital Capitalism. In: Artforum International. October 2014, S. 254-259


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Gelesen in Biblioblogs (44.KW’13) – Vertretung Lesewolke

Wir von Bibliothekarisch.de haben auch diese Woche wieder vertretungsweise die “Blogschau” von Liane Haenschs Lesewolke übernommen. Ja leider etwas spät diesmal, aber nun ja, alle technischen Störungen sind behoben und das Blog ist wieder erreichbar. 😉

Wikidata feierte vor kurzem seinen ersten Geburtstag. Ziel dieses Projekts ist es, Daten, die in der Wikipedia verwendet werden, zentral zu speichern und semantisch zu verknüpfen. Das ermöglicht es, die Daten für verschiedene Zwecke zu nutzen, auch außerhalb der Wikipedia (und da wird es für Bibliotheken interessant). Ein schönes Beispiel, was man mit Wikidata anstellen kann, ist die Visualisierung von Ereignissen im amerikanischen Bürgerkrieg. In der Wikipedia werden mittlerweile zum Beispiel die Einwohnerzahlen von Städten aus Wikidata gespeist, die vorher in jeder Sprachversion einzeln eingetragen  und aktualisiert wurden. Auch die Links zwischen den verschiedensprachigen Artikeln zum selben Thema werden mittlerweile aus Wikidata generiert. [LR.]

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) verlieh die Karl-Preusker-Medaille 2013 an den Anglisten und Buchwissenschaftler Professor (Dr. Dr. h. c.) Bernhard Fabian. Die Auszeichnung wurde am 31. Oktober in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster übergeben. Die Bundesvereinigung würdigt damit Fabians Lebensleistung auf dem Gebiet der historischen Buchwissenschaft, insbesondere seine Arbeit als Herausgeber des Handbuches der historischen Buchbestände„. Das Handbuch gilt als „grundlegendes Nachschlagewerk für die Kenntnis der Altbestände der Bibliotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz“. „Mit seiner 1983 erschienenen Publikation „Buch, Bibliothek und geisteswissenschaftliche Forschung“ gab Prof. Bernhard Fabian den Anstoß zur Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke„, die einen herausragenden Beitrag zur Wahrung des nationalen kulturellen Gedächtnisses leistet.“ [CK.]

In einem Interview mit BID hob Prof. Fabian die Rolle des Bibliothekswesens deutlich hervor. Seine Prognose lautete:

“Das öffentliche Bibliothekswesen wird sich viel stärker noch als bisher im Bildungsbereich engagieren müssen. Je ineffizienter das Bildungswesen im schulischen Bereich wird, desto wichtiger wird der durch Bibliotheken und Museen repräsentierte Bereich.”

Hier ein Foto des Preisträgers Bernhard Fabian, das ihn in seinem Arbeitszimmer mit Bibliothek in seinem Haus bei Münster zeigt. [WK.]

Thomas Meyer/ OSTKREUZ

Ein Porträt aus der Welt der Fahrbibliotheken: Der Bücherbus der Stadtbücherei Taunusstein. Die hier vorgestellten, oft sehr schmal finanzierten, Fahrbibliotheken leisten unverzichtbare Kulturarbeit. [CK.] Im österreichischen Magazin erwachsenenbildung.at wurde vor kurzem eine ähnliche Initiative vorgestellt. Diese Arbeit wird konkret als Teil der „Community Education (Gemeinwesenarbeit) bezeichnet. Wann werden es Bibliothekskonzepte und –initiativen hierzulande in eine Fachzeitschrift für Erwachsenenbildung schaffen? [WK.]

Wenn wir schon in Österreich sind, so bleiben wir auch gleich ein wenig länger hier. 😉 Das hier im Blog von Dörte vorgestellte Video „Lesen und lesen lassen“ darf in der Reihe an guten Best Practice Imagevideos keinesfalls fehlen. Ich denke, ein derartiges Imagevideo könnte auch hierzulande als Vorbild dienen, das peppig & zeitgemäß ist, aber auch die Perspektive der Nutzer und nicht nur die der Bibliothekar_innen einnimmt. [WK.]

Das Radio feierte einen runden Geburtstag: „Achtung, Achtung! Meine Damen und Herren! Wir machen Ihnen davon Mitteilung, dass am heutigen Tage der Unterhaltungsrundfunkdienst auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt. Die Benutzung ist genehmigungspflichtig.“ Vor neunzig Jahren, am 29.10.1923, startete die Radioübertragung in Deutschland. Bei dradio.de gibt es diverse Beiträge dazu. [LR.] Ist nicht spätestens seit der Schelte von Bundestagspräsident Lammert zum Qualitätsverlust des Fernsehens klar, dass das Radio eines der wenigen Massenmedien ist, das seinen öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag noch ernsthaft erfüllt und erstklassige Arbeit leistet? [WK.]

Persistent Identifier, aber bitte kurz und merkbar? Was es bei URLs schon lange gibt, geht jetzt auch bei DOIs, und zwar mit dem shortDOI-Service der International DOI Foundation. (gefunden über Hinweis von Christian Hauschke in infobib) [LR.]

Open Access wird verstärkt ein Thema im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das sich bis jetzt mit Stellungnahmen dazu zurückgehalten hat. „Open Access: Das Urheberrecht muss der Wissenschaft dienen“ ist das Motto der neuen Informationskampagne des BMBF und der entsprechenden Internetseite. Heinz Pampel machte auf dieses Angebot und die entsprechenden politischen Entwicklungen http://wisspub.net/2013/10/31/bmbf-open-access auf Wisspub.net aufmerksam. [DB.]

Last, but not least, unterzeichnete die International Federation of Library Associations die Internationalen Grundsätze für die Anwendung der Menschenrechte in der Kommunikationsüberwachung. Die Internationalen Grundsätze wurden unter anderem von NGOs wie etwa Reporter ohne Grenzen, Human Rights Watch und Electronic Frontier Foundation (EFF) verfasst. Die IFLA begründete diesen Schritt am 31. Oktober damit, dass durch:

“[…] die diesjährigen Enthüllungen von regierungsseitiger Datenüberwachung ein neuer Kontext für die Diskussion von Menschenrechten in der digitalen Welt entstanden ist. Die bibliothekarische Fachgemeinde muss sich an dieser Diskussion beteiligen und sicherstellen, dass bei der Bereitstellung von Internetzugang für unsere Nutzerinnen und Nutzer die Grundwerte der Institution Bibliothek gewahrt bleiben.”

Wie können Bibliotheken hierzulande Diskussionen anregen & ein Bewusstsein über die digitalen Menschenrechte erzeugen, wenn doch laut Umfrage 3/4 aller Deutschen die NSA-Affäre für überbewertet halten? Die Gründe hierfür sind laut Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher ein genereller Fatalismus, der bedingt durch die  technologischen Entwicklung in der Bevölkerung weit verbreitet ist. Interessant wäre natürlich auch zu erfahren, welche Haltung Bibliothekare und Bibliothekarinnen hierzulande dazu haben und ob es Unterschiede zum „normalen“ Querschnitt der Bevölkerung gibt. [WK.]


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Ein UNICEF-Bericht aus Haiti: „Libraries open a world of opportunity“

Der UNICEF-Auslandskorrespondent Thomas Nybo berichtet im folgenden Video über ein Programm, das jungen Haitianer hilft Bücher zu bekommen.


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Die Münchener Wanderbibliothek

Der Beitrag von British Pathe zeigt eine besondere Münchener Wanderbibliothek von 1932. Der Film ist Zeugnis der „Bibliotheksstraßenbahn“ in den geschäftigen Straßen von München.

Wolfgang schreibt auf unserer Facebookseite dazu:

Das Gedränge war damals groß. Der Münchner Dialekt ist dabei unverkennbar und erinnert sehr an Karl Valentins Sprachduktus. Was meint ihr/Was meinen Sie, wäre es in Städten, wie München, Köln und anderswo nicht möglich diese Idee der Straßenbahnbibliotheken wiederzubeleben? Natürlich könnte man die modernen technologischen Entwicklungen stärker berücksichtigen. Die Stadt Helskinki hat elektronische Fahrausweise im ÖPNV eingeführt, mit denen sich auch Medien aus Stadtteilbibliothekn (sic!) ausleihen ließen.

The Travelling Library

Auf der Webseite zum Film heißt es:

„The Travelling Library – Meet the travelling tram library of Munich… Run by the State (and electricity) it forms its collection whilst en route for the outlying distributing centres… a very handy service.“
(…)
M/S of a ‚library tram‘ travelling along a busy street in Munich. Books are collected from outside a house and put inside the car; the interior shot is quite dark, but shows shelves of books. More shots of the tram moving through the town. Crowds of people struggle to get on the tram; those who succeed hand some books in.

Auch in Edmonton gab es es eine Straßenbahnbibliothek. Den Film von 1942 hat Wolfgang im April diesen Jahres vorgestellt. Und über die Besonderheiten der elektronischen Fahrausweise in Helsinki berichtete er diese Woche bereits.


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Das Bibliotheksboot

Andere Welten, andere Wege zum Buch. Über den Bücherspanzer, den Bücheresel und die Bücherkamele haben wir hier schon berichtet. Eine andere Variante, um Leser zu erreichen wählt die Bibliothek von Pargas seit 35 Jahren mit dem Bibliotheksboot. Etwa fün Mal von Mai bis September/Oktober fährt das Schiff die schwedischen Inseln der Umgebung an, immer beladen mit 600-800 Büchern, um den Lesedurst der Inselbewohner zu stillen. Die Menschen, die das ermöglichen, arbeiten ehrenamtlich. Das Boot selbst wird extra zu diesem Zweck angemietet. Nach 35 Jahren kennt man sich inzwischen persönlich.


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Achtung: Delivering hope for a better future

Es ist bereits das 15. Mal, dass sich eine ganze Karavane von Autos in Südafrika in Bewegung setzt. Es geht nicht darum, mit High Speed durch die Wüste zu heizen, sondern Ziel ist es, die gelben Kisten, gefüllt mit Brennstoff für den Geist, sicher ans weitentfernte Ziel zu bringen. Die Rally to Read bringt Bücher in ländliche Schulen in der Region Nkandla, die vom staatlichen Schulwesen vergessen werden, weil sie viel zu weit entfernt sind. Dieses Jahr werden 135 Schulen angefahren.

In den letzten 12 Jahren haben die Sponsoren, Organisatorne und Teilnehmer der Rally Schulen auf dem Land aufgesucht, um Bücher, Lehrmaterialen, Wissensbaukästen, Sportequipment und andere Dinge vorbeizubringen. Dieses Jahr sind über 100 Firmen als Sponsoren beteiligt.

But most of all, the Rally delivers hope to rural learners, their teachers and their parents for a better future.

Auch dieses Jahr engagieren sich wieder viele, um die Materialien sicher an ihren Bestimmungsort zu bringen. Die Aktion läuft zwar das ganze Jahr über, aber Höhepunkt der Arbeit für alle Teilnehmenden ist die Lieferung der Bücher, die einmal im Jahr zu den teilnehmenden Bibliotheken gebracht werden. Die Bücher selbst sind ein wichtiges Zeichen.

„Rally to Read is an extraordinary story – of caring, collaboration and hope.“ – Cyril Ramaphosa.

Mehr dazu:


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Eine Fahrbibliothek im Miniformat

Wir haben es diese Woche hier scheinbar mit kleinen Bibliotheken, aber diese hier ist wirklich ein Hingucker, da sie nicht nur klein, sondern auch fahrbar ist. Diese hier könnte mir wirklich gefallen. Nur über die Farbe müssten wir nochmal sprechen. 😎

Creative Commons Attribution 3.0 Germany This work is licensed under a Creative Commons Attribution 3.0 Germany.


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Lesen in der Wüste

Khalif liebt Bücher, egal welche, Hauptsache ist, er kann lesen. Doch anders als deutsche 13-Jährige kann er nicht mal einfach an ein volles Bücherregal Zuhause oder in der nächsten Bibliothek gehen, denn er lebt in einer Nomadenfamilie in Kenia. Diese wandert als Viehhüter herum, um dort zu bleiben, wo das Vieh Futter findet. Für den Jungen heißt dies, dass er manchmal mehrere Monate häufig jedoch nur einige Wochen an einem Ort bleibt. Er besitzt kein Buch selbst und ist daher auf die Kamele angewiesen, das ihm alle zwei Wochen Nachschub bringen. Derzeit findet man die Familie von Khalif in der Nähe von Maramtu, einem kleinen Dorf im Osten von Kenia.

Auch andere Nomadenfamilien ziehen in dieser Region herum. Sie leben in runden Lehmhütten, die sie innerhalb eines Tages errichten können. Sie alle besitzen so wenig Geld, dass sie sich Bücher meistens nicht leisten können. Um den Nomadenkindern den Zugang zu Büchern zu ermöglichen, wurde in der Stadt Garissa vor inzwischen 15 Jahren eine ganz besondere „Fahrbibliothek“ gegründet. Viermal die Woche ziehen Bibliothekare mit ihren Kamelen durch die Wüste und bringen ihre Buchstabenfracht den Nomaden.

Bestückt werden die Kamelbibliotheken durch Abdullahi Osman und Abdirahman Bashir, zwei Mitarbeiter der normalen Bibliothek von Garissa. Sie packen morgens eine Auswahl an Kinderbüchern in zwei große Holzkisten und beladen damit die Rücken eines der beiden Kamele. Die beiden Tiere wechseln sich während des marsches ab. Zur Zeit laufen auch drei Jungkamele mit, die an die Wüstentouren gewöhnt werden sollen. Auf den Kisten steht „Garissa Mobile Kamelbücherei“ und „Lesen ist Wissen“. Osman und Bashir ziehen dann in einer richtigen kleinen Kamelkarawane mit den Kamelen und zwei Kamelführern los.

Nun könnte man sich fragen, warum die Bibliothekare auf die Kamele setzen und nicht einfach einen gut klimatisierten Geländewagen nutzen? Kamele sind ein vertrautes Transportmittel :video: für die Nomaden. Die Männer mit den Büchern sind daher keine Außenseiter, sondern kommen mit etwas Vertrautem.

So eine Wanderung durch Hitze und Staub zu den Nomadensiedlungen dauert mehrere Stunden. Ziel ist z.B. auch die Grundschule in Maramtu, welche Khalif in der vierten Klasse besucht. Fast 300 Kinder werden dort unterrichtet. Sie besuchen diese Schule, solange ihre Eltern dort in der Nähe wohnen. Die Kamele mit den Büchern werden von den Schülern heiß und ungeduldig erwartet.

Die Bücher werden von den Bibliothekaren auf drei Bastmatten unter einem Akazienbaum vor der Schule ausgebreitet. Ihnen sieht man die häufige Benutzung an. Viele der Exemplare sind zerlesen, einige vergilbt, einem fehlt der Einband, beim anderen ist ein Buchrücken wieder festgeklebt worden. Das beeindruckt die Kinder nicht, denn für sie sind alle dieser Bücher kostbar. Einige Geschichten sind auf Kisuaheli, ander auf Englisch, der zweiten Landessprache Kenias.

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