Der Bibliothekartag 2017 in der Biblioblogosphäre #bibtag17 [Update, 07.06.2017]

Es ist wieder soweit. Alle freuen sich auf den Bibliothekartag, oder zumindest die Neugierigen in der Bibliotheksbranche. Dieses Jahr ist leider wieder ein Bibliothekartag, an dem ich aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen kann. Umso mehr hoffe ich auf tolle Berichte in den Blogweiten der Bibliosphäre.

Hier die obligatorische Auflistung der gefunden Beiträge in Blogs und Presse, welche sich so nach und nach verlängern wird.
Fehlt Ihr / Dein geschriebener Beitrag noch in dieser Liste, einfach hier im Etherpad eintragen. Ich ergänze den Beitrag dann gerne hier im Artikel, wobei es diesmal ein Weilchen dauern kann.

Die Twitterwall für den 106. Deutschen Bibliothekartag orientiert sich nicht am Hashtag… (31.05.2017)
Für Twitter gilt der Hashtag #bibtag17.
Der Impressionen vom Bibliothekartag sind auf Instagram ebenfalls mit #bibtag17 zu finden. (31.05.2017)

Folien zum 106. Bibliothekartag (06.06.2017)

Gesamt: 112 Beiträge (+2 neu)

06.06.2017

  1. Deeg, Christoph: Gedanken zum Bibliothekartag und zur Zukunft der Bibliotheken, Christop-Deeg.com
  2. Ladwig, Wiebke: Bibliotheken als Orte für Innovation im ländlichen Raum, blog.wegweiser-kommune.de
  3. Romahn, Ilse: 106. Deutscher Bibliothekartag in Frankfurt beendet, Frankfurt Live
  4. Weyh, Matthias: Öffentlichkeitsarbeit für Fahrbibliotheken – Materialien zum Workshop auf dem Bibliothekartag online, Fahrbibliothek.de
  5. Weyh, Matthias: Bilder aus Frankfurt jetzt auch als Galerie, Fahrbibliothek.de (Fahrbibliothekstreffen beim Bibliothekartag 2017 in Frankfurt, 07.06.2017)
  6. Wiesenmüller, Heidrun: Eindrücke vom Bibliothekartag in Frankfurt (Teil 1), Basiswissen RDA (07.06.2017)
  7. 106. Deutscher Bibliothekartag in Frankfurt am Main beendet, Lies mal wieder

05.06.2017

  1. Der Bibliothekartag 2017 in der Blogosphäre, Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken NRW

04.06.2017

  1. Plieninger, Jürgen: Bibliothekartag: Alles war gut? #bibtag17, Netbib

03.06.2017

  1. Rosenberger, Burkhard: Bibliothekartag in Frankfurt – Danke!, VDB
  2. Nachlese zum Bibliothekartag, BIB-Info.de

02.06.2017

  1. Anders, Freya: Ausbildung 4.0 und die Auswirkungen auf Ausbildung, Universal Design und Integration, Bibliotheksnews
  2. Baumann, Elisabeth: Kontakte und Kooperationen mit Kitas und Schulen, Bibliotheksnews
  3. Baumann, Elisabeth & Niemann, Nadia-Vera: Impressionen vom Meet & Greet des Departments Information der HAW Hamburg, Bibliotheksnews
  4. Bondesen, Madeleine: „Open Access wird nicht durch Abwarten Realität, sondern durch Zusammenarbeit!“, Bibliotheksnews
  5. Cicek, Nadin: Bibtag17, ÖB_multikulturell (06.06.2017)
  6. Falkenberg, Roman: Der b.i.t.online-Innovationspreis 2017, Bibliotheksnews
  7. Niemann, Nadia-Vera: Aktualisierung der „Ethischen Grundsätze der Bibliotheks- und Informationsberufe“, Bibliotheksnews
  8. Pampel, Heinz: ORCID DE – Stand und Perspektive, Präsentation auf Slideshare (06.06.2017)
  9. Weyh, Matthias: Bilder vom Fahrbibliothekstreffen in Frankfurt #bibtag17, Fahrbibliothek.de /li>
  10. WDR interviewt Social Media-Beraterin Wibke Ladwig,Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken NRW
  11. Interview mit der VDB Vorsitzenden Konstanze Söllner zum Abschluss des 106. Bibliothekartags in Frankfurt am Main, Bibliotheksnes
  12. „Ohne den Duisburger Bücherbus wäre Hatice Akyün keine so gute Autorin geworden“, Bibliotheksnews
  13. KONGRESSNEWS zum 106. Deutschen Bibliothekartag in Frankfurt am Main, 02.06.2017, b.i.t.online
  14. Bibliothekartag 2017: divibib stellt eLearning und TigerBooks vor, Onleihe (06.06.2017)

Continue reading


Ähnliche Beiträge

Ein Erklärvideo zu Johann Wolfgang von Goethe


Ähnliche Beiträge

Wer archiviert das Internet? Eine Diskussion auf der re:publica 2014

Wer archiviert das Internet? So lautete der Titel einer Diskussion auf der re:publica 2014. Paul Klimpel (http://www.collaboratory.de),  Alexis Rossi (http://archive.org) und Elisabeth Niggemann (Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek) diskutierten hierzu am Mittwoch, den 7. Mai auf der re:publica 2014. Hier die Kurzthese zur Diskussion und dem Video hierzu:

Trau, schau, wem: Kulturelle Gedächtniskonzepte jenseits der NSA Im Zuge der NSA-Enthüllungen entstand der Eindruck, Geheimdienste sammeln alles, speichern alles und archivieren alles, was an digitalen Informationen verfügbar ist. Während die Praxis der Geheimdienste im Verborgenen stattfindet, agieren Gedächtnisinstitutionen wie Bibliotheken, Archive und Museen öffentlich und unterliegen Regeln und institutionellen Zuschreibungen. Doch auch nicht-staatliche Institutionen wie das Internet Archive archivieren digitale Daten in frei zugänglicher Form. Wie unterscheiden sich Konzepte, Rahmenbedingungen und Praxis, wo gibt es Überschneidungen, wo Abgrenzungen, wo Lücken?


Ähnliche Beiträge

Frustierend: Lernen neben dem Planschbecken

Schäden am Dach machen für die Studierenden ein Lernen zwischen Planschbecken notwendig, denn Regen kann ziemlich ungehindert in die Bibliothek fließen, wie der Beitrag aus dem Dezember 2013 zeigt. Reperaturen sollen nach einer Ausschreibung Anfang 2014 starten.

Das unabhängige Studierenden-TV der Goethe-Universität macht auf den Zustand der Kunstbibliothek aufmerksam.


Ähnliche Beiträge

Die kommunale Bibliothek in Granada (Nicaragua)

Die kommunale Bibliothek in Granada, Nicaragua, ist eines der aus der Partnerstadt Frankfurt unterstütztenden Projekte hervorgegangen. In einem Seitenflügel des ehemaligen Klosters San Francisco stehen den meist jugendlichen Lesern und Leserinnen über 5.000 Bücher zur Auswahl zur Verfügung.


Ähnliche Beiträge

Meine persönliche Rückschau auf den BID-Kongress 2013 (Teil 5)

Am 3. Tag des BID-Kongresses ging es ab 9 Uhr unter anderem um Bibliotheken als Akteure der Kinder- und Jugendkultur. Im Vortrag 1 „…Billard wäre auch nicht schlecht“ dieser Session in Saal 2 handelte es sich um leitdenfadengestützte Gruppeninterviews mit Jugendlichen im Alter von 12-19 Jahren, die in Leipzig durchgeführt wurden. Es ging um die Vorstellung von Ergebnissen aus der StudieDas Image von Bibliotheken bei Jugendlichen”, die auch in der aktuelle BuB-Ausgabe ausführlich erwähnt wurde. Besonders in Erinnerung ist mir das Zitat eines Jugendlichen geblieben, der oder die sagte, „in der Bibliothek darf man fast alles nicht machen“, was mich an den Satz „Man kann nicht nicht kommunizieren“ erinnert von Paul Watzlawick. Auch DonBib hatte hierzu schon seine Meinung geäußert. Ronald Gohr plädierte am Schluß des Vortrags dafür Beziehungen mit den Jugendlichen aufzubauen, ähnlich äußern sich auch der Leipziger Bildungsforscher Prof. Dr. Klemm zu den Sudbury-Schulen, der aber leider am Biibliothekskongress nicht anwesend war. Es ist die Autonomie des Kindes, die laut ihm im Vorgrund stehen müßte:

Das ist einmal der Beteiligungsaspekt beziehungsweise die Beteiligungsrechte von Kindern, aber auch von Eltern und von Lehrern. Und der zweite Aspekt ist das Bild vom Kind, also, wie wir so schön sagen, die Anthropologie des Kindes. Das Kind ist ein autonomes, selbstbewusstes Wesen, das ist eigentlich die Präambel auch der demokratischen Schulen. Und dieser Blick auf das Kind, der fehlt oftmals, sage ich, an deutschen Schulen. […] Auf der Basis der Bildungsselbstbestimmung bestimmen die Schüler, die Kinder – Schüler sind es ja auch keine im klassischen Sinne -, bestimmen selber, was sie selber, wie sie lernen und auch wann sie lernen, und mit wem, ganz entscheidend!

Unabhängig von dem Vortrag von Frau Prof. Dr. Keller-Loibl stellt sich bei mir die Frage, ob sich Konzepte der Sudbury-Pädagogik auch in der Ausbildung und im Studium angehender Bibliothekare und Bibliothekainnen in die Lehr- und Lerninhalte übertragen ließen.

In dem weiteren interessanten Beitrag „Kinderkultur – neue Wege für Bibliotheken dargestellt am Beispiel der Schul- und Kinderbibliothek Kelsterbach“ von Meike Kaiser, wurde zu Beginn deutlich, wie angespannt die Haushaltslage für öffentliche Bibliotheken speziell in Hessen sind. Durch noch glückliche Umstände ist die eben genannte Einrichtung im Gegensatz zu 100 anderen in Hessen noch nicht unter dem Rettungsschirm. Kaiser betonte, dass Bibliotheken vielfältiger werden müssen und Kultur und Soziales integrieren müssten. In Kelsterbach wohnen zwischen 50-70 % Migranten. Laut ihrer Schätzung sind es sogar um die 80 %. So bietet die Bibliothek eine Kunstwerkstatt an und verwirklicht kulturpädagogische Konzepte. Sie vermittelt kulturelles und ästhetisches Handeln. Hinzu kommen unter anderem Kinderkinoveranstaltungen, Kindertheater und Kinderkonzerte.

Abschließend würde ich noch ergänzen, dass andere für diese Form der Bibliotheksarbeit auch das Label „Interkulturelle Bibliotheksarbeit“ verwendet hätten und diesen Vortrag auf diese Weise so „verkauft“ hätten. Ich finde es gut, dass Meike Frau Kaiser es nicht getan hat. Doch wäre eine Kulturalisierung von Kindern, bei denen meisten eher die Groß- und Urgroßeltern schon nach Deutschland kamen, nicht auch eine Form von Ethnisierung? Ist das inter­kulturell kompetente Zusammen­leben nicht häufig von einer derartig kulturalisierenden Gesellschaftstheorie geprägt? Deshalb ist es gerade bei Kindern wichtig, dass diese „normal“ aufwachsen und Andersein nicht überbetont wird aufgrund von anderen Muttersprachen, die natürlich eine Bereicherung sind und auch gesprochen werden sollen, aber diesem Falle nicht hilfreich wären. Es sei hier aber auf Prof. Dr. Mecheril von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg verwiesen, der vor dieser Art der Paternalisierung des vermeintlich kulturell Anderen warnt, die sich leider auch manchmal in Bibliotheken und deren Arbeit mit Migranten niederschlägt:

„Im Diskurs über Trans- und Interkultur wird in der Regel ein Aspekt stillschweigend vorausgesetzt, nämlich dass „wir“ über „sie“ reden. Professionalität ist wie selbstverständlich an die Mehrheitsposition geknüpft. Sobald es Mehrheitsangehörige mit Minderheitenangehörigen zu tun haben, legen dominante Diskurse „kulturelle Differenz“ nahe. Da diese Nahelegung einseitig ist (ein Elend), also kaum thematisiert wird, wie Professionelle mit „nicht-österreichischem“ Hintergrund kulturell mit „ÖsterreicherInnen“ klarkommen, werden im inter- und transkulturellen Diskurs die Anderen kulturell objektiviert. „Kultur“ ist ein Werkzeug der Vergegenständlichung der Anderen, Instrument ihrer Entsubjektivierung. Dies korrespondiert der gesamtgesellschaftlichen Schwierigkeit, „Andere“ als Subjekte anzuerkennen. Der in den interkulturellen Milieus heimische Paternalismus beispielsweise bedarf des entsubjektivierten Status der Anderen. In gewisser Weise brauchen „wir“ die Anderen, um uns darüber klar zu werden, dass wir es gut meinen.“

In einem weiteren Vortrag dieses Vormittags wurde „Die JungeMedienJury (JMJ) der Stadtbücherei Frankfurt am Main“ vorgestellt. Positive Effekte waren, dass der kritische Medienkonsum gefördert wurde, die Diskussionsfähigkeit geschult wurde, jugendliche ein öffentliches Forum und Anerkennung erhielten. Die Leseförderung passierte hier eher indirekt durch BibliothekarInnen, sondern vielmehr durch die peer groups. Es konnten Freundschaften und Netzwerke entstehen, viele haben Gleichgesinnte kennen gelernt. Die Idee dahinter ist, dass Jugendliche selbst ein alltägliches Medium bewerten. Als beratender Kopf, konnte Prof. Dr. Ewers vom Institut für Jugendbuchforschung gewonnen werden. Hierzu wurden Kritikerworkshops abgehalten. Die JMJ fragte und Experten antworteten. Besonders interessant und spannend war sicherlich die Kooperation mit der Litprom, der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Südamerika. Zusätzlich wurde Medien breiter gefasst und auch Computerspiele wurden mit hinzugenommen. Der Spieleentwickler aus Frankfurt am Main, Deck 13 konnte als Partner gewonnen werden. Ansonsten gab es gute Sponsoren wie den Lions Club, dem Drogenreferat der Stadt Frankfurt und prominente Schirmherren und -frauen, wobei die Referentin Frau Roswithe Kopp darauf verwies bei der Auswahl von Schirmpersonen vorsichtig zu sein, dass der Promifaktor wie bei Sabrina Setlur oder anderen z.B. von No Angels nicht das eigentliche Projekt in den Hintergrund stellen darf.

Bei „JuJu – Jugendliche beraten Jugendliche – das Projekt der Stadtbibliothek Oberursel“ ging es auch um die Methode „Lehren durch Lernen„. Es gibt dort zum Beispiel auch ein Jugendbüro, in dem ein Sozialpädagoge tätig ist. Das Projekt „Buchdurst“ hat mich besonders beeindruckt. Die aktive Beteiligung der Jugendlichen klang sehr interessant, da hier das Gefühl bei den Zielgruppen entstand, dass sie sich mit ihrer Einrichtung besser identifizieren. Trotz einer betreuungsintensiven Arbeit durch die BibliothekarInnen, waren diese vom „Outcome“ ihres Projekts sehr angetan. Als Belohnung erhielten Jugendliche freie Getränke, werden bei der Erstausleihe neuer Medien bevorzugt und erhalten Süßigkeiten. Jugendliche beraten auch Erwachsene in bestimmten Fragen. Zum ersten Mal sind diese keine Konsumenten und die Zielgruppe Jugendliche wird selbst an der Bibliotheksarbeit beteiligt. Diese partizipative Element machte auf mich einen großen Eindruck, da dadurch die soziale Kohäsion und das Image der Bibliothek merklich gesteigert werden konnte. Die Bibliothek gewann auch schon den Hessischen Leseförderpreis 2011:
„Auch das Hip-Hop-Leseprojekt, welches das Ju­gend­büro in Zusammenarbeit mit der Stadt­bücherei kon­zi­pierte und mit vielen Schulklassen durchführte, bekam den mit 3.750,- Euro dotierten ersten Preis der Hessischen Leseför­derung. Das Projekt nutzt verschiedene Elemente des Hip-Hop, um leseun­lustigen Schülern Bücher näher zu bringen.“
In Oberursel beraten Jugendliche ehrenamtlich andere Jugendliche z.B. an der Infotheke der Jugendbücherei. Junge noch NICHT-Nutzer/innen kamen dadurch eher, um ihre Klassenkamerad/innen zu besuchen. Entscheidungen, wie etwa zur Einrichtung, der Dekoration oder der Medien des Jugendbereiches, wurden im Konsens mit den Jugendlichen getroffen. Dabei helfen sie auch beim Zurückstellen von Medien mit, sowie bei Projekten und Veranstaltungen.

Ähnliche Beiträge

Bibliotheksspiel Letterheinz


Dass man Informationen rund um die Benutzung einer Bibliothek auch spielerisch vermitteln kann, beweist die UB Frankfurt am Main mit ihrem Letterheinz (seit April online). Der kleine Kerl sammelt gegen die Uhr Informationen in den Bücherregalen und muss sich dabei gegen allerlei „Feinde“ wie Spinnen, Geister und sogar Bibliotheksstaub behaupten. Manchmal ganz schön knifflig, aber höchst unterhaltsam und ganz nebenbei sehr informativ.


Ähnliche Beiträge