Ein Nachtrag: BRain 12 ist online

Auch diesmal ist uns leider entgangen, dass seit dem 11. Februar die aktuelle Ausgabe von BRaIn erschienen ist. Liebes BRain-Team, Ihr könnt uns, dem Bibliothekarisch-Team gerne nächstes Mal rechtzeitig Bescheid geben, damit uns das nicht wieder entgeht. In diesem Jahr war die Truppe um Prof. Stephan Büttner in Spanien. “BRain was in Spain”. In der Einleitung macht Prof. Stephan Büttner, dass es bis dato immer noch keine vergleichbaren Projekte auf internationaler/europäischer Ebene gibt und die Bobcatsss-Tagung deshalb eine Zukunft hat.

Eva May stellte in einem weiteren Artikel die Thematik Library (R)evolution: Promoting sustainable information practices. der diesjährigen Konferenz vor. Sie ging auf das Besondere an der ”Studierendenkonferenz” ein und die zahlreichen Herkunftsländer der TeilnehmerInnnen. Dabei hob sie folgende Fragen hervor: “Sind e-books wirklich weniger umweltbelastend als gedruckte Bücher? Wie können Bibliotheken sich nachhaltiger einrichten, als Gebäude, als Dienstleister? Und was ist die Rolle der Bibliothekare bei der Aufklärung von Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit?”

Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten in und rund um Barcelona, beschrieb der folgende Artikel die Besuche der katalanischen Nationalbibliothek, der katalanischen Filmothek oder auch der Bücherei und des Archivs des zeitgenössischen Kunstmuseums Barcelonas, dem Dokumentationszentrum des FC Barcelonas und der Bücherei des katalanischen Kunstmuseums oder der Bücherei der Sagrada Familia.. Melanie Klotz ging auf die Social Events ein, unter anderem dem Gala-Dinner im Restaurant „1881“.

Anna  Palme schrieb in “Barcelona: Von Zafón und den Bibliotheken der Stadt” über die Spezialbibliotheken, welche den autonomen Charakter Katalaniens deutlich werden ließen.

In einem letzten Artikel befasste sich Anna Smuda ausführlich mit dem Bibliothekswesen in Spanien. Zu diesem Thema interessiert mich vor allem noch die Schwierigkeiten und Widrigkeiten für eine Neuorientierung des Bibliothekswesens durch den bis 1975 andauernden Franco-Faschismus bis heute ergeben. Gab es hierzu Vorträge? Welche Nachwirkungen sind durch diese lange Zeit bis heute spürbar? Habt Ihr hierzu etwas bemerkt? Ein weiterer Aspekt: Welche Folgen hat(te) die Wirtschaftskrise in Spanien auf das dortige Bibliothekswesen und die Studienwahlentscheidung/Berufsaussichten bei Schülern für den Beruf des Bibliothekars/der Bibliothekarin? Leider war ich nicht vor Ort.

Ein winziges Detail wäre in dieser Zeitschriftenausgabe noch anzufügen: In diesem Jahr, am 9. November 2014 stimmen 7,5 Millionen Katalanen über die Unabhängigkeit und ihre Selbstständig von Spanien ab. Ähnlich wie in Bayern werden auch dort Zahlungen an wirtschaftlich weniger starke Provinzen beklagt.Gab es auf der Bobcatsss-Tagung hierzu schon Vorträge über Szenarios, welche sich auf mögliche Veränderungen des Bibliothekswesens dort bezogen? Das hätte mich im Speziellen noch interessiert. Es sei noch auf den YOU-TUBE-Kanal verwiesen, in dem einige Vorträge der Tagung zu sehen sind.

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Verleger kehren DRM nicht wirklich den Rücken

DRM von Adobe wird laut Johannes Haupt von Lesen.net bei 3/4 aller Großverlage eingesetzt, d.h. DRM ist ein Thema in Verlagen. Dass es in der Branche eine kleine Diskussionen zu diesem Thema gibt, zeigt sich nur mittelbar, so z.B. in der Meldung, dass der Campus-Verlag einen DRM-Verzicht verkündete.

Der Campus-Verlag erklärte, auf “harte” Digital Rights Management-Maßnahmen (DRE) verzichten zu wollen und dafür ein neues, digitales Wasserzeichen (Social DRM) von HGV einzusetzen, um so den Schutz der Urheberrechte bei seinen PDF-Büchern sicherzustellen.

Geworben wird mit der Unabhängigkeit von verwendeten Lesegeräten und den dadurch fehlenden technischen Hürden. Wissen muss der Käufer, dass beim Download ein individuelles Wasserzeichen erzeugt wird, welches eindeutig dem Käufer des PDFs zugeordnet wird. Dabei werden sichtbar und unsichtbar die PDF-Version des E-Books mit der Transaktionsnummer Ihrer Bestellung mehrfach markiert. So lassen sich zwar Kopien weitergeben, aber sie lassen sich immer zum Käufer des Ursprungdokuments zurückverfolgen, sollten illegale Kopien auftauchen.
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Ein Imagevideo der Zentralbibliothek in Vigo (Spanien)

Raquel Galavis, eine Schauspielerin und Moderatorin  führt durch ihre professionelle und lebendige Stimme und Mimik durch die öffentliche Zentralbibliothek in Vigo. Leider gibt es keine Untertitel, aber auch ohne Spanischkenntnisse ist es möglich sich die Inhalte und die Bedeutung des Gesagten zu erschließen. Sie spricht über die Geschichte der Bibliothek, deren Abteilungen und Dienstleistungen. Die Bibliothek dient der Bildung und Unterhaltung.

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Aus aktuellem Anlass: Der Neubau der galizischen Bibliothek in Santiago de Compostela ist fertiggestellt

Bisher war Santiago de Compostela vor allem als Ziel vieler Pilger am Ende des Jakobsweges bekannt.  Die Altstadt ist zusammen mit der Kathedrale und dem Jakobsweg UNESCO-Weltkulturerbe. Am 12.01. wurde eine neue Bibliothek und ein Archiv für galizische Literatur-Manuskripte eröffnet, die Teil des Kulturzentrums (www.cidadedacultura.org) sind, das sich auf dem Berg Gaiás befindet. Enworfen wurde das Kulturzentrum mit dem Namen  „Ciudad de la Cultura“ (Stadt der Kultur) von Peter Eisenman. Bei einem 1999 nach der Eröffnung Guggenheim-Museums in Bilbao ausgeschriebenen Architekturwettbewerb, konnte sich Eisenman gegen ebenso bekannte Kollegen wie Rem Koolhaas, Jean Nouvel oder Dominique Perrault durchsetzen. Weitere Gebäude, die sich sich noch im Entstehungsprozeß befinden, sind das Galizische Museum, ein Zentrum für Musik und darstellende Künste, ein internationales Kunstzentrum sowie einem Verwaltungsgebäude.

Die Gesamtfläche wird dann 175.000 Quadratmeter betragen. Eisenman ließ sich durch die mittelalterlich geprägte Stadt inspirieren und begründete seinen Entwurf folgendermaßen:

„Anstatt das Gelände als eine Art Hintergrund zu gestalten, aus dem die Gebäude wie Figuren heraustreten, kann sich hier das Terrain zur Form erheben und die Gebäude sinken in das Terrain ein. In dieser neuartigen urbanen Struktur erscheint der bewohnte Raum sowohl ebenmäßig als auch gefurcht, ähnlich einer Muschelschale, dem historischen Symbol von Santiago. Die Einschreibung der mittelalterlichen Vergangenheit in die ‚Stadt der Kultur‘ erzeugt den Eindruck einer aktiven Gegenwart, die sich in einer taktilen, pulsierenden neuen Form wieder findet – einer Art fließenden Schale”.

Die Bibliothek erstreckt sich auf insgesamt 8 Stockwerke und beträgt etwa 26.000 Quadratmeter.  Hiervon  umfasst das Archiv mit drei Geschossen insgesamt 11.000 Quadratmeter. Der Preis dieser Bauten belief sich bisher auf  etwa 300 Millionen Euro. Dieses Kulturzentrum könnte doch als Musterbeispiel für andere Städte dienen. Ich denke da zum Beispiel  an das zukünftige Humboldtforum in Berlin.

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