Zur Erinnerung an Roger Willemsen

In Gedenken an einen Fürsprecher von Bibliotheken hier die Rede des heute leider verstorbenen Roger Willemsen vom 101. Bibliothekartag in Hamburg (2012). Ab der 50. Minute und 10 Sekunden beginnt seine Rede.


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Offen auch zu den Schließzeiten

Da öffnen sich nun dauerhaft Türen. Die Stadtteilbiblitohek Finkenweder der Bücherhallen Hamburg nutzt die Möglichkeiten des Selbstbedienungsservices und öffnet mit Kameraüberwachung, Sicherungsanlagen und Selbstverbuchern ihre Tore jedem, der einen gültigen Bibliotheksausweis besitzt. Damit kann man auch außerhalb der Servicezeiten („personalbesetzte Öffnungszeiten“) das normale Angebot der Bibliothek nutzen. Die Bücherhallen wollen damit testen, ob sich die Einführung eines „Open-Library-Service“, wie er in Niederlanden und Dänemark schon länger besteht, lohnt und ob Bibliotheken als Ort entsprechend angenommen werden.

In der Pilotphase erhalten nur Kunden ab 18 Jahren Zutritt und außerdem wird es erstmal nur eine begrenzte Anzahl von zusätzlichen Öffnungsstunden geben.

Und für alle die glauben, dass dies so einfach umsetzbar ist:
Hella Schwemer-Martienßen, die Direktorin der Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen, macht in der Ankündigung der neuen Selbstbedienungszeiten:

„Die Sicherheitsvorkehrungen für Bibliotheksräume, Einrichtungsgegenstände und das Bücherhallen-Netzwerk waren aufwendig, ebenso wie die datenschutzrechtlichen Klärungen für die Kameraaufzeichnung. Es entstehen bei diesem Modell zahlreiche organisatorische Erfordernisse, die Sicherheit der Kunden im Bibliotheksraum zu gewährleisten und das Eigentum der Bibliothek zu schützen. Im Fokus muss stets die Sicherheit der Kunden bei der personallosen Nutzung der Bibliothek stehen.“

Und auch mir stellt sich wie Frau Schwemer-Martienßen die Frage:

„Ein Problem scheint mir noch zu sein: Mit welchem deutschsprachigen Begriff sollten wir in Zukunft eine Open-Library bezeichnen?“

Doch ist das wirklich das, was „Kunden“ wollen? Wieviel Service liegt in der Selbstbedienung? Macht man aus der Not eine Tugend, da der Nutzer sowieso mehr und mehr in den Bibliotheken selbst machen muss/darf, sollte man ihm dies (wenigstens) durch verlängerte Zugangszeiten versüßen? Ist dies eine Lösung für die untersagte Sonntagsöffnung von Bibliotheken? Werden dadurch Bibliotheken attraktiver? Ich bin gespannt auf die Ergebnisse dieses Pilotens.


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… gab es es am Tag der Offenen Tür zum 10. Jubiläum der Zentralbibliothek am Hühnerposten der Hamburger Bücherhallen. Einige Impressionen wurden dabei festgehalten.


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