Lee Rainie: "Libraries and the New Community Information Ecology"

Im Zuge der Neuerscheinung eines Buches und anstehenden Diskussionen im April und Mai, spricht der Forscher Lee Rainie über seine langjährigen beruflichen Leidenschaften: “Der Rolle von BibliothekarInnen und JournalistInnen in der US-amerikanischen Gesellschaft.” Rainie ist der stellvertretende Direktor des in Washington ansäßigen “Pew Internet & American Society project”, eines Non-Profitinstituts. Das folgende etwa 30-minütige Gespräch wurde per Skype aufgezeichnet. Bill Densmore (“Journalism That Matters‘”)  spricht darin mit Rainie darüber, wie Bibliotheken sich im neuen Medienökosystem anpassen und erfolgreich sein können. Besonders interessant fand ich dabei die Antworten darauf, wie BibliothekarInnen und Journalisten mehr zusammenarbeiten können und was diese durch den Medienwandel miteinander verbindet.  Lee Rainie geht auch auf neue Aufgabenfelder ein, welchen BibliothekarInnen und Journalisten  in der heutigen Gesellschaft zukäme, um den heutigen Aufmerksamkeitökonomien weiterhin relevant  zu bleiben.

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Aus aktuellem Anlass: Die Freiluftbibliothek in Madeburg ist Gewinner des “Brit Insurance Award” 2011

“The success of this experience counters the scepticism that often hovers over the trade-off between participative processes and the practice of good architecture. Far from being gentrified, the urban setting of Salbke takes on added value with the presence of this building, which sagely takes over an interstitial run-down space to give it order and also signal its presence. […] The citizen participation that is revitalising the social fabric does not end with conceiving a building since, now the professionals who acted as advisers have gone, the residents have taken over its management. The result points to the possibilities of a civil society that is able to emancipate itself from the upside-down State protection when the public administration does not satisfactorily meet its needs.”David Bravo Bordas

2009 und 2010 berichtete Dörte bereits von der Freiluftbibliothek im Madeburger Stadtteil Salbke. Das Projekt „Lesezeichen für Salbke” gewann nun diesen Jahr den prestigeträchtigen “Brit Insurance Award”. Herzlichen Glückwunsch! Über das franko-kanadische Bibliotheksweblog “Bibliomancienne” (von Marie D. Martel) erfuhr ich am 11.03. davon. Natürlich berichtete auch das Weblog des Lesezeichens Salbke bereits am 04.03. darüber. Das Konzept und die Idee in Städten, die in der Sprache der Soziologen als “Shrinking Cities” bezeichnet werden, solche Open-Air-Bibliotheken zu errichten, hätte doch durchaus Zukunft. Andere Städte, die mir in Sachsen-Anhalt bekannt sind (u.a. Halberstadt) verlieren zunehmend an Plattenbauten, da diese abgerissen wurden. An deren Stelle treten Grünflächen auf deren Böden solche Freiluftbibliotheken gut “gedeihen” würden. Mit der zweiten internationalen Auszeichung nach dem “European Prize for Urban Public Space” hat die Freiluftbibliothek aus Magdeburg mit dem “Brit Insurance Award” 2011 über die europäischen Landesgrenzen Schlagzeilen gesorgt. Die am 16. Januar diesen Jahres von mir gestellte Frage ob Bibliothekslandschaften in “Schrumpfenden Städten” per se ein Bibliothekssterben bedeuten müssen, kann ich nun selbt mit nein beantworten. Wenn Bibliotheken in der Lage sind sich an die demographische Entwicklung  welche neue  “Landschaften”  schafft und die soziale Segregation eher verstärkt, anpasst, dann wird es auch dort ein “Revival” von Bibliotheken geben. Bisher gibt es wohl aufgrund sozialer Verwerfungen und Bildungsarmut bisher noch wenig BibliothekarInnen, die  angemessen niedrigschwelligere Angebote bereitsstellen und selbst vor Ort mit den potentiellen NeunutzerInnen in Kontakt treten.  Es ist wohl auch der Ort und die Architektur, welche die Attraktivität  steigert und die Hemmschwellen sinken lässt. Dadurch, dass es sich bei den MitarbeiterInnen dieser Freiluftbibliotheken um Menschen aus dem Viertel handelt, in dem die Freiluftbibliothek steht, wird es sicherlich leichter Kinder und Erwachsene diesen neuen Ort “schmackhaft” zu machen. Wenn zukünftig BibliothekarInnen aus anderen Ländern auf Bibliothekenexkursion in Deutschland sind, könnten diese auch die Freiluftbibliothek in Madeburg besuchen. Warum denn nicht? Sie ist ein Best Practice Beispiel dafür, wie die Bibliothek der Zukunft in bestimmten Regionen und Stadtteilen aussehen sollte und muss.

In dem nun folgenden Video kommt einer der Architekten, David Bravo Bordas zu Wort.

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[Zitat] Unkommentiert – 2006

“The library is a place, where conflicting ideas co-exist, where people can discover undiscovered knowledge and where the powerless can be empowered through access to knowledge. At the same time, the library can be a place that maintains social and cultural order by collecting, distributing and organizing hegemonic knowledge. Controlling knowledge has historically been a way of controlling people. When one understands that the role of the library is double-edged sword, diversity comes to hold a vital place. However, from the dominant culture’s perspective, diversity in libraries is a threat because it challenges normalized knowledge, ideas and practices. […] Library communities need to unlearn racism, sexism, homophobia and relearn what we have learned. No matter how much we try to create a more so called “diverse” library community, without unlearning and exposing our own racist thinking we can never create a truly diverse environment. The library should be place, where we not only facilitate the education of our users, but also of ourselves.

Shin Joung Yeo and James r. Jacobs: “Diversity matters? Rethinking diversity in libraries”. In: Counterpoise 9 (2) Spring, 2006, p. 5-8

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Die wissenschaftlichen Herausforderungen im 21. Jahrhundert auf golem.de, 20.02.2008

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