Wie Festplatten arbeiten von Kanawat Senanan

Die moderne Festplatte ist ein Gegenstand, der wahrscheinlich mehr Informationen beinhalten kann, als jede Bibliothek vor Ort. Aber wie kann diese so viele Informationen auf einem kleinen Raum speichern? Kanawat Senanan geht im folgenden Video auf die Einzelheiten ein, die zur Schaffung dieses unglaublich mächtigen und genauen Geräts führten.


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Drohnenflug in der New York Public Library

Würde Nikolai Rimski-Korsakow in der heutigen Zeit  leben und das aus der Oper „Das Märchen vom Zaren Saltan“ stammende Interludium „Hummelflug“ komponieren, hieße es vermutlich stattdessen Drohnenflug. Stefanie Ritter hatte 2009 in ihrer Bachelorarbeit an der HAW Hamburg mit dem Titel „Videoüberwachung in Bibliotheken: notwendige Sicherheitsmaßnahme oder unverhältnismäßiger Eingriff in die Rechte der Betroffenen“ untersucht, welche Erfolgschancen derartige „Sicherheitsmaßnahmen“ haben und inwiefern es in der bibliothekarischen Praxis diesbezüglich Umsetzungsbeispiele gibt. Dabei spielten Drohnen noch keine Rolle. Das folgende Video wurde mit Genehmigung des digitalen Innovationslabors (Rad Labs Team) der New York Public Library ermöglicht. Die Kommentare zum Video fallen durchweg positiv aus. Der Titel des von Lerin Herzer und Andrew Joslyn stammenden Musikstücks lautet „She is not alone“.


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Drehort Bibliothek: Ein Werbespot einer Computerfirma


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Sind bessere Suchwerkzeuge ein Ersatz für die Vermittlung von Informationskompetenz?

Hallo Anne,

da der Kommentar zu deinem Beitrag Bessere Tools statt IK-Veranstaltungen? etwas länger ausfällt und vielleicht auch an einigen Stellen daran vorbeiläuft, habe ich daraus ein eigenes Blogposting gemacht. 🙂

Bbessere Suchtools und Suchräume sind aus meiner Sicht nur ergänzend zu sehen. Wir können Suchräume noch so durchdenken, noch so ausdifferenzieren oder vereinfachen, informativ ergänzen oder ganz auf die puristische Information zuschneiden, aber das Recherchieren an sich stellt schon eine ganze Reihe Ansprüche an unsere Nutzer und die können wir ihnen nicht abnehmen, nur vermitteln oder aktiv (aufbereitet und vorausschauend) vorleben.

Ich stelle mal die These auf: Je einfacher wir es unseren Nutzern mit dem recherchieren machen, desto dümmer stellen sie sich an. Hat man zu Altavista-Zeiten nicht nur Altavista sondern auch Yahoo, DMOZ usw. für die Recherche genutzt, so will man heute nach einer Google-Recherche nur ungern noch woanders suchen, weil einem die Trefferflut überwältigt. Ohne nachträgliches oder vorausschauendes Einschränken nutze ich beispielsweise Google gar nicht mehr. Nutzer (ich seh hier mal einen Haufen familiäre Beispiele) muss man häufig erst drauf stoßen, obwohl Google hierzu vielfältige Möglichkeiten anbieten. Und Google ist ja in vielen Dingen ein Vorbild.

Natürlich ist es gut, Informationen gebündelt über eine Plattform abrufen zu können, aber Metasuchmaschinen benötigen standardisierte Indices und Metadaten, um verlustfrei alle Informationen zugänglich machen zu können.

  • Punkt 1: Standards gibt es nur wenige und die werden nicht einheitlich und stringent angewandt.
  • Punkt 2: Nicht alle erfassten oder enthaltenen Informationen lassen sich bereits heutzutage über reine Volltextsuchen abbilden.
  • Punkt 3: Nicht alle Datenanbieter möchten über eine Metasuche durchsuchbar gemacht werden.

Eine Suchoberfläche ohne Informationsoberfläche für alle von der Bibliothek zur Verfügung gestellten und empfohlenen Suchtools wird es trotz rasantem technologischem Fortschritt in absehbarer Zukunft nicht geben. Dem gegenüber stehen auch immer die finanziellen Interessen von Verlagen und Rechteinhabern, die ihr Wissen monopolisieren wollen. Firmen wie EBSCO bieten neuerdings auch mit seinem Discovery-Service eine All-in-One-Lösung an. Primo von Ex Libris wird bereits in einigen Bibliotheken erprobt.

Auch die erwähnten „kostenlosen“ Lösungen wie eine Umsetzung über VuFind (Hamburg Harburg), bei E-Lib Bremen oder die LSE des KOBV (ALBERT) sind nicht wirklich kostenfrei, da hier viel Programmieraufwand und eigener Gehirnschmalz hineingesteckt werden muss, um für die lokale Installation des Katalogs und die lokal abonnierten Datenbanken, Zeitschriften etc. wirklich verwendbar zu sein. Diese Manpower haben gerade kleinere Bibliotheken nicht. Und während der Entwicklungsarbeit können die IK-Vermittlungsstunden auch nicht eingespart werden. Eine dauerhafte Pflege und Weiterentwicklung muss ebenfalls sichergestellt sein, sollte man so ein Projekt über (eine) Projektstellen abwickeln. Hier kommt auf Dauer auch die Technikkompetenz der MitarbeiterInnen der Bibliotheken zu tragen, denen die Nutzer in vielen Dingen etwas vormachen können. Ich wage hier mal die These, dass Bibliothekare in Zukunft mit einer breiten Menge an technischen Geräten und Techniken umgehen werden müssen, aber der Nutzer jederzeit sich auf wenige technische Geräte spezialisieren wird. Auch hier wartet eine Herausforderung, bei der wir mit unseren Suchräumen auf Grenzen stoßen werden, denn was auf dem Smartphone möglich ist, ist wesentlich weniger als auf einem Tablet-PC und das wiederum weniger als auf einem Notebook. Auch andere Arbeitstechniken werden sich dort entwickeln. Annes Vorschlag, ein entsprechendes Zusatz-Zertifikat für IT-bibliothekarische Kernkompetenzen kann hier eine Dringlichkeit deutlich machen. Wer weiß, wie etwas funktioniert und warum es so und nicht anders arbeitet, kann Strategien entwickeln, nicht nur für eine Verbesserung der Suchumgebung, sondern auch für die Vermittlung.

Steht immer noch die Frage im Raum: Können wir unseren Nutzern das Mitdenken erleichtern oder sollten wir das überhaupt? Diese Frage höre ich immer mal wieder von Kollegen. Originalthese: „Zu einfach sollten wir es unseren Nutzern auch nicht machen.“ Wenn ich dann sehe, dass diese schon bei der Frage scheitern, ob es sich um ein Buch handelt oder eine Zeitschrift und warum sie einen Zeitschriftenartikel überhaupt benötigen, denke ich, kommen wir an die Grenzen des technisch möglichen. Wir wissen aus der (beruflichen Erfahrung), wie viel eine sorgfältige Suchvorbereitung bei einer Recherche ausmacht. Einfachere Suchräume machen es uns vielleicht möglich, dies nun auch zu vermitteln. IK-Veranstaltungen sind ein Einstieg in die Vermittlung von Recherchekompetenz (oder Schulung der Rechercheintelligenz?). E-Learning-Angebote sind sicherlich ein gutes zusätzliches Mittel, werden aber nie den direkten Austausch ersetzen können, weil eben jeder Nutzer anders lernt und anders fragt, sowie Dinge anders rezepiert.

Ich glaube, sie sind jedoch nur als Anschub zu verstehen. Die eigentliche Vermittlung fängt in der täglichen Arbeit an, wenn wir sehen, dass unsere Nutzer am PC trotz einfachster Suchräume nicht ihre Treffer finden. Jede Anfrage, die vorne bei uns in der Auskunft ankommt, nehme ich bei unseren Studierenden und häufig auch bei unseren externen Nutzern als Anlass, Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln. Ein einmal eingeworfenes „Man könnte auch mit einem anderen Begriff suchen oder das und das machen…“ bewirkt häufig mehr als zwei Stunden IK-Schulung, selbst nach neusten Methoden. Hier stehen wir als Problemlöser, sowohl für den Nutzer als auch für unsere Aufgabe, Informationskompetenz zu vermitteln.

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Datenbank mit Informationen zum Holocaust

Die Informationen und Archive zur Geschichte des Holocaust in Europa sind weltweit zerstreut. Eine Datenbank soll diese zukünftig gebündelt anbieten und der wissenschaftlichen Forschung zugängig machen. An diesem Projekt werden sich 20 Parnter aus elf EU-Mitgliedstaaten, Israel udn Norwegen beteiligen. Ein Partner ist die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB). Ihre Aufgabe wir es sein, eine Infrastruktur zur Integration der Forschungsdaten in die Datenbank zu entwickeln, sowie digitale Werkzeuge erarbeiten, mit deren Hilfe Wissenschaftler online in dem Internetportal forschen können. Das Projekt „European Holocaust Research Infrastructure“ (EHRI) wird von der EU mit insgesamt sieben Millionen Euro gefördert.

Mittels neuen IT-gestützten Technologien soll EHRI die Forschung zu einer Vielzahl von Aspekten insbesondere in Osteuropa unterstüzten. Dabei sollen Wissenschaftler und Studierende länder- und instituionsübergreifend die virtuelle Forschungsumgebung nutzen und darin auf sämtliche wichtige Forschungsdaten zum Holocaust, die in der Datenbank erfasst werden, zugreifen können. Durch die Plattform von EHRI soll es möglich werden, gemeinsam Forschungsfragen zu entwickeln und zu bearbeiten.

Bereits Ende vergangenen Jahres wurde die ARbeit unter Leitung des Niederländischen Instituts für Kriegsdokumentation in Amsterdam aufgenommen. An der SUB betreut federführend Dr. Heike Neuroth, Leiterin der Abteilung Forschung und Entwicklung, dieses Projekt.

Quelle:
Ebeling, Bernd: Internetplattform soll Informationen zum Holocaust bündeln, Informationsdienst Wissenschaft


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