Die DOs und DON’Ts des Auskunftsbibliothekars

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Bibliothek ohne (extra) Infotheke

Die Bibliothek als Raum verändert sich. Die Entwicklung ist kaum aufzuhalten, oder wie erklärt man, dass eine Bibliothek ohne Auskunftstheke auskommt? Der Raum wird den sich ändernden Anforderungen an die Bibliothek und ihre Bibliothekare angepasst.

Die McMaster University Library verzichtet nach sehr vielen Planungen und harter Arbeit zuletzt doch auf ihre Auskunftstheke. Heißt das, dass man nun in der Bibliothek keine Auskunft mehr bekommt? Nein, man hat das Konzept auf “Blended Services” umgestellt. Bibliothekshilfestellungen und andere Bibliotheksservices werden an einem Servicepunkt zusammengefasst. Dort kann der Nutzer ausleihen, Hilfe und Beratung erhalten und seine Fernleihbestellungen tätigen.

Zwischen 2009 und 2010 wurden am “Research Help Desk” 21771 Fragen beantwortet. Auffällig ist, dass damit die Zahl erheblich gesunken ist. 2005-2006 waren die Anfragen mit 40934 Fragen doppelt so hoch und die Zahlen sinken kontinuierlich weiter. Die Nutzer gehen diese Veränderungen mit und akzeptieren sowohl den einzelnen Servicepunkt als auch, dass die Zeit, welche die Bibliothekare in die Zusammenarbeit mit Laboren, Büros und ganzen Klassenzimmmern investieren, sinnvoller genutzt ist.

Die Diskussion über die Notwendigkeit einer eigenen Infotheke kenne ich, allerdings genau aus einer anderen Richtung, nämlich pro extra Auskunftstheke, um genug Zeit für die Beratung des einzelnen Nutzer zu haben, sollte seine Frage über eine einfache Fakten- oder Ortsauskunft hinaus gehen und die Ausleihtheke zu entlasten. An kleineren Bibliotheken in Deutschland gibt es ja meistens einen Servicepunkt, der bereits alle “Blended Services” umfasst.

Quelle
Trzeciak, Jeffrey G.: Reference desk – GONE, McMaster University Library

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