Die Oberösterreichische Landesbibliothek: „Wege zum Wissen“

In diesem Video erfahren Sie, was hinter den Mauern der Oberösterreichischen Landesbibliothek passiert, um die ca. 500.000 Bücher sowie Medien und Periodika aus verschiedensten Wissensgebieten und tausenden eBooks für Sie bereitzustellen.Das Highlight stellt die Schatzkammer des Wissens dar. Sie Schatzkammer heißt nicht ohne Grund so: Zahlreiche wertvolle Schätze wie Handschriften, frühe Drucke oder seltene landeskundliche Dokumente finden sich hier. Zudem gibt es hier eine Fülle an historischen Zeitungen und Zeitschriften. Ein eigener Leseraum bietet die Möglichkeit in aller Ruhe diese Werke zu studieren. Es besteht die Möglichkeit im gesamten Freihand-Bereich das WLAN (Drahtlosnetzwerk: BIBL-Gast) gratis zu nutzen und sich beispielsweise in die virtuelle Bibliothek zu begeben.

Quelle: VÖBBLOG vom 29. März 2014


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Wiedereröffnung der Bibliothek des Klosters und Internats „Collegium Augustinianum Gaesdonck“

Stolz können sie sein auf ihre wiedereröffnete Bibliothek, alle die sich aktiv beteiligt haben am Umbau, der Auslagerung und der Digitalisierung der Archive. Die Klosterbibliothek der Gaesdonck besitzt Bücher, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, eine Sammlung die „beinah einzigartig ist unter den linksrheinischen Klöstern, welche Anfang des 19. Jahrhunderts unter französischer Besetzung großes Leid erdulden mußten.“

Die Inhalte des Klosterarchivs, weit mehr als 50.000 Seiten wurden gesichtet, sortiert, fotografiert und schlussendlich digitalisiert. Sie wurden beim Festakt auf einer kleinen Festplatte gespeichert präsentiert. Das digitale Archiv von Gaesdonck und Graefenthal wurde ehrenamtlich in vierjähriger Arbeit erstellt. Um Platz zu schaffen, wurden die Bücher aus den Räumen der Bibliothek in den Diözesanverband in Münster verbracht. Die Digitalisierung war eine Herausforderung für die Mitarbeiter der Digitalsierungsgruppe, die im Winter bei ihrer Arbeit bis zu drei Pullover trugen, weil sie sonst in den Räumen der Bibliothek zu erfrieren drohten. Mit der Digitalsierung ist man sich sicher, dass das Archiv nun mindestens für weitere 600 Jahre erhalten bleiben wird und dafür hat sich die harte Arbeit gelohnt.

Nach einem kleinen Festakt wurden die Türen zum großen, langen Raum, dem restaurierten und nun auch klimatisierten Saal des Archivs geöffnet, in dem nun die mehr als 5000 Bücher untergebracht sind. Die Regale aus dunklem Holz sind in die Spitzbögen eingepasst (Bilder am Ende des hier verlinkten Beitrages). Außerdem befinden sich zwei Archive dort: das Klosterarchiv mit Büchern der Jahre ca. 1350 bis 1850 und das Archiv von Graefenthal mit Büchern von ca. 1250 bis 1700. In diesem historischen Material von Gut Graefenthal sowie dem Collegium Augustinianum Gaesdonck kann künftig digital (ganz offensichtlich nicht online) geblättert werden. Die Materialien des 16. und 17. Jahrhundert mit Schwerpunkt Theologie stehen nun für die wissenschaftliche Nutzung einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Bibliothek beherbergt auch 150 Inkunabeln, welche aufwending nach dem Vorbild der Gutenberg-Bibel von ca. 1454 gestaltet sind. Auch ein urkundlich belegter „Lebensretter ist in den Regalen zu finden, ein Buch, dessen Buchrücken aufgerissen ist.

Dieses Buch habe sich ein Mönch bei einem Angriff vor den Leib gehalten – und überlebt. Das Bajonett des Angreifers scheiterte am Wälzer.

Auch andere, noch zu entdeckende Schätze befinden sich in der Bibliothek, z.B. Bücher deren Buchdeckel aus Seiten älterer Bücher bestehen. Dies war damals ein übliches Verfahren, um sehr teures Papier zu spren. In diesen Buchdeckeln wurden schon richtige Schätze gefunden, z.B. das Nibelungenlied. Es ist zu vermuten, dass noch viele ältere Schriften in den über 10.000 Buchdeckeln der Klosterbibliothek verstecken, die darauf warten, entdeckt und erforsch zu werden.

Quellen:
Eichhorn, Andreas: Kulturelles Erbe des Niederrheins, Der Westen, 05.04.2011
Reinders, Katrin: Eine Schatzkammer öffnet sich, Der Westen
Wiedereröffnung der Klosterbibliothek Gaesdonck – Feierliche Einweihung durch Bischof Theising, Kle-point


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Restaurierung von siebzehn Wiegendrucken aus Dessau

Siebzehn der ältesten Druckwerke aus dem Bestand der Anhaltinischen Landesbibliothek werden restauriert. Mittel dazu sollen aus einem Programm, welches von Bund und Ländern aufgelegt worden ist, zur Verfügung gestellt werden. Für das gesamte Programm zur Verhinderung des drohenden Verfalls von „papiergebundenen Kulturgütern“ wurden zunächst 600.000 Euro bereit gestellt.

Im vergangenen Jahr wurden 31 Projekte gefördert. Da die Aufforderung, entsprechende Projekte vorzuschlagen, war das der Dessauer Bibliothek das einzige in Sachsen-Anhalt.

In Absprache mit Restauratoren reichten die Dessauer drei bibliothekarische Notfälle ein: der Nachlass des 1831 in Wörlitz gestorbenen Dichters Friedrich von Matthisson, Bücher aus der Georgsbibliothek und – mit geschätzten 20 000 Euro Restaurierungskosten am teuersten – eben jene 17 Bücher, zumeist Wiegendrucke, auf die letztlich die Wahl der Geldgeber fiel.

Die Inkunabeln weisen Schäden unterschiedlicher Stärken auf, von beispielsweise gebrochene hölzerne bis gänzlich fehlend Buchdeckeln, kapputten oder fehlenden Metallschließen, welche damals ein gängiges Ausstatungsmerkmal waren oder stark mitgenommenen Papier.

Ursprünglich stammen die Bände aus der der 1532 in der Abtei Gernrode gegründeten Bibliothek und somit genau aus der Zeit, in der sich der Buchdruck etablierte. Die Gernröder Bibliothek hat eine bewegte Geschichte. Die Sammlung ging zunächst in die Bernburger Hauptbibliothek auf. Später wurde sie Bestandteil der Herzoglich Anhaltischen Bibliothek und wurde schließlich der 1922 gegründeten Anhaltischen Landesbücherei zugeordnet. Fast 90 Prozent von deren wertvollen historischem Bestand gingen im Krieg verloren.

Christoph Roth aus Leipzig übernimmt die Restaurierung der Dessauer Bände. Er hatte die Ausschreibung gewonnen und steht nun unter Zeitdruck, denn die Arbeiten an den Büchern sollen bereits Ende des Monats fertiggestellt sein.

Für einen besseren Erhalt des „papiergebundenen Kulturguts“ soll laut Kulturstaatsminister Bernd Neumann eine Koordinierungsstelle bei der Stiftung preußischer Kulturbesitz eingerichtet werden, welche Programme zum Erhalt bedeutender schriftlicher Kulturgüter entwickeln soll. Ein großer Teil dieser Güter ist vom Zerfall bedroht.

Quelle:
Steinberg, Thomas: Rettung für 17 wertvolle Wiegendrucke, Mitteldeutsche Zeitung


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Alte Ausgabe des Sachsenspiegels in Schweden entdeckt

Die Stadtbücherei im schwedischen Sundsvall hatte einen Schatz in ihrem Kellerarchiv, den nur ihre Bibliothekarin Görel Dahlin beim Aufräumen ans Tageslicht brachte. Neben Büchern aus dem 18. und 16. Jahrhundert fand sie ein über 500 Jahre altes Exemplar des mittelalterlichen deutschen Rechtsbuches „Sachsenspiegel„.

Der Sachsenspiegel ist die Verschriftlichung verschiedener Teile des Gewohnheitsrechts in mittelniederdeutscher Sprache im 13. Jahrhundert. Erstmals wurde er von vom Sachsen Eike von Repgow handschriftlich fixiert. Die vier ältesten erhaltenen Exemplare stammen aus dem 14. Jahrhundert und befinden sich in Wolfenbüttel, Heidelberg, Dresden und Oldenburg. Die jetzte gefundene Inkunabel wurde im Jahr 1481 gedruckt.

Heidelberger Sachsenspiegel duo b
Heidelberger Sachsenspiegel duo b, von peacay, CC-BY

Die schwedische Ausgabe ist in einem guten Allgemeinzustand und lesbar. Sie wird in der Königlichen Bibliothek in Stockholm dauerhaft aufbewahrt werden. Eine noch schwach sichtbare Eintragung auf der ersten Seite zeigt, dass das Buch einst im Besitz eines Augustinerklosters in München war.

Quellen:
Ovärderlig dyrgrip hittad i biblioteket, Dagbladet (Schwedisch); [Google-Übersetzung]
Schweden finden gut lesbaren „Sachsenspiegel“, Volksstimme


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Stiftung finanziert Restaurierung Klausener Handschriften

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, die in diesem Jahr vor allem die Bestandserhaltung von Handschriften fördert, unterstützt die alte Klosterbibliothek Klausen bei der Restaurierung wertvoller Manuskripte mit 8.500 Euro Fördergeldern.

Ministerpräsident Kurt Beck, Vorsitzender der Kulturstiftung und Kulturministerin Doris Ahnen erkennen damit auch die bisherige, größtenteils ehrenamtliche Arbeit für den Erhalt der wertvollen Bücher in der spätmittelalterlichen Klosterbibliothek aus dem 15. und 16. Jahrhundert an.

In den Schwerpunkt der Restauration fallen von den 1748 Bibliotheksbüchern aus sechs Jahrhunderten diejenigen Bücher, Handschriften und Drucke, die viele persönliche Notizen, Aufzeichnungen und Predigtenentwürfe enthalten. Später sollen diese Schriften dann in wechselnden Ausstellungen Bibliotheksbesuchern im passenden Ambiente – 18 heiligen Figuren an den Wänden und über 500 Jahre alten Malereien – vorgestellt werden.

Die Bücher waren in Vergessenheit geraten, denn nachdem 1802 das Kloster aufgelöst wurde, wurde auch die Bibliothek geschlossen. Die kostbaren Werke staubten ein, litten unter Feuchtigkeit und Kälte und werden jetzt wieder hergerichtet.

Ein Teil der Werke konnte bereits Dank Buchpatenschaften aufwändig restauriert werden. Zu den außergewöhnlichsten Stücken zählen drei Inkunabeln, die zwischen 1456 und 1500 entstanden sein sollen.

Die Augustiner Chorherren, die das Kloster 1456 gegründet hatten, verbrachten früher vier Stunden täglich damit, Bücher abzuschreiben.

Der Freundeskreis der alten Klosterbibliothek in Klausen sucht derzeit noch weitere Buchpaten.

Quelle:
Stiftung unterstützt Restaurierung Klausener Handschriften aus der Eifel – Zeitung


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