Typisierung der Internetnutzer

Ich liebe Typisierungen. Man kann so ein unheimliches Identifikationsgefühl mit einer oder keiner der dort beschriebenen Typen aufbauen oder andere bequem in Schubladen stecken. Die Netzeitung gibt hier einmal mehr eine Steilvorlage.

Das US-amerikanische Pew-Institut hat zwei Umfragen mit jeweils 1500 bis 2000 erwachsenen Teilnehmern genutzt, um eine Typologie von Computer-, Internet- und Handy-Nutzern zu entwickeln. Die Umfragen wurden Dezember 2007 abgeschlossen und die Ergebnisse nun im März 2009 präsentiert. Nach dieser Studie lassen sich zehn verschiedene Einstellungen zum Umgang mit digitaler Technik und Interternet unterscheiden.

Überraschend für Meinereins, die das Gefühl hat, ohne Internet und Information nicht auszukommen, sind die beiden größten Gruppen in der Bevölkerung der USA. Mit jeweils 14 Prozent schlagen hier “Drifting surfers” (Gelegenheitssurfer) und “Off the Network” (Internetabstinenzler) zu Buche. Allerdings liegen auch die anderen Kategorien dicht beieinander. Ziehen wir also einma die einzelnen Schubladen auf und schauen, was sich darin so verbirgt.

1. “Digital Collaborators” (Digitale Mitarbeiter) – 8 %

Der Digitale Mitarbeiter ist stolzer Besitzer der meisten elektronischen Geräte und hat die umfangreichsten Kontakte im Netz. Er nutzt das Internet für die Zusammenarbeit mit anderen, zum Ausleben seiner Kreativität aber auch als reines Unterhaltungsmedium. Er ist aber nicht nur reiner Konsument, sondern veröffentlicht darin auch eigene Beiträge. Innerhalb dieser Gruppe befinden sich 56 Prozent Männer, alledings liegt das Durchschnittsalter bei 39 Jahren.

2. “Ambivalent Networkers” (Ambivalente Netzwerker) – 7 %

Dieser Ambivalente Netzwerker nutz das Internet ebenfalls intensiv, ohne dabei jedoch so enthusiastisch wie der Digitale Mitarbeiter zu sein. Der Netzwerker engagiert sich aktiv in Online-Netzwerken, aber ist eher wie Großstandjunkies getrieben von der Angst, er könnte sonst etwas verpassen. Er nutzt am intensivsten mobile Geräte für die Datenverbindung und sieht in der Technik eher eine Verpflichtung. Hier ist die Rate der Männer bei 60 Prozent und mit durchschnittlich 29 Jahren ist der Ambivalente Networker der Jüngste.

3. “Media Movers” (Medienschieber) – 7 %

Dieser “Medienschieber” dealt mit neuen Informationen, die er überall im Netz sammelt und an andere weitergibt. Seine Hauptroute im Netz bewegt sich entlang von Nachrichten-Portalen und Seiten für spezielle Interessen. Er outet sich duch die ständige Weitergabe von Links zu Artikeln und Videos. Seine mobilen Geräte nutzt er für Text- und Bildmitteilungen und steht jederzeit für Anrufe bereit, um so interessante Informationen zu erhalten. Auch hier überwiegt mit 56 Prozent der männliche Mediendealer. Mit 34 Jahren ist diese Gruppe durchschnittlich gesehen die zweitjüngste.

4. Roving Nodes (Herumtreiber) – 9 %

Die Herumtreiberin nutzt das Internet sehr selektiv und zweckgebunden. Dabei ist sie eher eine Informationskonsumentin und weniger als die vorhergehenden Typen in Online-Netzwerken zu finden. Mobile Geräte nutzt sie für SMS oder E-Mail, wobei für sie die Mail an sich die wichtigste Pforte zum Internet ist. Ausgestattet mit einem E-Mail-Programm, einem Browser und einem SMS-fähigen Handy ist sie zufrieden. Mit einer Sicherheit von 56 Prozent ist dieser Typus weiblich. Das Durchschnittsalter liegt mit 39 Jahren unter der Angstgrenze von 40. 😉

5. Mobile Newbies (Mobile Anfänger) – 8 %

Sie gibt es auch noch. Ihr reicht das Handy, um den Kontakt zu anderen zu halten. Das Gespräch mit anderen ist ihr dabei am wichigsten, wenn sie auch gelegentlich mal eine SMS versendet. Internet ist für sie nur eine Randerscheinung, denn neue Technik ist etwas verstörendes. Warum braucht man da eine Breitbandverbindung, fragt sich mehr als die Hälfte der Gruppe. 55 Prozent sind Frauen und das Durchschnittsalter ist mit 55 Jahren auch relativ hoch.

6. Desktop Veterans (Desktop-Veteranen) – 13 %

Der alte Hase nutzt das Internet um Informationen zu besorgn und Kontakte zu pflegen. Das Handy hat für sie kaum Bedeutung, höchstens als Telefon für Gespräche. Mit 55 Prozent sind die alten Hasen männlich, natürlich verheiratet (72 %) und er ist durchschnittlich 46 Jahre alt.

7. “Drifting Surfers” (Gelegenheitssurfer) – 14 %

Die Gelegenheitssurferin besitzt die nötige Technik, um im Internet zu surfen, nutzt diese aber nur durchschnittlich. Sie braucht es gar nicht, jeden Tag ins Netz zu gehen. Für sie interessant sind nur die Schlagzeilen und ihr E-Mail-Verkehr. Die schöne Web 2.0-Welt interessiert sie nicht. Der Gelegenheitssurfer ist zu 56 Prozent weiblich und durchschnittlich 42 Jahre alt.

8. Information Encumbered (Informationsrückständige) – 10 %

Es gibt ihn, den Informationsrückständigen, der zwar Internetzugang und Handy besitzt, sich aber kaum für Informationen interessiert. Er schreibt E-Mails, liest auch ab und zu mal eine Nachricht, aber am ehesten geht er eine eher weiblichen Beschäftigung nach – dem Online-Shopping. Der Anteil von 67 Prozent Männern ist sehr hoch und das mittlere Alter liegt bei 53 Jahren.

9. Tech Indifferent (Gleichgültige) – 10 %

Die Gleichgültige interessiert sich nicht fr digitale Geräte und geht kaum und nur unregelmäßig ins Netz. Statt Handy nutzt sie für ihre Telefongespräche ds Festnetz. Eine SMS hat sie vielleicht schon mal verschickt, aber sicher ist das nicht. Etwa 55 Prozent ist weiblich und das mittlere Alter beträgt 59 Jahre.

10. Off the Network (Internet-Abstinenzler) – 14 %

Die Abstinenzlerin besitzt weder einen Internetzugang noch ein Handy. Wenn sie als Minderheit unter den Abstinenzlern einen Computer besitzt, ersetzt er eher die Schreibmaschine. Es heißt nicht, dass sie das Netz nicht kennt, aber es besaß keine Priorität, um entweder einen defekten PC zuersetzen oder sich genauer damit zu beschäftigen. Mit 57 Prozent sind die Abstinenzler zumeist Frauen und das Durchschnittsalter ist mit 67 Jahren das höchste.

Wiedergefunden? Zumdindest zählen Sie dann nicht zur Gruppe 10, die so ein Beitrag wohl kaum interessieren würde.

Quelle:
Jesdanun, Annick: Von Desktop-Veteranen und Netz-Abstinenzlern in der Netzeitung

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Happy Birthday WWW

Zwanzig Jahr bist du nun alt. Was gab es an schönen Erlebnissen mit dir, obwohl Anfangs man dich und deinen Vater wenig ernst nahm. Der Brite Tim Berners-Lee reichte am 13. März 1989 einen Projektantrag „Informationsmanagement: Ein Vorschlag“ ein. Er wollte eigentlich nur eine Technik entwickeln, die es den Forschern des Großforschungsinstituts für Teilchenphysik (Cern) in Genf zu ermöglicht, auf Forschungsergebnisse ihrer Kollegen in aller Welt zugreifen zu können. Etwas skeptisch wurde der Vorschlag betrachtet, als „vage, aber aufregend“. Im Zentrum stand ein „Hypertext“, bei dem Informationen im Netz durch logische Verbindungen miteinander verknüpft werden sollten. Berners-Lee lieferte die beiden wichtigsten Grundlagen des Internets gleich mit, die Hypertext Markup Language (html) und das Hypertext Transfer Protocol (http), die bis heute verwendet werden.

Noch warst du viel zu umständlich zu benutzen, so dass sich erst 1991 erste Universitäten mit die beschäftigten, um eben nach Berners-Lees Ideen Forschungsergebnisse auszutauschen. Dein Durchbruch war damit noch nicht geschafft. Der wichtigste Durchbruch war 1993 die Entwicklung des amerikanischen Students Marc Andreessen, der erste Browser namens Mosaic. Dieser Browser zeigte erstmals Grafiken, so dass auch „Nichttechniker” jetzt die Links fanden zum Draufklicken.

Andreessen gründete Netscape und sein Browser Navigator wurde so zum Tor ins Internet, das nun von Millionen Menschen nutzbar war. Erste Provider, wie AOL und Compuserve, boten ihre geschlossenen Online-Dienste ins Internet an. Jetzt standen E-Mail und der Zugang zum World Wide Web jedem offen. Die Pioniere der Stunde erinnern sich an teure Telefonrechnungen und einen langsamen Zugang übers Modem.
Immer mehr Menschen verfielen der Faszination der weltumspannenden Kommunikation und der plötzlich kinderleichten Informationsbeschaffung. Ab Mitte der neunziger Jahre kamen sie in Strömen. Juli 1995 eröffnete Jeff Bezos mit Amazon das erste Internet-Kaufhaus Amazon. Und September 1995 kam das erste Auktionshaus mit Ebay dazu. Immer mehr Seiten wurden dir hinzugefügt, dass man sie unmöglich alle noch kennen konnte. Aus diesem Grund war 1995 ist auch das Geburtsjahr des Internetkataloges Yahoo.

Du wurdest von maßgeblichen Leuten unterschätzt, so z.B. von Bill Gates, der Gründer von Microsoft. Der hat versucht, dich einzugrenzen und seine Nutzer im geschlossenen Dienst MSN festzuhalten. Das gelang durch Andreessens Netscape Navigator aber nicht, der sich ransant verbreitete. Es dauerte noch lange, bis Gates mit seinem Browser Internetexplorer die Aufholjagd auf den Pionier Andreessen begann.

Andreessens Firma war die erste Internetfirma, die es an die Börse schaffte. Sein Erfolg sorgte dafür, dass sich 1999 die Börse für dich begeisterte und sich erschreckt 2000 zurückzog, weil die Internetblase der “New Economy” auch gleich wieder platzte. Das schadete dir aber wenig InternetWWW, denn immer mehr Leute kamen und arbeiteten mit dir und deinen Möglichkeiten. Und mit Googles grandiosem Börsendebüt 2004 gewann auch die Börse dich wieder lieb.

Google hatte neben Amazon und Ebay das dritte große Geschäftsmodell gefunden, nämlich die Online-Werbung exakt an den Wünschen der Nutzer auszurichten. Das Modell, kleine Werbetexte (mit Hyperlinks) in maximal 0,5 Sekunden einzublenden, die Antworten auf den gerade eingetippten Suchbegriff liefern, hat Google im vergangenen Jahr mehr als 20 Milliarden Dollar Umsatz gebracht.

Du scheinst Entwicklungen im Zeitraffer ablaufen zu lassen. Breitbandverbindungen und mobile Geräte wie das iPhone bringen noch mehr Leben zu dir. Immer mehr Telefongespräche werden über dich geleitet und auch das Fernsehen erobert immer mehr Platz bei dir.

Und der Trend geht immer mehr zum Mitmachweb. Hat man sich früher mit dem Internet verbunden, verbindet man sich heute darüber mit Menschen.

Quelle:
Schmidt, Holger: Am Anfang wollte keiner etwas davon wissen
FAZ.net

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Milliardenmarke im Internet geknackt

Laut Untersuchung:engl: des Marktforschungsinstituts ComScore:engl: waren Dezember 2008 mehr als eine Milliarde Menschen im Internet.

Die Bevölkerungsexplosion findet auch im Internet statt. Das Web ist kaum 20 Jahre alt und es tummeln sich darin schon mehr als eine Milliarde Menschen. Genauer gesagt waren es im Dezember des letzten Jahres 1.007.730.000 Internetnutzer.

Die Verteilung:

  1. 41 Prozent: asiatisch-pazifischer Raum =
  2. 28 Prozent: europäischer Raum
  3. 18 Prozent: Nordamerika
  4. 7,4 Prozent: Lateinamerika
  5. 4,8 Prozent: Afrika und dem Mittleren Osten

In diesem Ranking nicht enthalten sich Nutzer aus Internetcafés und die Surfer mit Mobilgeräten.

Verteilung nach Ländern:

  • China:17,8 Prozent = 179 Millionen
  • USA: 16,2 Prozent = 163 Millionen
  • Japan: = knapp 60 Millionen
  • Deutschland:3,7 Prozent = ca. 37 Millionen

Meistbesuchte Websites aller Internetbesucher:

  • Google: 77 Prozent = ca. 777 Millionen
  • Microsoft: 64,2 Prozent = 646 Millionen
  • Yahoo: 55,8 Prozent = 562 Millionen
  • Facebook: mit 222 Millionen Nutzer; Platz unter den Top 10
  • chinesische Unternehmen Tencent: mit 135 Millionen Nutzern
  • chinesische Google-Konkurrent Baidu: 15,1 Prozent

Quellen:
Global Internet Audience Surpasses 1 billion Visitors, According to comScore:engl: via ComScore
Gehring, Robert A: Mehr als eine Milliarde Internetnutzer im Dezember 2008 via golem.de
Internet-Nutzer durchbrechen Milliardenmarke via Electronic Commerce Info Net
Kawamoto, Dawn; Beiersmann, Stefan: Zahl der Internetnutzer weltweit übersteigt Milliardengrenze via ZDnet.com

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Obere Bildungsschichten sind im Netz unterwegs

Und ein weiteres Mal Statistik für 2008. Diesmal zur Internetnutzung der Erwachsenen in Deutschland im vierten Quartal 2008. Die Ergebnisse stammen von einer repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen, bei der 3.895 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden.

Der Westen der Republik liegt mit 67 Prozent gegenüber dem Osten mit 61 Prozent zwar noch leicht vorne, doch die Aufholjagd wird bei einem Ost-Wachstum von 6 Prozentpunkten bald beendet sein.

Männer haben mit 73 Prozent die Nase vorne bei der Internetnutzung. Frauen sind nur zu 58 Prozent im Netz unterwegs, holen aber stetig auf mit einem Wachstum von 4 Prozent.

Und noch ein wenig Statistik, wo sich die Deutschen so im Netz rumtreiben und was sie da nutzen.

  • Onlineapotheken: 15 Prozent der Internetnutzer kaufen rezeptfreie Medikamente dort.
  • Onlineshopping: 63 Prozent
  • Onlinebanking: 51 Prozent
  • Preisvergleich: ca. 75 Prozent
  • Aktien- und Fondshandel: 8 Prozent
  • Informationsangebote:
    • Politiknachrichten: 41 Prozent
    • Wirtschafts- und Börsennachrichten: 37 Prozent
    • Versicherungsinformationen: 36 Prozent

Die Nutzungsdauer ist sehr unterschiedlich:

45 Prozent sind zwischen drei und zehn Stunden in der Woche im Internet, 29 Prozent nutzten es lediglich bis zu zwei Stunden und 25 Prozent über zehn Stunden in der Woche. Männer nutzten das Internet dabei intensiver als Frauen.

Wer ist im Netz?
Die jungen Leute bis 40 sind mit 90 Prozent vertreten, die nächste Altersgruppe bis 49 Jahre immerhin mit 82 Prozent und die nächste Gruppe (50-59 Jahre) tauchen mit 70 Prozent im Netz auf. Die Ü-60er hingegen sind derzeit mit nur etwa 29 Prozent online.

Sehr große Unterschiede zeigen sich bei der Internetnutzung in Bezug auf den Bildungsstand.

91 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife und 78 Prozent mit Mittlerer Reife sind “drin”. Bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre waren es kaum die Hälfte. Die Gruppe der Menschen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre sind lediglich zu 29 Prozent im Internet unterwegs.

Quelle:
Der Bildungsstand entscheidet über die Onlineaffinität via golem.de

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Mit 55 weltweit unterwegs

Deutsche der “Generation 55plus” sind zunehmend im Internetzu finden. Etwa 24 Prozent dieser Generation ist regelmäßig online und recherchieren per Suchmaschine bzw. kommunizieren per E-Mail-Kommunikation – so eine am heutigen Donnerstag in London vorgestellte Studie der European Interactive Advertising Association (EIAA:engl: ).

Der Branchenverband der europäischen Online-Vermarkter befragte rund 7000 Menschen in zehn europäischen Ländern.

Für Deutschland zeigen die Ergebnisse, dass so genannte “Silver Surfer” durchschnittlich sieben Stunden pro Woche online verbringen – dies entspricht einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber 2004.

Beliebt ist die Recherche mit Hilfe von Suchmaschinen und die Kommunikation via E-Mail.

Fast 90 Prozent der 55-Jährigen in Deutschland griffen darauf zurück. Der Austausch mit anderen Internetnutzern in Foren (23 Prozent), das Herunterladen von Musik (17 Prozent) und das Telefonieren übers Internet (16 Prozent) waren ebenfalls populär.

Die “Silver Surfer” in Deutschland nutzen dabei zunehmend einen Internet-Breitbandanschluss, jetzt bereits ca. 51 Prozent.

“Das Internet ist in Deutschland längst nicht mehr Domäne der jüngeren Generationen”, so René Lamsfuß, Leiter Marktforschung United Internet Media und Mitglied der EIAA Researcher Group.

Quellen
Studie: Internet für “Generation 55plus” immer wichtiger via heise online
Knapp jeder Vierte ab 55 Jahren ist regelmäßig online via de.internet.com

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Kategorisiert: Internetnutzer

Der Werbevermarkter SevenOne Interactive der Programmkette ProSiebenSat.1 will in seiner Studie “@facts extra – Online-Nutzertypen 2007” Internet-Nutzer in sieben statt bisher fünf “Nutzertypen”-Gruppen einteilen. Das Internet und seine Nutzer haben sich in den vergangenen fünf Jahren stark verändert. Grund dafür sind unter anderem Web2.0-Plattformen, die einen Trend in Richtung Entertainment, Kommunikation, User Generated Content und Games setzen.

Die Studie gilt als repräsentativ und hat 1.500 Internet-Nutzer ab 14 Jahre befragt. Sie unterscheidet mit Hilfe einer Clusteranalyse sieben in sich recht homogene Nutzergruppen. Durchgeführt wurden die telefonischen Befragungen in von Dezember 2006 bis Januar 2007 durch Forsa.

Als Unterscheidungs-Kriterien wurde dabei die Online-Interessen, die Internet-Nutzung, das E-Commerce-Verhalten, die Freizeitaktivitäten sowie soziodemographische Merkmale herangezogen.

  • “Multi-Interest & User Generated Content”-Surfer
    • (15,7 Prozent der Befragten) : hohe Affinität für den neuen Bereich des nutzergenerierten Inhalts
    • 42% dieser Nutzer selbst Inhalte ins Internet
    • Durchschnitt 40 Jahre alt, männlich, gut gebildet und besser verdienend
    • vielseitigen Interessen : Nutzung von Angeboten wie Nachrichten, Politik, Wirtschaft und Börse
  • “Entertainment & Communication”
    • eher weiblich, relativ jung (im Durchschnitt 28,8 Jahre)
    • täglich rund 155 Minuten im Netz
    • Kommunikation : Chats, Foren, Communitys, Dating und Instant Messaging
  • “Fun & Games”
    • jüngste Gruppe (Durchschnitt: 27,7 Jahre)
    • 18,1 Prozent der Befragten
    • mehrheitlich männlich
    • im Durchschnitt 152 Minuten täglich online, die Spieler unter ihnen verbringen davon 62 Minuten mit Online-Games
  • “Music & Video”
    • doppelt so viele Männer wie Frauen
    • E-Commerce-Angeboten gegenüber überdurchschnittlich aufgeschlossen (hauptsächlich Bücher sowie CDs und DVDs)
  • “Free Time Planner”
    • Nutzung des Internets insbesondere zur Freizeitplanung
    • Durchschnitt 44,3 Jahre alt und männlich
    • 3/4 dieser Gruppe bereits über das Netz gekauft (Bücher, Produkte rund um die Freizeitgestaltung wie Reisen, Tickets oder Hotelbuchungen)
  • “Service, Shopping und Lifestyle”
    • sehr kaufkräftig (höchste Durchschnittseinkommen aller Nutzer)
    • Geschlechteraufteilung ist gleichmäßig
    • besonderes Interesse : Einkaufen im Internet (Bücher, Kleidung und Schuhe sowie Schmuck und Uhren, Spielzeug oder auch Pauschalreisen
  • “Low Interest”-Nutzer
    • (22,1 Prozent) mit eher schwach ausgeprägtem Interesse
    • Selbst die beliebteste Funktion des Internets, das E-Mailen, nutzen nur 53,6 Prozent davon.
    • Geschlechterverhältnis ausgeglichen
    • durchschnittliches Alter von 45,4 Jahren (die ältesten Online- Nutzer)

Quelle:
Sieben Schubladen für Internet-Nutzer via golem.de

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"Social Computing" – wo bleiben die anderen 40 %?

Europa liebt das “Social Computing”. 60% aller Onlinnutzer sind mit Lesen&Schrebein von Blogs, Hören von Podcast, Sammeln von RSS-Feeds und Taggen beschäftigt. Wo jedoch ist Deutschland? In Deutschland sind weniger als die Hälfte der Internetnutzer an Social Computing-Aktivitäten teil. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Amsterdam veröffentlichte Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester Research, in der Nutzer in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden und Schweden zu ihren Online-Aktivitäten befragt wurden.

Deutlich zeigt die Studie, dass sich die Häufigkeit und Intensität der Nutzung von Social Computing von Land zu Land unterscheidet.

“Es gibt viele Gründe für das unterschiedliche Verhalten in sozialen Netzwerken”, resümiert Forrester Research Senior Analystin Mary Beth Kemp. “So unterscheiden sich die Länder auch hinsichtlich ihres Internet-Einsatzes: Nur 40 Prozent der spanischen und 44 Prozent der italienischen Internet-Nutzer sind regelmäßig online. Auch der Zugang zum Internet bleibt eine Herausforderung: ein Viertel der Deutschen verfügt nach wie vor lediglich über eine Modemverbindung oder einen ISDN-Zugang.”

Es klingt bei dem Hype um Web 2.0 erschreckend, wenn nur acht Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland Mitglied in sozialen Netzwerken sind und dabei auch die fünf Prozent mit eingeschlossen sind, die angeben, ihr Netzwerk nur selten zu besuchen. Da sollten sich die Blogger in Deutschland auch noch mal die Frage stellen, für wen sie denn bloggen. Gut, so viele Bolgger müssen sich in Deutschland diese Frage nicht stellen, denn lediglich ein Prozent schreibt Blogs und nur 16 Prozent lesen dies Ergebnisse.

Fast genauso skeptisch wie die deutschen sind die französichen Nutzer. Nutzer aus Schweden und Großbritannien sind sozialen Netzwerken gegenüber sehr aufgeschlossen. Über ein Drittel der Nutzer aus dem UK sind Teil eines sozialen Netzwerkes. Das ist doppelt so viel wie der Durchschnit Europas.

Ferner brachte die Studie zutage, dass das Lesen von Kritiken und Bewertungen den größten Teil der “Social Computing”-Aktivitäten ausmacht, fast ein Drittel der europäischen Internet-Nutzer nehmen an diesen Aktivitäten teil. Neun Prozent aller Europäer führen ein Blog oder veröffentlichen Web-Seiten. Hier sind die Niederländer am produktivsten: 15 Prozent der Niederländer unterhalten einen Blog bzw. eine Web-Seite. Während Spanier häufig Webseiten öffentlich kommentieren, sind die Deutschen im Großen und Ganzen nur widerwillig bereit, ihre Meinung online kundzutun.

Quellen:
“Social-Computing” bei 60 Prozent der europäischen Internet-Nutzer angekommen via de.internet.com

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[Kurz] Von Fünf bloggt einer

Jeder fünfte Internetuser bloggt.

Rund acht Prozent der deutschen Internet-Nutzer schreiben mindestens einmal pro Monat Beiträge in eigenen oder fremden Blogs. Weitere zwölf Prozent bloggen gelegentlich. Fast jeder zweite Internet-Nutzer liest Online-Tagebücher. Das teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin mit, Quelle ist die WWW-Benutzer-Analyse von Fittkau & Maaß Consulting.

Quelle:
Jeder fünfte Internet-Nutzer bloggt – Fast jeder Zweite liest Online-Tagebücher auf de.internet.com

Wie aussagekräftig sind eigentlich diese Zahlen? Derzeit wird man mit Studien zu Bloggern und Blogs, Internet und Internetusern nur so zugespamt? Welche Ergebnisse gibt es und wie kann man gewonnene Erkenntnisse umsetzen, außer dem, was jeder, der seit Jahren im Internet veröffentlicht, bereits weiß: publish or die!
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Deutsche im Internet

Eine neue Umfrage zur Internetnutzung in Deutschland ergab nicht viel Neues, sondern bestätigte, was man sich denken konnte.

  • 61 Prozent der Deutschen nutzen das Internet.
  • Internetnutzung ist immer noch eine Männer-Domäne.
  • Es ist eine Frage von Alter und Bildung.
  • 70 Prozent der befragten Männer nutzen das Internet, bei den Frauen 52 Prozent.
  • Im ersten Quartal 2007 waren über 88 Prozent der Hochschulabsolventen online, 72 Prozent der Deutschen mit Mittlerer Reife und nur 44 Prozent der Hauptschulabsolventen.

Auch der Zugang zum Internet wurde erfasst.

Quelle: Umfrage: 61 Prozent der Deutschen nutzen das Internet via heise online

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Online-Nutzung in Deutschland

Im Jahr 2006 haben 56 % der Deutschen das Internet zu privaten Zwecken (fast) täglich genutzt genutzt. Gesamt gesehen sind es sogar 65 % der Bevölkerung, die das Internet für sich entdeckt haben. Damit steigt die Akzeptanz dieses Mediums im Vergleich zum Vorjahr um 4 %.

Quelle: Presseerklärung des statistischen Bundesamtes.

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